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Dienstreisen bei Angestellten in Reisebüros: Reiseaufwand

Taggeld - Nachtgeld - Fahrtvergütung - Höhe der Vergütung - Reise- und Aufenthaltskosten

Stand:

Allgemeines

Eine Dienstreise liegt vor, wenn der Angestellte über Auftrag des Arbeitgebers seinen Dienstort zur Durchführung von Dienstleistungen außerhalb des Dienstortes erbringt.

Dienstreisen sind für den Arbeitnehmer meist mit besonderen Aufwendungen verbunden. Neben Fahrt- und Übernachtungskosten fallen Mehraufwendungen für die Verpflegung an. Der Kollektivvertrag für Angestellte in Reisebüros sieht verschiedene Formen des Reiseaufwandersatzes vor:

  • das Taggeld,
  • das Nachtgeld und
  • die Fahrtvergütung.  

Taggeld

Das Taggeld dient dem Arbeitnehmer als Pauschalsatz zur Deckung seiner Mehrausgaben für Verpflegung und persönliche Aufwendungen, die mit einer Dienstreise verbunden sind. Es soll ihm also vor allem den Mehraufwand für ein Mittag- oder Abendessen ersetzen, das aufgrund einer Dienstreise in einem Restaurant eingenommen werden muss.  

Vorsicht! 
Der Angestellte hat keinen Anspruch auf Ersatz seiner tatsächlichen Aufwendungen durch den Arbeitgeber, z.B. durch Vorlage von Restaurantrechnungen. Das Taggeld schließt auch Trinkgelder mit ein. Nicht abgedeckt sind hingegen Porti, Telegramm- und Fernsprechgebühren.

Nachtgeld 

Das Nachtgeld dient dem Arbeitnehmer zur Deckung der Unterkunftskosten, die mit einer Dienstreise verbunden sind. Bei Fahrten während der Nacht soll es den dabei anfallenden Mehraufwand abdecken.  

Dem Angestellten sind die durch Belege nachgewiesenen und notwendigen Unterkunftskosten zu ersetzen. Legt dieser keine Belege vor, hat er Anspruch auf einen Pauschalsatz nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG). 

Fahrtvergütung 

Als Fahrtvergütung steht dem Angestellten der Ersatz der tatsächlich entstandenen Fahrtkosten zu. Stehen dem Arbeitnehmer mehrere Verkehrsmittel zur Auswahl, muss er jeweils das Günstigste wählen. Benutzt er seinen Privat-PKW, steht als Aufwandersatz das Kilometergeld zu.  

Vorsicht! 
Eine Benutzung des Privat-PKWs durch den Angestellten erfordert die ausdrückliche Bewilligung durch den Arbeitgeber. Geht der Wunsch nach Benutzung des Privat-PKWs vom Arbeitnehmer selbst aus, richtet sich die Fahrtvergütung nach der individuellen Vereinbarung.

Höhe der Vergütung des Reiseaufwands

Inlandsdienstreise

Taggeld

  • Dienstreise dauert volle 24 Stunden: € 26,40
  • Dienstreise dauert länger als 3, aber weniger als 24 Stunden: 1/12 von € 26,40 für jede angefangene Stunde   
  • Dienstreise kürzer als 3 Stunden: kein Taggeld

Nachtgeld

€ 15,- oder tatsächliche Unterkunftskosten, sofern diese durch Belege nachgewiesen sind


Auslandsdienstreise

Taggeld

Höchstsatz der Auslandsreisesätze für Bundesbedienstete (die konkrete Höhe hängt vom Zielland ab):

  • Aufenthalt außerhalb des Dienstortes von mehr als 12 Stunden: Voller Tagessatz
  • Aufenthaltsdauer zwischen 8 und 12 Stunden: 2/3 des Tagessatzes
  • Aufenthaltsdauer zwischen fünf und 8 Stunden: 1/3 des Tagessatzes
  • Aufenthaltsdauer weniger als fünf Stunden: kein Taggeld

Nachtgeld

Höchstsatz der Auslandsreisesätze für Bundesbedienstete oder tatsächliche Kosten, sofern diese durch Belege nachgewiesen sind


Vorsicht! 
Leistet der Arbeitgeber freiwillig einen höheren Aufwandsersatz, liegt ein sozialversicherungspflichtiges und steuerpflichtiges Einkommen vor!

Übernahme von Reise- und Aufenthaltskosten 

Kein Aufwandsersatz steht dem Angestellten zu, wenn seine Reise- und Aufenthaltskosten vom Arbeitgeber oder von einem Dritten getragen werden. Wird die Verpflegung vom Arbeitgeber direkt getragen, ist dies auf das Taggeld anzurechnen, wobei 15 % für das Frühstück, 35 % für das Mittagessen und 35 % für das Abendessen zu berücksichtigen sind. 

Beispiel: 

Ein Angestellter befindet sich auf einer dreitägigen Dienstreise. Die Buchung und Bezahlung seiner Unterkunft hat der Arbeitgeber übernommen. Im Übernachtungspreis ist das Frühstück inkludiert. Somit reduziert sich das dem Angestellten zustehende Taggeld von
€ 26,40 auf € 22,44.


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