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Die indonesische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Jakarta hat die wichtigsten Informationen zur indonesischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Indonesien verzeichnete 2019 ein im internationalen Vergleich sehr ansehnliches Wirtschaftswachstum (+ 5,0 %). Aufgrund der COVID-19-Pandemie schrumpfte die Wirtschaft im Jahr 2020 jedoch um 2,07 %.

In den vergangenen Jahren waren ein positiver Wachstumstrend und solide makroökonomische Kennzahlen, steigende Rohstoffpreise, eine stabile Inlandsnachfrage und die Umsetzung zahlreicher Großprojekte zu verzeichnen. Indonesien ist heute bereits eine der 20 größten Volkswirtschaften der Welt und wird seine politische und wirtschaftliche Bedeutung in den nächsten Jahren noch steigern. 

Besondere Entwicklungen 

Anfang März 2020 erreichte COVID-19 mit den ersten bestätigten Erkrankungen Indonesien. Nach ursprünglichem Zögern wurde am 31.3.2020 von Staatspräsident Joko Widodo eine Regierungsverordnung über groß angelegte soziale Einschränkungen der Regionen in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium erlassen. Die Hauptstadt Jakarta nützte dieses Instrument als erstes und verhängt diese Restriktionen ab 10. April. Anschließend am 13. April wurde die „Nationale Katastrophe“ durch Staatspräsident Joko Widodo verkündet.

Seit Jänner 2021 werden die sozialen Einschränkungen auf der kleinsten administrativen Ebene der einzelnen Stadtteile (Micro PPKM) entsprechend der lokalen COVID-19-Situation angewandt. Diese Maßnahmen gelten derzeit in 15 Provinzen (vor allem auf den Inseln Java, Sumatra, Sulawesi und Kalimantan). 

Seit Mitte Jänner 2021 läuft auch das landesweite Impfprogramm, Präsident Widodo ließ sich medienwirksam als erster Indonesier impfen.

Nachdem die derzeitige Hauptstadt Jakarta mit Infrastruktur- und Umweltproblemen kämpft, hatte die indonesische Regierung beschlossen, den Regierungssitz in die Provinz Ostkalimantan auf Borneo zu verlegen. Durch diesen Schritt erhofft man sich eine Entlastung der Metropole und eine Verteilung des Wohlstandes auch in andere Regionen des Landes. Jakarta wird aber weiterhin im Wirtschaftsverkehr des Landes eine große Rolle spielen. Aufgrund der COVID-19-Notmaßnahmen hat die Regierung nun beschlossen, das für die neue Hauptstadt vorgesehene Budget für 2021 in die COVID-19-Bekämpfung zu stecken und das Projekt anzuhalten. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Der österreichische Außenhandel mit Indonesien zeigte in der bilateralen Handelsbilanz über die vergangenen Jahre bis zur COVID-19 Pandemie eine insgesamt positive Tendenz und das Handelsvolumen zwischen Österreich und Indonesien betrug 2019 kumuliert EUR 529 Mio. 2020 verzeichnete das Handelsvolumen dann einen Rückgang von insgesamt -10,0 % auf EUR 475,8 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Indonesien

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Jakarta für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute, sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Indonesien

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Indonesien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau

Indonesien leidet immer noch unter einer ungenügend ausgebauten Infrastruktur und die Probleme und Versäumnisse der letzten Jahrzehnte sind besonders klar in der Hauptstadt Jakarta ersichtlich – der einzigen Megacity in Asien ohne modernes öffentliches Massentransportsystem und mit gigantischen Verkehrsstaus.

Beim Amtsantritt von Präsident Joko Widodo im Jahre 2014 hat dieser massive Investitionen in die Infrastruktur des Landes, v.a. in den Aus- und Neubau von Verkehrswegen (Mautstraßen, Häfen, Flughäfen, Eisenbahn) als ein Ziel seiner Präsidentschaft angekündigt. Seitdem wurden tatsächlich zahlreiche neue Straßen, Häfen, Flughäfen und Eisenbahnverbindungen gebaut und 2019 werden neue U-Bahn-Linien („MRT“) und Nahverkehrszugsverbindungen („LRT“) in Jakarta den Betrieb aufnehmen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Auch künftig sind weitere Investitionen in den öffentlichen Verkehr nötig und österreichische Anbietern von Technologie für Straßenbau und Eisenbahn, Flug- und Seehäfen haben gute Marktchancen. Um diese zu realisieren ist einerseits Geduld (staatliche Projekte sind komplex und die Umsetzung ist bürokratisch und langwierig) und andererseits der richtige lokale und vernetzte Partner unerlässlich. Besonders auf die asiatische Konkurrenz, die besonders stark im Bereich von Infrastrukturprojekten aktiv ist, ist Bedacht zu nehmen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum indonesischen Infrastruktursektor? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Jakarta.

Erneuerbare Energien/Energiewirtschaft

90 % der Energieproduktion Indonesiens basieren zurzeit auf fossilen Energieträgern, welche nicht nur den Staatshaushalt, sondern auch die Umwelt stark belasten. Daher ist die Nutzung erneuerbarer und alternativer Energiequellen aus Gründen wie Kostenreduktion, Versorgungssicherheit, Diversifikation von Energieträgern, Importsubstitution aber auch aufgrund einer besseren Umweltbilanz ein zunehmend wichtiges Thema in Indonesien. Entsprechend hat das Energieministerium die amibtionierten Ziele vorgegeben, bis zum Jahr 2025 23 % und bis 2050 sogar 31 % des indonesischen Energiebedarfs durch erneuerbare Energiequellen abzudecken.

Obwohl das Potential für Erneubare Energie in Indonesien groß und noch wenig genutzt ist, muss man anmerken, dass die Entwicklung von Energieprojekten in Indonesien von rechtlichen, bürokratischen und finanziellen Herausforderungen geprägt ist. Entsprechend benötigen Investoren, Projektentwickler und Lieferanten ein gutes Verständnis für die hiesigen Besonderheiten bei der Projektanbahnung und –umsetzung und nicht zuletzt auch Geduld. Eine Marktbearbeitung aus Österreich heraus ist aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen, der geographischen Ferne, der vor Ort befindlichen Mitbewerber und auch aus Mangel an Beziehungsnetzwerken nur in Ausnahmen erfolgreich. Es bleibt also nur die Möglichkeit der Gründung einer eigenen Niederlassung oder der Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner.

Chancen für österreichische Unternehmen

Obwohl indonesische Institutionen und Firmen in den letzten Jahren viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien geleistet haben und verschiedene technologische (Teil-)Systeme produzieren und so local content requirements gut abdecken können, ist es dennoch immer noch nötig, komplexe Geräte und Anlagen aus dem Ausland zu importieren.

Österreichische Technologie für Erneuerbare Energieprojekte ist in Indonesien v.a. Wasserkraftbereich gut bekannt und stark vertreten. Es ergeben sich damit Geschäftschancen für österreichische Unternehmen sowohl für die Entwicklung von eigenen Projekten als auch für Zulieferungen zu privaten und staatlichen Energieprojekten. Besonders Interesse herrscht in Indonesien an Technologie für die Energieherstellung aus Wasserkraft, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien oder zur Energiewirtschaft in Indonesien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Jakarta.

Medizintechnik und Laborbedarf

Indonesien hat aktuell 270 Mio. Einwohner, ein stetes Bevölkerungswachstum, eine wachsende Mittelschicht und verzeichnet zunehmend westliche Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck usw.

Im Jahr 2014 wurde in Indonesien erstmals eine nationale Krankenversicherung („JKN“) eingeführt, welche Millionen von bis dato nicht versicherten Indonesiern den Zugang zu moderner medizinischer Versorgung ermöglichte und dem Gesundheitssektor (staatlich und privat) starke Wachstumsimpulse verleiht.

Obwohl die Finanzierung der JKN und die Errichtung neuer und dringend benötigter Infrastruktur die Regierung vor Herausforderungen stellt, wird viel in den Neu-/Ausbau von staatlichen Gesundheitseinrichtungen investiert. Dazu kommt, dass gerade die Mittel- und Oberklasse auf die (vermeintlich) besseren Leistungen einer privaten Krankenversicherung vertraut und entsprechend stark ist auch die Nachfrage nach hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen von privaten Anbietern.

Indonesien gab 2018 nur 5 % des BIP für Gesundheitsausgaben aus – der weltweite Durchschnittswert beträgt 9,9 %. Diese Zahl zeigt das immer noch große Potential des Gesundheitssektors in Indonesien klar auf. Das Gesundheitsministerium beziffert das Marktvolumen des lokalen Gesundheitsmarkts auf über USD 30 Mrd. und die Aussichten des Sektors sind sehr positiv. Aktuell werden laut Association of Medical and Laboratory Equipment Companies (GAKESLAB) 92 % aller medizinischen Geräte importiert (Stand: Oktober 2018). Das Marktvolumen für medizinische Produkte wird in Indonesien auf über USD 750 Mio./Jahrgeschätzt, wovon traditionell ca. 25 % auf medizinische Verbrauchsgüter entfallen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Obwohl heute indonesische Firmen einfache Verbrauchswaren (z.B. Spritzen, Verbandszeug) für den Klinikalltag im Lande herstellen, werden die meisten hochwertigen medizinischen Geräte und Produkte immer noch importiert und es besteht daher ein großes Potential für den Export österreichischer Medizin- und Medizintechnikprodukte. 

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Indonesien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Jakarta anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Indonesien.

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Indonesien haben. 

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