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Indien: Kleiner Schritt zur Erleichterung des Dienstleistungshandels

Änderung von Ausführungsbestimmungen seit 1.6.2016  in Kraft getreten

Seit dem 1. Juni 2016 ist es nach den geltenden Ausführungsvorschriften nicht mehr notwendig, eine PAN (Permanent Account Number) für die Verminderung der Quellensteuer von 20% auf 10% zu beantragen, sofern es sich um folgende Einkunftsarten handelt:

  • Vergütungen für technische Dienstleistungen
  • Lizenzgebühren
  • Zahlungen für die Übertragung von Anlagevermögen (Capital Assets)
  • Zinszahlungen


Anstelle der PAN müssen ausländische Unternehmen jedoch Detailinformationen an die für die Zahlung der Quellensteuer zuständige Person („Entrichtungspflichtiger“) geben. Im Detail: 

  • Name, Emailadresse, Telefonnummer
  • Adresse im Ansässigkeitsstaat
  • Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung, ausgestellt durch die Finanzverwaltung des Ansässigkeitsstaates
  • Steueridentifikationsnummer des Unternehmens im Ansässigkeitsstaat oder – falls diese nicht vergeben wird – eine andere staatlich vergebene und eindeutige Nummer 


Werden diese Informationen nicht angegeben, beträgt der anzuwendende Quellensteuersatz weiterhin 20%. 

Der Entrichtungspflichtige wird dem ausländischen Unternehmen über die abgeführte Quellensteuer weiterhin eine Bescheinigung (Form 16A) ausstellen, aber nicht mehr gegen die PAN des ausländischen Unternehmens, sondern gegen dessen Namen und Identifikationsnummer. 

Für ausländische Unternehmen, die bereits eine PAN haben, gilt die Neuregelung nicht. Sie müssen dem Entrichtungspflichtigen weiterhin ihre PAN auf Rechnungen etc. mitteilen.  

Generell gilt, dass auch ohne Mitteilung einer PAN das ausländische Unternehmen in Indien bei der Finanzverwaltung sichtbar wird, da nun spezifische Unternehmensangaben (siehe oben) zwingend offengelegt werden müssen. 

Die Neuregelung vereinfacht  aber nach aktuellem Stand nur die Handhabung bei den einzelnen Zahlungsvorgängen. Sie ändert zur Zeit nichts an der Pflicht ausländischer Unternehmen, in Indien Steuererklärungen über Einkünfte, die der indischen Income Tax unterliegen, abzugeben.  

Ausländische Unternehmen sind nach Sect. 115A und 115G Income Tax Act nur dann von dieser Pflicht befreit, wenn sie ausschließlich Zins- oder Dividendeneinkünfte erzielen oder Einkünfte aus der Veräußerung langfristig gehaltener Wirtschaftsgüter (Long Term Capital Gains). Und dies auch nur dann, soweit die anfallende Steuer bereits im Wege der Quellenteuer abgegolten wurde. Für die in der Praxis wichtige Gruppe der Einkünfte aus Vergütungen für Dienstleistungen und Lizenzgebühren gelten die Ausnahmen jedoch nicht. Hieran hat sich nichts geändert. Auch das Erfordernis, zusammen mit der Steuererklärung eine sog. „Form 3CEB“ (vereinfachte Verrechnungspreisdokumentation) als Testat eines indischen Wirtschaftsprüfers abzugeben, bleibt bestehen, sofern die Transaktionen mit verbundenen indischen Unternehmen erfolgten.

 

Quelle: Rödl & Partner Indien 

Das AussenwirtschaftCenter New Delhi steht Ihnen jederzeit gerne für weitere Fragen und Informationen zur Verfügung. 

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