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Branchenprofil Finnland: Digitalisierung der Baubranche

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branchen- und Marktsituation

Der Bausektor ist nach einigen wirtschaftlich schlechten Jahren momentan ein Motor der finnischen Wirtschaft. Laut einem aktuuellen Bericht liegt die Wachstumsprognose für 2017 bei 1-3 Prozent und  30.000-32.000 neuen Wohnungen. Regional betrachtet, liegt der Schwerpunkt beim Bauen in Helsinki und Umgebung sowie in Tampere. Finnland erlebt aktuell einen starken Zuzug in wenige urbane Zentren..  

Digitalisierung ist ein aktuelles Thema in der Immobilien- und Baubranche in Finnland. Um die Veränderung der Branche anzukurbeln, haben das Umweltministerium und das Immobilien- und Bauforum (Kirafoorumi)  2016 das Projekt KIRA-digi (Digitalisierungsprojekt des urbanen Raumes und des Bauens) als Teil der Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen ins Leben gerufen. 

Das Ziel ist, öffentliche Informationen im Bereich der Stadtplanung und des Bauens für jeden zur Verfügung zu stellen. Smarte Systeme und einheitliche Prozesse sollen entwickelt werden.  Zusätzlich werden sämtliche Experimentvorhaben in die Wege geleitet, um neue Innovationen und Geschäftstätigkeiten zu erzielen. Die Gesetzgebung soll so entwickelt werden, dass sie die Digitalisierung der Branche unterstützt.  

Im Digitalisierungszeitalter sollten die Planungs- und Bauunternehmen mehr kooperieren, um die Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können. Die großen Bauunternehmen in benutzen BIM (Building Information Modeling), um große Bauprojekte zu planen und umzusetzen. Das Bauunternehmen NCC ist führend im Bereich Digitalisierung der Bauindustrie in den nordischen Ländern und in Zusammenarbeit mit der Universität Stanford schult das Unternehmen VDC (Virtual Design and Construction)-Experten, die bei großen Bauprojekten innerhalb der nordischen Ländern tätig sind.  

Das Kooperationsforum „buildingSMART Finland (bSF)“ zielt auf Verbreitung von Informationen über BIM. Die Infrastructure Business Group (InfraBIM) ist zuständig für die Entwicklung der Benutzung von Infrastrukturinformationssimulation in Finnland. Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 alle Planungs- und Produktionsprozesse im Infrastrukturbereich digitalisiert werden. 

Außerdem spielt Finnland eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von CityGML (City Geographic Markup Language), einem europaweiten Standard für die Darstellung, Speicherung und Informationsübermittlung von 3D-Stadtmodellen 

Das Projekt „Smart Buildings“ an der Aalto-Universität befasst sich mit offenen Schnittstellen der IoT.  Ferner sind Hackathons in Finnland sehr beliebt geworden. Es gibt bereits Unternehmen, die als professionelle Veranstalter von Hackathons auftreten – auch schon in Österreich.  

Chancen für österreichische Unternehmen 

In Zukunft wird die Bauindustrie mehr Richtung Dienstleistungsgeschäft und Führung von Netzwerken gehen. Sogenannte „network orchestrators“ interagieren und teilen Informationen, um den Entwicklungsprozess zu fördern. Hier könnte eine Chance für österreichische Vorreiterunternehmen im Baubereich liegen, Teil des Netzwerks zu werden. Nötig sind passende Kontakte, Interesse und Vorzeigeprojekte, die von anderen im Netzwerk stehenden Personen empfohlen werden.  

Eine Einstiegsoption bietet das staatlich-geförderte KIRA-digi Projekt. Es steht Unternehmen mit Ideen und Kooperationsbereitschaft offen, um neue digitale Lösungen für die Bauindustrie zu entwickeln. Es werden noch vier weitere Finanzierungsrunden für die Jahre 2017-2018 erfolgen.  

Die finnischen Unternehmen sehen Fallstudien innerhalb Finnlands oder im Ausland als nützliche Methode, die Entwicklung der Digitalisierung voranzutreiben. Außerdem steht es im Interesse der Unternehmen, im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten mit anderen Firmen die eigene Geschäftstätigkeit in Richtung Digitalisierung zu entwickeln.  

Auch in der Cyber-Sicherheit liegen künftige Geschäftschancen, da dieser Bereich immer mehr Bedeutung gewinnt.  

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