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Mononatriumglutamat

Antidumpingverfahren

Produkt

Mononatriumglutamat

Land

China, Indonesien

KN-Code

ex 2922 42 00

Verwendung

Lebensmittelzusatzstoff, Geschmacksverstärker in Suppen, Brühen, Fisch- und Fleischgerichten, Gewürzmischungen, Fertiggerichten

Kläger

Ajinomoto Foods Europe S.A.S. (einziger Gemeinschaftshersteller)


CHINA

Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens der Antidumpingmaßnahmen für China und Indonesien zum 23. Jänner 2020

Für Einfuhren von Mononatriumglutamat der Tarifnummer ex 2922 42 00 mit Ursprung in China und Indonesien bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Diese laufen fristgemäß zum 23. Jänner 2020 aus, sollte von den Unionsherstellern bis 23. Oktober 2019 kein Antrag auf Überprüfung mit dem Ziel der Weitergeltung der Maßnahmen bei der Europäischen Kommission (GD Handel, Referat H-1, CHAR 4/39, B-1049 Brüssel) eingehen (Bekanntmachung 2019/C 165/04 und Bekanntmachung 2019/C 165/05 vom 14. Mai 2019).


Europäische Kommission leitet Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen ein

Für Einfuhren von Mononatriumglutamat, KN-Code ex 2922 42 00 mit Ursprung in China und Indonesien gelten endgültige Antidumpingmaßnahmen, die fristgemäß zum 23. Jänner 2020 auslaufen würden. Nach Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens der Maßnahmen ging von Ajunomoto Foods Europe S.A.S., dem einzigen Unionshersteller, ein Antrag auf Überprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen, mit dem Ziel der Weitergeltung dieser, bei der Europäischen Kommission ein.

Der Antragsteller gab an, dass die Einfuhren von Mononatriumglutamat aus den beiden Ländern weiterhin beträchtlich sind. Sollten die Maßnahmen auslaufen, sei angesichts der Ausfuhrkapazität der chinesischen Hersteller und der Attraktivität des Unionsmarktes mit einem Anstieg der Einfuhren aus China und Indonesien zu rechnen, was eine weitere Schädigung der Unionsindustrie nach sich ziehen würde.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung2020/C 20/05 vom 21.1.2020 die Einleitung einer Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen bekannt.

Unternehmen, die sich als interessierte Partei am Verfahren beteiligen, haben Informationen und sachdienliche Nachweise binnen 37 Tage (26. Februar 2020 nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an die Kommission zu senden:

Generaldirektion Handel

Direktion H

Büro CHAR 04/039

1049 Bruxelles/Brussel BELGIQUE/BELGIË

E-Mail-Adresse:

TRADE-R712-MSG-DUMPING@ec.europa.eu

TRADE-R712-MSG-INJURY@ec.europa.eu

Die Untersuchung soll seitens der Kommission binnen 12 Monaten, spätestens jedoch 15 Monate nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung abgeschlossen werden.

Während der Dauer der Untersuchung bleiben die bestehenden Antidumpingmaßnahmen weiter in Kraft.


Europäische Kommission leitet Umgehungsuntersuchung aufgrund geringfügiger Produktveränderung ein

Für Einfuhren von Mononatriumglutamat, KN-Code ex 2922 42 00 mit Ursprung in China und Indonesien bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Eine Auslaufüberprüfung der bestehenden Maßnahmen (mit dem Ziel der Weitergeltung) wurde Ende Jänner 2020 auf Antrag des einzigen Unionsherstellers Ajinomoto Foods Europe S.A.S. eingeleitet.

Dieser Hersteller hat Anfang Dezember 2019 auch einen Antrag auf Einleitung einer Umgehungsuntersuchung für Einfuhren geringfügig modifizierter Produkte sowie die zollamtliche Erfassung dieser Einfuhren aus China bei der Europäischen Kommission eingebracht.

Bei der wegen mutmaßlicher Umgehung zu untersuchenden Ware handelt es sich um dieselbe Ware, gegen die bereits Maßnahmen bestehen, jedoch in Mischungen oder Lösungen mit einem Gehalt an Mononatriumglutamat von 50 GHT oder mehr in der Trockenmasse. Waren, mit denen MNG gemischt werden kann, sind zum Beispiel Salze, Zucker, Stärke, Maltodextrine oder verschiedene Würzstoffe. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Durchführungsverordnung (EU) 2015/83 (endgültige Antidumpingmaßnahmen) wurde die zu untersuchende Ware unter den KN-Codes ex 2103 90 90, ex 2104 10 00, ex 2104 20 00, ex 3824 90 92, ex 3824 90 93 und ex 3824 90 96 eingereiht.

Laut Antragsteller sei es seit der Einführung der Antidumpingmaßnahmen zu einer erheblichen Veränderung des Handelsgefüges gekommen, für die es keine andere hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung gäbe, als die Einführung des Zolls (Rückgang der Einfuhren von „reinem Mononatriumglutamat“, Anstieg der Einfuhren der modifizierten Ware – gemischtes Mononatriumglutamat oder Mononatriumglutamat-Gemische (durch Zugabe zB kleiner Mengen an Salz).

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2020/230 (Amtsblatt L 47 vom 20. Februar 2020), die Einleitung einer Umgehungsuntersuchung aufgrund der geringfügigen Produktveränderung sowie die zollamtlicher Erfassung der Einfuhren von Mononatriumglutamat aus China bekannt.

Interessierte Unternehmen müssen innerhalb von 15 Tagen nach Inkrafttreten dieser Verordnung mit der Kommission Kontakt aufnehmen, innerhalb von 37 Tagen sind allfällige sonstige Informationen sowie ein ausgefüllter Fragebogen zu übermitteln.

Kontaktdaten der Kommission:

Europäische Kommission

Generaldirektion Handel

Direktion H Büro CHAR 04/039

1049 Bruxelles/Brussel BELGIQUE/BELGIË

TRON.tdi: https://tron.trade.ec.europa.eu/tron/TDI

E-Mail: TRADE-R719@ec.europa.eu

Die Untersuchung wird seitens der Kommission innerhalb von neun Monaten abgeschlossen.


Europäische Kommission weitet Antidumpingzoll aufgrund einer Produktveränderung aus

Für Einfuhren von Mononatriumglutamat, KN-Code ex 2922 42 00 mit Ursprung in China und Indonesien bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Im Februar 2020 wurde auf Antrag des einzigen Unionsherstellers Ajinomoto Foods Europe S.A.S. eine Umgehungsuntersuchung aufgrund geringfügiger Produktveränderung eingeleitet.

Bei der wegen mutmaßlicher Umgehung zu untersuchenden Ware handelte es sich um dieselbe Ware, gegen die bereits Maßnahmen bestehen, jedoch in Mischungen oder Lösungen mit einem Gehalt an Mononatriumglutamat von 50 GHT oder mehr in der Trockenmasse. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Durchführungsverordnung (EU) 2015/83 (endgültige Antidumpingmaßnahmen) wurde die zu untersuchende Ware unter den KN-Codes ex 2103 90 90, ex 2104 10 00, ex 2104 20 00, ex 3824 90 92, ex 3824 90 93 und ex 3824 90 96 eingereiht.

Laut Antragsteller sei es seit der Einführung der Antidumpingmaßnahmen zu einer erheblichen Veränderung des Handelsgefüges gekommen, für die es keine andere hinreichende Begründung oder wirtschaftliche Rechtfertigung gäbe, als die Einführung des Zolls (Rückgang der Einfuhren von „reinem Mononatriumglutamat“, Anstieg der Einfuhren der modifizierten Ware).

Die Europäische Kommission bestätigt in ihrer Untersuchung die Angaben des Antragstellers und die Umgehung der Antidumpingmaßnahmen. Sie gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2020/1427 (Amtsblatt L 336 vom 13.10.2020) die Ausweitung der Antidumpingmaßnahmen auf die zollamtlich erfassten Waren der KN-Codes ex 2103 90 90, ex 2104 10 00, ex 2104 20 00, ex 3824 90 92, ex 3824 90 93 und ex 3824 90 96 bekannt. Der Antidumpingzoll beträgt 39,7% (Maßnahmen für „alle übrigen Unternehmen“). Der Antidumpingzoll wird auf die zollamtlich erfassten Waren erhoben. Die Verordnung tritt mit 14.Oktober 2020 in Kraft.

INDONESIEN

Chronologie

Einleitung Antidumpingverfahren:

Bekanntmachung 2013/C 349/04 vom 29. November 2013

Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen:

Durchführungsverordnung (EU) 904/2014 vom 20. August 2014

Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen:

Durchführungsverordnung (EU) 2015/84 vom 21. Jänner 2015

bevorstehenden Außerkrafttretens der Antidumpingmaßnahmen zum 23.1.2020:

Bekanntmachung 2019/C165/05 vom 14. Mai 2019

Einleitung Auslaufüberprüfung:

Bekanntmachung2020/C 20/05 vom 21.1.2020

Stand: