th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Warmgewalzte Flacherzeugnisse aus Eisen, nicht legiertem oder anderem legiertem Stahl aus China

EU verhängt endgültige Antisubventionszölle

Mitte Mai 2016 wurde auf Antrag von EUROFER namens einiger EU-Hersteller (darunter auch aus Österreich) ein Antisubventionsverfahren gegen Einfuhren von warmgewalzten Flacherzeugnissen aus Eisen, nicht legiertem oder legiertem Stahl der Tarifnummern 7208 10 00, 7208 25 00, 7208 26 00, 7208 27 00, 7208 36 00, 7208 37 00, 7208 38 00, 7208 39 00, 7208 40 00, 7208 52 10, 7208 52 99, 7208 53 10, 7208 53 90, 7208 54 00, 7211 13 00, 7211 14 00, 7211 19 00, ex 7225 19 10, 7225 30 90, ex 7225 30 30, 7225 40 60, 7225 40 90, ex 7226 19 10 und 7226 91 99 mit Ursprung in China eingeleitet.

 

Ausgenommen sind:

 
  • Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl und kornorientiertem Siliciumelektrostahl,
  • Erzeugnisse aus Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl,
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen (Coils), ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von mehr als 10 mm und einer Breite von 600 mm oder mehr, und
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen (Coils), ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von 4,75 mm oder mehr, aber nicht mehr als 10 mm, und einer Breite von 2 050 mm oder mehr.

Anfang April 2017 wurden mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/649, Amtsblatt L 92 vom 6.4.2017 endgültige Antidumpingmaßnahmen verhängt.

 

Im Februar 2017 informierte die Europäische Kommission über die Nichteinführung vorläufiger Antisubventionsmaßnahmen und die Weiterführung der Untersuchung. Sie hat diese nun abgeschlossen und kommt zu dem Schluss, dass die Einführung von Antisubventionsmaßnahmen zur Erholung des Wirtschaftszweigs der Union und zur Erhöhung seiner Rentabilität beitragen würde. Die Einführung von Maßnahmen würde es den Unionsherstellern ermöglichen, die nötigen Investitionen zu tätigen und die erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchzuführen, um ihre Produktionsanlagen für die Herstellung warmgewalzter Flachstahlerzeugnisse zu modernisieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Wirtschaftszweig der Union hat in der (jüngsten) Vergangenheit bereits eine tiefgreifende Umstrukturierung erfahren. Würden keine Maßnahmen ergriffen, müssten einige Unionshersteller, die warmgewalzten Flachstahl produzieren, aufgrund der eintretenden Schädigung ihre Tätigkeiten in diesem Bereich möglicherweise aufgeben oder einschränken und Beschäftigte entlassen, sodass sich für viele Unionsverwender die Zahl der Bezugsquellen verringern würde.

 

Die Antisubventionsuntersuchung wurde parallel zu einer auf den Aspekt der drohenden Schädigung beschränkten Untersuchung der Antidumpingmaßnahmen durchgeführt.

 

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/969, Amtsblatt L146 vom 9.6.2017 die Einführung endgültiger Antisubventionsmaßnahmen in der Höhe von 35,9% bekannt. Für die kooperierenden Hersteller (siehe Anhang) betragen diese 17,1%. Die unternehmensspezifischen Antisubventionszollsätze variieren zwischen 4,6% und 31,5% (Voraussetzung ist die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung).

  

Um eine doppelten Ausgleich des erlittenen Schadens zu vermeiden, werden auch die endgültigen Antidumpingzölle angepasst: der generelle endgültige Antidumpingzollsatz beträgt nun 0%. Die unternehmensspezifischen Antidumpingzollsätze liegen zwischen 0% und 10,8% (siehe Artikel 2 der VO 2017/969).

 

Die Verordnung tritt mit 10.6.2017 in Kraft.