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Betriebshilfe Wien

Unterstützung bei Arbeitsunfähigkeit oder Schwangerschaft - Anspruchsberechtigte - Voraussetzungen - Ausmaß - Kontakt

Häufig sind Unternehmer mit finanziellen Problemen konfrontiert, wenn sie bei Krankheit, nach einem Unfall oder im Falle einer Schwangerschaft im Betrieb längere Zeit nicht arbeitsfähig sind. 

Um diese Gefahren zu mildern hat die Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft die „Betriebshilfe für die Wiener Wirtschaft“ als Existenzsicherungsaktion für Klein- und Kleinstbetriebe geschaffen. 

Die Betriebshilfe wird als Sachleistung oder als Zuschuss zu den Kosten eines Betriebshelfers gewährt. 

Begünstigter Personenkreis 

Die Betriebshilfe können alle Personen in Anspruch nehmen, die 

  • bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft krankenversichert und 

  • mit ihrem Unternehmen Mitglied der Wirtschaftskammer Wien (bei aufrechter Gewerbeberechtigung!) sind. 

Tipp! 

Damit können nicht nur Einzelunternehmer, sondern auch persönlich haftende Gesellschafter von OG und KG sowie GSVG-versicherte handelsrechtliche Geschäftsführer von GmbHs die Betriebshilfe in Anspruch nehmen. 

Voraussetzungen 

Die Betriebshilfe kann nur in Anspruch genommen werden, wenn 

  • eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mehr als 14 Tagen vorliegt,

  • die jährlichen Gesamteinkünfte des Versicherten den Betrag von
    € 20.062,20 (Wert für 2017) nicht übersteigen (Ausnahme: Betriebshilfe bei Mutterschaft) und

  • die Betriebshilfe zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig ist. 

Hinweis! 

Im Einzelfall sind auch bei höheren Einkünften Betriebshilfeleistungen möglich, wenn glaubhaft gemacht wird, dass die derzeitigen persönlichen Einkommensverhältnisse die Aufrechterhaltung des Betriebes ohne Betriebshilfe nicht zulassen.

Vorsicht!
GSVG-versicherte handelsrechtliche Geschäftsführer von GmbHs überschreiten oftmals die jährliche Einkommensgrenze.


Unter medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit fallen:  

  • Krankheit,
  • Spitalsaufenthalt,
  • Unfall,
  • OP und Anschlussheilverfahren,
  • Schwangerschaft und
  • Mutterschutz.

Für den Fall der Mutterschaft ist eine Einkommensgrenze nicht vorgesehen. 

Betriebshilfe als Sachleistung 

Die Betriebshilfe wird in Form einer fachlich qualifizierten Person (Betriebshelfer) kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Betriebshelfer springt für den verhinderten Unternehmer ein oder arbeitet im Betrieb mit. Der Betriebshelfer steht dem Unternehmen für höchstens 40 Stunden pro Woche zur Verfügung. 

Ausmaß 

Die Gesamtdauer der Unterstützung beträgt 

  • bei gesundheitlichen Problemen von mehr als 14 Tagen (Krankenstand, Spitalsaufenthalt, Anschlussheilverfahren) sowie bei Unfall maximal 70 Einsatztage pro Kalenderjahr, 

  • bei Schwangerschaft und Geburt den Zeitraum der Schutzfrist – das ist im Regelfall acht Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung. 

Tipp! 

Schwangere Unternehmerinnen können zwischen Wochengeld und der kostenlosen Bereitstellung einer Betriebshilfekraft wählen. 

Weitere Informationen

Weitere Informationen und Antragsunterlagen finden Sie auf www.betriebshilfewien.at.

Die Kontaktdaten der Betriebshilfe für die Wiener Wirtschaft lauten: 

Betriebshilfe für die Wiener Wirtschaft
Stubenring 8-10, 1010 Wien
T  01/51450-1340
F  01/51450-1753
E  betriebshilfewien@wkw.at
W www.betriebshilfewien.at



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