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Nahtlosrohre mit Ursprung in der Ukraine

EU leitet Interimsüberprüfung für Einfuhren der Interpipe-Gruppe ein

Für Nahtlosrohre aus Eisen oder Stahl der Tarifnummer ex 7304 mit Ursprung unter anderem in der Ukraine bestehen seit 2006 endgültige Antidumpingmaßnahmen in der Höhe von 25,1%. In Umsetzung eines EuGH-Erkenntnisses wurde der Antidumpingzoll für das ukrainische Unternehmen „Interpipe Group“ im Februar 2012 auf 17,7% reduziert. Nach einer Auslaufüberprüfung wurden die Antidumpingzölle im Juli 2012 verlängert. Im September 2012 wurde der Antidumpingzoll für die „Interpipe Group“ nach einer Interimsüberprüfung erneut auf 13,8% gesenkt.

Nun stellt die Interpipe-Group neuerlich einen Antrag auf Einleitung einer Interimsüberprüfung betreffend den Dumpingtatbestand ihres Unternehmens (mit dem Ziel der neuerlichen Senkung des Antidumpingzollsatzes).

Das Unternehmen gibt an, dass sich die Umstände in Bezug auf das Dumping seit der letzten Untersuchung (04/2010 – 03/2011) signifikant geändert habe. Dem Antragsteller zufolge habe sich seine Produktionsstruktur verändert. Interpipe errichtete ein neues Werk zur Erzeugung von Stahlknüppeln, dem wichtigsten bei der Herstellung der betroffenen Ware verwendeten Rohstoff. Daher ist der Antragsteller jetzt eine vertikal integrierte Gruppe für Herstellung und Verkauf der betroffenen Ware, was mit erheblichen Optimierungen seiner Herstellungsverfahren und -kosten einhergeht. Dank dieses neu errichteten Werks konnte auch die Palette an Stahlsorten und dementsprechend das Angebot an Warentypen erweitert werden. Der Antragsteller konnte mit der Herstellung hochwertiger Waren, etwa von Leitungs- und Industrierohren mit höherer Wertschöpfung, beginnen. Die Erweiterung der Produktpalette führt im Vergleich zur letzten Überprüfung zu einer erheblichen Veränderung der Qualität der von der Gruppe ausgeführten und erzeugten Warentypen.

Die Interpipe-Group ist aus diesen Gründen der Ansicht, dass die Maßnahmen in ihrer derzeitigen Höhe zur Beseitigung des schädigenden Dumpings nicht länger gerechtfertigt sind.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C 159/05 vom 7.5.2018 die Einleitung einer teilweisen Interimsüberprüfung betreffend den Dumpingtatbestand des ukrainischen Herstellers Interpipe-Group bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail: trade-R689-spt@ec.europa.eu).

Die Untersuchung ist seitens der Kommission innerhalb von 15 Monaten (August 2019) abzuschließen. Für die Dauer der Untersuchung bleibt der für die Interpipe-Group mit 13,8% festgelegte Antidumpingzollsatz weiter in Kraft.