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Altersteilzeitgeld von 1.9.2009 bis 31.12.2012: Berechnung

Ausmaß - kontinuierliche Arbeitszeitverkürzung - Auszahlung

Die nachfolgenden Informationen gelten nur für Altersteilzeitvereinbarungen, deren Laufzeit im Zeitraum von 1.9.2009 bis 31.12.2012 begonnen hat.

Allgemeines

Das Altersteilzeitgeld ersetzt dem Arbeitgeber den zusätzlichen Aufwand, der durch den Lohnausgleich sowie die Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge auf Basis der Beitragsgrundlage vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit entsteht. 

Der zusätzliche Aufwand für die Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge besteht darin, dass der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge auf der Grundlage des Entgelts der früheren Normalarbeitszeit (vor der Herabsetzung) entrichten muss, obwohl sich die Beitragsgrundlage nach der Herabsetzung verringert hat. 

Ausmaß des Altersteilzeitgeldes 

Das Ausmaß des Altersteilzeitgeldes ist davon abhängig, ob eine kontinuierliche Arbeitszeitverkürzung oder eine Blockzeitvereinbarung gewählt wird. 

Der dem Unternehmen abzugeltende Anteil beträgt

  • 90 % des zusätzlichen Aufwandes bei Vereinbarung einer kontinuierlicher Arbeitszeitverkürzung,
  • 55 % des zusätzlichen Aufwandes bei Blockzeitvereinbarungen, die zwischen dem 1.9.2009 und dem 31.12.2010 in Kraft getreten sind,
  • 50 % des zusätzlichen Aufwandes bei Blockzeitvereinbarungen, die nach dem 31.12.2010 in Kraft treten.  

Vorsicht! 
Das Altersteilzeitgeld gebührt nur insoweit, als mit dem neuen Entgelt für die verringerte Arbeitszeit zuzüglich Lohnausgleichs die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage (2017: € 4.980,-- nicht überschritten wird. Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollte daher in der Altersteilzeitvereinbarung das Gesamtentgelt (Teilzeitentgelt + Lohnausgleich) mit der jeweiligen Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt werden, da der über der Höchstbeitragsgrundlage liegende Betrag nicht gefördert wird.

Kontinuierliche Arbeitszeitverkürzung 

Eine kontinuierliche Arbeitszeitverkürzung liegt vor, wenn

  • die Schwankungen der Arbeitszeit in einem Durchrechnungszeitraum von längstens einem Jahr ausgeglichen werden, oder
  • die Abweichungen jeweils nicht mehr als 20 % der Normalarbeitszeit betragen und insgesamt ausgeglichen werden.

Diese Regelung ermöglicht:

  • die Abgeltung angefallener Mehr- und Überstunden durch Zeitausgleich,
  • Durchrechnungsvereinbarungen, bei denen das Ausmaß der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit bei Teilzeitbeschäftigung im Jahresdurchschnitt nicht überschritten wird,
  • eine „kleine Blockung“ mit maximal sechs Monaten Beschäftigung und sechs Monaten Freizeit durch Zeitausgleich, 
  • Gleitzeitregelungen.  

Vorsicht! 
Bei Gleitzeit darf das Höchstausmaß allfälliger Übertragungsmöglichkeiten von Zeitguthaben und Zeitschulden in die nächste Gleitzeitperiode 20 % der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit nicht übersteigen und muss in der nächstfolgenden Gleitzeitperiode ausgeglichen werden.

Beispiel: 

Wöchentliche Arbeitszeit bei Teilzeitbeschäftigung:                           20 Stunden

Höchstausmaß übertragbarer Zeitguthaben u. Zeitschulden:                 4 Stunden

Berechnung und Auszahlung der Förderung 

Die Abgeltung hat in monatlichen Teilbeträgen gleicher Höhe unter anteiliger Berücksichtigung der steuerlich begünstigten Sonderzahlungen zu erfolgen. 

Kollektivvertragliche Lohnerhöhungen sind entsprechend dem Tariflohnindex zu berücksichtigen. Darüber hinausgehende Lohnerhöhungen sind nur zu berücksichtigen, wenn der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Lohn und dem der Altersteilzeitgeldberechnung zu Grunde gelegten indexierten Lohn mehr als € 20,- monatlich beträgt. 

Beispiel für Altersteilzeit ab 1.1.2011: 

Gehalt volle Arbeitszeit:     € 3.000,-                Gehalt für herabgesetzte

                                                                 Arbeitszeit (50 %):  € 1.500,-  

Dienstnehmer erhält:          € 1.500,-  Gehalt

                                      €    750,-  Lohnausgleich                                      

                                      € 2.250,-  monatlicher Bruttobezug 

Betrieb zahlt:                    € 1.500,-  Gehalt

                                      €    750,-  Lohnausgleich

                                      €    644,40  DG-SV-Beiträge (21,48 % v. € 3.000,-)

                                      €    135,90  DN-SV-Beiträge (18,12 % v. € 750,-)

                                      € 3.030,30  Zahlung durch den Betrieb

 

förderbar:                        €    750,- Lohnausgleich

                                      €    157,35  DG-Beiträge für Lohnausgleich (20,98 % v.                                                                €  750,-)

                                      €    285,75 DG-u. DN-Beiträge der Differenz

                                           zum Vollzeitbezug (= 38,1 % v. € 750,-)

                                      €  1.193,10 insgesamt förderbar

 

Förderung bei kontinuierlicher Altersteilzeit:     € 1.252,76 monatlich

                                                               (= 90 % von € 1.193,10 x 14 : 12)

Förderung bei Blockzeit:                                € 695,98 monatlich

                                                                (= 50 % von € 1.193,10 x 14 : 12)

 
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