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Chicago entwickelt sich zum HUB für neue Technologien und Startup Unternehmen

Innovationsnetzwerke in der „Windy City“

Wer hatte sie noch nicht, die „Millionen - Idee“. Eine bahnbrechende Innovation, ein unverzichtbares Service oder ein Produkt, bei dem wir nicht verstehen können, wie die Welt bisher ohne ausgekommen ist. Die Umstände, die diesen Geistesblitzen zugrunde liegen, sind sehr unterschiedlich und reichen von einer einfachen Abwandlung eines bereits bestehenden Produkts bis hin zu einer Innovation, die die Lösung zu einer globalen Problemstellung werden kann. Eine Idee für ein Unternehmen zu entwickeln, ist eine Sache, aber es ist eine ganz andere, diese Idee von der Theorie in die Praxis umzusetzen. Speziell bei Innovationen im Wissenschafts- und Technologiebereich, jenen die der zweiten Kategorie von „Geistesblitzen“ zuzuweisen sind, sind die Einstiegshürden oftmals extrem hoch und sie scheitern bereits im Ansatz. Die Gründe dafür können finanzieller oder technischer Natur sein aber auch einfach auf das fehlende Netzwerk und Kontakte zurückzuführen sein. Laut einer Studie des Forbes Magazine schaffen 90% aller Startups den Sprung von der Idee zur Umsetzung nicht – das sind die harten Zahlen. Trotzdem vergeht kein Tag, an dem wir in den AußenwirtschaftsCentern nicht mit aufstrebenden und motivierten Unternehmen in Kontakt sind, die sich diesen Hürden stellen wollen.

Noch vor ein paar Jahren hatte Chicago den neuen Tech-Unternehmern nicht viel zu bieten. In der Tat redete niemand über die Tech-Szene der „Windy City“ –  ganz im Gegenteil - die Stadt wurde von einflussreichen Venture Capital Unternehmen als „Fly-By City“ bezeichnet. Im März 2017 wurde Chicago im Rahmen einer Umfrage von KPMG zu einer der Top 10 Innovation Hubs weltweit ausgezeichnet. Dieser rasante Aufstieg ist auf ein mittlerweile sehr gut ausgebautes Innovationsnetzwerk und das damit angefachte Interesse von finanziellen Geldgebern zurückzuführen. Allein im Jahr 2017 wurden ca. 1,4 Mrd. Euro an Förderungsgeldern für neue Unternehmen in Chicago aufgestellt. Abgesehen vom finanziellen Netzwerk sind natürlich die lokalen Inkubatoren und Startup-Förderungsinitiativen von enormer Bedeutung. Hier gibt es die unterschiedlichsten Formate – von den typischen Inkubatoren wie Bunker Labs oder Elmspring bis hin zu sogenannten „Co-Working Spaces“ wie 1871 oder Techstars Chicago. Besonders interessant für österreichische Startups ist auch der internationale Inkubator Sente Link.

Nicht nur private Organisationen, sondern auch öffentliche Forschungseinrichtungen wie das Argonne National Lab (ANL) folgen diesem Trend und erweitern die bestehenden Förderungsangebote. Die Chain Reaction Innovations – CRI Initiative ist ein 2-jähriges Programm für innovative Technologieunternehmen in den Bereichen Energie und Wissenschaft und wird vom Advanced Manufacturing Office (AMO) des US Department of Energy mit 3 Mio. USD und weiteren 1,2 Mio. USD des Argonne National Lab finanziert.

Das Ziel dieser Initiative ist es, vielversprechenden Innovationen den Weg von der Konzeptphase bis zur Marktreife zu ermöglichen. Jedes Jahr gehen unzählige Bewerbungen ein und 4-6 Teams werden letztlich von einer Kommission für die begehrten Plätze ausgewählt. Abgesehen von den finanziellen Mitteln können die Teilnehmer zum einen auf die Forschungseinrichtungen des ANL zugreifen aber auch von der Unterstützung, Beratung und Zusammenarbeit mit den ansässigen Wissenschaftlern profitieren. Damit die so entstandenen und perfektionierten Innovationen auch für potenzielle Investoren attraktiv sind, unterstützt man die Teilnehmer zusätzlich bei der Erstellung einer soliden Business Strategie und der damit verbundenen Marktrecherche.

Die CRI Initiative befindet sich zurzeit in der Bewerbungsphase für die dritte Gruppe und gleichzeitig werden die Finalisten für die zweite Gruppe ausgewählt. Das AußenwirtschaftsCenter Chicago durfte bei der letzten Runde des Eliminationsprozesses dabei. In 20-Minütigen Sessions wurden Unternehmen in den Bereichen Electronics & Energy Conversion, Advanced Manufacturing und Energy Storage vorgestellt und durch eine Jury beurteilt. Die Innovationen mit dem größten Potenzial werden ausgewählt und können den nächsten Schritt hin zu einem erfolgreichen Startup-Unternehmen setzen. Leider haben zu diesem Programm zurzeit nur US-Staatsbürger und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis Zugang. Details zu den Unternehmen der ersten Kohorte finden Sie hier. Österreichische Startups, die den Sprung auf den US Markt wagen, können beim AußenwirtschaftsCenter Chicago gerne weitere Informationen zu lokalen Inkubatoren und Förderungsinitiativen anfragen.

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