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Chinas 14. Fünfjahresplan: Innovation und Technologie als Entwicklungsmotor

F&E-Ausgaben sollen weiter gesteigert, Schlüsseltechnologien vorangetrieben und der Ausbau der digitalen Infrastruktur forciert werden

Innovation und die Weiterentwicklung von Hochtechnologien sind zentrale Punkte im 14. Fünf-Jahres-Plan, der im März 2021 veröffentlicht wurde und Chinas Entwicklung bis zum Jahr 2025 festlegt. Das Reich der Mitte strebt für diesen Zeitraum ein durchschnittliches Wachstum der F&E-Ausgaben von jährlich über 7% an. Im Vergleich zu den letzten fünf Jahren wird auch eine höhere F&E-Quote vom BIP erwartet (F&E-Ausgaben in der 13. Fünf-Jahres-Periode: RMB 2,44 Billionen, F&E-Quote: 2,4%). Ein äußerst wichtiger Aspekt für das im aktuellen Fünf-Jahres-Plan verfolgte Modell der „dualen Zirkulation“ ist die Grundlagenforschung. So sollen die Ausgaben für die Grundlagenforschung mehr als 8% der gesamten F&E-Ausgaben ausmachen. Allein im Jahr 2021 sollen die Staatsausgaben für die Grundlagenforschung um 10,6% ansteigen.  

Schlüsseltechnologien

Der 14. Fünf-Jahres-Plan legt explizit einen Schwerpunkt auf die verstärkte Weiterentwicklung der folgenden Schlüsseltechnologien:

  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Quanteninformationstechnologie
  • Integrierte Schaltungen
  • Hirnforschung
  • Gen- und Biotechnologie
  • Medizin und Gesundheit
  • Weltraum-, Tiefsee- und Polarforschung 

Für Unternehmen sind im Jahr 2021 bedeutende Fördermaßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung geplant: So soll der Steuerabzug von bis zu 75% auf F&E Kosten weitergeführt werden, produzierende Unternehmen sollen heuer gar von einem Steuerabzug von bis zu 100% der Forschungsausgaben profitieren können. Außerdem will der chinesische Staat weitere Nationallabore für Schlüsselsektoren wie KI, IKT, Quanteninformatik, Biopharmazie sowie moderne Energiesysteme errichten.  

F&E in der Industrie

Ein weiterer Fokus soll in den kommenden fünf Jahren auch auf der technologischen Weiterentwicklung der folgenden Sektoren bzw. Themengebiete liegen:

  • Landwirtschaft: Smart Agriculture, digitale Transformation der landwirtschaftlichen Produktion und des Agrarmanagements, intelligente Landwirtschaftsmaschinen, Hi-Tech Samenproduktion und Lebensmittelsicherheit
  • Energie: grüne Transformation zu sauberer Energie, Öl- und Gasexploration, saubere & effiziente Nutzung von Kohle sowie Nuklearenergie
  • Umwelt: Recycling, Abwasser- und Müllverwertung
  • Gesundheit: Medizintechnik, innovative Pharmazeutika und TCM
  • Fortgeschrittene Produktion in den Bereichen seltene Erden, neue Materialien, Robotik, Luft- und Schifffahrt, Bahn, NEV und Smart Cars 

Neue Infrastruktur

Zusätzlich will China den Ausbau der sogenannten „neuen Infrastruktur“ weiter ankurbeln. Geplant ist unter anderem der weitere Aufbau von 5G-Infrastruktur, von Big Data Zentren, KI, New Energy Vehicles NEV sowie Ladestationen für Elektroautos. In den nächsten fünf Jahren soll die 5G Penetrationsrate 56% erreichen und der Ausbau des Gigabit-Glasfasernetzes vorangetrieben werden. Wie andere Ländern legt auch China großen Wert auf den Ausbau der notwendigen Infrastruktur und Zulieferindustrie für die Digitalwirtschaft. Der Fokus dabei liegt auf High-End Chips, Betriebssysteme, Schlüsselalgorithmen der KI und Sensorik. Zu den sieben Schlüsselsektoren der Digitalwirtschaft werden in China Cloud Computing, Big Data, IoT, industrielles Internet, Block Chain, KI, VR und AR gezählt. Der Beitrag der Wertschöpfung dieser Schlüsselsektoren der Digitalwirtschaft soll 2025 auf 10% des gesamten chinesischen BIPs ansteigen (2020: 7,8%). 

Weitere Informationen 

Bei Fragen zu neuen Technologien bzw. F&E in China oder anderen Anliegen zum chinesischen Markt steht das AußenwirtschaftsCenter Shanghai unter E shanghai@wko.at jederzeit gerne zur Verfügung. 

Stand: