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Nachlese: Afrika im Visier der österreichischen Exportwirtschaft

25 heimische Unternehmen präsentierten sich erstmalig auf dem UN-Klimagipfel in Marrakesch

Noch nie hat eine Stadt so wenig in eine Schublade gepasst wie Marrakesch. Dieses überbordende Kaleidoskop an Farben, Geräuschen, Gerüchen und Kontrasten (über-)fordert die Sinne wie kaum ein anderer Ort. Auch die 22. Klimakonferenz der Vereinten Nationen, kurz COP22, bot den Besuchern ein Kaleidoskop an Veranstaltungen, Seminaren, Side-Events und unzähligen Kontakten. Die COP22 war mit 25.000 Besuchern das größte jemals durchgeführte Event in Marokko, und eignete sich ideal um globale Klima- und Energietrends sowie Geschäftschancen zu sondieren. Der Österreich-Pavillon in der Green Zone gehörte zu den wichtigsten und meistbesuchten Länderpavillons auf der COP22.  Entsprechend dichtes Gedränge und reges Interesse herrschte am österreichischen Gruppenstand ADVANTAGE AUSTRIA. Die Initiative kam von Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der eine positive Bilanz zog. Es war eine Premiere, dass sich heimische Unternehmen auf einem Klimagipfel präsentierten. 

Dass man gerade hier in Nordafrika präsent war, ist für Koren nicht nur damit zu erklären, dass die „Green Economy“ ein aufstrebender Wirtschaftszweig ist: Afrika ist für den Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA „ein aufstrebender Kontinent, der zunehmend in das Gesichtsfeld von Europa rücken muss“. Die hier zum Teil hohen Wachstumsraten stellten zusammen mit dem Megatrend „Erneuerbare“ eine Riesenchance dar, an der Österreichs Wirtschaft erfolgreich partizipierte. 

Umwelttechnologie als Wachstumsmotor

25 Unternehmen zeigten sich in Marrakech einem breiten Fachpublikum. Mit dabei etwa der oberösterreichische Kleinkraftwerke-Anbieter Global Hydro Energy, der Vorarlberger Hybridmotorenhersteller Obrist, aber auch die Technische Universität Wien (TU), die ihr „Forschungszentrum für Energie- und Umwelt“ in Marokko bekannter machen will. Vonseiten der TU wurde unter anderem das Projekt „Hyly Pure“ vorgestellt, das die Nutzung bestehender Gasnetze für den Transport von Wasserstoff ermöglicht. Der Umwelttechnologiebereich bietet in Österreich derzeit rund 31.000 Arbeitsplätze, die direkt in der Industrie angesiedelt sind, inklusive Zulieferern und Dienstleister sind es sogar 200.000. Mit einem Umsatz von rund 10 Mrd. Euro und einer überdurchschnittlichen Exportquote von über 70 Prozent gehört dieser Wirtschaftszweig zu den Wachstumsmotoren in Österreich. 

Klimakonferenz als zusätzliche Plattform

Der Wirtschaftsdelegierte Christoph Plank, Leiter des Außenwirtschaftscenters Casablanca, und sein Team kümmerten sich seit Beginn der Klimakonferenz um den Österreichischen Gruppenstand. Die Aussteller zeigten sich unisono zufrieden, gute Kontakte geknüpft zu haben und waren der Überzeugung, dass dadurch infolge auch Projekte entstehen. Die Präsenz auf der COP22 war komplementär zu sehen. Auf den internationalen Leitmessen im Bereich Umwelttechnik ist Österreich ohnehin stets weltweit präsent. Die Klimakonferenz bot jedoch eine zusätzliche Plattform, um sich mit der Politik zu vernetzen. Ein Erfolgsrezept, das auch auf den nächsten UN-Klimakonferenzen angewandt werden soll. 

Die Vorteile, die der Auftritt auf der Klimakonferenz bot, sind klar: die Möglichkeit Image und Kompetenz einem globalen Publikum zu präsentieren. Auch wenn dies nicht in erster Linie auf dem B2B-Level passierte, konnten in Marrakech essenzielle Kontakte für den Aufbau von weiteren Geschäften geknüpft werden. Letztlich ging es um den Kampf gegen Klimawandel, und diesen hat die Wirtschaft nicht nur als große Chance erkannt, sondern man erreichte auch eine Sensibilisierung für diese immer wichtiger werdende Problematik. 

Der ADVANTAGE AUSTRIA Stand auf der COP22
Der ADVANTAGE AUSTRIA Stand auf der COP22
Reges Treiben beim Networking Empfanges am Ö Gruppenstand
Reges Treiben beim Networking Empfanges am Ö Gruppenstand
Eröffnung des Networking Empfanges am Ö Gruppenstand: vlnr: HBM Andrä Rupprechter, AW-Leiter Walter Koren, WD Christoph Plank
Eröffnung des Networking Empfanges am Ö Gruppenstand: vlnr: HBM Andrä Rupprechter, AW-Leiter Walter Koren, WD Christoph Plank