th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Rostfreier Stabstahl aus Indien

EU leitet Auslaufüberprüfung ein

Gegen Einfuhren von Stabstahl aus nicht rostendem Stahl, Tarifnummer ex 7222, mit Ursprung in Indien bestehen endgültige Antisubventionsmaßnahmen, die fristgemäß zum 29.4.2016 ausgelaufen wären.

Nach Bekanntmachung dieses möglichen Außerkrafttretens der Maßnahmen ging Ende Jänner 2016 von EUROFER ein Antrag auf Auslaufüberprüfung, mit dem Ziel der Weitergeltung der Maßnahmen, bei der Europäischen Kommission ein.

 

Der Antragsteller gab an, dass Indien trotz bestehender Maßnahmen weiterhin bedeutende Mengen in die EU exportiert und noch immer von diversen Subventionen profitiert. Indische Exportpreise unterschreiten jene der Unionsindustrie um fast 20%. Darüber hinaus verfüge Indien über geschätzte Kapazitätsreserven von ca. 0,75 Mio. Tonnen, das sei mehr als das Doppelte des EU-Verbrauchs. Da der indische Markt diese Reserven nicht aufnehmen kann, sei zu befürchten, dass große Mengen dieser Ware bei Auslaufen der Maßnahmen in die EU gelangten.

 

Mit Bekanntmachung im Amtsblatt C 148 vom 27.4.2016 leitet die Europäische Kommission nun offiziell die beantragte Auslaufuntersuchung ein. Dieses Verfahren muss spätestens nach 15 Monaten nach Einleitung (das ist der 27.7.2017) entweder mit neuerlichen endgültigen Antisubventionszöllen oder mit einer Verfahrenseinstellung abgeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die bisherigen Antisubventionszölle weiter.

 

Firmen, die von diesem Verfahren (als Hersteller, Verwender, Importeur) betroffen sind, können sich auch direkt am Verfahren bei der Europäischen Kommission beteiligen; dafür hat man sich binnen 15 Tagen nach Veröffentlichung der Bekanntmachung zu melden (Europäische Kommission; Generaldirektion Handel, Direktion H, Büro CHAR 04/039, TRADE-R642-SSB-SUBSIDY@ec.europa.eu ); der dann von der Europäischen Kommission übersandte Fragebogen ist binnen 37 Tagen an diese zu retournieren.