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Solarglas mit Ursprung in Malaysia

EU leitet Antidumpingverfahren ein

Seit dem Jahr 2014 bestehen für Einfuhren von Solarglas der Tarifnummer ex 7007 19 80 mit Ursprung in China endgültige Antidumping- bzw. Antisubventionsmaßnahmen. Im Jahr 2015 wurden die Maßnahmen nach einer Absorbtionsuntersuchung erhöht. 

Anfang April 2018 ging nun von EU ProSun Glass im Namen zweier Solarglasherstellern ein Antrag auf Einleitung einer weiteren Antidumpinguntersuchung ein. Der Antrag betrifft Einfuhren von Solarglas aus Malaysia

Das Produkt in dieser Klage ist definiert als „Solarglas, das aus vorgespanntem Kalk-Natron-Flachglas mit einem Eisengehalt von weniger als 300 ppm, einer solaren Transmission von mehr als 88 % (gemessen beim Spektrum AM 1,5 300-2 500 nm), einer Wärmebeständigkeit bis 250 °C (gemessen nach EN 12150), einer Temperaturwechselbeständigkeit von Δ 150 K (gemessen nach EN 12150), einer mechanischen Stabilität von 90 N/mm 2 oder mehr (gemessen nach EN 1288-3) besteht und nicht dicker als 4,5mm ist.“

Die Behauptung, die Ausfuhren aus Malaysia seien gedumpt, stützt sich auf einen Vergleich des Inlandspreises mit dem Preis der zu untersuchenden Ware bei der Ausfuhr in die Union (auf der Stufe ab Werk). Aus diesem Vergleich ergeben sich für Malaysia erhebliche Dumpingspannen.

Der Antragsteller legte Informationen vor, wonach die Einfuhren aus Malaysia erheblich angestiegen seien. Die Menge und der Preis von Solarglas aus Malaysia wirken sich negativ auf die Gesamtergebnisse sowie die Finanz- und die Beschäftigungssituation der Unionsindustrie aus. Darüber hinaus verfüge Malaysia über Kapazitätsreserven.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C 174/09 vom 23.5.2018 die Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von Solarglas aus Malaysia bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail: trade-ad-solarglass-dumping@ec.europa.eu,

trade-ad-solarglass-injury@ec.europa.eu).

Die Untersuchung ist seitens der Union innerhalb von 15 Monaten (August2019) abzuschließen. Spätestens neun Monate nach Einleitung des Verfahrens können vorläufige Antidumpingzölle in Kraft gesetzt werden.