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Molybdändrähte aus China

EU leitet Umgehungsuntersuchung hinsichtlich einer Produktveränderung ein

Gegen Einfuhren von Molybdändraht der Tarifnummer 8102 96 00 mit Ursprung in China bestehen seit Juni 2010 endgültige Antidumpingmaßnahmen. Im Jänner 2012 wurden die Maßnahmen auf Einfuhren aus Malaysia ausgeweitet, im September 2013 nach einer Umgehungsuntersuchung wegen Produktveränderung auf Molybdändrähte mit einem Molybdängehalt von mindestens 97% aber weniger als 99,95% und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4 mm.

 

Ende Jänner 2015 wurde von der Firma Plansee erneut ein Antrag auf Einleitung einer Umgehungsuntersuchung bei der Kommission eingebracht.

 

Bei der Ware für die die derzeit in Kraft befindlichen Maßnahmen gelten, handelt es sich um Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 99,95 GHT oder mehr und einem größten Durchmesser von mehr als 1,35 mm, jedoch nicht mehr als 4,0 mm.

 

Die wegen der mutmaßlichen Umgehung zu untersuchende Ware hat dieselben Eigenschaften wie die vorgenannte. Es handelt sich um Molybdändraht mit einem Molybdängehalt von 97 GHT oder mehr, jedoch weniger als 99,95 GHT, und einem

größten Durchmesser von mehr als 4,0 mm, jedoch nicht mehr als 11,0 mm.

 

Der Antragsteller legte Informationen vor, wonach sich das Handelsgefüge der Ausfuhren aus China in die Union seit der Einführung der endgültigen Antidumpingmaßnahem erheblich verändert habe. Diese Veränderung sei darauf zurückzuführen, dass die betroffene Ware in geringfügig veränderter Form eingeführt wird, nämlich mit einem größten Durchmesser zwischen 4,0mm und 11,0 mm, und dann in der Union umgewandelt wird, indem der Draht auf einen Durchmesser von 4,0 mm oder weniger gezogen wird. Es gibt außer der Einführung des Antidumpingzolls keine hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung für diesen Fertigungsprozess.

 

Die Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2015/395, Amtsblatt L 66 v. 11.3.2015 die Einleitung einer Umgehungsuntersuchung hinsichtlich dieser Produktveränderung bekannt.

 

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen ab dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen, ebenfalls ab dieser Bekanntmachung, einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail: trade-mowi-r613-circumvention@ec.europa.eu).

 

Die Untersuchung ist seitens der Kommission innerhalb von neun Monaten (Dezember 2015) abzuschließen. Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung (12.3.2015) werden alle Einfuhren der betroffenen Ware aus China zollamtlich erfasst, damit ab diesem Zeitpunkt Antidumpingzölle  für diese Einfuhren gegebenenfalls nacherhoben werden können.

 
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