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Ammoniumnitrat mit Ursprung in Russland

EU leitet Interimsüberprüfungen ein

Für Einfuhren von Ammoniumnitrat der Tarifnummern 3102 30 90, 3102 40 90, ex 3102 29 00, ex 3102 60 00, ex 3102 90 00, ex 3105 10 00, ex 3105 20 10, ex 3105 51 00, ex 3105 59 00 und ex 3105 90 20 mit Ursprung in Russland bestehen seit 1995 Antidumpingzölle zwischen 28,88 EUR und 47,07 EUR, abhängig vom Exporteur und dem Produkttyp. Die Maßnahmen würden am 25.9.2019 auslaufen.

 

Im Jahr 2008 akzeptierte die Europäische Kommission ein Verpflichtungsangebot von PJSC Acron und PJSC Dorogobuzh, widerrief dieses jedoch im März 2016 (Änderung in der Unternehmens- und Vertriebsstruktur von Acron, großes Risiko für Ausgleichsgeschäfte, Verpflichtungsvereinbarung nicht überwachbar). Für die Unternehmen liegt seither der Antidumpingzollsatz zwischen 41,42 EUR und 47,07 EUR (seither nicht neu berechnet).

 

Die beiden russischen Hersteller stellten nun gemeinsam mit dem ihnen verbundenen Handelsunternehmen Agronova Europe AG einen Antrag bei der Europäischen Kommission auf Einleitung einer Interimsüberprüfung, beschränkt auf die Untersuchung des Dumpingtatbestandes, die das Ziel der Reduzierung des Antidumpingzolls für das Unternehmen hat.

 

Die Unternehmen geben an, dass sich die Umstände, die zur Einführung der bestehenden Maßnahmen geführt haben, dauerhaft geändert hätten (Rücknahme der Preisverpflichtung, bedeutende Änderungen in der Vertriebsstruktur, der Vertrieb aller Verkäufe in die EU durch die verbundene Vertriebsgesellschaft Agronova Europe AG, Änderung in der Unternehmens- und Vertriebsstruktur, beträchtlicher Anstieg des Gaspreises (Hauptrohmaterial) in Russland). Daher sei eine Aufrechterhaltung der Maßnahmen in ihrer jetzigen Höhe nicht mehr erforderlich.

 

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2017/C 271/07 vom 17.8.2017 die Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung der Einfuhren von PJSC Acron, PJSC Dorogobuzh und dem verbundenen Handelsunternehmen Agronova Europe AG bekannt.

   

Der Europäischen Kommission liegt ein weiterer Antrag auf Einleitung einer Interimsüberprüfung vor. Der Antrag wurde von acht EU-Bauernverbänden gestellt.

Laut den Antragstellern haben sich die Umstände im Vergleich zur Marktlage 2002 — die derzeitige Höhe der Maßnahmen wurde in diesem Jahr ermittelt — dauerhaft geändert.

Weiters brachten die Antragsteller vor, dass der Wirtschaftszweig der Union seit 2002 eine Umstrukturierung durchmachte und dass eine deutliche Marktkonzentration stattfand. Zudem sei die für die Ermittlung der Schadensspanne 2002 herangezogene Warendefinition mit nur zwei KN-Codes enger gefasst gewesen. Schließlich hätte sich auch die Produktionskostenstruktur in der Union geändert, da die Kosten für Gas, dem wesentlichen Rohstoff, in den letzten Jahren beträchtlich zurückgegangen seien, was sich positiv auf die Wirtschaftslage der Unionshersteller ausgewirkt habe.

 

Daher ist nach Meinung der Antragsteller die Aufrechterhaltung der Maßnahmen in ihrer jetzigen Höhe zum Ausgleich des damals ermittelten schädigenden Dumpings nicht mehr erforderlich.

 

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2017/C 271/ 08 vom 17.8.2017 die Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung bezogen auf die Schadensuntersuchung bekannt.

 

Interessierte Firmen, die sich offiziell an den Untersuchungen beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail:

trade-an-r669@ec.europa.eu (PJSC Acron, PJSC Dorogobuzh und dem verbundenen Handelsunternehmen Agronova Europe AG)

trade-anr674@eceuropa.eu (8 EU-Bauernverbände).

 

Beide Untersuchungen sind innerhalb von 15 Monaten (November 2018) abzuschließen.