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Auflösungsabgabe: Sonstige Sonderfälle

Geringfügige Beschäftigung – Statuswechsel – Geburt – Ferialpraktika – ältere Arbeitnehmer

Allgemeines

Seit 1.1.2013 ist bei Beendigung eines arbeitslosenversicherungspflichtigen (echten oder freien) Dienstverhältnisses eine Auflösungsabgabe in der Höhe von € 124,-- (Wert 2017) zu entrichten. Es gibt jedoch Ausnahmen davon.

Vorsicht!

Wir weisen darauf hin, dass die nachfolgenden Informationen zu verschiedenen Sonderfällen auf Auslegungen und Stellungnahmen des BMASK beruhen. In Einzelfällen wird eine allfällige Judikatur abzuwarten sein.

Geringfügiges Dienstverhältnis

Bei der Beendigung eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses fällt unabhängig von der Dauer und der Art der Beendigung die Auflösungsabgabe nicht an. Dies deshalb, weil es sich dabei um kein arbeitslosenversicherungspflichtiges Dienstverhältnis handelt.

Wechsel zur Geringfügigkeit

Wird das unbefristete vollversicherte Dienstverhältnis in ein geringfügig entlohntes Dienstverhältnis umgewandelt, so ist bereits bei der Umstellung (Änderungsmeldung) die Auflösungsabgabe zu entrichten.

Wird danach das geringfügige Dienstverhältnis beendet, so fällt keine Auflösungsabgabe mehr an.

Mehrfacher Wechsel über bzw. unter die Geringfügigkeitsgrenze

Kommt es während dem unbefristeten Dienstverhältnis regelmäßig zu Einkommensschwankungen, die abwechselnd über bzw. unter der Geringfügigkeitsgrenze liegen, fällt erst bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses die Auflösungsabgabe an.

Vorsicht!

Die Auflösungsabgabe fällt in diesem Fall unabhängig davon an, ob zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses ein vollversichertes oder ein geringfügig versichertes Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Statuswechsel

Der bloße Statuswechsel eines Dienstverhältnisses führt grundsätzlich zu keiner Auflösungsabgabe.

Beispiel:

Die Arbeitskräfteüberlassungs-GmbH überlässt einen Dienstnehmer in die Metallgewerbe-AG. Als ein Stammarbeiter der Metallgewerbe-AG ausscheidet, soll der überlassene Arbeitnehmer in Zukunft als Stammarbeiter der Metallgewerbe-AG, und nicht mehr als überlassene Arbeitskraft der Arbeitskräfteüberlassungs -GmbH tätig sein. 

Geburt

Vorzeitige Austritte anlässlich der Geburt eines Kindes gemäß dem Mutterschutzgesetz bzw. dem Väterkarenzgesetz verursachen keine Auflösungsabgabe.

Beispiel:

Eine Mutter trifft mit ihrem Arbeitgeber eine Karenzvereinbarung vom 26.05.2016 bis 30.09.2017. Am 06.04.2017 erklärt die Mutter ihren vorzeitigen Austritt. Es fällt keine Auflösungsabgabe an.

Verpflichtende Ferial- und Berufspraktika

Verpflichtende Ferial- und Berufspraktika sind nicht an die 6-Monatsbefristung gebunden.

Beispiel:

Ein Schüler muss aufgrund schulrechtlicher Pflichten ein 8-monatiges Pflichtpraktikum absolvieren. Nach Ablauf dieser 8 Monate endet das Pflichtpraktikum. Es ist keine Auflösungsabgabe zu entrichten.

Vorsicht!

Bei Zeitablauf von Ferialarbeitsverhältnissen, die länger als 6 Monate befristet waren, ist hingegen eine Auflösungsabgabe zu entrichten.

Beispiel:

Eine Studentin möchte auf Weltreise gehen. Um sich diese Reise finanzieren zu können, arbeitet sie für 8 Monate als Kellnerin. Nach Ablauf des auf 8 Monate befristeten Dienstverhältnisses hat der Arbeitgeber die Auflösungsabgabe zu bezahlen, da es sich um kein Pflichtpraktikum handelt.

Ältere Arbeitnehmer

 

Besteht aus Altersgründen keine Arbeitslosenversicherung, fällt bei Beendigung des Dienstverhältnisses auch keine Auflösungsabgabe an. Dies ist der Fall bei Personen, die

  • eine Pension erhalten oder
  • sämtliche Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension (Mindestalter, erforderliche Anzahl von Versicherungs- und Beitragsmonaten) erfüllen, oder
  • jenes Lebensalter vollendet haben, das ein Jahr nach dem gesetzlichen Mindestalter für eine Korridorpension liegt.

Beispiel:

Eine 62-jährige Dienstnehmerin, die neben dem Bezug ihrer Alterspension einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht, einigt sich mit ihrem Arbeitgeber auf eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses. In diesem Fall ist keine Auflösungsabgabe zu entrichten.

Ein 62-jähriger Dienstnehmer nimmt ab 01.02.2017 wegen langer Versicherungsdauer eine Korridorpension in Anspruch. Wird vor Vollendung seines 63. Lebensjahres das Beschäftigungsverhältnis beendet, ist die Auflösungsabgabe zu entrichten.    

 
 
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