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Nahtlosrohre aus Eisen oder Stahl mit Ursprung in China

EU verhängt vorläufige Antidumpingmaßnahmen

 

Im Februar 2016 wurde auf Antrag des “Defence Committee of the seamless steel tubes industry of the European Union“, im Namen von drei Unionsherstellern, ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von Nahtlosrohren aus Eisen oder Stahl mit Ursprung in China eingeleitet. Gegenstand der zu untersuchenden Ware waren bestimmte nahtlose Rohre aus Eisen (ausgenommen aus Gusseisen) oder Stahl (ausgenommen aus nichtrostendem Stahl) mit kreisförmigem Querschnitt und einem Außendurchmesser von mehr als 406,4 mm, eingereiht unter den Tarifnummern 7304 19 90, 7304 29 90, 7304 39 98, 7304 59 99.

 

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass die Produktion der Unionsindustrie und damit verbunden die Beschäftigung abgenommen hat. Dem Wirtschaftszweig gingen Verkaufsmengen und Marktanteile verloren, während die gedumpten Einfuhren aus China die Preise der Unionsindustrie unterboten und somit Druck auf die Preise ausübten. Infolgedessen gingen die Verkaufspreise zurück. Die Unionsindustrie war nicht mehr in der Lage, ihre Kosten zu decken und schrieb ab 2013 Verluste. Da die Einfuhrmengen aus anderen Drittländer zu unbedeutend waren, um dem Wirtschaftszweig der Union Schaden zuzufügen, können alleine die gedumpten Einfuhren aus China für die beträchtliche Schädigung der Unionsindustrie verantwortlich gemacht werden.

 

Die Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2016/1977, Amtsblatt L 305 vom 12.11.2016, die Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen bekannt.

Diese betragen 81,1%, für die im Anhang der erwähnten Verordnung  genannten kooperierenden chinesischen Hersteller 71,8%. Für einige Unternehmen wurden unternehmensspezifisch niedrigere Antidumpingzölle zwischen 43,5% und 79% festgelegt. Voraussetzung dafür ist die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung, die den Vorgaben in Artikel 1 Abs 3 entsprechen muss.

 

Die Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft und gilt für die Dauer von sechs Monaten (April 2017). In der Zwischenzeit wird die Kommission ihre Untersuchung fortsetzen.

 
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