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Ausbau der Stromversorgung in Niger und im westlichen Afrika

Überregionale Kooperation

Der nigrische Staatspräsident Mohamed Bazoum setzt seine Wahlversprechen um, in dem er weitere Anstrengungen in Bezug auf die Stromversorgung seines Landes setzt. Im ersten Jahr seiner Amtszeit wurden eine Reihe von bedeutenden Investitionen in Niger beschlossen und teilweise auch schon in Angriff genommen:

So wurden 2022 mehrere Projekte im Bereich des Ausbaus von Starkstromleitungen gesetzt, wie das Projekt des West African Power Pools zeigt, das die Länder Nigeria, Niger, Burkina Faso, Benin und Togo mit Starkstromleitungen verbindet, die auch einen Stromaustausch ermöglichen werden. Dieses Projekt wird von der AfEB, der Weltbank, der EU und Frankreich mit EUR 425 Mio. ko-finanziert.

Wie nun dieses elektrische Verbindungsprojekt North Dorsal mit seiner  330 kV für Niger zeigt wurden die ersten Arbeiten dafür in Gorou Banda in den Vororten von Niamey bereits aufgenommen. Dieses Projekt wird auch den Stromhandel in der Subregion erleichtern und der Bevölkerung von 432 nigrischen Dörfern, die entlang der Übertragungsleitung gelegen sind, Zugang zu Elektrizität verschaffen. 95% der ländlichen Dörfer sind in Niger bisher nicht an das öffentliche Stromnetz angebunden und so wird diese Investition einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung des Landes ermöglichen.

Die nigrische Regierung setzt jedoch auch auf die Entwicklung nachhaltiger Energieprojekte zur Stromgewinnung und so ist das Projekt zum Bau eines Windparks mit einer Kapazität von 250 MW in der Gegend von Tarka ein Leuchtturmprojekt, das in der Region Tahoua und Zinder im Süden des Landes umgesetzt werden soll.

So hat der nigrische Minister für Erdöl, Energie und erneuerbare Energien M. Sani Mahamadou am 28. März 2022 in London mit dem britischen Unternehmen Savannah Energy PLc eine Absichtserklärung zum Bau des ersten Windparks in Niger mit 60 Windturbinen unterzeichnet. Dieses Projekt wird die Stromproduktion des Landes für 100 Dörfer erheblich verbessern und 30.000 Haushalte könnten somit an eine stabile Stromquelle angeschlossen werden. Ja es soll sogar der Stromexport in die Nachbarländer ermöglicht werden, wovon primär der Norden Nigerias profitieren wird.

Die Stromversorgung ländlicher Regionen ist der erste Schritt um dort auch eine gewerblich, industrielle Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Diese beiden Beispiele zeigen, wie wichtig die Kofinanzierung multilateraler Entwicklungsbanken und auch internationaler Investmentfonds für solche Projektvorhaben ist! Österreichische Firmen sind eingeladen, sich auch verstärkt um Kontakte zu diesen Finanzinstitutionen zu kümmern, um dort auch als mögliche Problemlöser und Konsulenten gelistet zu sein.