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Wolframelektroden mit Ursprung in China

EU leitet Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen ein

Für Einfuhren von Wolframelektroden der Tarifnummern ex 8101 99 10 und ex 8515 90 mit Ursprung in China bestehen seit vielen Jahren endgültige Antidumpingmaßnahmen. 

Nach Bekanntmachung des bevorstehenden Außerkrafttretens der Maßnahmen (zum 5.6.2018) ging Ende Februar 2018 von zwei Unionsherstellern aus Österreich und Deutschland, die 100% der EU-Produktion repräsentieren, ein Antrag auf Einleitung einer Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen (mit dem Ziel der Weitergeltung dieser) bei der Europäischen Kommission ein. 

Der Antrag wurde damit begründet, dass beim Außerkrafttreten der Maßnahmen mit einem Anhalten des Dumpings und einem Anhalten oder erneuten Auftreten der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union zu rechnen sei. Die Antragsteller legten darüber hinaus Informationen vor, wonach die Einfuhren aus China sowohl mengenmäßig als auch gemessen am Marktanteil gestiegen seien. Das habe sich negativ auf die Preise der Unionsindustrie ausgewirkt und dadurch die Gesamtleistung sowie die Finanz- und Beschäftigungslage im Wirtschaftszweig der Union sehr nachteilig beeinflusst.

Sollten die bestehenden Maßnahmen auslaufen, wäre mit einem weiteren Anstieg der Einfuhren zu rechnen, da China über ungenutzte Produktionskapazitäten verfüge.

Die Antragsteller brachten weiters vor, es sei nicht angebracht, die Inlandspreise und -kosten des betroffenen Landes zu verwenden, da nennenswerte Verzerrungen im Sinne des Artikels 2 Absatz 6a Buchstabe b der Grundverordnung bestünden. Sie haben daher - in Übereinstimmung mit der „neuen Berechnungsmethode“ (Artikel 2 Abs 6a der Dumpinggrundverordnung) - den Normalwert, basierend auf unverzerrten Produktionskosten in einem geeigneten repräsentativen Drittland, konstruiert. Aus diesem Vergleich ergeben sich erhebliche Dumpingspannen.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Bekanntmachung 2018/C186/07 vom 31.5.2018 die Einleitung einer Auslaufüberprüfung der bestehenden Antidumpingmaßnahmen gegen Einfuhren von Wolframelektroden aus China bekannt.

Interessierte Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen möchten, müssen innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung Kontakt mit der Kommission aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen einen ausgefüllten Fragebogen retournieren (GD Handel, Direktion H, Büro: CHAR 04/039, B-1049 Brüssel, E-Mail:

TRADE-R685-TUNGSTEN-ELECTRODES-DUMPING@ec.europa.eu,

TRADE-R685-TUNGSTEN-ELECTRODES-INJURY@ec.europa.eu).

Die Untersuchung ist seitens der Europäischen Kommission innerhalb von 15 Monaten (September 2019) abzuschließen. Während der Dauer der Untersuchung bleiben die bestehenden Antidumpingmaßnahmen weiter in Kraft.