th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Australien: Große Höhen und kleine Tiefen in der Bauwirtschaft

Vorhersagen zeigen stark sektorielle Entwicklung

Boom und Bust prägen den australischen Bausektor. Während im Infrastrukturbereich, im Industriebau und bei Einfamilienhäusern die Firmen mit der Nachfrage kaum Schritt halten können, leiden andere Bereiche (Büro- und Mehrgeschossbau) unter den COVID-Auswirkungen. Sehr niedrige Zinsen und Förderungen beleben die Baukonjunktur, massive Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei den Baumaterialien wirken sich aber zunehmend dämpfend aus. Besonders in den Bereichen Stahl, Holz und Logistik entstehen dadurch stark steigende Kosten, wobei sich dieser Trend auch in den kommenden 12 Monaten fortsetzen wird.

Die aktuelle Prognose des Australian Construction Industry Forum (ACIF) sieht für das Restjahr 2021 und 2022 folgende Entwicklungen: 

  • Die australische Bauwirtschaft wird im laufenden Jahr um 2,7 % wachsen, 2022 wird ein leicht abgeschwächtes Wachstum von 2,0% erwartet.
  • Die Wachstumstreiber sind und bleiben die Infrastrukturausgaben der öffentlichen Hand, wobei diese als Bestandteil der wirtschaftspolitischen Reaktion auf die Covid-Krise noch beschleunigt und erhöht wurden und sich nun auf rund AUD 40 Mrd. pro Jahr belaufen.
  • In der Privatwirtschaft sind es insbesondere Investitionen in Logistikinfrastruktur in Folge des Onlinebooms und gewerbliche und Industriegebäude, die die Konjunktur beleben.
  • Demgegenüber steht ein 10 %iger Rückgang der Bautätigkeit in den Sektoren Hotelindustrie, Tourismuswirtschaft, Unterhaltung und Büros. Neubauten sogenannter Flagship-Büros wie beispielsweise der neuen Australien-Headquarters von Atlassian, Salesforce und Deloitte werden allerdings weiter betrieben.
  • Die Nachfrage im privaten Hausbau wird von den niedrigen Zinsen, staatlichen Förderungen und einer galopierenden Entwicklung der Immobilienpreise getrieben, wobei das Wachstum der Bauleistung im heurigen Jahr 20% ausmachen soll. Die Prognosen für das kommende und das darauffolgende Jahr sind hier deutlich niedriger, allerdings wird mit keinem Einbruch gerechnet.
  • Investitionen in Wohngebäude werden derzeit zurückgestellt, die Mieten in diesem Bereich sind teilweise rückläufig.