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Warmgewalzte Spundwanderzeugnisse aus Stahl mit Ursprung in China

EU leitet Antidumpingverfahren ein

Der Europäischen Kommission liegt ein Antrag von EUROFER auf Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von warmgewalzten Spundwanderzeugnissen aus Eisen oder Stahl der Tarifnummer ex 7301 10 00 mit Ursprung in China vor.  EUROFER brachte den Antrag im Namen von drei Unionsherstellern ein, die gemeinsam 100% der Unionsproduktion repräsentieren.

Gegenstand dieser Untersuchung sind warmgewalzte Spundwanderzeugnisse aus Stahl, definiert als Spundwanderzeugnisse aus Eisen oder Stahl, auch gelocht oder aus zusammengesetzten Elementen hergestellt, die aus warmgewalzten Wellblechen mit ineinandergreifenden Schlössern (Nut und Feder) bestehen, die eine durchgehende dichte Wand bilden können. Kaltgewalzte Spundwanderzeugnisse sind ausgenommen,

Die Hauptverwendung ist im Bereich von Marine-Anlagen, Hochwasserschutz, Parkhäusern, Brücken, Tunnel und im Allgemeinen bei der Konstruktion von Fundamenten zu finden. 

Die vom Antragsteller vorgelegten Informationen zeigen, dass sich die Menge und die Preise der Importe unter anderem negativ auf die Verkaufsmengen und die in Rechnung gestellten Preise des Wirtschaftszweigs der Union ausgewirkt und dadurch seine Gesamtleistung und seine finanzielle Lage sehr nachteilig beeinflusst haben. Ferner brachte der Antragsteller vor, dass die bereits bestehende Schädigung angesichts der erheblichen Zuwächse bei den gedumpten Einfuhren und der frei verfügbaren Kapazität in China weiter zunehmen dürfte.

Die Dumpingbehauptung des Antragstellers stützt sich nach Artikel 2 Absatz 6a der Grundverordnung („Neuen Berechnungsmethode“) auf einen Vergleich eines Normalwerts, der anhand von Herstell- und Verkaufskosten rechnerisch ermittelt wurde, die unverzerrte Preise oder Vergleichswerte in einem geeigneten repräsentativen Land widerspiegeln, mit dem Preis (auf der Stufe ab Werk) der zu untersuchenden Ware aus dem betroffenen Land bei der Ausfuhr in die Union. Aus diesem Vergleich ergeben sich für das betroffene Land erhebliche Dumpingspannen. Als geeignetes repräsentatives Drittland zieht die Europäische Kommission Südafrika in Erwägung.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C 177/05 vom 24.5.2018 die Einleitung eines Antidumpingverfahrens gegen Einfuhren von warmgewalzten Spundwanderzeugnissen aus Stahl mit Ursprung in China bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail: trade-ad647-hrssp-dumping@ec.europa.eu, trade-ad647-hrssp-injury@ec.europa.eu).

Die Untersuchung ist seitens der Union innerhalb von 15 Monaten (August2019) abzuschließen. Spätestens neun Monate nach Einleitung des Verfahrens können vorläufige Antidumpingzölle in Kraft gesetzt werden.