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Chile: Branchenprofil Erneuerbare Energien

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Die Tatsache, dass Chile selbst über wenig fossile Energieträger verfügt und daher zu einem Großteil auf Importe von Erdöl, Erdgas und Kohle angewiesen ist, macht die Verwendung erneuerbarer Energien besonders interessant. Zusätzlich verfügt das Land aufgrund seiner Geographie über eine optimale Ausgangsposition verschiedenste Formen erneuerbarer Energien zu nutzen. Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Ländern liegt in der Tatsache, dass so gut wie alle derzeit bekannten Technologien zur Erzeugung umweltfreundlicher Energien in Chile nutzbar sind.

Konkurrenzsituation 

Der Markt der Stromerzeugung ist durch die dominierende Stellung einiger weniger Konzerne geprägt, unter denen sich auch viele internationale Unternehmen finden. Im Jahr 2017 gehörten drei Unternehmen 50 % der vorhandenen Kraftwerkskapazität im zentralen Verbundnetz: Enel Gereración Chile, Colbún und AES Gener. Ein ähnliches Bild zeigt sich im nördlichen Verbundnetz: die dominierenden Unternehmen sind hier Engie, AES Gener und Endesa. Trotz der hohen Marktanteile der großen Firmen, haben es in den letzten Jahren immer mehr Unternehmen geschafft, in den Markt einzutreten. Auch die Stromverteilung wird von wenigen Firmen dominiert (Enersis, PP&L, Sempra), das gleiche gilt für die Stromübertragung (etwa Transelec im SIC-Netz).

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen

Der chilenische Energiesektor ist – sinnbildlich für die gesamte Wirtschaftspolitik des Landes – gänzlich privatisiert. Dies betrifft sowohl die Stromerzeugung, aber auch die -übertragung und –verteilung. Der chilenische Staat übernimmt allerdings Aufsichts- und Kontrollfunktionen. Bereits im Jahr 2008 wurde mit dem Gesetz zur Förderung nicht-konventioneller erneuerbarer Energien („Ley de Fomento a las Energías Renovables No Convencionales“) ein wichtiger Schritt gesetzt, welcher chilenische Stromerzeuger seit 2010 verpflichtet mind. 5 % ihrer Energie durch erneuerbare Energiequellen zu erzeugen. Seit 2015 nimmt der gesetzlich vorgeschriebene Anteil jährlich um 0,5 % zu, sodass im Jahr 2024 eine Rate von 10 % erreicht werden wird.

Das chilenische Energieministerium hat für 2035 sowie 2050 ambitionierte Ziele im Energiebereich festgelegt. So soll im Jahr 2035 60 % der nationalen Stromproduktion aus erneuerbaren Energien kommen und im Jahr 2050 soll der Anteil bei 70 % liegen. Die bekannten Formen erneuerbarer Energien ent­wickeln sich in Chile, je nach geographischer Ausgangslage, in verschiedenen Regionen und in unter­schiedlicher Geschwindigkeit. Kleinkraftwerke im Bereich Wasser sind in Chile eine äußerst vielver­sprech­ende Energiequelle. Die geographischen Bedingungen für den Bau von Kleinwasser­kraftwerken sind insbesondere im Kleinen Süden, also in der Región de los Ríos und der Región de los Lagos hervorragend.  Im Norden Chiles wird in letzter Zeit besonders intensiv auf Solarenergie gesetzt. Diese Energiequelle wird entweder in Form von Photovoltaik- oder Wärmekraftanlagen genutzt. Seit einigen Jahren ist auch die Windenergie im Vormarsch. Besonders an der Küste in der Region Coquimbo, etwa 500 km nördlich von Santiago, begünstigen die klimatischen Bedingungen die Errichtung äolischer Kraftwerke.

Chancen für österreichische Unternehmen

Die große Summe an in Umsetzung befindlichen Kraftwerks- und Stromtransportprojekten bedeuten für österreichische Firmen zahlreiche Zulieferchancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Neben dem gesamten Bereich des Baus von Energieerzeugungskapazitäten ergeben sich auch gute Chancen für Dienstleistungsexporte. Aufgrund des stetig wachsenden Energieverbrauchs in Chile eröffnen sich auch Investitionschancen bei erneuerbarer Energieprojekten. 

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