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Aspartam mit Ursprung in China

EU führt vorläufige Antidumpingmaßnahmen ein

Im Mai 2015 wurde ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von Aspartam (Aspartam in Zubereitungen und/oder Mischungen, die auch sonstige Süßstoffe und/oder Wasser enthalten) der Tarifnummern ex 2924 29 98, ex 2106 90 92, ex 2106 90 98, ex 3824 90 92 und ex 3824 90 93, mit Ursprung in China eingeleitet.

 

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass sich praktisch alle Wirtschaftsindikatoren mit Ausnahme des Marktanteils, der stabil blieb, verschlechterten.

Aufgrund des Preisdrucks und der großen Mengen an gedumpten Einfuhren der ausführenden chinesischen Hersteller musste die Unionsindustrie ihre Preise senken und konnte ab 2013 nicht mehr zu kostendeckenden Preisen verkaufen.

Einfuhren aus Drittländern haben keine Auswirkungen auf die Schädigung der Unionsindustrie, es sind also alleine die großen Mengen an gedumpten Importen für die schlechte Lage der Unionsindustrie verantwortlich zu machen.

Die Untersuchung der Europäischen Kommission ergab auch, dass im Untersuchungszeitraum keine Aspartam enthaltenden Zubereitungen und/oder Mischungen mit Ursprung in China in die Union eingeführt wurden. Daher gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass Zubereitungen und Mischungen nicht in die Warendefinition aufgenommen werden sollten.

 

Da sich die Lage des Wirtschaftszweigs der Union ohne die Einführung von Maßnahmen  weiter verschlechtern wird, gibt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2016/262, Amtsblatt L 50 v. 26.2.2016 die Einführung von vorläufigen Antidumpingmaßnahmen für Einfuhren von Aspartam der Tarifnummer ex 2924 29 98 mit Ursprung in China bekannt.  Der Antidumpingzollsatz beträgt 59,4%, für kooperierende Hersteller 58,8%.

 

Die Einführung von Antidumpingmaßnahmen dürfte es dem Wirtschaftszweig der Union ermöglichen, sich am Markt zu halten und dann seine Lage zu verbessern. Werden keine Maßnahmen ergriffen, besteht ein hohes Risiko, dass sich die Unionsindustrie möglicherweise aus dem Aspartam-Geschäft zurückziehen müsste, was h zu Arbeitsplatzverlusten führen würde.

 

Die vorläufigen Antidumpingmaßnahmen gelten für die Dauer von sechs Monaten.

Während dieser Zeit wird die Untersuchung fortgesetzt. Als Ergebnis der Untersuchung können entweder endgültige Antidumpingmaßnahmen verhängt werden oder die Untersuchung wird eingestellt.

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