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Warmgewalzte Flacherzeugnisse mit Ursprung in Brasilien, Iran, Russland, der Ukraine und Serbien

EU verhängt endgültige Antidumpingmaßnahmen

Im Juli 2016 wurde auf Antrag von EUROFER ein Antidumpingverfahren gegen Einfuhren von warmgewalzten Flacherzeugnissen aus Eisen oder nicht legiertem oder anders legiertem Stahl (außer: rostfreiem Stahl) gerollt oder nicht gerollt (einschließlich zugeschnittene Produkte und „narrow strips“), nur warmgewalzt, weder plattiert noch überzogen, ausgenommen kornorientierter Siliciumelektrostahl, eingereiht unter den Tarifnummern 7208 10 00, 7208 25 00, 7208 26 00, 7208 27 00, 7208 36 00, 7208 37 00, 7208 38 00, 7208 39 00, 7208 40 00, 7208 52 10, 7208 52 99, 7208 53 10, 7208 53 90, 7208 54 00, 7211 13 00, 7211 14 00, 7211 19 00, ex 7225 19 10, 7225 30 90, 7225 40 12, ex 7225 40 60, 7225 40 90, 7226 19 10, 7226 91 91 und 7226 91 99 mit Ursprung in Brasilien, dem Iran, Russland, Serbien und der Ukraine eingeleitet.

Mit Wirkung vom 7.1.2017 ordnete die Europäische Kommission die zollamtliche Erfassung der Einfuhren aus Russland und Brasilien an.

Die betroffene Ware umfasst nicht 

  • Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl und kornorientiertem Silicium-Elektrostahl,
  • Erzeugnisse aus Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl,
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen, ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von mehr als 10 mm und einer Breite von 600 mm oder mehr, und
  • Erzeugnisse, nicht in Rollen, ohne Oberflächenmuster, mit einer Dicke von 4,75 mm oder mehr, aber nicht mehr als 10 mm, und einer Breite von 2 050 mm oder mehr.

Die Europäische Kommission kommt in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass sich die Lage der Unionsindustrie trotz konkreter Maßnahmen, die sie zur Effizienzsteigerung durch Kostensenkung und ein konsequentes Management der Produktionskosten ergriff, erheblich verschlechterte. Alle Schadensindikatoren zeigen einen negativen Trend. Die Unionsindustrie wurde durch die steigenden Mengen und der aggressiven Preisstrategie der ausführenden Hersteller aus den genannten Ländern stark beeinträchtigt. Die Kommission sieht den Zusammenhang zwischen den steigen Einfuhren aus den betroffenen Ländern und der Schädigung der Unionsindustrie als erwiesen an.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/1795, Amtsblatt L 258 vom 6.10.2017 die Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen für Einfuhren von warmgewalzten Flacherzeugnissen mit Ursprung in Brasilien, dem Iran, Russland und der Ukraine bekannt. Die Antidumpinguntersuchung betreffend Einfuhren aus Serbien wird aufgrund des geringen Importvolumens ohne Maßnahmen eingestellt.

Der Antidumpingzoll beträgt für die in Art 1 Abs 3 der zitierten Verordnung genannten Lieferanten Brasiliens, Russlands, des Irans und der Ukraine den jeweils angeführten Betrag in Euro pro Tonne Nettogewicht. Nur für nicht ausdrücklich genannte Lieferanten wurde der generelle Antidumpingzollsatz wie folgt festgesetzt: Brasilien 63 EUR/Tonne Nettogewicht, Iran 57,5 EUR/Tonne Nettogewicht, Russland 96,5 EUR/Tonne Nettogewicht, Ukraine 60,5 EUR/Tonne Nettogewicht.

Die zollamtliche Erfassung der Einfuhren aus Russland und Brasilien wird eingestellt. Die Antidumpingzölle werden nicht rückwirkend eingehoben.

Die Durchführungsverordnung 2017/1795 tritt mit 7.10.2017 in Kraft und gilt für die Dauer von 5 Jahren.