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Bahrains Hoffnungen beruhen auf Öl- und Gasfeldentdeckung

Zukunftsweisende Projekte für das Energiesystem

Im Frühling gab Bahrain den Fund eines 80 Milliarden Barrel Ölfelds bekannt. Der damit größte Fund seit den 1930ern stieß bei Analytikern jedoch auf zurückhaltenden Optimismus. Aufgrund der Beschaffenheit des Ölfelds könnte sich das Projekt als technisch herausfordernd und sehr kostspielig erweisen. Es setzt sich aus einem konventionellem Feld und ölhaltigem Schieferstein zusammen.

Bahrains Ölminister Sheikh Mohammed bin Khalifa al-Khalifa erwartet jedoch keine großen Herausforderungen. Da sich das Ölfeld unter seichtem Wasser befindet, sollte es für erfahrene Unternehmen keine Probleme geben. Bis Ende des Jahres sollen zwei bis vier Probebohrungen unternommen werden. Danach soll es Gewissheit über die Beschaffenheit des Fundes geben. Es ist wahrscheinlich, dass das Ölfeld zum Großteil aus Schieferstein besteht. Deshalb möchte der Ölminister vor allem Unternehmen aus dem amerikanischen Schiefersektor für das Projekt gewinnen. 

Bahrain leidet seit 2014 aufgrund alternder Felder und Produktionsanlagen unter Rückgängen der Energieausbeute. Der Ölpreisverfall wirkt sich bis heute auf das Staatseinkommen aus. Der seit Jahresmitte steigende Ölpreis macht auch teure Schiefersteinausbeute wieder rentabel. Bis 2020 soll die Ölproduktion wieder auf 100.000 Barrel pro Tag steigern. Mit der derzeitigen Produktion von 43.000 Barrel pro Tag liegt man weit hinter anderen Golfstaaten zurück. Zu den Interessenten zählen derzeit größtenteils chinesische Unternehmen, aber auch die italienische ENI. 

Zur gleichen Zeit wie das Ölfeld wurde auch ein Gasfeld entdeckt. Sollte sich dieses als Gewinn bringend herausstellen, könnte Bahrain zu einem bedeutenden Gaslieferanten aufsteigen.  

Um die Energieabhängigkeit zu reduzieren plant Bahrain bis Ende des Jahres aber auch die Fertigstellung eines Flüssigerdgastankers mit Regasifizierungs-Terminal. Damit wäre Flüssiggasversorgung auch aus den USA oder Australien zusätzlich zu den bereits bestehenden Pipelines aus Kuwait und Saudi-Arabien möglich.