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Äthiopien: Branchenprofil Bau und Infrastruktur

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Äthiopien charakterisiert sich durch ein ausgeprägtes Defizit im Infrastrukturbereich. In Reaktion darauf fährt die äthiopische Regierung ein ambitioniertes Programm zur Expansion der Infrastruktur, sowohl in den Bereichen Transport, Energiegewinnung und Stromversorgung, Telekommunikation als auch bei Gesundheitsdienstleistungen und Wasserversorgung. Um das Defizit auszugleichen, sind umfassende Investitionen in der Höhe von jährlich 5,1 Mrd. USD, davon 3,3 Mrd. USD allein im Energiesektor notwendig. Dies entspricht etwa 40% des BIP. 

Konkurrenzsituation

Chinesische und auch türkische Bauunternehmen sind unter den großen Partnern der äthiopischen Regierung in der Umsetzung von Großprojekten. Im Bereich Wasserkraft ist vor allem das italienische Unternehmen Salini Impregilo hervorzustreichen, welches mit einer Vielzahl an Dammprojekten, unter anderem dem Grand Ethiopian Renaissance Dam, beauftragt wurde.

Laut der Ethiopian Investment Commission sind chinesische Unternehmen unter den ausländischen Investitionsprojekten unbestrittener Spitzenreiter, gefolgt von Indien und Türkei. Unter den europäischen Unternehmen sind die Niederlande am häufigsten an Investitionsprojekten in Äthiopien beteiligt. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Für die öffentliche Beschaffung ist die Public Procurement and Property Administration Agency (PPA) verantwortlich.  Sie wurde durch die Verordnung No. 649/2009 geschaffen und untersteht dem Ministerium für Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung (MoFED). MoFED hat im Dezember 2015 eine neue Direktive zur öffentlichen Beschaffung bei Bauprojekten veröffentlicht. 

Mit Unterstützung der Weltbank-Gruppe oder der Afrikanischen Entwicklungsbank wird einer Vielzahl großangelegter Bauprojekte für die nächsten Jahre ein weiterhin starkes Wachstum des Bausektors erwartet. In den nächsten 10 Jahren ist mit einem jährlichen Wachstum von über 10% in der Branche zu rechnen. Damit wäre Äthiopien in diesem Bereich das Land mit dem schnellsten Wachstum in Ostafrika. 

Auch dem Energiesektor wird in den nächsten Jahren hohes Wachstumspotential zugesagt, laut USAID 6-10% über die nächsten 5 Jahre. Die Weltbank hat für die Entwicklung des Energiesektors mehrere Millionen an Krediten zur Verfügung gestellt. Solarenergie, vor allem aus netzunabhängigen Anlagen (off-grid) wird als eine große Chance gehandelt, um Zugang zu Elektrizität für große Teile der ländlichen Bevölkerung zu ermöglichen. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Äthiopien ist eines der möglichen Empfängerländer für „soft loans“, sog. konzessionelle Kredite mit niedrigem Zinssatz, langer Kreditlaufzeit und tilgungsfreier Periode zur Verfügung, um die österreichische Exportwirtschaft  zu unterstützen.

Österreichische Unternehmen haben im Bereich der erneuerbaren Energie sowie beim Abfallmanagement gute Chancen, da Äthiopien sich im Rahmen diverser strategischen Grundlagenpapiere dem „grünen Wachstum“ verschrieben hat. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Bau und Infrastruktur? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Nairobi!