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Australien: Heftige Kritik an geplanter „Backpacker-Steuer“

Rucksacktouristen sollen zukünftig mit 32,5 Prozent besteuert werden

Rund 230.000 junge Ausländer, die jährlich auf Basis eines sogenannten „Working Holiday Agreements“ nach Australien kommen, stellen nicht nur eine wichtige Einkommensquelle für die australische Tourismuswirtschaft dar, sondern sind auch extrem wichtig für die australische Landwirtschaft, weil sie dort als Erntehelfe und Landarbeiter auf Zeit die Bewirtschaftung von Plantagen teilweise erst möglich machen.

Die jungen Australienreisenden aus Großbritannien (ca. 50.000), Deutschland (26.500), Frankreich, Italien etc. sind günstige Arbeitskräfte, weil sie sich durch die – allerdings teils sehr harte Arbeit auf Farmen – Reisegeld verdienen müssen oder durch einen entsprechenden Einsatz auf dem Land die Aufenthaltsdauer in Australien verlängern können. Und, weil sie bisher bis zu einem Einkommen von AUD 18.200 keine Steuern auf die so erzielten Einnahmen zahlen mussten.

Jetzt plant das australische Finanzministerium aber im soeben vorgestellten Budget 2016/2017 die Steuerbefreiung aufzuheben und die ausländischen Arbeitskräfte ab dem ersten AUD mit 32,5% zu besteuern. Der Aufschrei der Backbacker Community wäre sicherlich verhalt, wäre nicht von den australischen Bauern unterstützt worden, die sich dadurch teilweise in ihrer Existenz bedroht sehen.

Die National Party, sie ist Koalitionspartner der Liberals in der australischen Bundesregierung, hat als Bauernpartei nun einmal durchgesetzt, dass die Maßnahme für ein paar Monate, jedenfalls bis nach den Wahlen am 2. Juli, ausgesetzt wird. Aber vom Tisch ist die Sache nicht, möchte doch der Finanzminister nicht auf AUD 540 Mio., die die Maßnahme in drei Jahren in die Staatskasse einspielen soll, verzichten.

Übrigens: Österreich und Australien schaffen es seit Jahren nicht, sich auf ein Working Holiday Agreement zu einigen, was nicht nur menschlich schade ist, sondern auch den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Australien und Österreich unnötig behindert. 

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