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Rohrformstücke, Rohrverschlussstücke und Rohrverbindungsstücke aus nicht rostendem Stahl zum Stumpfschweißen

Antidumpingverfahren

Produkt

Rohrformstücke, Rohrverschlussstücke und Rohrverbindungsstücke zum Stumpfschweißen aus austenitischem rostfreiem Stahl von Sorten, die für korrosionsbeständige Anwendungen verwendet werden und mit (nach AISI 269) WP 304, 304L, 316, 316L, 316Ti, 321 und 321H und deren Entsprechungen in den anderen Normen, mit einem größten äußeren Durchmesser von bis zu 406,4 mm und einer Wandstärke kleiner oder gleich 16 mm, auch als Fertigwaren

Land

China, Taiwan

KN-Code

ex 7307 23 10, ex 7307 23 90

Verwendung

in der petrochemischen Industrie, im Baugewerbe, bei der Energiegewinnung, Industrieanlagen , im Hygienebereich, in der Pharma-, Lebensmittel-, Molkerei- und Getränkeindustrie, wann immer korrosionsbeständiger Stahl notwendig ist

Kläger

Defence Committee of the Stainless Steel Butt-Welding Fittings Industry of the European Union

 

Chronologie

Einleitung Antidumpingverfahren:

Bekanntmachung 2015/C 357/05 vom29. Oktober 2015

Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen:

Durchführungsverordnung (EU) 2017/141 vom 26. Jänner 2017

Ergänzung zur Durchführungs-VO 2017/141 (Hinweis auf gültige Handelsrechnung hat gefehlt)

Durchführungsverordnung (EU) 2017/659 vom 6. April 2017

Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen

Im Oktober 2015 wurde ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken zum Stumpfschweißen aus austenitischem nicht rostendem Stahl der AISI-Sorten 304, 304L, 316, 316L, 316Ti, 321 und 321H und deren Entsprechungen in den anderen Normen mit einem größten äußeren Durchmesser von bis zu 406,4 mm und einer Wandstärke kleiner oder gleich 16 mm, mit einer durchschnittlichen Oberflächenrauheit (Ra) von mindestens 0,8 μm, ohne Flansch, auch als Fertigwaren, eingereiht unter den Tarifnummern ex 7307 23 10 und ex 7307 23 90,  mit Ursprung in China und Taiwan eingeleitet.

Im Juli 2016 teilte die EK teilt mit, dass sie aufgrund fehlender notwendiger Daten nicht in der Lage sei, den ursächlichen Zusammenhang zwischen Dumping und Schädigung und dem Interesse der Unionsindustrie zu analysieren. Die Antidumpinguntersuchung wurde daher ohne Verhängung vorläufiger Maßnahmen fortgesetzt.

Die Europäische Kommission kommt nach weiteren Untersuchungen nun zu dem Schluss, dass der Wirtschaftszweig der Union aufgrund des erheblichen Preis- und Mengendrucks, der durch die zunehmenden gedumpten Einfuhren aus den betroffenen Ländern im Bezugszeitraum auf den Wirtschaftszweig der Union ausgeübt wurde, keinen Nutzen aus der langsamen Erholung des EU-Markts ziehen konnte. Eine Analyse der Schadensindikatoren zeigt, dass die wirtschaftliche Lage des Wirtschaftszweigs der Union insgesamt durch die Zunahme gedumpter Niedrigpreiseinfuhren aus China und Taiwan beeinträchtigt war, mit denen die Unionspreise unterboten wurden. Chinesische und taiwanesische Ausführer erlangten beträchtliche Marktanteile zu Lasten des Wirtschaftszweigs der Union. 

Um auf dem Unionsmarkt wieder faire Handelsbedingungen herzustellen und dem Wirtschaftszweig die Möglichkeit zu geben, sich wieder zu erholen, gibt die Europäische Kommission mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/141, Amtsblatt L 22 vom 27.1.2017 die Einführung endgültiger Antidumpingzölle bekannt. Diese betragen für Taiwan 12,1% und für China 64,9%. Für eine Reihe von taiwanesischen und chinesischen Unternehmen wurden unternehmensspezifische Antidumpingzölle festgelegt, die jedoch an die Vorlage einer gültigen Handelsrechnung gebunden sind, die den Vorgaben in Artikel 1 Absatz 3 der erwähnten Verordnung entsprechen muss.

Die Verordnung tritt mit 28.1.2017 in Kraft und gilt für die Dauer von fünf Jahren.

Stand: