th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Chile: Branchenprofil Holz und Papier

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Der chilenische Fortwirtschaftssektor ist für etwa 3 % des chilenischen BIPs verantwortlich und beschäftigt aktiv rund 118.000 Arbeitskräfte. Im vergangen Jahr 2015 erzielte Chile ein beachtliches Exportvolumen an Forstprodukten im Wert von USD 5,4 Milliarden. Der jährliche Holzkonsum ist über die letzten Jahre stetig angestiegen, wobei die zwei bedeutsamsten Holzarten die Kiefernart „Pinus Radiata“ und Eukalyptus sind. Chile ist am globalen Markt eines der führenden Länder in der Herstellung und Ausfuhr von Zellulose und Holz; vor allem für das Hauptabnehmerland China.

Konkurrenzsituation

Die Forstwirtschaftsindustrie in Chile ist oligopolistisch strukturiert: sie wird hauptsächlich von den drei Konzernen Arauco-Holding, CMPC-Holding und der Masisa-Gruppe dominiert. Klein- und mittelständische Betriebe machen in dieser Branche nur rund 9 % der gesamten forstwirtschaftlichen Produktion aus und sind vorwiegend am nationalen Markt tätig. Die führenden Konzerne sind hingegen nicht nur in Chile, sondern in einer Reihe anderer südamerikanischer Länder vertreten. Außerdem ist ein sehr hoher Grad an vertikaler Integration dieser Großkonzerne vorherrschend.

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen

Die zwei wichtigsten Gesetze in Chile in diesem Sektor sind das Forstgesetz sowie das Gesetz zur Förderung des Waldes. Diese gelten als Regelwerk für die Abholzung sowie und auch zum Schutz von Waldbeständen. Des Weiteren wurde das Gesetz zur Wiederherstellung des Naturwaldes und zur forstwirtschaftlichen Entwicklung verabschiedet, welches den Fokus auf Nachhaltigkeit und Aufforstung von abgeholzten Wäldern legt.

In Chile ist ein verstärkter Trend in Richtung Nachhaltigkeit zu erkennen, da es im Laufe der letzten Jahre mehr Neupflanzungen als Abholzungen gab. Außerdem gibt es die Kampagne „1-Baum- 1 Einwohner“, die zum Ziel hat bis 2018 einige Millionen Bäume zu pflanzen. Weiters gewinnen Faser- und Kunststoffplatten sowie auch MDF-Platten immer mehr an Bedeutung in der Produktionspalette der Unternehmen. Holzchips sind vor allem für den Export nach Asien ein äußerst wichtiges Produkt, welches sich immer mehr am Markt etabliert. Chile zählt weltweit zu den führenden Produzenten und Exporteuren von Holzchips. Bei den großen Konzernen der chilenischen Forstwirtschaftsindustrie ist auch eine starke Tendenz zur Erbauung eigener Kraftwerke, beispielsweise Gas, Biomasse oder Wasserkraft, für die Produktion bemerkbar.

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Unternehmen bietet der chilenische Forstwirtschaftssektor lukrative Möglichkeiten im Export für qualitativ hochwertige Maschinen für die Forstindustrie. Auch Consulting im Bereich Umweltschutz sowie der Bearbeitung und Verarbeitung von Holz sind gefragt. Es werden außerdem zahlreiche Fertigprodukte wie Parkettböden, Leisten, MDF-Platten, Holzschalungen nach Chile exportiert. Österreich verfügt momentan über einen Marktanteil von 1,68 % und belegt somit den 12. Platz im Ranking der wichtigsten Herkunftsländer für den Import von Holzbearbeitungsmaschinen. Aber auch in der chilenischen Zellulose- und Papiererzeugung bietet sich für österreichische Firmen ein weites Betätigungsfeld.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Holz und Papier?

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Santiago!

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.