th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Korrosionsbeständiger Stahl aus China

EU verhängt endgültige Antidumpingmaßnahmen

Im August 2017 wurden vorläufige Antidumpingmaßnahmen gegen Einfuhren korrosionsbeständiger Stähle verhängt. Bei korrosionsbeständigem Stahl handelt es sich um flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen oder nicht legiertem Stahl, aluminiumberuhigt, schmelztauchbeschichtet mit Zink und/oder Aluminium, jedoch nicht mit anderen Metallen, chemisch passiviert, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,015 GHT bis 0,170 GHT, einem Aluminiumgehalt von 0,015 GHT bis 0,100 GHT, einem Niobgehalt von 0,045 GHT oder weniger, einem Titangehalt von 0,010 GHT oder weniger sowie einem Vanadiumgehalt von 0,010 GHT oder weniger; aufgerollt, auf Länge zugeschnittene Bleche oder als Schmalband („narrow strip“) verhängt. Die betroffene Ware wird unter folgenden KN-Codes eingereiht: ex 7210 41 00, ex 7210 49 00, ex 7210 61 00, ex 7210 69 00, ex 7212 30 00, ex 7212 50 61, ex 7212 50 69, ex 7225 92 00, ex 7225 99 00, ex 7226 99 30 und ex 7226 99 70.

Folgenden Waren sind ausgenommen:

  • Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl, aus Silicium-Elektrostahl und aus Schnellarbeitsstahl,
  • nur warm- oder nur kaltgewalzte Erzeugnisse

Anfang Juli 2018 ordnete die Europäische Kommission die zollamtliche Erfassung aller Einfuhren von korrosionsbeständigem Stahl aus China an.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung die Einfuhrmengen aus China um 15% berichtigt. Die berichtigten Einfuhrstatistiken zeigen weiterhin einen deutlichen Anstieg der Einfuhren sowohl in absoluten Zahlen als auch in Bezug auf den Marktanteil.

Die Europäische Kommission hat den ursächlichen Zusammenhang zwischen der von den Unionsherstellern erlittenen Schädigung und den gedumpten Einfuhren aus China bestätigt. Obwohl der Rückgang der Rohstoffkosten zur Erholung des Wirtschaftszweigs der Union hätte beitragen sollen, verzeichnete dieser im gesamten Überprüfungszeitraum Verluste. Auch wenn die Verluste in diesem Zeitraum geringer waren als im Zeitraum 2013-2015, führten sie eindeutig dazu, dass sich die Lage der Unionsindustrie weiter verschlechterte.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2018/186, Amtsblatt L 34 vom 8.2.2018 die Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen für Einfuhren von korrosionsbeständigem Stahl aus China bekannt. Diese betragen 27,9%, für kooperierende Hersteller 26,1%. Für eine Reihe von Unternehmen wurden unternehmensspezifische Zölle (bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung) festgelegt.

Die Sicherheitsleistungen für den vorläufigen Antidumpingzoll werden endgültig vereinnahmt. Die die endgültigen Zollsätze übersteigenden Sicherheitsleistungen werden freigegeben.

Da während der Untersuchung zusätzlich zu der Höhe der Einfuhren im Untersuchungszeitraum kein erheblicher Anstieg der Einfuhren zu verzeichnen war und eine Untersuchung der Schadensindikatoren keine Beweise dafür erbrachte, dass die Abhilfewirkung der vorläufigen Maßnahmen in der Zeit nach dem Untersuchungszeitraum beeinträchtigt gewesen wäre, gelangt die Europäische Kommission zu dem Schluss, dass die rückwirkende Einführung der Maßnahmen nicht gerechtfertigt ist.

Die Durchführungsverordnung (EU) 2018/186 tritt am 9.2.2018 in Kraft und gilt für die Dauer von fünf Jahren.