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Glasfasermatten aus China und Ägypten

EU leitet Antidumpingverfahren ein

Mit Bekanntmachung 2019/C 68/09 (Amtsblatt C 68 vom 21. Februar 2019) gibt die Europäische Kommission, die Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen die Einfuhren von Glasfasermatten mit Ursprung in China und Ägypten bekannt.

Bei der betroffenen Ware handelt es sich um Glasfasermatten (Stoffe aus bestimmten gewebten und/oder gesteppten Endlosglasfilamentrovings oder -garnen, eingereiht unter den KN-Codes ex 7019 39 00, ex 7019 40 00, ex 7019 59 00 und ex 7019 90 00 (TARIC-Codes 7019 39 00 80, 7019 39 00 80, 7019 40 00 80, 7019 59 00 80 und 7019 90 00 80).  Ausgenommen sind Produkte, die imprägniert oder vorimprägniert (Prepregs) sind sowie offenmaschige Gewebe mit einer Maschenweite von mehr als 1,8 mm (Länge und Breite) und einem Gewicht von mehr als 35g/m2. Das Produkt findet Verwendung als Verstärkungsmittel für viele Polymerprodukte in der Verbundstoffindustrie, u.a. beim Bau von Schiffsrümpfen und Verdecken, Flügeln von Windmühlen, Rohren und Tanks, Schi und Snowboards.

Der Europäischen Kommission liegt eine Klage von Tech-Fab Europe, einer Vereinigung von Herstellern für technische Gewebe, auf Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von Glasfasergeweben vor. Tech-Fab Europe vertritt sechs EU-Hersteller, die ca. 60 % der gesamten EU-Produktion repräsentieren. Alle sechs Hersteller möchten anonym bleiben, um etwaigen Vergeltungsmaßnahmen durch europäische Kunden bzw. chinesischen Behörden zu begegnen.

Der Antragsteller legte Informationen vor, wonach die Unionsindustrie angesichts der gedumpten Importe aus China und Ägypten beträchtlichen Schaden erlitten habe. Der Marktanteil der EU-Industrie sei gesunken und Arbeitskräfte mussten entlassen werden. Die vom Kläger errechneten Dumpingspannen liegen bei mehr als 15 % für China (da China keinen Marktwirtschaftsstatus besitzt, wurde Brasilien als Analogland für die Berechnung herangezogen) bzw. mehr als 25 % für Ägypten. Es gäbe auch keine Hinweise auf gedumpte Importe aus anderen Drittländern (z.B. Tunesien, Russland, Indien, Türkei), die schuld an der schlechten wirtschaftlichen Lange der Unionsindustrie seien.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, sollen sich innerhalb von 15 Tagen (8. März 2019) nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung bei der Europäischen Kommission melden (Generaldirektion Handel, Direktion H, Büro CHAR 04/039, 1049 Brüssel, Belgien, Dumping: TRADE-AD653-GFF-DUMPING-CHINA@ec.europa.eu, TRADE-ASD653-GFF-DUMPING-EGYPT@ec-europa.eu; TRADE-AD653-GFF-INJURY@ec-europa.eu) und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren.

Nähere Details zu den Formalitäten enthält die Bekanntmachung 2019/C 68/09.

Vorläufige Antidumpingzölle können eingeführt werden, und zwar spätestens 7 Monate, allerspätestens 8 Monate nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung. Innerhalb von 12 Monaten, allerspätestens 14 Monaten, muss die Untersuchung abschlossen werden.