th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Keramikfliesen

Antidumpingverfahren

Produkt

glasierte und unglasierte keramische Fliesen, Boden- und Wandplatten, keramische Steinchen, Würfel und ähnliche Waren für Mosaike, auch auf Unterlage

Land

China

KN-Code

6907 10 00, 6907 90 20, 6907 90 80, 6908 10 00, 6908 90 11, 6908 90 20, 6908 90 31, 6908 90 51, 6908 90 91, 6908 90 93, 6908 90 99

Land

Indien, Türkei

KN-Code

6907 21 00, 6907 22 00, 6907 23 00, 6907 30 00 und 6907 40 00

Verwendung

Verkleidung von Böden und Wänden (Innen- und Außenbereich) und Decken

Kläger

Europäischer Verband der Keramikfliesenhersteller - CET

Letzte Verlängerung der Antidumpingmaßnahmen nach einer Auslaufüberprüfung

Gegen Einfuhren von Keramikfliesen,  die seit 1.Jänner 2017 unter die Tarifnummer ex 6907 eingereiht werden, mit Ursprung in China bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. 

Im September 2016 wurde auf Antrag des Europäischen Verbandes der Keramikfliesenhersteller CET eine formelle Auslaufüberprüfung mit dem Ziel der Weitergeltung der Maßnahmen eingeleitet.

Die Antragsteller begründeten dies damit, dass sich die europäische Industrie infolge der bisherigen Antidumping-Maßnahmen zwar erholen konnte, China allerdings über große ungenutzte Produktionskapazitäten und erhebliche Lagerstände verfüge, die wiederum auf den EU-Markt zu drängen drohen, sollten die Antidumping-Maßnahmen auslaufen. Diese Gefahr sei umso größer als der EU-Markt attraktiv sei, was steigende Nachfrage nach der gegenständlichen Ware und dessen hohe Preise belegen. Weiters wurde  angeführt, dass eine Reihe anderer Drittstaaten Handelsschutzinstrumente auf Einfuhren dieser Ware aus China verhängt haben, sodass das Risiko einer Umlenkung gewisser Mengen auf den EU-Markt bestünde.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung die Angaben der Antragsteller bestätigt und festgestellt, dass ein erneutes Auftreten einer Schädigung der EU-Industrie im Falle eines Auslaufens der Maßnahmen sehr wahrscheinlich sei.

Um die Unionsindustrie auch in Zukunft zu schützen, verlängert die Europäische Kommission daher die Antidumping-Maßnahmen.

Mit Verordnung 2017/2179 verhängt die EU neuerlich endgültige Antidumping-Zölle auf Einfuhren von glasierten und unglasierten keramischen Fliesen, Boden-, und Wandplatten sowie von glasierten und unglasierten keramischen Steinchen, Würfeln und ähnlichen Waren für Mosaike, auch auf Unterlage, mit Ursprung in China, der Tarifnummer ex 6907.

Die Antidumping-Zölle betragen unverändert generell 69,7%, für vier in Art 1 Abs 2 ausdrücklich genannte chinesische Lieferanten und für die im Anhang I der Verordnung gelisteten Lieferanten wird ein deutlich geringerer unternehmensspezifischer Antidumping-Zollsatz festgelegt. Die Anwendung dieser geringeren Zollsätze setzt die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung nach Muster des Anhangs II der Verordnung 2017/2179 voraus.

Diese neuerlich verlängerten endgültigen Antidumping-Zölle gelten voraussichtlich für eine Dauer von 5 Jahren.


Europäische Kommission benennt neuen kooperierenden Ausführer 

Für Einfuhren von Keramikfliesen der Tarifnummern ex 6907 und ex 6908 mit Ursprung in China bestehen Antidumpingmaßnahmen in Höhe von 69,7%. 

Im Oktober 2018 stellte Zhuhai Xuri Ceramics Co Ltd. einen Antrag bei der Europäischen Kommission um den Status eines neuen ausführenden kooperierenden Herstellers zuerkannt zu bekommen und um in die Liste der kooperierenden Hersteller (die nicht in die Stichprobe einbezogen wurden oder denen keine individuelle Behandlung gewährt wurde) aufgenommen zu werden. Diese Unternehmen unterliegen einem Antidumpingzollsatz von 30,6%.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass das Unternehmen alle Kriterien dafür erfüllt (Ware im Untersuchungszeitraum nicht in die EU ausgeführt; mit keinem Unternehmen verbunden, das den Antidumpingmaßnahmen unterliegt; Zhuhai ist unwiderrufliche vertragliche Verpflichtungen zur Ausfuhr bedeutender Mengen in die Union eingegangen). 

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2019/1687 (Amtsblatt L 258 vom 9. Oktober 2019) bekannt, dass das Unternehmen in die Liste der kooperierenden, nicht in die Stichprobe einbezogenen Hersteller aufgenommen wird (Anhang 1 der VO 2017/2179) und künftig einem Antidumpingzollsatz von 30,6% unterliegt. 


Europäische Kommission nimmt zwei Unternehmen in die Liste der kooperierenden Hersteller auf

Für Einfuhren von Geschirr und andere Artikel aus Keramik für den Tisch- oder Küchengebrauch mit Ursprung in China bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen.

Zwei chinesische Unternehmen – Hunan Huazhi Ceramic Co. Ltd. und Huatai Ceramics Industrie Ltd. beantragten bei der Europäischen Kommission eine Behandlung als neuer ausführender Hersteller und damit die Anwendung des für kooperierende (nicht in die Stichprobe einbezogene) Hersteller geltenden Antidumpingzollsatzes von 17,9%. Die Kommission hat die Anträge überprüft und festgestellt, dass die Kriterien dafür erfüllt wurden:

  • die Ware nicht im Untersuchungszeitraum (01 – 12/2011) in die EU ausgeführt zu haben
  • mit keinem Ausführer oder Hersteller, der Antidumpingmaßnahmen unterliegt, verbunden zu sein
  • die Ware nach dem Untersuchungszeitraum tatsächlich in die Union ausgeführt zu haben oder eine unwiderrufliche vertragliche Verpflichtung zur Ausfuhr einer bedeutenden Menge in die Union eingegangen zu sein 

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2020/881 die Aufnahme von Huatai Ceramics Industrie Ltd. und mit Durchführungsverordnung (EU) 2020/882 die Aufnahme von Hunan Huazhi Ceramic Co. Ltd., beide Verordnungen veröffentlicht im Amtsblatt L 203 vom 26. Juni 2020, in die Liste der kooperierenden Hersteller (Anhang I der Verordnung 2019/1198) bekannt. Die Verordnungen treten mit 27. Juni 2020 in Kraft.


Europäische Kommission gibt bevorstehendes Außerkrafttreten der Antidumpingmaßnahmen bekannt 

Für Einfuhren von Keramikfliesen der Tarifnummern ex 6907 und ex 6908 mit Ursprung in China bestehen Antidumpingmaßnahmen. Diese laufen fristgemäß zum 24. November 2022 aus. Die Unionshersteller können einen schriftlichen Antrag auf Überprüfung stellen. Dieser Antrag muss ausreichende Beweise dafür enthalten, dass das Dumping und die Schädigung im Falle des Außerkrafttretens der Maßnahmen wahrscheinlich anhalten oder erneut auftreten würden. Er muss bis 23. August 2022 bei der Europäischen Kommission (GD Handel, Referat G-1, CHAR 4/39, B-1049 Brüssel, E-Mail: TRADE-Defence-Complaints@ec.europa.eu eingehen (Bekanntmachung 2022/C 93/07 vom 28. Februar 2022).


Europäische Kommission gibt die Einleitung einer Auslaufüberprüfung bekannt

Für Einfuhren auf Keramikfliesen mit Ursprung China bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen.

Nach Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens der Maßnahmen mit 24. November 2022 ging ein Antrag auf Einleitung einer Überprüfung bei der Europäischen Kommission ein.

Gegenstand dieser Überprüfung sind glasierte und unglasierte keramische Fliesen, Boden- und Wandplatten, glasierte und unglasierte keramische Steinchen, Würfel und ähnliche Waren für Mosaike, auch auf Unterlage, mit Ursprung China, die derzeit unter den KN-Codes 6907 21 00, 6907 22 00, 6907 23 00, 6907 30 00 und 6907 40 00 eingereiht werden.

Der Antrag wurde damit begründet, dass bei Außerkrafttreten der Maßnahmen mit einem Anhalten oder erneuten Auftreten des Dumpings und einem Anhalten oder erneuten Auftreten der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union zu rechnen sei.

Nach Prüfung des Antrages kam die Europäische Kommission zu dem Schluss, dass genügend Beweise für die Wahrscheinlichkeit von Dumping und Schädigung vorliegen. Sie teilt daher mit Bekanntmachung 2022/C 442/03 (Amtsblatt C 442 vom 22. November 2022) die Einleitung einer Auslaufüberprüfung mit.

Interessierte Parteien, die zum Antrag (zum Beispiel zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Schadensursache oder dem erneuten Auftreten der Schädigung) oder zu Aspekten im Zusammenhang mit der Einleitung der Untersuchung (zum Beispiel zu der Frage, inwieweit der Antrag unterstützt wird) Stellung nehmen möchten, müssen diese Informationen und sachdienlichen Nachweise binnen 37 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an die Europäische Kommission übermitteln.

Postanschrift der Kommission:
Europäische Kommission, Generaldirektion Handel, Direktion G
Büro: CHAR 04/039, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË
TRON.tdi: https://tron.trade.ec.europa.eu/tron/tdi
E- Mail: Trade-R782-CT-dumping@ec.europa.eu
Trade-R782-CT-injury@ec.europa.eu

Die Untersuchung wird in der Regel binnen 12 Monaten, spätestens jedoch 15 Monate nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung abgeschlossen.

Chronologie Indien, Türkei

Einleitung Antidumpingverfahren:

Bekanntmachung 2021/C 501/31 vom 13. Dezember 2021

Europäische Kommission leitet Antidumpingverfahren ein

Am 3. November 2021 ging eine Klage der „Europäischer Verband der Keramikfliesenhersteller - CET“ auf Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von Keramikfliesen mit Ursprung in Indien und der Türkei ein.

Bei der von dieser Untersuchung betroffenen Ware handelt es sich um keramische Fliesen, Boden- und Wandplatten, Mosaiksteine und ähnliche Waren auch auf Unterlage fertige Formstück, die derzeit unter den KN-Codes 6907 21 00, 6907 22 00, 6907 23 00, 6907 30 00 und 6907 40 00 eingereiht wird.

Der Antragsteller legte Beweise dafür vor, dass die Einfuhren der zu untersuchenden Ware aus den betroffenen Ländern in absoluten Zahlen und gemessen am Marktanteil insgesamt gestiegen sind. Aus den vorgelegten Informationen geht hervor, dass die Menge und die Preise der eingeführten zu untersuchenden Ware sich unter anderem auf die Verkaufsmengen, die in Rechnung gestellten Preise und den Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Union negativ ausgewirkt und dadurch die Gesamtergebnisse und die finanzielle Lage des Wirtschaftszweigs der Union sehr nachteilig beeinflusst haben.

Die Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2021/C 501/31 vom 13. Dezember 2021 die Einleitung des Antidumpingverfahrens bekannt.

Interessierte Parteien, die zum Antrag im Zusammenhang mit der Einleitung der Untersuchung Stellung nehmen möchten, müssen dies binnen 37 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung tun.

Anträge auf Anhörung, die die Einleitung der Untersuchung betreffen, müssen binnen 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung gestellt werden.

Kontakt:

Europäische Kommission

Generaldirektion Handel

Direktion G

Büro: CHAR 04/039

1049 Brüssel

BELGIEN

E-Mail-Adresse (Dumping betreffend Indien):

TRADE-AD684-DUMPING-INDIA@ec.europa.eu

E-Mail-Adresse (Dumping betreffend die Türkei):

TRADE-AD684-DUMPING-TURKEY@ec.europa.eu

E-Mail-Adresse (Schädigung und Unionsinteresse, einschließlich des Anhangs dieser Bekanntmachung):

TRADE-AD684-INJURY@ec.europa.eu

Die Untersuchung ist seitens der Kommission binnen 13 Monaten, spätestens jedoch nach 14 Monaten nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung abzuschließen. Vorläufige Maßnahmen können spätestens 7 Monate, allerspätestens jedoch 8 Monate nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung verhängt werden.

Stand: