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Mischungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat

Antidumpingverfahren

Produkt

Mischungen von Harnstoff und Ammoniumnitrat (Ammonsalpeter) in wässriger oder ammoniakalischer Lösung, 

Land

Russland, USA, Trinidad und Tobago

KN-Code

3102 80 00

Verwendung

in der Landwirtschaft, Stickstoffdüngemittel

Kläger

Fertilizers Europe

Einleitung des Antidumpingverfahrens

Der Europäischen Kommission liegt ein Antrag von Fertilizers Europe auf Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von Lösungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat der Tarifnummer 3102 80 00 mit Ursprung in Russland, den USA sowie Trinidad und Tobago vor. Fertilizers Europe vertritt Unternehmen, die gemeinsam mehr als 50% der Unionsindustrie repräsentieren.

Gegenstand dieser Untersuchung sind Mischungen von Harnstoff und Ammoniumnitrat (Ammonsalpeter) in wässriger und ammonikalischer Lösung. Das Produkt wird als flüssiger Stickstoffdünger in der Landwirtschaft verwendet.

Dieses Verfahren sollte nicht mit dem Verfahren gegen Ammoniumnitrat verwechselt werden, das feste Düngemittel betrifft, mit einem Ammoniumnitratgehalt von mehr als 80 GHT, die unter verschiedene Tarifnummern fallen und nicht nur für landwirtschaftliche, sondern auch für industrielle Zwecke verwendet werden.

Der Antragsteller legte Informationen vor, dass die Einfuhren aus den drei genannten Ländern stark angestiegen seien. Die Menge und die Preise der zu untersuchenden Ware würden sich auf die in Rechnung gestellten Preise und den Marktanteil der Unionsindustrie negativ auswirken und würden dadurch die Gesamtergebnisse und die finanzielle Lage des Wirtschaftszweigs der Union sehr nachteilig beeinflussen.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C284/08 vom 13.August 2018 die Einleitung eines Antidumpingverfahrens für Einfuhren von Lösungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago sowie den USA bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 7 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen Informationen zur Bewertung des Unionsinteresses entweder mittels ausgefülltem Fragebogen der Europäischen Kommission oder in einem frei gewählten Format übermitteln (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail: TRADE-UAN-DUMPING-RUSSIA@ec.europa.eu,

TRADE-UAN-DUMPING-TT@ec.europa.eu, TRADE-UAN-DUMPING-USA@ec.europa.euTRADE-UAN-INJURY@ec.europa.eu).

Die Untersuchung ist seitens der Europäischen Kommission binnen 13 Monaten, spätestens jedoch binnen 14 Monaten nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung abgeschlossen. Allfällige vorläufige Maßnahmen können nach 7 Monaten, spätestens jedoch nach 8 Monaten eingeführt werden.


Zollamtliche Erfassung der Einfuhren aus den betroffenen Ländern

Mitte August 2018 leitete die Europäische Kommission auf Antrag von Fertilizers Europe ein

Antidumpingverfahrens für Einfuhren von Mischungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat (Ammonsalpter) in wässriger Lösung mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago sowie den USA ein. Die gegenständliche Ware wird unter dem KN-Code 3102 80 00 eingereiht.

Aufgrund des weiteren eheblichen Anstiegs der Einfuhren aus den genannten Ländern, ordnete die Kommission im März 2019 die zollamtliche Erfassung der Einfuhren an, damit diese Einfuhren - nach endgültiger Bestätigung von Dumping und Schädigung - rückwirkend mit Antidumpingzöllen belegt werden können. 

Die Europäische Kommission stellte in ihrer Untersuchung fest, dass die Einfuhren aus den betroffenen Ländern im Überprüfungszeitraum drastisch angestiegen sind, sodass sich ihr Marktanteil trotz eines Verbrauchrückgangs um 72% erhöhte. Da die Einfuhren aus anderen Drittländern (hauptsächlich Belarus, Nordmazedonien, Serbien und Algerien) lediglich einen Marktanteil von knapp über 4% ausmachen, habe diese Einfuhren nur marginale Auswirkungen auf die schlechte Lage der Unionsindustrie.

Damit die Unionsindustrie ihr Potenzial auf einem Unionsmarkt nutzen kann, der gleiche Wettbewerbsbedingungen bietet, verloren gegangene Marktanteile zurückgewinnen und die Rentabilität wieder auf ein nachhaltiges Niveau bringen kann, gibt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2019/576 (Amtsblatt L 100 vom 11.4.2019) die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt.

Diese betragen 34% für Russland, 16,3% für Trinidad und Tobago sowie 22,6% für die USA. Für einige Unternehmen wurden unternehmensspezifische Antidumpingzollsätze festgelegt, die bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung zur Anwendung kommen.

Die zollamtliche Erfassung der Einfuhren wird eingestellt. Über eine mögliche rückwirkende Anwendung von Antidumpingmaßnahmen hat die Europäische Kommission in diesem Stadium des Verfahrens noch keine Entscheidung getroffen.

Die Verordnung tritt mit 12.4.2019 in Kraft und gilt für sechs Monate. Vor Ablauf der sechs Monate hat die EU über die Einführung endgültiger Maßnahmen und die rückwirkende Einhebung von Antidumpingzöllen auf die zollamtlich erfassten Einfuhren zu entscheiden.


Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen

Mitte August 2018 leitete die Europäische Kommission auf Antrag von Fertilizers Europe ein

Antidumpingverfahrens für Einfuhren von Mischungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat (Ammonsalpter) in wässriger Lösung mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago sowie den USA ein. Die gegenständliche Ware wird unter dem KN-Code 3102 80 00 eingereiht.

Aufgrund des weiteren eheblichen Anstiegs der Einfuhren aus den genannten Ländern, ordnete die Kommission im März 2019 die zollamtliche Erfassung der Einfuhren an, damit diese Einfuhren - nach endgültiger Bestätigung von Dumping und Schädigung - rückwirkend mit Antidumpingzöllen belegt werden können. 

Die Europäische Kommission stellte in ihrer Untersuchung fest, dass die Einfuhren aus den betroffenen Ländern im Überprüfungszeitraum drastisch angestiegen sind, sodass sich ihr Marktanteil trotz eines Verbrauchrückgangs um 72% erhöhte. Da die Einfuhren aus anderen Drittländern (hauptsächlich Belarus, Nordmazedonien, Serbien und Algerien) lediglich einen Marktanteil von knapp über 4% ausmachen, habe diese Einfuhren nur marginale Auswirkungen auf die schlechte Lage der Unionsindustrie.

Damit die Unionsindustrie ihr Potenzial auf einem Unionsmarkt nutzen kann, der gleiche Wettbewerbsbedingungen bietet, verloren gegangene Marktanteile zurückgewinnen und die Rentabilität wieder auf ein nachhaltiges Niveau bringen kann, gibt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2019/576 (Amtsblatt L 100 vom 11.4.2019) die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt.

Diese betragen 34% für Russland, 16,3% für Trinidad und Tobago sowie 22,6% für die USA. Für einige Unternehmen wurden unternehmensspezifische Antidumpingzollsätze festgelegt, die bei Vorlage einer gültigen Handelsrechnung zur Anwendung kommen.

Die zollamtliche Erfassung der Einfuhren wird eingestellt. Über eine mögliche rückwirkende Anwendung von Antidumpingmaßnahmen hat die Europäische Kommission in diesem Stadium des Verfahrens noch keine Entscheidung getroffen.

Die Verordnung tritt mit 12.4.2019 in Kraft und gilt für sechs Monate. Vor Ablauf der sechs Monate hat die EU über die Einführung endgültiger Maßnahmen und die rückwirkende Einhebung von Antidumpingzöllen auf die zollamtlich erfassten Einfuhren zu entscheiden.


Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen

Im April 2019 wurden für Einfuhren von Mischungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat in wässriger Lösung, KN-Code 3102 80 00 mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago sowie den USA vorläufige Antidumpingzölle eingeführt. 

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung die Ergebnisse aus der Ausgangsuntersuchung, die zur Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen geführt haben, bestätigt. Es gäbe keine anderen Faktoren als die gedumpten Einfuhren aus den drei genannten Ländern für die Schädigung der Unionsindustrie. 

Um weiteren Schaden von der Unionsindustrie abzuwenden, verhängt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2019/1688 (Amtsblatt L 258 vom 9. Oktober 2019) endgültige Antidumpingzölle für Mischungen aus Harnstoff und Ammoniumnitrat in wässriger Lösung mit Ursprung in Russland, Trinidad und Tobago sowie den USA. Die Antidumpingzollsätze betragen für Russland 42,47 EUR/Tonne, für Trinidad und Tobago 22,24 EUR/Tonne und für die USA 29,48 EUR/Tonne. Die Anwendung der unternehmensspezifischen Zollsätze setzt die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung voraus. Die vorläufigen Antidumpingzölle werden endgültig vereinnahmt. Auf die zollamtlich erfassten Einfuhren wird kein rückwirkender endgültiger Antidumpingzoll eingehoben.

Stand: