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China setzt bei E-Autos auf austauschbare Batterien

Vorstoß schafft neue Impulse für die Elektromobilität

Seit Jahren treibt China die Entwicklung seiner heimischen Elektromobilität sukzessiv voran. Nachdem man in der Batterietechnologie bereits Marktführer wurde, möchte China nun mit einem weiteren Vorstoß in der Elektromobilität neue Akzente setzen: dem Austausch von Batterien. Das Konzept der „Wechselstationen“ steht im Kontrast zu den im Westen vorherrschenden Ladestationen, bei denen Nutzer oft eine halbe Stunde oder länger warten müssen bis ihr E-Auto „vollgetankt“ ist. Bei Wechselstationen, die nicht mehr Platz einnehmen als ein herkömmlicher Frachtcontainer, dauert der vollautomatisch durchgeführte Batteriewechsel bei kompatiblen Fahrzeugen hingegen nicht länger als 5 Minuten – vergleichbar mit der Dauer eines Tankvorgangs bei einer herkömmlichen Tankstelle.

Natürlich hat sich in den letzten Jahren auch in China das Konzept von Ladestation für E-Autos durchgesetzt. Doch um das Wachstum der Elektromobilität zu unterstützen, fördert das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) nun auch Pilotprojekte zum Testen des Batteriewechsel-Konzepts. Dazu deklarierte das MIIT Ende 2021 elf chinesische Städte als Testgebiete für das Pilotprojekt. Dort soll in den nächsten Monaten die Massentauglichkeit von Wechselstationen mit E-Taxis und anderen gewerblichen Fahrdiensten erprobt werden.

Im Juni 2022 gab es in ganz China lediglich etwas mehr als als 1.500 solcher Wechselstationen – dieser Bestand soll bis Ende des Jahres auf über 2.000 Stationen anwachsen. Darüber hinaus haben verschiedene heimische Unternehmen angekündigt bis 2025 weitere 24.000 Wechselstationen in ganz China errichten zu wollen. Denn das Konzept des Batteriewechsels wurde nichtzuletzt bereits vor einigen Jahren von heimischen Automarken wie Geely und NIO oder dem Batteriehersteller CATL angestoßen, die sich früh auf die unkonventionelle Technologie fokusierten und sich nun einen Wettbewerbsvorteil erhoffen.

Das Konzept ebnet involvierten Unternehmen auch den Weg zu neuen Geschäftsmodellen. So könnten auswechselbare Batterien in E-Autos im Sinne der Shared-Economy künftig getrennt vom jeweiligen Auto vertrieben werden. Ebenso ist ein Abomodell im Sinne der Subcription-Economy denkbar, wobei Nutzer ihre Autobatterien lediglich vom Hersteller leasen, welcher im Gegenzug für eine jährliche Gebühr einen Rundum-Service (z.B. Wartung, beliebig häufige Batteriewechsel etc.) garantiert. Auch aus Gründen des Umweltschutzes und dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen stellt das Batteriewechselkonzept eine interessante Alternative zu den etablierten Ladestationen dar. Ausländische Unternehmen sollten daher Chinas Entwicklungen der Battteriewechseltechnologie genau im Auge behalten und sich auf neue Herausforderungen einstellen.

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