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Coronavirus: Situation in Polen

Aktuelle Lage und laufende Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Warschau informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Polen.

Stand: 29.9.2020 | 16:00 Uhr

Aktuell & wichtig

  • Polen: Flüge von und in alle Schengen-Länder erlaubt
  • Polen: Corona-Ampel – spezielle Maßnahmen in schwer betroffenen Gemeinden Polens
  • Polen: Keine Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise von EU-Bürgern/Schweizern
  • Österreich: Keine Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise von polnischen Staatsbürgern
  • Transit nach Polen: Durch GER, CZ und SK möglich, für EU-Bürger/Schweizer
  • Gütertransfer uneingeschränkt möglich

1. Einreise und Reisebestimmungen

Polen

Seit dem 13.6.2020 ist es allen EU-Bürger und deren Familienangehörigen möglich, ohne Beschränkungen in Polen einzureisen – aus weiteren EU-Ländern. In diesem Fall ist keine Quarantäne notwendig.

Eine Einreise von Personen aus dem EU-Ausland ist möglich (u.a.) für poln. Staatsbürger, Drittstaatsbürger mit einer Aufenthalts-/Arbeitserlaubnis, Studenten, Wettbewerbsteilnehmer, etc. Diese Personen müssen sich nach Überschreitung der EU-Außengrenze in Polen einer obligatorischen Heimquarantäne unterziehen, gemeinsam mit allen Personen die im gleichen Haushalt leben. Die Dauer der Quarantäne – wenn keine Symptome aufscheinen – beträgt 10 Tage.

Der internationale Güterverkehr ist uneingeschränkt möglich.

Flug-/Zugverkehr

Vom 30. September bis 13. Oktober gilt: Alle Flüge nach oder aus EU oder Schengen Ländern und der Ukraine sind erlaubt.

Eine Einreise aus folgenden Ländern ist nur mit einem negativen Covid-19 Test möglich und natürlich unter Einhaltung der Einreisebestimmungen (sieh obenstehender Paragraph): Belize, Bosnien & Herzegowina, Montenegro, Brasilien, Bahrain, Israel, Katar, Kuwait, Libyen, VAE, Argentinien, Chile, Ecuador, Indien, Irak, Kolumbien, Costa Rica, Libanon, Nord Mazedonien, Malediven, Moldawien, Panama, Paraguay, Peru, Trinidad und Tobago, Cape Verde, USA, Oman, Bahamas

Charterflüge sind von der Regelung ausgenommen und Flüge aus/in diese Ländern können vom Premierminister genehmigt werden, bzw. kann ein Flug stattfinden wenn es militärische Gründe gibt. 

Der Zugverkehr zwischen Warschau und Wien ist aufrecht. 

Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Transit durch Polen 

Ein Transit durch Polen ist für EU Bürger wieder uneingeschränkt seit dem 13.6.2020 möglich.

Transit Österreich <-> Polen

Transit durch Tschechien: möglichDetails finden Sie auf der Länderseite Tschechien.

Transit durch die Slowakei: möglich. Details finden Sie auf der Länderseite Slowakei

Transit durch Deutschland: möglich. Details finden Sie auf der Länderseite Deutschland.

Einreise Österreich

Die aktuelle österreichische Einreiseverordnung enthält eine Liste (Anhang A1) der sicheren Länder, die auch Polen umfasst. Personen, die aus einem der in der Anlage A1 genannten sicheren Staaten nach Österreich einreisen und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich oder in einem dieser Staaten haben, ist die Einreise ohne Einschränkung möglich. Bei der Einreise hat man glaubhaft zu machen, dass man sich in den letzten 10 Tagen in keinem anderen Staat als Österreich oder den in der Anlage A1 genannten Staaten aufgehalten hat. 

Somit können polnische Arbeitnehmer bzw. internationale Staatsbürger mit Aufenthaltstitel in Polen, Geschäftspartner oder Subunternehmer wieder in Österreich einreisen.

Diese Öffnung gilt für touristische sowie geschäftliche Zwecke.

Die neuesten Informationen finden Sie auf der Webseite der WKO, die laufend aktualisiert wird.


2. Regelungen für den Güterverkehr

Der internationale Güterverkehr ist uneingeschränkt möglich und die EU-Binnengrenzen frei passierbar.

Bei den EU-Außengrenzen kommt es wie gewohnt zu Kontrollen.


3. Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Corona-Ampel: Auf Grund der steigenden Fallzahlen in Polen wurde eine „Corona-Ampel“ eingeführt. Es gibt „rote“ Orte/Gemeinden mit mehr als 12 Fällen pro 10.000 Einwohnern in den letzten 14 Tage. „Gelbe“ Gebiete haben 6-12 Fälle je 10.000 Einwohner. 

Mit 30.09.20202 wird die Anzahl an Gästen bei Privatfeiern von 150 auf 100 Gäste gesenkt – auch in grünen Zonen. In gelben Zonen dürfen 75 Personen gemeinsam feiern und in roten Zonen 50.

In den roten und gelben Gemeinden muss in öffentlichen Bereichen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und in den öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen max. 50 % der Kapazität belegt sein. 

In „roten“ Orten werden alle Konferenzen abgesagt und Fitnessklubs, Schwimmbäder, Friseure etc. geschlossen und in den Restaurants/Bars/etc. eine Sperrstunde um 22 Uhr eingeführt. Die Liste wird zwei mal pro Woche überarbeitet. 

» Aktuelle Liste (nur auf Polnisch)

Schulen sind wieder geöffnet. Die Direktoren können sich gegen eine Öffnung entscheiden, nach einer Beratung mit den lokalen Sanitätsbehörden und mit der Zustimmung der verantworltichen Behörde. Es muss kein Mund-Nasen-Schutz in den Schulen getragen werden, Zugang erhalten nur Personen ohne Symptome.

Universitäten sind noch in der Entscheidungsfindung, ob die Vorlesungen real oder online stattfinden. Vor Semesterstart haben sich bereits einige Universitäten zu einem Fortfühung des online-Learnings entschieden.

Derzeit gelten folgende Maßnahmen/Regeln

  • Ein Abstand von 2 Metern ist in der Öffentlichkeit einzuhalten (außer Familienmitglieder, Personen mit Behinderungen, etc.)
  • Ist ein Abstand von 2 Metern nicht möglich, muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden.
  • Ein Mund-Nasenschutz muss wie folgt getragen werden
    • in öffentlichen Verkehrsmitteln
    • im Auto, wenn man mit jemandem außerhalb des Haushaltes fährt
    • in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Märkten, Postfilialen, Kino, Theater, Arztpraxis, Massagestudio, Kirche, Schule, etc. sowie in Büros und öffentlichen Gebäuden
  • Treffen/Veranstaltungen/Messen sind bis zu max. 150 Personen erlaubt. Die Regeln zur Distanzwahrung oder der Maskenpflicht gilt. (Ausnahme: rote und gelbe Gebiete)


4. Unterstützung für die Wirtschaft

Bis Ende Juni konnten Unternehmen um Hilfsmaßnahmen des Staates ansuchen. Insgesamt wurden vier Schutzschilde angeboten, die aber bei weitem nicht vollständig ausgenutzt wurde.

Um die Wirtschaft zu beleben wird Polen nun viel investieren. Polen wird eine hohe Summe aus dem EU Wiederaufbaufonds erhalten und muss in 2021 EUR 18,9 Milliarden an Projekte vergben und 2022 EUR 4,1 Milliarden. Zudem erhält Polen günstige Kredite von der EU in Höhe von EUR 34,2 Milliarden. Die Projekte müssen einen der folgenden Bereiche im Fokus haben: Energie und Umwelt, Transport, Innovation, Infrastruktur, Digitalisierung, Gesellschaft, territoriale Zusammenarbeit und Gesundheit. Es entstehen somit auch große Chancen für Österreichische Unternehmen. 

Arbeitsrechtliche Themen

Details zu den Rechten und Pflichten für Sie als Arbeitgeber in Polen finden Sie auf unserer Infoseite.

  • Quarantäne: Personen in Quarantäne haben das Recht auf Krankengeld. Um es zu erhalten, müssen sie über eine Entscheidung des Staatssanitärinspektorates bzw. über einen Krankenschein verfügen. Die Entscheidung des Staatssanitärinspektorates muss/sollte dem Arbeitgeber vorgelegt werden (oder der Versicherungsbehörde ZUS, falls diese der direkte Beihilfezahler ist). Die Entscheidung kann nach der Beendigung der Quarantäne dem Arbeitgeber zugestellt werden (max. 3 Tage nach Beendigung der Quarantäne).
  • Home-Office: Arbeitgeber sind dazu aufgerufen, soweit wie möglich Home-Office zu ermöglichen.
  • Am Arbeitsplatz müssen zwischen den Arbeitsplätzen mindestens 1,5 Meter Abstand gehalten werden.
  • Der Arbeitgeber muss Desinfektionsmittel und Handschuhe bereitstellen. 

Quarantäne polnischer Arbeitnehmer in Polen (angestellt in Österreich)

EU-Bürger unterliegen prinzipiell den Rechtsvorschriften des Landes, in dem sie erwerbstägig sind (selbstständig oder unselbstständig). Für Geldleistungen wie Krankengeld etc. ist stets das Land, in dem der EU-Bürger versichert ist, zuständig.

Das bedeutet, dass polnische Mitarbeiter, die in Österreich angestellt und somit sozialversichert sind, nach dem österreichischen Gesetz behandelt werden. 

Der Dienstnehmer hat während einer verordneten Quarantäne Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Der Dienstgeber kann – innerhalb von 6 Wochen – einen Ersatz für diese Zahlungen beantragen. Basis hierfür ist ein „sonstiger Dienstverhinderungsgrund“. 

Quarantäne im Ausland: Wenn ein Dienstnehmer im Ausland unter Quarantäne gestellt wird und deshalb nicht an seinen/ihren Arbeitsplatz in Österreich erscheinen kann, gilt das österreichische Epidemiegesetz nicht. Allgemeine arbeitsrechtliche Bestimmungen bleiben aber unverändert anwendbar. Der/Die Angestellt hat einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für eine Woche, wenn man ohne Eigenverschulden in Quarantäne musste und somit von der Erbringung der Arbeitsleistung verhindert wird.

Auf Grund von Corona hält es sich um KEIN Eigenverschulden, wenn man in ein Land mit der maximalen Reisewarnung Stufe 4 reist und sich dort infiziert. Polen ist derzeit auf Stufe 4. 

Wirtschaftliche Auswirkungen

Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zur Wirtschaftssituation in Polen sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr.


5. Weitere Informationen und Notfallnummern

Gesundheitsinformationen

Weitere Informationen gibt die laufend aktualisierte Website der polnischen Gesundheitsbehörden. Die 24-Stunden-Hotline des Nationalen Gesundheitsfonds ist unter folgender Rufnummer erreichbar: +48 800 190 590

Unser Service für Sie 

Das AußenwirtschaftsCenter Warschau ist für Sie erreichbar via Email warschau@wko.at und Telefon +48 22 586 44 66.