th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Recht und Steuern in Tunesien

Das AußenwirtschaftsCenter Algier weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Algier hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Tunesien weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Bestimmungen für Montagearbeiten 

Der Aufenthalt bis maximal drei Monate ist ohne eine bestimmte Erlaubnis möglich. Wenn dieser Zeitraum überschritten wird, so muss innerhalb der ersten drei Monate um eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung angesucht werden.  

Österreich hat mit Tunesien ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen, daher ist die Einschaltung einer auf Doppelbesteuerungsabkommen spezialisierten Steuerberatung empfehlenswert. Bei Entsendung von Arbeitskräften kommt Art. 15 des DBA zur Anwendung. Dieser Artikel besagt, dass Einkommen für Arbeiten in Tunesien dort auch voll besteuert werden können, es sei denn, der Aufenthalt der Arbeitskraft beträgt weniger als 183 Tage im jeweiligen Steuerjahr, das Unternehmen ist nicht in Tunesien ansässig und die Vergütung wird auch nicht von einer Betriebsstätte oder festen Einrichtung, die der Betrieb in Tunesien hat, getragen. 

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Franchising in Tunesien 

Es ist rechtlich zulässig, Lizenzvereinbarungen zu treffen, sei es zu Produktionszwecken als auch im Handel – Franchising ist seit 2011 zulässig. Es besteht keine Genehmigungspflicht, allerdings muss der Vertrag über die voraussichtlichen Überweisungen der Lizenzgebühren ins Ausland (redevances) bei der Hausbank des lizenznehmenden Unternehmens angemeldet werden (domiciliation). Der Lizenzvertrag muss zu seiner Gültigkeit schriftlich sein. Er muss ferner im Patentregister (gegen Gebühr) registriert werden, um gegen Dritte durchsetzbar zu sein. Es ist möglich, die Ausschließlichkeit zu vereinbaren. Das Gesetz sieht vor, dass der lizenznehmende Betrieb vom lizenzgebenden Betrieb die Lizenzgebühr zurückverlangen kann, wenn er von der Lizenz nicht oder fast nicht profitiert hat. Diese Bestimmung kann jedoch abbedungen werden. Im pharmazeutischen Bereich gibt es Zwangslizenzen, wenn das Interesse der Volksgesundheit diese verlangt. 

Lizenzgebühren werden im Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) in Artikel 12 behandelt. Lizenzgebühren einer tunesischen Firma an eine österreichische Firma sind demnach in Österreich zu versteuern, Tunesien darf aber eine Quellensteuer von 15 Prozent darauf einbehalten. Ferner gilt, dass Lizenzgebühren, die eine tunesische Tochterfirma oder Betriebsstätte an die österreichische Mutterfirma zahlt, den in Tunesien zu versteuernden Gewinn der Tochterfirma/Betriebsstätte nicht mindern (Art. 7 Abs. 3 DBA). Das AußenwirtschaftsCenter Algier empfiehlt, den Vertrag mit einem steuerkundigen Rechtsanwalt zu erarbeiten und nennt auf Wunsch entsprechende Fachleute. 

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Marken- und Urheberrecht in Tunesien 

Tunesien ist Mitglied der WIPO (World Intellectual Property Organization; OMPI Organisation Mondiale de la Propriété Intellectuelle; Weltorganisation für den Schutz geistigen Eigentums). Tunesien sichert den Schutz von Patenten, Marken und Mustern und hat namentlich folgende internationale Konventionen unterzeichnet: Konvention von Paris und Abkommen von Madrid, Den Haag und Lissabon. Gewerbliche Rechte können beim tunesischen Normungsinstitut (Institut National de Normalisation et de la Propriété Industrielle, INNORPI) registriert werden. 

Das Urheberrecht umfasst alle literarischen und künstlerischen Schöpfungen (auch Computerprogramme). Das Urheberrecht gilt in der Regel bis 50 Jahre nach dem Tod der Autorin oder des Autors. Für manche Bereiche gibt es aber spezielle Bestimmungen, so beträgt zum Beispiel das Urheberecht für Fotos 50 Jahre ab dem Zeitpunkt des Entstehens. 

Das Gesetz unterscheidet zwischen moralischem und vermögensrechtlichem Eigentum. Nur letzteres kann durch Erbschaft oder Zession an eine andere rechtstragende Person übergehen. Unter bestimmten Umständen kann die zuständige Ministerin oder der zuständige Minister zeitlich begrenzte Lizenzen für die Reproduktion oder die Übersetzung eines Werks vergeben.  

Tunesien hat auch zahlreiche internationale Verträge ratifiziert. So zum Beispiel das UNESCO-Welturheberrechtsabkommen von 1952 oder den Annex 1c des GATT (TRIPS Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) der WTO. 

Das AußenwirtschaftsCenter Algier steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Embargos und Sanktionen 

Embargos sind Wirtschaftssanktionen, die gegenüber einem bestimmten Staat verhängt werden und den Außenwirtschaftsverkehr mit diesem Staat nach Maßgabe der entsprechenden Vorschriften einschränken, meistens sogar komplett verbieten. 

Embargomaßnahmen können je nach ihrer Zielsetzung einzelne Personen, Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen bzw. spezielle Wirtschaftsbereiche betreffen und dementsprechend eine unterschiedliche Tragweite haben.  

Bitte beachten Sie den aktuellen Stand der Sanktionen gegen Tunesien.

Handelsabkommen 

Die Handelsbeziehungen der EU zu Tunesien basieren auf dem Europa-Mittelmeer-Abkommen zur Gründung einer Assoziation, das seit 1. Juli 1995 in Kraft ist. 

Am 13. Oktober 2015 wurden die Verhandlungen über ein vertieftes und umfassendes Freihandelsabkommen (DCFTA) der EU mit Tunesien begonnen, das Teil des bestehenden Abkommens sein soll.  

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.  

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Tunesien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Algier anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Tunesien.

Das AußenwirtschaftsCenter Algier berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Tunesien haben.