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Korrosionsbeständige Stähle aus China

EU verhängt vorläufige Antidumpingmaßnahmen

Bei korrosionsbeständigen Stählen handelt es sich um flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder legiertem oder nicht legiertem Stahl; aluminiumberuhigt; schmelztauchbeschichtet mit Zink und/oder Aluminium, jedoch nicht mit anderen Metallen; chemisch passiviert; mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,015 GHT bis 0,170 GHT, einem Aluminiumgehalt von 0,015 GHT bis 0,100 GHT, einem Niobgehalt von 0,045 GHT oder weniger, einem Titangehalt von 0,010 GHT oder weniger sowie einem Vanadiumgehalt von 0,010 GHT oder weniger; aufgerollt, als auf Länge zugeschnittene Bleche und als Schmalband („narrow strip“) angeboten.

 

Ausgenommen sind:

  • Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl, aus Silicium-Elektrostahl und aus Schnellarbeitsstahl,
  • nur warm- oder kaltgewalzte Erzeugnisse.
  •  

Die betroffene Ware wird unter den KN-Codes ex 7210 41 00, ex 7210 49 00, ex 7210 61 00, ex 7210 69 00, ex 7212 30 00, ex 7212 50 61, ex 7212 50 69, ex 7225 92 00, ex 7225 99 00, ex 7226 99 30 und ex 7226 99 70 eingereiht.

  

Die Europäische Kommission kommt in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass die Unionsindustrie eine bedeutende Schädigung durch die gedumpten Importe aus China erlitten hat. Die Leistungsindikatoren (Umsatzrendite, etc.) machten während des gesamten Bezugszeitraums eine negative Entwicklung durch; diese verbesserten sich zwar, jedoch aufgrund des chinesischen Preisdruckes nicht in ausreichendem Maß. Die Preisunterbietung ist mit 17% bis 28% beträchtlich und mit äußerst schädigenden Auswirkungen auf den Wirtschaftszweig der Union verbunden. Da Einfuhren aus anderen Drittländern keine nennenswerten Auswirkungen auf die Unionsindustrie haben, werden alleine die gedumpten Importe aus China für die prekäre Lage der Unionsindustrie verantwortlich gemacht.

 

Um wieder faire Handelsbedingungen auf dem Unionsmarkt herzustellen, gibt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/1444, Amtsblatt L 207 vom 10.8.2017 die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt. Diese betragen 28,5%, für kooperieren Hersteller (siehe Anhang) 23,4%. Für einige Unternehmen wurden unternehmensspezifische Antidumpingzollsätze zwischen 28,5% und 17,2% festgelegt. Voraussetzung für die Gewährung dieser ist die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung. Die Verordnung tritt mit 11.8.2017 in Kraft und gilt für die Dauer von sechs Monaten. Die Untersuchung durch die Europäische Kommission wird in der Zwischenzeit fortgeführt.

 

Anfang Juli 2017 ordnete die Europäische Kommission die zollamtliche Erfassung aller Einfuhren der gegenständlichen Ware aus China an, damit, falls die Untersuchungsergebnisse zur Einführung von Antidumpingzöllen führen, diese Zölle auf die zollamtlich erfassten Einfuhren rückwirkend, ab dem Tag des Inkrafttretens der zollamtlichen Erfassung (9.7.2017) erhoben werden können. Über eine allfällige rückwirkende Einhebung wird die Europäische Kommission anlässlich der Entscheidung über endgültige Antidumpingmaßnahmen urteilen.