th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Corona-Kurzarbeit ab 1.6.2020

Bestimmungen und Beispiele zur Kurzarbeit im Überblick sowie FAQ

Hinweis: Alle Eckpunkte zu den neuen Bestimmungen ab 1.10.2020 finden Sie auf einer eigenen Infoseite

Seit 1.6.2020 gibt es eine neue Sozialpartnervereinbarung

Diese gilt

  • für Erstanträge mit Beginn der Kurzarbeit ab 1.6. (oder später) sowie
  • für alle Verlängerungsanträge mit Fortsetzung der Kurzarbeit ab 1.6. (oder später) ab dem 4. Kurzarbeitsmonat.

Ausdehnung des Kurzarbeitszeitraumes bis 30.9.2020 

  • Für den Fall, dass das Unternehmen den Kurzarbeitszeitraum von 6 Monaten vor Beginn der Kurzarbeitsphase 3 (ab 1.10.2020) ausgeschöpft hat und weiter Kurzarbeit benötigt, wurde zur Überbrückung des Zeitraums bis 30.9.2020 die Möglichkeit geschaffen, den Kurzarbeitszeitraum im Wege eines Änderungsbegehren auszudehnen. Dazu übermitteln die Unternehmen die dafür abgeschlossene Sozialpartnervereinbarung "Ausdehnung der bestehenden Kurzarbeitsvereinbarung" über das eAMS-Konto direkt dem AMS, indem sie diese hochladen und gleichzeitig das Änderungsbegehren stellen.
  • Achtung: Änderungsbegehren können auch rückwirkend gestellt werden, müssen aber vor Einbringung der letzten Teilabrechnung, spätestens bis 30.9.2020 gestellt werden. Wurde die letzte Teilabrechnung bereits eingebracht, kann rückwirkend, spätestens am 30.9.2020 ein Verlängerungsbegehren gestellt werden. Verlängerungsbegehren können innerhalb von 3 Wochen rückwirkend ab dem in der Sozialpartnervereinbarung festgelegten Beginn, spätestens am 30.9.2020 gestellt werden.

Lösung für Beschäftigte, die keinen vollentlohnten Monatsbezug vor Beginn der Kurzarbeit aufweisen

Betrieben wird die Möglichkeit eingeräumt, für Personen, die bereits von einem COVID-19 Kurzarbeitsprojekt umfasst waren, aber bei Beginn der Kurzarbeit noch nicht ein volles Monat im Betrieb beschäftigt waren,  rückwirkend bis spätestens 30.9.2020 ein eigenes Beihilfenerstbegehren einzubringen. Gemeinsam mit dem Begehren ist die entsprechende Sozialpartnervereinbarung (mit einem entsprechenden Beginndatum unter Einhaltung der Monatsfrist) und ein Lohnkontoauszug als Nachweis des vollentlohnten Monats vor Kurzarbeit vorzulegen. Für das erste Beschäftigungsmonat gebührt keine Beihilfe bzw. wird diese zurückgefordert.

 

direkt zu den FAQ 


Zum Verfahren 

  • Unternehmen schließen die neue Kurzarbeitsvereinbarung mit Betriebsrat/Mitarbeitern ab. Sie müssen sie NICHT den Sozialpartnern übermitteln oder deren Zustimmung einholen.
  • Unternehmen übermitteln die abgeschlossene Vereinbarung DIREKT DEM AMS, indem sie im Zuge der Begehrensstellung über das eAMS-Konto diese hochladen und gleichzeitig den Erst- oder Verlängerungsantrag stellen. Mehr Infos auf ams.at.
  • Die Wirtschaftskammer stimmt den Vereinbarungen pauschal zu. Das AMS informiert den ÖGB, der sich die Prüfung der Vereinbarungen binnen 48 Stunden vorbehält.
  • Bestehen kein Einwand des ÖGB und keine Mängel, bewilligt das AMS den Antrag. Ansonsten ergeht ein Verbesserungsauftrag an das Unternehmen.

Die Eckpunkte der neuen Sozialpartnervereinbarung 

Vergütung 

Es bleibt bei der Nettoersatzrate von 80/85/90%. Wenn in einem Monat mehr geleistet wird, als es diesem Nettoeinkommen entspricht, steht ein entsprechend höherer Lohn zu. 

Beispiel:

Monat 1

Monat 2

Monat 3

Arbeitszeit

60%

60%

100%

Entgelt auf Basis

Netto 80/85/90%

Netto 80/85/90%

Netto 100%

Arbeitszeit

  • Sie muss weiterhin zwischen 10 und 90% der Arbeitszeit vor Kurzarbeit liegen, kann aber auch einige Wochen ganz entfallen.
  • Der Arbeitgeber kann unter bestimmten Voraussetzungen eine höhere Arbeitszeit anordnen, als in der Vereinbarung grundsätzlich vereinbart.
  • Unternehmen müssen künftig nicht mehr die Sozialpartner von Arbeitszeitänderungen verständigen. 

Beschäftigtenstand 

Wie bisher müssen Unternehmen während Kurzarbeit grundsätzlich den Beschäftigtenstand halten und dürfen Mitarbeiter nicht kündigen. Die neue Vereinbarung klärt und lockert diese Pflichten, so entfällt mit Zustimmung des Betriebsrates (bei Betriebsvereinbarung) bzw. der Gewerkschaft (bei Einzelvereinbarung) oder des AMS-Regionalbeirats die Behaltepflicht nach Kurzarbeit. Keine Auffüllpflicht besteht bei Beendigungen in der Probezeit oder aufgrund Pensionsantritt. 

Information 

Von der Kurzarbeit erfasste Arbeitnehmer erhalten innerhalb eines Monats einen Kurzarbeitsdienstzettel oder eine Kopie der Sozialpartnervereinbarung. 


FAQ - Fragen und Antworten

Stand: 6.7.2020 | 17:00 Uhr



Corona-Kurzarbeit allgemein

alle aufklappen

Handlungsempfehlung für die AMS-Abrechnung

alle aufklappen




Alle Rechtsauskünfte werden von der WKO nach bestem Wissen und Gewissen erteilt und basieren auf den zum jeweiligen Zeitpunkt gesicherten Informationen. Die WKO übernimmt für die Richtigkeit der Auskünfte keine Haftung.