th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Aserbaidschan: Branchenprofil Agrarwirtschaft

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marksituation

Aserbaidschan ist klimatisch sehr begünstigt. Von elf weltweit vorkommenden Klimazonen sind in Aserbaidschan neun nachgewiesen. Die Fläche Aserbaidschans entspricht in etwa der Größe Österreichs, das allerdings nur 4 Klimazonen aufweist.  Aserbaidschan ist ein großer Hersteller von landwirtschaftlichen Produkten wie Gemüse, Früchten, Baumwolle, Getreide, Haselnüssen, Tabak und Tee. Von der rund 8,64 Mio. ha umfassenden Grundfläche Aserbaidschans werden laut dem aserbaidschanischen Landwirtschaftsministerium 4,74 Mio. (ca. 55 %) ha zu den Landwirtschaftsflächen gezählt. In Aserbaidschan ist im landwirtschaftlichem Bereich die Viehhaltung besser entwickelt als der Pflanzenanbau. Bei den landwirtschaftlichen Produkten handelt es sich bei 52,1 % um Viehhaltung, jedoch nur um 47,9 % im Pflanzenanbau.

Konkurrenzsituation

Es besteht ein hoher Bedarf an Technologie, Maschinen und Anlagen im Agrarbereich. Die aserbaidschanische Regierung hat in den letzten 2 Jahren ca. EUR 150 Mio. für Importe von Landwirtschaftsmaschinen investiert, rund 57 % davon waren für Maschinen zum Baumwollanbau. International anerkannte Landtechnikmarken wie Claas, John Deere, New Holland u.v.a. sind in Aserbaidschan mit einer Niederlassung oder einem Handelsvertreter präsent. Auf der Abnehmerseite für landwirtschaftliche Technologie und Technik spielen insbesondere die großen Agrarholdings des Landes eine wichtige Rolle, die im Gegensatz zu kleineren landwirtschaftlichen Betrieben über den Zugang zu Finanzierungen verfügen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Warenexporte nach Aserbaidschan unterliegen dem Außenzoll und Einfuhrbestimmungen. Je nach Produktkategorie (z.B. Landtechnik, Verarbeitungsanlagen, Veterinärpharma etc.) sind Zulassungs- und Zertifizierungserfordernisse zu prüfen. Beim Export von z.B. Zuchtrindern oder Saatgut sind Veterinärzeugnisse beizubringen bzw. phytosanitäre Bestimmungen einzuhalten und jeweils aktuelle Einfuhrbeschränkungen zu überprüfen.

Aufgrund staatlich gesetzter Förderungsmaßnahmen besteht ein steigender Trend, Lebendrinder für die Viehzucht anzukaufen. Dementsprechend nimmt auch der Bedarf an Futtermitteln zu. Weiterhin wird insbesondere Soja und Mais zur Futterherstellung importiert. Der Großteil der Investitionen in die Landwirtschaft wird wie erwähnt von großen, einheimischen Agrarholdings durchgeführt. Die Agrarholdings verfügen oftmals über guten Zugang zu Investitionskapital, da diese Unternehmen attraktiv für ausländische Investoren sein können.

Chancen für österreichische Unternehmen

Die aserbaidschanische Landwirtschaft ist noch sehr ausbaufähig. Neben modernen Bearbeitungstechniken und Expertisen fehlen entsprechende Hochleistungstiere, Futter- und Düngemittel aber auch Kühlhäuser und verarbeitende Betriebe wie Molkereien, Schlächtereien usw. Eine Vielzahl von Böden ist noch aus sowjetischer Zeit verunreinigt. Eine Zusammenarbeit im schulischen, universitären und außeruniversitären Lehr- und Forschungsbereich wird von Seiten Aserbaidschans angestrebt. Die Biozertifizierung fehlt im Land. Die österreichische Erfahrung in diesem Bereich kann nützlich sein.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Agrarwirtschaft? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Istanbul und bestellen Sie das neue Branchenprofil „Aserbaidschan: Agrarwirtschaft“.