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Branchenprofil – Uganda

Bildung und Berufsbildung

Uganda gehört zu den Vorreitern in Sub-Sahara Afrika bei der Erreichung des Ziels des universellen Zugangs zu Grundbildung. Nach der Einführung der universellen Grundschulbildung (UGB) im Jahr 1997 stieg die Zahl der Grundschüler rasch an, von 2,5 Millionen im Jahr 1996 auf 8,3 Millionen im Jahr 2015. Infolgedessen, stieg die allgemeine Grundschulbildung auf 111 Prozent 2017 an.  Als Teil der UGB-Agenda schaffte die Regierung Ugandas 1997 formell das Grundschulgeld, die Gebühren der Eltern- und Lehrervereinigung und die Schulbuchgebühren für bis zu vier Kinder pro Familie ab.  

Besonders in der Grundschulbildung verschleiert der fast universelle Zugang aber sehr bescheidene Abschlussraten und alarmierend niedrigere Lernergebnisse. Laut aktuellen Schätzungen wird angesichts der derzeitigen Qualität, Effizienz, Finanzierungsmerkmalen und Trends des Bildungssystems erwartet, dass Einschulungsraten in den Primar- und Sekundarstufen stagnieren und bis 2025 sogar zurückgehen werden. 

Chancen für österreichische Unternehmen  

Nichtstaatliche Akteure wie zum Beispiel Unternehmen tragen wesentlich dazu bei, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu verbessern. Das Engagement des privaten Sektors für Bildung und Qualifikationsentwicklung findet auf vielen Ebenen statt. Auf der Ebene der einzelnen Bildungsanbieter und Unternehmen kann es Unternehmen einschließen, die Praktika für Studenten an technischen Instituten anbieten oder mit Universitäten bei angewandten Forschungsprojekten zusammenarbeiten. Auf nationaler Ebene kann sie Arbeitgeberverbände umfassen, die die Regierung in Bezug auf den künftigen Qualifikationsbedarf und die Gestaltung von Bildungsstandards und -programmen beraten, damit das Bildungs- und Ausbildungssystem besser auf den Arbeitskräftebedarf reagiert. Auch findet sich hohe Nachfrage nach privaten Bildungseinrichtungen in Uganda. In der Primarstufe sind bis zu 20% der Schüler auf Privatschulen eingeschrieben, und auf der Sekundarstufe sogar bis zu 53%. Diese Zahlen spiegeln auch das solide Kapazitätswachstum im nichtstaatlichen Bildungssektor wider.  

In Uganda ist das strukturelle und weit verbreitete Engagement des Privatsektors in der Bildung und Qualifikationsentwicklung jedoch noch im Aufbau begriffen. Im Bereich der Hochschulbildung wurde beispielsweise innerhalb des Makerere University College of Engineering ein Exzellenzzentrum eingerichtet, das eng mit lokalen Unternehmen zusammenarbeitet, praktische Fertigkeiten und Praktika für Studenten und Forscher anbietet und die kommerzielle Produktentwicklung fördert. In Bezug auf die Förderung von privaten BTVET Anbietern, werden Kooperationen zwischen privaten Anbietern zur Industrie für die betriebliche Ausbildung unterstützt, Regulierungen des privaten BTVET Sektors reformiert und die Einbeziehung privater Anbieter bei BTVET-Sitzungen und Konferenzen von öffentlicher Seite zu stärken. 

Privaten Anbieter im BTVET-Bereich können unter Umständen auch mit öffentlichen Subventionen unterstützt werden zu unterstützen, wenn sie in unterversorgten Regionen investieren und ein Ausbildungsangebot in prioritären Berufen aufbauen. Außerdem wird seitens der Regierung geplant bis 2024/25 22 neue BTVET Institutionen zu bauen und 8 bestehende Institutionen zu rehabilitieren und neu auszurüsten. Eine Bedarfsanalyse wird dahingehend noch ausgeführt.  

Sie wollen mehr über den ugandischen Bildungssektor erfahren, oder mit dortigen Bildungseinrichtungen in Kontakt treten? Das AussenwirtschaftsCenter Nairobi ist Ihnen hierbei gerne behilflich! Ein Anruf +254207762390 oder Email; (nairobi@wko.at)  genügt. 

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