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Wolframcarbid aus China

EU verlängert Antidumpingmaßnahmen nach Auslaufüberprüfung

Gegen Einfuhren von Wolframcarbid, mit metallischem Pulver vermischtes Wolframcarbid und Mischwolframcarbid der Tarifnummern 2849 90 30 und ex 3824 30 00 mit Ursprung in China bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Im März 2016 wurde auf Antrag einiger EU-Hersteller eine Auslaufüberprüfung (mit dem Ziel der Weitergeltung der Maßnahmen) bei der Europäischen Kommission eingeleitet.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass China über erhebliche Kapazitätsreserven verfügt. Bei fehlenden Antidumpingmaßnahmen würden die Kapazitätsreserven in Verbindung mit den vorhandenen Rohstoffvorräten wahrscheinlich genutzt werden, um Ware für die Ausfuhr in die Union zu produzieren, da diese für die chinesischen ausführenden Hersteller ein attraktiver Markt ist. Es gibt außerdem keine Anzeichen dafür, dass die Nachfrage nach Wolframcarbid in anderen Drittländern steigen wird; dagegen wies der Unionsverbrauch eine steigende Tendenz auf und der Unionsmarkt war im Untersuchungszeitraum der Überprüfung nach Japan der größte Ausfuhrmarkt Chinas. Einfuhren aus China würden daher wahrscheinlich wieder in erheblichen Mengen auf den Unionsmarkt gelangen.

Wolfram ist in der Europäischen Union seit 2011 als kritisches Rohmaterial eingestuft. Es ist daher im Interesse der EU, die Produktion von Wolfram in der EU zu halten, Recycling zu fördern, um den Verbrauch von Primärrohstoffen zu reduzieren und die Importabhängigkeit zu senken.

Die Europäische Kommissionkommt zu dem Schluss, dass sich die finanzielle Lage des Wirtschaftszweigs der Union bei einer Aufhebung der Antidumpingzölle erheblich verschlechtern würde. Die Maßnahmen haben sich als wirksam erwiesen, um die Produktion von Wolframcarbid in der Union zu halten, da der Wirtschaftszweig der Union nicht in der Lage gewesen wäre, dem Druck großer Mengen an gedumpten Einfuhren von Wolframcarbid aus China, die auf dem Unionsmarkt unter dem Preisniveau des Wirtschaftszweigs der Union verkauft worden wären, standzuhalten.

Mit einer Verlängerung der Antidumpingmaßnahmen wird der Unionsindustrie die Möglichkeit geben, in neue Technologien für ihre Produktionsanlagen zu investieren, insbesondre im Recyclinggeschäft, um noch unabhängiger von China zu werden und somit besser der Knappheit neuer Rohstoffe am Markt begegnen zu können.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2017/942, Amtsblatt L 142 vom 2.6.2017 die Beibehaltung der Antidumpingmaßnahmen in unveränderter Höhe (33%) für weitere fünf Jahre bekannt.