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Coronavirus: Situation in Polen

Aktuelle Lage und laufende Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Warschau informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Polen.

Stand 04.06.2020 | 14:00 Uhr

Aktuell & wichtig

  • Einreise Österreich: Für Polnische Staatsbürger bleiben die Einreisebeschränkungen weiterhin geltend
  • Vorinformation: Transit durch Tschechien ab 15. Juni möglich (Änderungen vorbehalten)
  • Transit durch die Slowakei (mit Einschränkungen) wieder möglich
  • Transit durch Polen zur Rückkehr ins Heimat-/Aufenthaltsland möglich.
  • Internationaler Flugverkehr bis 6.6. ausgesetzt, nationaler Flugverkehr bis 31.5.
  • LOT startet Inlandsflüge am 1. Juni; internationale Flüge sind bis zum 19. Juni ausgesetzt. 
  • Einreise nach Polen ohne Quarantäne für polnische Arbeitnehmer in Österreich möglich.
  • Entsendungen nach Polen ohne Quarantäne möglich – auch aus Österreich

Zeitleiste der Maßnahmen
ab 16.4.obligatorische Mund- und Nasenbedeckung in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, bzw. wenn ein Abstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann
bis 06.06.Aussetzung des Passagierflugverkehrs (Poz. 826) und des internationalen Eisenbahnverkehrs
bis 12.6.

Einschränkungen beim Grenzübertritt (siehe „Reisebestimmungen“ sowie „Güterverkehr“ und „Pendler nach Österreich“) möglich. 

Einreise ohne Quarantäne für Arbeitspendler und gewerblichen Verkehr

ab 1.6.LOT Inlandsflüge sind gestartet
Bis 19.5.LOT setzt alle internationalen Flugverbindungen aus

1. Einreise und Reisebestimmungen

Polen

Die Grenzmaßnahmen in Polen gelten derzeit bis 12. Juni 2020.

Flug-/Zugverkehr

  • Bis zum 06.06.2020 ist der internationale Flugverkehr nach und aus Polen zur Gänze ausgesetzt (Ausnahme: Charterflüge und Gütertransfer). Ab dem 01.06.2020 sollen die Inlandsflüge von der LOT wieder starten und am 20.05.2020 die internationalen Flugverbindungen (voraussichtlich).
  • Internationale Passagierzugverbindungen sind bis auf weiteres ausgesetzt.

Eine Einreise nach Polen – mit Einhaltung einer 14tägigen Quarantäne inkl. aller Personen im gemeinsamen Haushalt – ist möglich für

  • polnische Staatsbürger
  • Ausländer, die Ehepartner oder Kinder polnischer Staatsbürger sind und von denen dauerhaft betreut werden
  • Ausländer, die eine KARTA POLAKA besitzen
  • Ausländer, die über einen befristeten oder unbefristeten Aufenthaltstitel in Polen verfügen.
  • In besonders begründeten Fällen, die oben nicht erwähnt worden sind, kann der Leiter der Grenzschutzstelle nach Einholung einer Zustimmung des Hauptkommandanten des Grenzschutzes, einem Ausländer die Einreise gestatten. Diese Ausnahmen sind eher auf private Gründe wie z.B. Begräbnisse ausgerichtet.

Eine Einreise ohne Quarantäne (VO Nr. 792, ab 04.05.2020) ist möglich bei Einreise über eine EU-Binnengrenze (Deutschland, Tschechien, Slowakei, Litauen, Schweden, Dänemark) für Staatsbürger der genannten Staaten (inkl. Polen) für

  • landwirtschaftliche Arbeiter auf Bauernhöfen, die sich auf beiden Seiten der Staatsgrenze befinden.
  • Soldaten der Streitkräfte der Republik Polen oder Soldaten alliierter Streitkräfte, Beamte der Polizei, Grenzschutzes, der staatlichen Feuerwehr und des staatlichen Schutzdienstes, wenn sie offizielle Aufgaben wahrnehmen.
  • Mitglieder diplomatischer oder konsularischer Vertretungen und Vertreter internationaler Organisationen sowie deren Familienangehörige sowie von anderen Personen, die die Grenze mit einem Diplomatenpass überqueren.
  • von Inspektoren der Seeverwaltung oder einer anerkannten Organisation gemäß den Vorschriften für die Sicherheit des Seeverkehrs, die die Grenze überschreiten, um Inspektionen durchzuführen.
  • von Schülern und Studenten, die in der Republik Polen oder in einem Nachbarland eine Ausbildung erhalten.
  • im Rahmen der Ausübung von beruflichen, geschäftlichen oder bezahlten Tätigkeiten in der Republik Polen oder in einem Land der EU oder des EWR (Verordnung 878 vom 16.05.2020).
    • EU und EWR Staatsbürger können somit für berufliche Tätigkeiten wieder ohne Quarantäne einreisen. Sie müssen einen Nachweis des polnischen Auftraggebers an der Grenze vorweisen. Zudem sollte auch eine Arbeitsbestätigung aus Österreich mitgebracht werden. Diese Ausnahme gilt auch für Drittstaatsangehörige die in einem EU oder EWR Land, oder der Schweiz, angestellt sind.
    • Polnische Staatsbürger die in einem EU oder EWR Land arbeiten, können ohne Quarantäne wieder in Polen einreisen. Sie müssen allerdings einen Nachweise des EU-/EWR-Arbeitgebers an der Grenze vorweisen.
    • Diese Regelung trifft somit auch auf polnische Staatsbürger die in Österreich arbeiten zu. Diese Ausnahme gilt für Personen, die regelmäßig zwischen Österreich und Polen reisen (zB. wöchentlich/monatlich).
    • Diese Regelung gilt auch für Entsendungen von Mitarbeitern nach Polen, wenn diese EU-/EWR- oder Schweizerische Staatsbürger sind.

Quarantäne

  • Mitglieder des gemeinsamen Haushaltes müssen ebenso in die Quarantäne.
  • Die Einhaltung der Quarantäne wird streng überwacht und bei Nichteinhaltung mit bis zu PLN 30.000 bestraft. Geprüft wird durch Besuche der Behörden sowie durch eine neue App der Regierung.
  • Eine Information zur Handhabung der Quarantäne für polnische Staatsbürger die in Österreich angestellt sind, finden Sie unter „Arbeitsrechtliche Themen“ .

Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Transit durch Polen (poz. 905, 21.05.)

Staatsangehörige von EU-/EWR-Staaten oder der Schweiz, sowie deren Ehepartner und Kinder, können zum Zweck des Transits zu ihrem Wohn- oder Aufenthaltsort in Polen einreisen. Der Transit durch das Gebiet Polens kann allerdigns nicht länger als 12 Stunden ab dem Zeitpunkt des Überschreitens der polnischen Grenze dauern. 

Transit Österreich <-> Polen

Ein genereller Transit für Personen über die Tschechische Republik ist derzeit nicht möglich (PKW). Einmalig kann in das jeweilige Heimatland (Staatsbürgerschaft) transitiert werden. Hierzu ist eine Note der Polnischen Botschaft in Prag notwendig, respektive der Österreichischen Botschaft in Prag für Österreichische Staatsbürger die zurück nach Österreich fahren möchten.

VORINFORMATION  -  GEPLANTE  CZ-Reisebeschränkungen ab 15. Juni 2020 (Änderungen sind noch möglich!): Ab dem 15. Juni soll für Länder, die Tschechien mit einem niedrigen Risiko einstuft, die Einreise und der Transit ohne Tests/Note/Quarantäne möglich sein. Polen und auch Österreich sind derzeit mit diesem „niedrigen Risiko“ eingestuft. Unsere Kollegen am AussenwirtschaftsCenter Prag publizieren alle Updates auf der Länderseite Tschechien. 

Ein Transit für Personen über die Slowakische Republik ist derzeit (unter Einschränkungen) möglich.

Mit der Aktualisierung der SK Quarantäneverordnung vom 1.6. (Übersetzung unserer Kollegen aus Bratsilava ins Deutsche - konsolidierten Fassung)  wurden folgende weitere Lockerungen beschlossen:

  • Transit durch die Slowakei für alle EU-Bürger bei Rückkehr in das Land der Staatsbürgerschaft möglich (ohne Zustimmung des Innenministeriums). Dies bedeutet, dass polnische Staatsbürger konstant von Österreich nach Polen reisen können.
  • Mit Zustimmung des Innenministeriums können ab jetzt jene EU-Bürger durch die Slowakei fahren, die in ein Land reisen, in dem sie keine Staatsbürgerschaft, sondern nur einen dauerhaften oder temporären Aufenthalt haben. Dies bedeutet, dass polnische Staatsbürger, die in Österreich einen Nebenwohnsitz haben, mit Zustimmung des slowakischen Innenministeriums transitieren dürfen.
  • In beiden Fällen müssen die Durchreisenden das Gebiet der Slowakei innerhalb von 8 Stunden verlassen, für das notwendige Auftanken kann angehalten werden.

Ein Transit für Personen über Deutschland ist möglich zur Erfüllung der Berufstätigkeit. Folgend die Details dazu: Die Grenze kann nur mehr an bestimmten Grenzübergängen passiert werden. 

Einreise Österreich

Gerne beraten wir Sie telefonisch zu diesem Thema unter +48 22 586 44 66.

Österreich hebt ab dem 04.06.2020 die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern (Schweiz CH, Lichtenstein LIE, Deutschland DE, Tschechien CZ, Slowakei SK, Ungarn HU, Slowenien SI, NICHT Italien) auf. Staatsbürger dieser Nachbarländer können ohne Beschränkungen in Österreich einreisen.

Für Staatsbürger anderer Länder bleiben die Einreisebestimmungen wie folgt bestehen:

Eine Einreise wird unter folgenden Voraussetzungen ohne Quarantäne gewährt:

  • Personen mit ärztlichem Zeugnis über einen negativen SARS-CoV-2-Test, nicht älter als vier Tage.
  • Österreichische Staatsbürger und Personen die aus CH, LIE, DE, CZ, SK, HU oder SI nach Österreich einreisen und in Österreich Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Diese Personen müssen bei der Einreise glaubhaft machen können, dass sie in den letzten 14 Tagen in keinem anderen Staat als Österreich oder den genannten Nachbarstaaten aufhältig waren.
  • Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp.
  • Güterverkehr
  • gewerblicher Verkehr
  • Pendler-Berufsverkehr
  • zur Inanspruchnahme von unbedingt notwendigen medizinischen Leistungen unter gewissen Voraussetzungen

Einreise mit Quarantäne

  • Österreichische Staatsbürger oder Personen mit einem Wohnsitz in Österreich, die über CH, LIE, DE, CZ, SK, HU oder SI nach Österreich einreisen, aber NICHT GLAUBHAFT machen können, dass sie in den letzten 14 Tagen in keinem anderen Staats als dem genannten waren. Ist dies der Fall (z.B. polnischer Arbeitnehmer mit Nebenwohnsitz in Österreich der von einem Wochenende in Polen zurück kehrt), muss sich der/die Einreisende unverzüglich in eine 14-tägige, selbstüberwachte Heimquarantäne begeben. Wenn während der Heimquarantäne ein Test auf Covid-19 durchgeführt wird und dieser negativ ist, dann kann die selbstüberwachte Heimquarantäne beendet werden.

Gelten polnische Mitarbeiter als Pendler?

Die aktuell gültige Verordnung 87/2020 (92/2020, 104/2020, 111/2020, 129/2020, 149/2020, 178/2020, etc.) wird vom zuständigen Ministerium so ausgelegt, dass Pendler nur Staatsbürger aus Nachbarstaaten sein können. Daher gelten polnische Staatsbürger derzeit leider nicht als Pendler.

Die genannten Verordnung gilt derzeit bis 15.06.2020.

Einreise polnischer Dienstnehmer/Subunternehmer nach Österreich

Option 1: Einreise mit einem negativen Covid-19 Test

Bei der Einreise nach Österreich muss ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden, dass ein negativer Covid-19 Test durchgeführt wurde. Eine Vorlage zu diesem ärztlichen Zeugnis finden Sie in Deutsch und Englisch auf der Website des Bundesministeriums für Inneres. Mit Vorzeigen dieses Zeugnisses ist eine Einreise nach Österreich ohne Quarantäne möglich. Das Zeugnis darf nicht älter als 4 Tage sein.

In Polen können in privaten Laboren Tests auf eine Infektion mit Covid-19 durchgeführt werden. Das Unternehmen „Diagnostyka“ bietet in fast allen Wojewodschaften ein Testzentrum - Details. Für weitere Labore in Warschau, Posen und Lodsch finden Sie auf diag.pl Informationen. Zudem bietet das Tauron Arena Testzentrum in Krakau bio-molekulare Tests. Für den Test in Sosnowiec finden Sie Informationen auf gyncentrum.pl. Im Anschluss muss ein Arzt das, in Österreich verlangte, ärztliche Zeugnis unterzeichnen. 

Option 2: Einreise mit einem vorhandenen Meldezettel in Österreich

Diese Mitarbeiter können in Österreich ohne einen negativen Covid-10 Test einreisen, müssen sich aber in eine 14-tägige selbstüberwachte Heimquarantäne begeben. Diese Quarantäne kann unterbrochen werden, wenn der Mitarbeiter einen Corona-Test macht und dieser negativ ist. Mehr Infos: Liste mit privaten Testlaboren in Österreich | weitere Liste mit Laboren des österreichischen Sozialministeriums 

Option 3: Einreise als Arbeitspendler/gewerblicher Verkehr – auf eigenes Risiko und ohne Garantie

Diese Option wird in der Praxis angewendet. An der Grenze werden Einzelentscheidungen getroffen, ob der Pendlerstatus erreich ist oder nicht. Wir weisen darauf hin, dass es zu einer Ablehnung an der Grenze kommen kann. Wenn der Arbeitnehmer bei einer Abweisung keinen Nebenwohnsitz in Österreich vorweisen kann, dann muss dieser nach Polen  zurückkehren. 

Der Mitarbeiter soll folgende Dokumente vorweisen:

  • Arbeitsbestätigung/Arbeitsvertrag in Österreich, Mitarbeiterausweis
  • Pendlerbescheinigung für Österreichische Unternehmen (Vorlage). Diese soll im Fahrzeug mitgeführt werden(Windschutzscheibe).
  • Meldezettel in Österreich.
  • Meldezettel in Polen.
  • Jedes Dokument oder Urkunde, welche eine Pendlereigenschaft indiziert.
  • Wenn eine deutsche Staatsbürgerschaft des polnischen Mitarbeiters besteht, dann diese bitte vorzeigen. 

Rückreise von Österreich nach Polen

siehe oben „Transit <-> Österreich - Polen
 

Einreise in Polen 

Details siehe Einreise und Reisebestimmungen Polen.

Beispiel polnische Arbeitnehmer in Österreich:

In Polen müssen polnische Staatsbürger, die eine berufliche Tätigkeit in einem EU/EWR Land nachweisen können, keine Quarantäne ableisten (Verordnung 878 vom 16. Mai 2020). An der Grenze muss ein Arbeitsnachweis vorgewiesen werden.

Die Grenzmaßnahmen in Polen gelten derzeit bis 12. Juni 2020.


2. Regelungen für den Güterverkehr

Die Grenzmaßnahmen in Polen gelten derzeit bis 12. Juni 2020.

  • Der Güterverkehr ist nicht von den Beschränkungen betroffen. Es ist nicht definiert, welche KFZ-Größen für den Güterverkehr verwendet werden können.
  • Es kommt derzeit zu Wartezeiten an den Grenzen. Immer aktuelle Daten und Wartezeiten:
  • Details zum Transit finden Sie auf den weiteren Länderseiten:
    • Tschechien : Für den internationalen Gütertransfer muss ein Fahrzeug mit der Klassifizierung N1-N3 (bis und über 3,5t) verwendet werden.
    • Deutschland : Der Transit durch Deutschland ist mit dem PKW möglich. Bereits ab 2,8 t muss eine Aufzeichnung der Lenk- und Ruhezeit vorgelegt werden.
    • Slowakei : Für den internationalen Gütertransfer sollte auch ein PKW verwendet werden können (Praxis).
  • An den Grenzübergängen finden Gesundheitskontrollen statt. Fahrer mit einer Temperatur von über 38 Grad werden automatisch einer ärztlichen Untersuchung unterzogen und können nicht mehr weiterfahren.
  • Nach der Einreise gibt es keine Begrenzung zur Verweildauer des Fahrers im internationalen Güterverkehr in Polen. 
  • Lenkzeiten – Verlängerung: Aufgrund der Pandemie wurden auch in Polen die Vorschriften der EU-Verordnung 561/2006 in Bezug auf die Lenkzeiten (Art. 6 und 7) liberalisiert.
    Für Details wenden Sie sich bitte an das AussenwirtschaftsCenter Warschau.
  • Quarantäne: Fahrer von Kraftfahrzeugen die zum internationalen Gütertransport eingesetzt werden, sind von den Quarantänebestimmungen ausgenommen und müssen sich NICHT in eine 14-tägige Quarantäne in Polen begeben. Dies trifft auch auf nicht-polnische Staatsbürger zu.
  • Polnische Fahrer dürfen Wochenruhezeit in ihrer Heimat verbringen (ohne Quarantäne)
  • Export von Medikamenten/medizinischer Schutzausrüstung: Laut der neuen Verordnung des Gesundheitsministers und Innenministers über den Epidemie-Zustand in Polen vom 20. März (Kapitel 3) muss jeder Unternehmer, der die folgenden Waren aus PL exportieren möchte:
    • Schutzbrille, TYVEK Anzüge, FFP2/FFP3 Masken, OP-Masken, Schuhschutz (Schuhe), Handschuhe Latex, Nitrilhandschuhe, Desinfektionsmittel für Hände, Oberflächen und Räume
      beim ortszuständigen Woiwoden (Landeshauptmann) mind. 36 Stunden vor der geplanten Ausfuhr einen Ausfuhrantrag zu stellen.
    • Sobald eine Genehmigung vorliegt, kann der Export durchgeführt werden. 
    • Inhalt des Schreibens an den Woiwoden soll sein: die Art und Menge der Produkte, wann und wohin exportiert werden soll und auch der Grund für den Export. Das Schreiben soll möglichst knapp sein. Dieses Formular kann als Muster verwendet werden – unter "Materiały" - Pos. 1
    • Achtung: Derzeit werden nur sehr wenige Genehmigungen erteilt.
  • Internationaler Schifffrachtverkehr ist aufrecht. Alle Häfen sind operativ und verzeichnen noch keine Umschlagsrückgänge.

3. Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Schulen: Ab dem 25. Mai wird für die Klassen 1-3 in den Grundschulen die Betreuung für Kinder, deren Eltern zurück zur Arbeit müssen, sichergestellt. Es handelt sich dabei um keinen richtigen Unterricht, nur Betreuung. Die Eltern entscheiden darüber, ob die Kinder zur Schule gehen oder nicht. Die Betreuungsbeihilfe wird weiter ausbezahlt.

ab dem 30.5.

Ein Mund-Nasenschutz muss in der Öffentlichkeit nicht mehr getragen werden. Voraussetzung hierfür ist der Abstand von 2 m zur nächsten Person. Kann die Distanz nicht eingehalten werden, muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden

Pflicht für einen Mund-Nasenschutz besteht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Kirchen, Kinos, Theater, Massagesalons, Tattoostudios und in Behörden.

Geschäfte/Märkte/Poststellen: Ein Mund-Nasenschutz ist zu tragen. Keine max. Anzahl an Kunden. In Geschäften sind die Hände bei Eintritt zu desinfizieren oder Handschuhe zu tragen.

Restaurants/Bars: Mund-Nasenschutz muss bis zum Sitzplatz getragen werden. 2 m Abstand zwischen den Tischen muss eingehalten werden, 1,5 m zwischen den Gästen am Tisch. Mund-Nasenschutz für das Personal. Es gibt keine max. Anzahl an Kunden.

Kirche: Keine max. Anzahl an Gläubigen in der Kirche und bei Beerdigungen. Ein Mund-Nasenschutz muss getragen werden.

Versammlungen bis 150 Personen: Diese sind in offenen Räumen erlaubt. Auch Open-Air-Konzerte können stattfinden. Die Gäste müssen entweder einen Mund-Nasenschutz tragen oder 2 m Abstand zu einander einhalten. Zustimmung für Versammlungen werden unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage getroffen

ab dem 6.6.

Familienfeier und Hochzeiten bis zu 150 Personen sind erlaubt – Mund- und Nasenschutz muss nicht getragen werden

Kultureinrichtugen, Kinos, Theater (Kapazität von max. 50 %) und Freizeitanlagen wie Fitnessstudios können geöffnet werden – solange Sanitätsbestimmungen eingehalten werden. Diskotheken sind ausgenommen.

Hotels: Schwimmbäder, Fitnessstudios dürfen geöffnet werden - Sanitätsbestimmungen müssen eingehalten werden.

Messen, Ausstellungen und Kongresse zu organisieren wird möglich sein  - Sanitätsbestimmungen müssen eingehalten werden 

Somit ist das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Polen ab dem 6.6. wieder möglich – in Form einer „neuen Normalität“. Da seit Mitte Mai auch Geschäftsreisen nach Polen ohne Quarantäne wieder möglich sind, steht somit einer aktiven Marktbearbeitung nichts im Wege, hat man Polen einmal erreicht.


4. Unterstützung für die Wirtschaft

Polen hat bereits den vierten Schutzschild für die Wirtschaft in die Praxis umgesetzt. Die relevanten zwei werden folgend kurz dargestellt. Für Details wenden Sie sich bitte direkt an das AußenwirtschaftsCenter Warschau unter warschau@wko.at

Zweiter Schutzschild

PLN 100 Mrd. für den Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen, aufgeteilt nach Kleinst-, Klein-, Mittel-, und Großunternehmen. Dieser Schutzschild wird vom PFR (Polski Fundusz Rozwoju) geprüft und über Banken ausbezahlt. Die Anträge sind bei einer von 17 Geschäftsbanken oder Genossenschaftsbanken in Polen zu stellen.

Achtung Niederlassungen: ausländische Unternehmen, welche in Polen eine Niederlassung haben, können eine Förderung beim PFR beantragen, allerdings müssen zur Berechnung der Unternehmensgröße in Polen auch Faktoren der Mutter bzw. weiterer Niederlassungen einberechnet werden. 

Bei der Ermittlung der Unternehmensgröße des Antragstellers muss Folgendes hinzugerechnet werden:

  • Beschäftigung und Ergebnisse von Unternehmen, die mit einem solchen polnischen Unternehmen verbunden sind (z.B. österreichisches Unternehmen - Eigentümer von 100% der Anteile an einer polnischen Tochtergesellschaft) und
  • (anteilig) Beschäftigung und Ergebnisse der sog. Partnerunternehmen (diese Ergebnisse werden nicht zu 100%, sondern nur anteilig zur "Intensität" einer solchen Partnerbeziehung dazugezählt).

Daher wird die Größe eines Unternehmens für die Zwecke des PFR-Programms genauso wie beispielsweise bei der Beantragung einer Steuerbefreiung für neue Investitionen in Polen ermittelt.

Kleinstunternehmer

Hier wird die Deckung der Geschäftskosten einschließlich des Gehaltes gefördert. Der maximale Wert des Programms für Kleinstunternehmen beträgt PLN 25 Mrd. Die Höhe der nicht zurückzahlbaren Mittel wird PLN 16 Mrd. sein.

Klein- und Mittelunternehmen

Der Höchstwert des Programms für KMU beträgt PLN 50 Mrd., wovon die nichtrückzahlbaren Mittel PLN 32 Mrd. sind.

Großunternehmen

Für Großunternehmen gibt es drei Formen der Unterstützung die direkt vom PFR (Polski Fundusz Rozwoju) ausgegeben werden.

Der Höchstwert des Programms für Großunternehmen beträgt PLN 25 Mrd. (EUR 5,5 Mrd.). Die Höhe der nicht-zurückzahlbaren Mittel beträgt gesamt PLN 12 Mrd. (EUR 2,6 Mrd.).

Details sind unter pfr.pl einsehbar.

Erster Schutzschild (u.a.)

  • Möglichkeit des Zuschusses zu den Geschäftskosten, wenn der Umsatz auf Grund der Coronavirus-Pandemie gesunken ist.
  • Kredite für Kleinstunternehmen zur Deckung der laufenden Kosten.
  • Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge für eine gewisse Dauer, unter bestimmten Voraussetzungen.
  • Ko-Finanzierung von Gehältern und Sozialversicherungsbeiträgen bei wirtschaftlichem Stillstand.
  • Ko-Finanzierung von Gehältern und Sozialversicherungsbeiträgen bei UMSATZRÜCKGANG.
  • Stundung bzw. Fristverlängerung unterschiedlicher Steuern
  • Verbesserung der finanziellen Liquidität der Firmen
  • Stärkung des Finanzsystems
  • Verlängerung der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für Ausländer
  • Flexibilisierung der Arbeitszeiten

Arbeitsrechtliche Themen

Details zu den Rechten und Pflichten für Sie als Arbeitgeber in Polen finden Sie auf unserer Infoseite.

  • Quarantäne: Personen in Quarantäne haben das Recht auf Krankengeld. Um es zu erhalten müssen sie über eine Entscheidung des Staatssanitärinspektorates bzw. über einen Krankenschein verfügen. Die Entscheidung des Staatssanitärinspektorates muss/sollte dem Arbeitgeber vorgelegt werden (oder der Versicherungsbehörde ZUS, falls diese der direkte Beihilfezahler ist). Die Entscheidung kann nach der Beendigung der Quarantäne dem Arbeitgeber zugestellt werden (max. 3 Tage nach Beendigung der Quarantäne).
  • Home-Office: Arbeitgeber sind dazu aufgerufen soweit wie möglich Home-Office zu ermöglichen.
  • Am Arbeitsplatz müssen zwischen den Arbeitsplätzen mindestens 1,5 Meter Abstand gehalten werden.
  • Der Arbeitgeber muss Desinfektionsmittel und Handschuhe bereitstellen. Die Mitarbeiter müssen Handschuhe tragen.

Quarantäne polnischer Dienstnehmer in Polen (angestellt in Österreich)

EU-Bürger unterliegen prinzipiell den Rechtsvorschriften des Landes, in dem sie erwerbstägig sind (selbstständig oder unselbstständig). Für Geldleistungen wie Krankengeld etc. ist stets das Land, in dem der EU-Bürger versichert ist, zuständig.

Das bedeutet, dass polnische Mitarbeiter, die in Österreich angestellt und somit sozialversichert sind, nach dem österreichischen Gesetz behandelt werden. 

Der Dienstnehmer hat während einer verordneten Quarantäne Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Der Dienstgeber kann – innerhalb von 6 Wochen – einen Ersatz für diese Zahlungen beantragen. Basis hierfür ist ein „sonstiger Dienstverhinderungsgrund“. 

Quarantäne im Ausland: Wenn ein Dienstnehmer im Ausland unter Quarantäne gestellt wird und deshalb nicht an seinen/ihren Arbeitsplatz in Österreich erscheinen kann, gilt das österreichische Epidemiegesetz nicht. Allgemeine arbeitsrechtliche Bestimmungen bleiben aber unverändert anwendbar. Der/Die Angestellt hat einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für eine Woche, wenn man ohne Eigenverschulden in Quarantäne musste und somit von der Erbringung der Arbeitsleistung verhindert wird.

In der aktuellen Situation ist hinreichend bekannt, dass man bei Einreise nach Polen definitiv eine 14-tägige Heimquarantäne absolvieren muss. Wenn also polnische Arbeitnehmer von Österreich nach Polen reisen und somit in Polen in eine 14-tägige Quarantäne müssen, handelt es sich um ein Eigenverschulden und es muss keine Entgeltfortzahlung geleistet werden.

Wirtschaftliche Auswirkungen

  • Mit der Dauer der wirtschaftlichen Einschränkung aufgrund der Covid-19 Pandemie, zeigt auch die Wirtschaft weniger Resilienz.
  • Die Bank Pekao geht z.B. von einer längeren Abwärtsbewegung aus, als während der Krise von 2008/2009. Grund ist, dass auf Grund der Covid-19 Pandemie auch der Bedarf im Land selbst sinkt. Dies war während der Finanzkrise besser.
  • Im März zeigte sich in 16 von 34 Industrie ein geringerer Verkauf als im Jahresvergleich. Die Produktion von Kraftfahrzeugen, Anhänger und Sattelanhängern verzeichnete - 28,6 %, die Produktion von Kohle und Braunkohle - 15,9 %, die Möbelproduktion -14,7 %, die Produktion von Computer, elektronischen und optischen Produktion -11,1 % sowie die Produktion von Maschinen und Zubehör -10,4 %. Zudem nahm die Produktion von Steinkohle und Produkte aus raffiniertem Petroleum um 7,0 % ab.
  • Allerdings zeigen einige Industrien auch ein Wachstum unter den derzeitigen Umständen. Diese sind u.a. Chemikalien, Lebensmittel, Papier, pharmazeutische Produkte und die Reparatur und Installation von Maschinen und Equipment.
  • Wechselkurs des Zloty gegen den Euro liegt bei PLN 4,51 (25.05.2020, 10.00 Uhr)
  • Große Automobilproduzenten wie Toyota und Fiat haben die Produktion vorübergehend eingestellt. Dies hat natürlich massive Auswirkungen auf die gesamte Zuliefer-Industrie.
  • Bis Ende des Jahres wird ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 5,5-6 % erwartet. Im Dezember 2019 lag der Wert bei 5,2 %.
  • Viele ukrainische Arbeiter haben Polen vorübergehend verlassen. Diese Kräfte fehlen bereits jetzt vor allem in der landwirtschaftlichen Arbeit.

5. Weitere Informationen und Notfallnummern

Gesundheitsinformationen

Weitere Informationen gibt die laufend aktualisierte Website der polnischen Gesundheitsbehörden. Die 24-Stunden-Hotline des Nationalen Gesundheitsfonds ist unter folgender Rufnummer erreichbar: +48 800 190 590

Unser Service für Sie 

Das AußenwirtschaftsCenter Warschau ist für Sie erreichbar via Email warschau@wko.at und Telefon +48 22 586 44 66.

Stand: