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Branchenprofil Nahrungsmittel/Softdrinks Italien

Entwicklung in Italien und Chancen für österreichische Unternehmen

Branche und Marktsituation 

Die Agrar- und Nahrungsmittelbranche zählt mit 240 Mrd. Euro, das entspricht einem Anteil von 11 % am gesamten nationalen BIP, zu den Schlüsselsektoren der italienischen Wirtschaft. Italiens Familien gaben 2019 circa 18% ihres Einkommens für Nahrungsmittel und Getränke aus und liegen damit um ein Drittel über dem EU-Durchschnitt von 12%. Während des Coronavirus-Ausbruchs im ersten Halbjahr 2020 war der Lebensmittel- und Getränkebereich einer der am wenigsten betroffenen Wirtschaftssektoren Italiens. Nach Zuwächsen von +3,1% zeigte sich ab der zweiten Jahreshälfte eine kontinuierlich stabile Entwicklung. Auch die Exportzahlen entwickelten sich erfreulich und siegen in den ersten 7 Monaten um 3,5% an.   

Branchenfokus: Wein 

Ein Zehntel des Gesamtumsatzes im Nahrungsmittel- und Getränkesektor entfällt auf die auch international führende italienische Weinindustrie. Das Land ist mit 47,9 Mio. Hl. (2019) der größte Weinproduzent und zweitgrößte Weinexporteur weltweit. Auch im Weinkonsum zählt Italien zu den Top 3 Ländern mit dem höchsten pro Kopf-Wert (37,4 Liter/Jahr). Der Trend geht dabei zu leicht mischbaren und biologischen Weinen, die im „bel paese“ immer mehr an Beliebtheit gewinnen.      

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen 

Die Vorschriften betreffend Herstellung und Etikettierung von Lebensmitteln sind innerhalb der EU grundsätzlich harmonisiert. So wird auch in Italien zwischen verpflichtenden und freiwilligen Angaben unterschieden. Darüber hinaus ist auch auf die länderspezifischen zusätzlichen Registrierungs- bzw. Notifizierungspflichten bei beispielsweise Lebensmittel tierischen Ursprungs oder bei Nahrungsergänzungsmittel zu achten.  

In den letzten Jahren hat sich ein auf neuen Werten basiertes Kaufverhalten im italienischen Konsum entwickelt. Die mediterrane Ernährung bleibt die Basis der Eßgewohnheiten, wobei Aspekte wie Gesundheit, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Während der Coronakrise hat sich dieses Bewußtsein deutlich verstärkt, eine vermehrte Entscheidung für vegetarische/vegane/flexitarische Ernährung sowie die steigende Nachfrage nach biologischen Produkten unterstreichen diesen Qualitätstrend.    

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichs Außenhandel mit Italien entwickelte sich in Bezug auf die Lebensmittelbranche positiv: im ersten Halbjahr 2020 exportierte Österreich um 6,48% mehr als im Vergleichzeitraum 2019, umgekehrt blieben Italiens Lebensmittelexporte nach Österreich mit 0,28% stabil. Für österreichische Unternehmen erweist sich ein Markteinstieg über die angrenzenden nördlichen Regionen Italiens als zielführend, da dort u.a. ähnliche Konsumgewohnheiten wie im Heimatland herrschen. Besonders qualitativ hochwertige Produkte und Angebote, welche auf die neuen Bedürfnisse der anspruchsvollen italienischen Konsumenten eingehen, empfehlen sich für den Export nach Italien. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Agrar- und Lebensmittelbranche in Italien?

Kontaktieren Sie das Außenwirtschaftsbüro Padua und holen Sie sich das aktuelle Branchenprofil Nahrungmittel und Softdrinks, um mehr über diese Branche zu erfahren!

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