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Gegossene Rohrformstücke, Rohrverschlussstücke und Rohrverbindungsstücke mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen mit Ursprung in China und Thailand

EU leitet Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen ein

Für Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen der Tarifnummer 7307 19 10 mit Ursprung in China und Thailand bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Nach Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens der Antidumpingmaßnahmen ging von vier Unionsherstellern, darunter auch einem österreichischen Unternehmen, ein Antrag auf Einleitung einer Auslaufüberprüfung (mit dem Ziel der Weitergeltung der Maßnahmen) bei der Europäischen Kommission ein. Diese vier Unternehmen repräsentieren mehr als 95% der EU-Produktion. 

Der Antrag wurde damit begründet, dass beim Außerkrafttreten der Maßnahmen mit einem Anhalten bzw. erneuten Auftreten des Dumpings und einem erneuten Auftreten der Schädigung der Unionsindustrie zu rechnen sei.

Den Antragstellern zufolge ist es nicht angemessen, inländische Preise und Kosten in China aufgrund nennenswerter Verzerrungen im Sinne des Artikels 2 Absatz 6a der Antidumpinggrundverordnung heranzuziehen („Neue Berechnungsmethode).

Die Behauptung, dass das Dumping in Anbetracht von Artikel 2 Absatz 6a der Grundverordnung anhält oder erneut auftritt, stützt sich auf einen Vergleich, bei dem ein rechnerisch ermittelter Normalwert auf Basis der Produktions- und Vertriebskosten, die die unverzerrten Preise oder Vergleichswerte in einem geeigneten repräsentativen Land (in diesem Fall möglicherweise Thailand) widerspiegeln, dem Ausfuhrpreis (auf der Stufe ab Werk) aus China beim Verkauf zur Ausfuhr in die Union gegenübergestellt wird. Aus diesem Vergleich ergeben sich für die betroffenen Länder erhebliche Dumpingspannen.

Im Falle Thailands stützt sich die Behauptung des erneuten Auftretens von Dumping auf einen Vergleich des Inlandspreises mit dem Preis (auf der Stufe ab Werk) der zu überprüfenden Ware bei der Ausfuhr in die Union.

Die Antragsteller behaupten, dass sich die Preise der eingeführten zu überprüfenden Ware aus den betroffenen Ländern unter anderem negativ auf die Preise des Wirtschaftszweigs der Union ausgewirkt und dadurch seine Gesamtergebnisse und seine finanzielle Lage sehr nachteilig beeinflusst haben. Die Einfuhren der zu überprüfenden Ware aus den betroffenen Ländern in die Union dürften im Falle eines Außerkrafttretens der Maßnahmen zunehmen, weil die Hersteller in den betroffenen Ländern über ungenutzte Produktionskapazitäten verfügten, der Unionsmarkt in Bezug auf Volumina und Preise attraktiv sei und es in anderen Drittländern Handelsschutzmaßnahmen gebe.

Die Beseitigung der Schädigung sei in erster Linie auf die bestehenden Antidumpingmaßnahmen zurückzuführen sei, obwohl die Einfuhren in absoluten Zahlen und gemessen am Marktanteil nach wie vor beträchtlich gewesen seien.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C 162/03 vom 8.5.2018 die Einleitung einer Auslaufüberprüfung der Antidumpingmaßnahmen für Einfuhren von gegossenen Rohrformstücken, Rohrverschlussstücken und Rohrverbindungsstücken mit Gewinde, aus verformbarem Gusseisen der Tarifnummer 7307 19 10 mit Ursprung in China und Thailand bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail:

Für Dumpingaspekte:

TRADE-R692-MALLEABLE-FITTINGS-DUMPING-CHINA@ec.europa.eu,

TRADE-R692-MALLEABLE-FITTINGS-DUMPING-THAILAND@ec.europa.eu,

Für Schädigungsaspekte:

TRADE-R692-MALLEABLE-FITTINGS-INJURY@ec.europa.eu)

Die Untersuchung ist seitens der Kommission innerhalb von 15 Monaten abzuschließen (August 2019). Während der Dauer der Untersuchung bleiben die bestehenden Antidumpingmaßnahmen weiter in Kraft.