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Betriebshilfe Salzburg

Unterstützung bei Arbeitsunfähigkeit oder Schwangerschaft - Anspruchsberechtigte - Voraussetzungen -Unterlagen - Kosten - Kontakt

Selbständig Erwerbstätige, deren Arbeitskraft krankheitsbedingt oder wegen der Geburt eines Kindes längere Zeit ausfällt, können leicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Mit dem Projekt „Betriebshilfe für die Wirtschaft“ werden ihnen in solch schwierigen Situationen ausgebildete Betriebshelfer kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Voraussetzungen bei Krankheit oder Unfall 

  • Es existiert eine Pflichtversicherung in der gewerblichen Krankenversicherung.
  • Vorsicht!
    Eine Betriebshilfe an erwerbstätige Pensionisten bzw. Angehörige ist ausgeschlossen.
    Es liegt Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit oder Unfall für länger als 14 Tage vor.
  • Eine Betriebshilfe ist zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig. Sie darf nur für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten beschäftigt und angemeldet werden.
  • Das Gesamteinkommen des Versicherten (versicherungspflichtige und andere Einkommen) überschreitet nicht den Betrag von € 20.062,20 jährlich bzw.
    € 1.671,58 monatlich (2017).  

Tipp! 

Überschreitet das Gesamteinkommen des Versicherten die genannten Beträge, kann dennoch glaubhaft gemacht werden, dass die derzeitigen persönlichen Einkommensverhältnisse die Aufrechterhaltung des Betriebes ohne Betriebshilfe nicht zulassen.  

Notwendige Unterlagen bei Krankheit oder Unfall 

Vorzulegen sind eine ärztliche Bestätigung über die Dauer und den Grund der Arbeitsunfähigkeit sowie geeignete Unterlagen zur Prüfung der Einkommensverhältnisse (z.B. Einkommensteuerbescheid oder Einkommensteuererklärung).  

Tipp! 

Die Einkommensnachweise können entfallen, wenn die Beitragsgrundlage regelmäßig (innerhalb der letzten 2 Jahre) unter € 1.671,85 monatlich liegt und keine weiteren Einkünfte bezogen werden. 

Kostenübernahme bei Krankheit oder Unfall 

Die Kostenübernahme für Betriebshelfer kann erfolgen als

  • Sachleistung durch Bereitstellung von Betriebshelfern oder
  • als Geldleistung in Form von Zuschüssen.

Der Zuschuss beträgt bis € 7,38 pro Stunde, höchstens aber € 66,42 pro Tag (Wert 2017).  

Der Zuschuss wird bei Krankheit und Unfall bei Unfällen bis zu 70 Tage pro Kalenderjahr ausgezahlt und darf 80% der angefallenen Kosten nicht übersteigen. 

Voraussetzungen bei Schwangerschaft 

  • Es existiert eine Pflichtversicherung in der gewerblichen Krankenversicherung.
  • Der Gewerbebetrieb darf weder verpachtet noch ruhend gemeldet sein.

Vorsicht! 
Mitversicherte Ehegattinnen bzw. Lebensgefährtinnen sowie Familienversicherte haben keinen Anspruch auf Betriebshilfe bzw. Wochengeld.

Die Betriebshilfe als Sachleistung gebührt für die letzten acht Wochen vor der Entbindung, für den Entbindungstag selbst und für die ersten acht Wochen nach der Entbindung. Diese Regelung gilt auch im Falle einer Totgeburt. Nach Früh- oder Mehrlingsgeburten sowie Kaiserschnittentbindungen verlängert sich der Anspruchszeitraum nach der Entbindung auf zwölf Wochen. 

Tipp! 

Über die Frist von acht Wochen vor der Entbindung hinaus gebührt Betriebshilfe, wenn bei Fortdauer der Tätigkeit Leben oder Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet wäre. Der Anspruchszeitraum beginnt in diesem Fall mit dem Ausstellungsdatum des amtsärztlichen Zeugnisses.

Vorsicht! 
Werdende Mütter dürfen in Räumen, in denen sie der Einwirkung von Tabakrauch ausgesetzt sind, ab Kenntnis von der Schwangerschaft nicht arbeiten. Dies gilt nicht nur für Arbeitnehmerinnen, sondern auch für Selbständige. Für den Zeitraum dieses Beschäftigungsverbotes besteht  Anspruch auf Wochengeld.


Notwendige Unterlagen bei Schwangerschaft 

Vorzulegen sind ärztliche bzw. amtsärztliche Zeugnisse hinsichtlich des voraussichtlichen Entbindungstermins, über eine Gefährdung von Leben und Gesundheit, über die Art der Geburt (Normalgeburt, Mehrlingsgeburt etc.) und eine Geburtsurkunde. 

Kostenübernahme bei Schwangerschaft 

Wird Betriebshilfe nicht als Sachleistung erbracht, so gebührt Wochengeld, solange während des Anspruchszeitraumes eine geeignete Hilfskraft ständig zur Entlastung der Wöchnerin eingesetzt wird. Die Entlastung der Wöchnerin bezieht sich allerdings nur auf die Verrichtung betrieblicher Arbeiten. Tätigkeiten im Haushalt fallen nicht darunter. Das Wochengeld beträgt € 53,11. 

Antragstellung 

Die Betriebshilfe kann bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, in den Bezirksstellen der Wirtschaftskammer Salzburg oder beim Salzburger Hilfswerk beantragt werden.

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