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Coronavirus: Situation in Frankreich und Monaco

Aktuelle Lage und laufende Updates

Stand: 29.5.2020 

Aktuell & Wichtig

Frankreich - Stufe 2 der regionalen Öffnung

Mit Montag, 11. Mai hat Frankreich eine stufenweise und regionale Aufhebung der zweimonatigen Ausgangsbeschränkungen, der administrativen Sperre von Geschäften und Lokalitäten begonnen.

Ab Dienstag, 2. Juni 2020 folgt mit der Stufe 2 dieser Öffnung, dessen Details der französische Premierminister am 28. Mai in einer Pressekonferenz präsentiert hat, ein weiterer Schritt in Richtung einer gewissen Normalisierung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Grundtenor bleibt jedoch weiterhin die Beachtung der sozialen Distanzierung von 1 Meter Abstand in allen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen, eine teilweise Maskenpflicht (in öffentlichen Transportmitteln, in Geschäften und anderen geschlossenen Räumen bzw. auf dem Arbeitsplatz, wenn der 1m-Abstand nicht eingehalten werde kann) und leichte Unterschiede in den grünen, orangenen und roten Zonen Frankreichs (Details s.u.). Teleworking wird bis mindestens Montag, 22. Juni v.a. in den nicht grünen Regionen staatlicherseits empfohlen.

Die 3. Stufe der Öffnung soll voraussichtlich ab Montag, 22. Juni beginnen. Gleichzeitig bleibt der sanitäre Staatsnotstand bis einschließlich Freitag, 10. Juli 2020 aufrecht.

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Einzelne Schritte der Stufe 2 von Rot zu Orange in Richtung Grün:

Die sanitäre Situation Frankreichs hat sich generell verbessert, obschon der Virus noch immer und teilweise stark zirkuliert. Knapp 30% der Intensivbetten sind vor allem in der Region Paris noch belegt. Die Regionen Hauts-de-France, Bourgogne-Franche-Comté, Grand-Est wurden zu sogenannten roten zu grünen Zonen, in welchen die Öffnung in bestimmten Fällen freizügiger ist. Die Region Île-de-France (Großraum Paris) verbesserte sich und das Überseedepartement Guyane verschlechterte sich auf eine orangefarbige Zwischenstufe mit mehr Einschränkungen. Nur das Überseedepartement Mayotte bleibt in der roten Zone mit aktiver Virusausbreitung.
Teleworking in den orangenen und roten Zonen wird staatlicherseits empfohlen. Personen aus Risikogruppen wird zudem empfohlen, soziale Kontakte soweit als möglich zu meiden.

Virus App „STOP COVID“

Der Premierminister hat Frankreichs Virus Tracking-App STOP COVID vorgestellt, die ab 2. Juni als Download auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen und ohne längerfristige Datenspeicherung funktionieren wird. Die App informiert anonym jene Kontaktpersonen, die eine neuinfizierte Person in den letzten 14 Tagen gekreuzt haben – unter der Voraussetzung, dass diese Personen die App auch aktiviert hatten. 

Einreise nach Frankreich

Die Einreise nach Frankreich bleibt bis auf genau fest gelegte Ausnahmefälle wie etwa unaufschiebbare Entsendungen (s.u.) und unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin bis Montag, 15. Juni 2020 nicht möglich. Dies bezieht sich auch auf Geschäftsreisen nach Frankreich. Ab dem Montag, 15. Juni soll aber eine Einreise über die EU-Binnengrenzen ohne 14-tägige Quarantäne möglich werden.
Zu Einreisen aus Drittländern will man sich bis zum Montag, 15. Juni mit den EU-Mitgliedsländern auf eine gemeinsame Liste der Herkunftsländer und ein genaues Datum einigen.

Aufgrund der Verbesserung der sanitären Situation wird die Reise-Beschränkung von 100 km Luftlinie innerhalb Frankreichs mit Dienstag, 2. Juni 2020 fallen.

Das Versammlungsverbot für mehr als 10 Personen bleibt weiterhin aufrecht.

Öffnung von Geschäften, Museen und Lokalen

Seit Montag, 11. Mai 2020 sind bereits alle Geschäfte mit Ausnahme von Einkaufszentren über 40.000 m2 Verkaufsfläche geöffnet.

Ab Dienstag, 2. Juni dürfen Museen und öffentliche Gebäude (Monumente) unter Einhaltung der Maskenpflicht öffnen. Ebenso mit Maskenpflicht werden Parks und Gärten bereits am Pfingstwochenende davor geöffnet.
Bei Restaurants, Bars und Cafés gibt es eine generelle Öffnung in den grünen Zonen, in den orangenen Zonen dürfen diese nur Terassen aber nicht die Innenräume aufsperren. Maskenpflicht gilt für Personal und Gäste in Bewegung.
Zeitliche Unterschiede zwischen den Zonen gibt es auch bei der Öffnung von Theatern, Freizeitparks und Sporteinrichtungen wie Schwimmbädern oder Fitness Clubs sowie Tourismusbetrieben (Hotels und Campings). In den grünen Zonen gilt hier der 2. Juni als Tag der Öffnung, in den orangenen Zonen der 22. Juni. Letzter gilt generell frankreichweit für alle Kinos. Sportarten mit Körperkontakt (Fußball, usw.) bleiben weiterhin nicht erlaubt.
Strände und Seen werden generell ab 2. Juni wieder zugänglich sein.
Open Air Veranstaltungen mit bis zu 5.000 Personen sollen unter Einhaltung bestimmter Auflagen stattfinden dürfen.

Die 100%ige Öffnung aller Schulen soll mit 3. Juni erfolgt sein, die Schülerzahl bleibt aufgrund der Covid-19 bedingten sozialen Distanzierung und dem abwechselnden Unterricht gering. Weitere Schulstufen werden in dieser 2. Phase öffnen.
In den orangenen Zonen gibt es eine geringere Öffnung. Die schriftliche Zentralmatura wird heuer nicht abgehalten.

Entsendung von Mitarbeitern nach Frankreich

In dem mit Donnerstag, 20. Mai datiertem, am 25. Mai 2020 im öffentlichen französischen Amtsblatt JO veröffentlichten Rundschreiben 6171/SG (Circulaire 6171/SG), hat der französische Premier Minister Edouard Philippe die Liste jener Ausnahmegründe erweitert, die bestimmten Personen - vor der mit 15. Juni angekündigten, kompletten Öffnung der Binnengrenzen - eine Einreise nach Frankreich erlaubt, und dabei auch die Einreise von entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus nachweisbaren, unaufschiebbaren wirtschaftlichen Gründen und unter bestimmten Voraussetzungen inkludiert, wenn diese aus der der EU, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und dem Vatikan einreisen. 

Ab sofort ist die Einreise also für nachstehende Personengruppen erlaubt (siehe im Speziellen Punkt 7.): 

1. Französische(r) Staatsbürger(in) sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

2. Staatsbürger/in der EU, von Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, des Vereinigten Königreichs, des Vatikans mit Hauptwohnsitz in Frankreich oder im Transit durch Frankreich in das Land seines Hauptwohnsitzes sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

3. Staatsbürger/in eines EU-Drittlandes mit Hauptwohnsitz in Frankreich sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

4. Mitarbeiter von diplomatischen und konsularischen Diensten sowie Mitarbeiter internationaler Organisationen mit Sitz oder Büro in Frankreich in Begleitung ihres/seiner Partners/Partnerin und ihrer/seiner Kinder;

5. Grenzpendler;

6. Saisonarbeitskräfte des landwirtschaftlichen Sektors mit Staatsbürgerschaft der EU, von Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, des Vatikans, des Vereinigten Königreichs oder mit Staatsbürgerschaft eines EU-Drittlandes mit Hauptwohnsitz in einem der o.a. Länder, die entweder eine vorläufige Anstellungsbestätigung, oder eine Empfangsbestätigung mit der Nummer eines vereinfachten Beschäftigungsnachweis TESA oder eines TESA+, oder eines Arbeitsvertrags mit einem in Frankreich ansässigen Unternehmen oder Betrieb vorweisen können und bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllen.

7. Entsandte Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen mit Wohnsitz in der EU, deren Dienstleistung unaufschiebbar ist und die einen Dienstleistungsvertrag vorweisen können, der die Dauer der Dienstleistung anführt (Anm. Unter bestimmten Voraussetzungen s.u.);

8. Ausländische medizinische Fachkräfte zur Unterstützung im Kampf gegen COVID-19;

9. Ausländische Crews von Personen- und Frachtflugzeugen, auch bei der Einreise als Passagiere zu ihrer Abflugbasis;

10. Ausländische(r) Staatsbürger/in die einen internationalen Warentransport durchführen;

11. Ausländische Seeleute, die einen internationalen Warentransport durchführen oder auf einem Fischerboot arbeiten;

12. Person, die die Ausübung des Sorgerechts, den Besuch oder die Unterbringung eines Kindes nachweisen kann;

13. Person, die eine Schulverpflichtung nachweisen kann sowie eine Begleitperson im Falle eines minderjährigen Schülers;

14. Person, die den Besuch eines hilfsbedürftigen Elternteils oder eines Kindes in einer besonderen Einrichtung nachweisen kann; 

Voraussetzungen für die vorübergehende Entsendung von Mitarbeitern:

Vor der Entsendung:

  • Noch vor der Einreise der entsandten Mitarbeiter muss der Auftraggeber einerseits die Bestätigung der Entsendungsmeldung sowie den Nachweis des unaufschiebbaren Charakters der Entsendung an die eigens dafür beim französischen Innenministerium eingerichtete E-Mail-Adresse detaches@interieur.gouv.fr senden.
  • Die Einreise von entsandten Mitarbeitern für einen Zeitraum unter 48 Stunden ist analog zu Grenzgängern von einer Quarantäne befreit.
  • Bei der Einreise von entsandten Mitarbeitern nach Frankreich für einen Zeitraum über 48 Stunden ist eine Selbstquarantäne (Anm.: in Österreich) oder eine andere äquivalente Maßnahme (u.U. negativer Covid-Test) einzuhalten. Diese hat zu Lasten des Arbeitgebers zu erfolgen. Diese Maßnahmen müssen vor der Einreise nach Frankreich im Wohnsitzland (d.i. Österreich) der entsandten Mitarbeiter erfolgen und durch eine Selbsterklärung im Rahmen des Einreisefomulars (siehe fr. Innenministerium) eidesstattlich bestätigt werden.

Beim Grenzübertritt

  • Nachweis und Vorlage an der Grenze der Entsendungsmeldung SIPSI.
  • Die betroffenen Mitarbeiter müssen das Einreiseformular („Attestation de déplacement dérogatoire vers la France métropolitaine depuis: l'Union Européenne et Andorre, Islande, Liechtenstein, Monaco, Norvège, Saint-Marin, Suisse, Royaume-Uni, Vatican“ bei der Einreise vorlegen. Dieses ist auf der Homepage des fr. Innenministeriums abrufbar. 
    Das Einreiseformular enthält auch die eidesstattliche Selbsterklärung für Einreisen bis zu 48 Stunden, welches auch bei Einreisen über 48 Stunden auszufüllen ist. Bei darüber hinaus gehenden Aufenthalten ist zusätzlich eine 14 tägige Quarantäne in Österreich oder eine äquivalente Maßnahme vor der Einreise und auf Kosten des Arbeitnehmers einzuhalten. Inwieweit in diesem Sinne ein Covid-19 Test vorgelegt werden kann, ist aus den Unterlagen des Innenministeriums nicht direkt ersichtlich aber sehr wahrscheinlich. Eine Übersetzungshilfe in deutscher Sprache für das Einreiseformular ist auf dieser Seite als Download zu finden. 

Sicherheitsvorschriften

  • Die Arbeitgeber müssen für die adäquaten Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich Transport, Unterkunft, Arbeitsorganisaton, Arbeitsausstattung und physische soziale Distanzierungs auf dem Arbeitsplatz Sorge tragen, um Ihre Mitarbeiter zu schützen.
  • Diese findet man in den sogenannten, branchenspezifischen  « Fiches conseils métiers et guides pour les salariés et les employeurs », die auf der Seite des französischen Innenministeriums wie z.B. jener für den Bau- und Baustellenbereich über den nachfolgenden Link abrufbar sind (BTP, construction, matériaux) oder Ihnen von Ihrem Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden können.

Die Einreisebestimmungen bzw. die für eine Einreise erforderlichen Unterlagen ändern sich derzeit oft sehr kurzfristig. Bitte erkundigen Sie sich kurz vor Ihrer Abreise beim AußenwirtschaftsCenter Paris (paris@wko.at) sowie bei den AußenwirtschaftsCentern Ihrer Transit-Länder zur tagesaktuellen Situation.

Achtung 

Allgemeine Einreisebeschränkungen bis mindestens 15. Juni 2020 verlängert, Liste der Ausnahmegründe erweitert

Aktuelle Einreisebestimmungen nach Frankreich

ACHTUNG: Auch mit der Lockerung vom 25. Mai 2020 ist die Einreise nach Frankreich für EU-Bürger und Bürger des Schengenraums weiterhin nur in bestimmten Fällen, unter bestimmten Voraussetzungen und unter gleichzeitiger Vorlage des Reisepassierscheins „Attestation de déplacement dérogatoire vers la France métropolitaine depuis: l'Union Européenne et Andorre, Islande, Liechtenstein, Monaco, Norvège, Saint-Marin, Suisse, Royaume-Uni, Vatican“  (Details siehe unter Mitzuführende Formulare) möglich.

Dieser Passierschein ist zumindest bis zur kompletten Grenzöffnung weiterhin gültig und in französischer sowie englischer Sprache auf der Homepage des Innenministeriums abrufbar; Übersetzungshilfe des AußenwirtschaftsCenter Paris unter Downloads abrufbar).

Wir verfolgen die Situation laufend und werden etwaige Änderungen dieser Regelung umgehend hier veröffentlichen.

Die Einreisebestimmungen bzw. die für eine Einreise erforderlichen Unterlagen ändern sich derzeit oft sehr kurzfristig. Bitte erkundigen Sie sich kurz vor Ihrer Abreise beim AußenwirtschaftsCenter Paris (paris@wko.at) sowie bei den AußenwirtschaftsCentern Ihrer Transit-Länder zur tagesaktuellen Situation.

Einreise und Reisebestimmungen

Einreisebeschränkungen

Auch mit der Lockerung vom 25. Mai 2020 ist die Einreise nach Frankreich für EU-Bürger und Bürger des Schengenraums weiterhin nur in bestimmten Fällen, unter bestimmten Voraussetzungen und unter gleichzeitiger Vorlage des Reisepassierscheins „Attestation de déplacement dérogatoire vers la France métropolitaine depuis: l'Union Européenne et Andorre, Islande, Liechtenstein, Monaco, Norvège, Saint-Marin, Suisse, Royaume-Uni, Vatican“  (Details siehe unter Mitzuführende Formulare) sowie nach Maßgabe der französischen Grenzpolizei und abhängig vom Gesundheitszustand ausnahmsweise möglich.

In dem mit Donnerstag, dem 20. Mai datiertem, am 25. Mai 2020 im öffentlichen Amtsblatt JO veröffentlichten Rundschreiben 6171/SG (Circulaire 6171/SG), hat der französische Premier Minister Edouard Philippe die Liste der Ausnahmegründe erweitert, die bestimmten Personen - vor der mit 15. Juni angekündigten, kompletten Öffnung der Binnengrenzen - eine Einreise nach Frankreich erlaubt, und dabei auch die Einreise von entsandten Mitarbeitern aus nachweisbaren, unaufschiebbaren wirtschaftlichen Gründen und unter bestimmten Voraussetzungen inkludiert, wenn diese aus der der EU, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und dem Vatikan einreisen. 

Ab sofort ist die Einreise - wie o.e. fallweise unter bestimmten Voraussetzungen – also für nachstehende Personen erlaubt (siehe v.a. Punkt 7.): 

1. Französische(r) Staatsbürger(in) sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

2. Staatsbürger/in der EU, von Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, des Vereinigten Königreichs, des Vatikans mit Hauptwohnsitz in Frankreich oder im Transit durch Frankreich in das Land seines Hauptwohnsitzes sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

3. Staatsbürger/in eines EU-Drittlandes mit Hauptwohnsitz in Frankreich sowie ihr/seine Partner/Partnerin und ihre/seine Kinder;

4. Mitarbeiter von diplomatischen und konsularischen Diensten sowie Mitarbeiter internationaler Organisationen mit Sitz oder Büro in Frankreich in Begleitung ihres/seiner Partners/Partnerin und ihrer/seiner Kinder;

5. Grenzpendler;

6. Saisonarbeitskräfte des landwirtschaftlichen Sektors mit Staatsbürgerschaft der EU, von Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz, des Vatikans, des Vereinigten Königreichs oder mit Staatsbürgerschaft eines EU-Drittlandes mit Hauptwohnsitz in einem der o.a. Länder, die entweder eine vorläufige Anstellungsbestätigung, oder eine Empfangsbestätigung mit der Nummer eines vereinfachten Beschäftigungsnachweis TESA oder eines TESA+, oder eines Arbeitsvertrags mit einem in Frankreich ansässigen Unternehmen oder Betrieb vorweisen können und bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllen.

7. Entsandte Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen mit Wohnsitz in der EU, deren Dienstleistung unaufschiebbar ist und die einen Dienstleistungsvertrag vorweisen können, der die Dauer der Dienstleistung anführt (Anm. Unter bestimmten Voraussetzungen s.u.);

8. Ausländische medizinische Fachkräfte zur Unterstützung im Kampf gegen COVID-19;

9. Ausländische Crews von Personen- und Frachtflugzeugen, auch bei der Einreise als Passagiere zu ihrer Abflugbasis;

10. Ausländische(r) Staatsbürger/in die einen internationalen Warentransport durchführen;

11. Ausländische Seeleute, die einen internationalen Warentransport durchführen oder auf einem Fischerboot arbeiten;

12. Person, die die Ausübung des Sorgerechts, den Besuch oder die Unterbringung eines Kindes nachweisen kann;

13. Person, die eine Schulverpflichtung nachweisen kann sowie eine Begleitperson im Falle eines minderjährigen Schülers;

14. Person, die den Besuch eines hilfsbedürftigen Elternteils oder eines Kindes in einer besonderen Einrichtung nachweisen kann; 

Voraussetzungen für die vorübergehende Entsendung von Mitarbeitern:

Vor der Entsendung:

  1. Noch vor der Einreise der entsandten Mitarbeiter muss der Auftraggeber einerseits die Bestätigung der Entsendungsmeldung sowie den Nachweis des unaufschiebbaren Charakters der Entsendung an die eigens dafür beim französischen Innenministerium eingerichtete E-Mail-Adresse detaches@interieur.gouv.fr senden.
  2. Die Einreise von entsandten Mitarbeitern für einen Zeitraum unter 48 Stunden ist analog zu Grenzgängern von einer Quarantäne befreit.
  3. Bei der Einreise von entsandten Mitarbeitern nach Frankreich für einen Zeitraum über 48 Stunden ist eine Selbstquarantäne (Anm.: in Österreich) oder eine andere äquivalente Maßnahme (u.U. negativer Covid-Test) einzuhalten. Diese hat zu Lasten des Arbeitgebers zu erfolgen. Diese Maßnahmen müssen vor der Einreise nach Frankreich im Wohnsitzland (d.i. Österreich) der entsandten Mitarbeiter erfolgen und durch eine Selbsterklärung im Rahmen des Einreisefomulars (siehe fr. Innenministerium) eidesstattlich bestätigt werden.

Beim Grenzübertritt

  • Bei Nachfrage durch die französischen Behörden ist der Nachweis und die Vorlage der Entsendungsmeldung SIPSI an der Grenze notwendig
  • Die betroffenen Mitarbeiter müssen das Einreiseformular („Attestation de déplacement dérogatoire vers la France métropolitaine depuis: l'Union Européenne…“) bei der Einreise vorlegen. Dieses ist auf der Homepage des französischen Innenministeriums abrufbar. Das Einreiseformular enthält auch die eidesstattliche Selbsterklärung für Einreisen bis zu 48 Stunden, welches auch bei Einreisen über 48 Stunden auszufüllen ist. Bei darüber hinaus gehenden Aufenthalten ist zusätzlich eine 14 tägige Quarantäne in Österreich oder eine äquivalente Maßnahme vor der Einreise und auf Kosten des Arbeitnehmers einzuhalten. Inwieweit in diesem Sinne ein Covid-19 Test vorgelegt werden kann, ist aus den Unterlagen des Innenministeriums nicht direkt ersichtlich aber sehr wahrscheinlich. 

Sicherheitsvorschriften

  • Die Arbeitgeber müssen für die adäquaten Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich Transport, Unterkunft, Arbeitsorganisaton, Arbeitsausstattung und physische soziale Distanzierungs auf dem Arbeitsplatz Sorge tragen, um Ihre Mitarbeiter zu schützen.
  • Diese findet man in den sogenannten, branchenspezifischen  « Fiches conseils métiers et guides pour les salariés et les employeurs », die auf der Seite des französischen Innenministeriums wie z.B. jener für den Bau- und Baustellenbereich über den nachfolgenden Link abrufbar sind (BTP, construction, matériaux) oder Ihnen von Ihrem Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden können.

Gütertransporte

Gütertransport ist eigens als Einreisegrund erwähnt und folglich nach wie vor möglich. Es gibt derzeit leider unterschiedliche Auslegungen der Definition „Gütertransport“ aufgrund der länderspezifischen Auslegungen der entsprechenden EU-Richtlinie. Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie die Voraussetzung eines Gütertransporteures erfüllen, wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Paris. Wir sind mit den zuständigen Stellen täglich in Kontakt, um diese Unsicherheit zu klären.

Wir verfolgen die Situation laufend und werden etwaige Änderungen dieser Regelung umgehend hier veröffentlichen.

Seit Mittwoch, 8. April 2020 ist zusätzlich für Reisen zwischen Frankreich und den französischen Überseegebieten, bzw. für Reisen aus anderen Ländern nach Frankreich ein eigener Passierschein mitzuführen (Siehe unten: „Mitzuführende Formulare“).

Einreise per Flugzeug

Der Betrieb an französischen Flughäfen ist derzeit auf ein absolutes Minimum reduziert (Reduktion des Flugverkehrs um 90%). Es besteht jedoch KEIN generelles Flugverbot. Flüge nach Paris sind derzeit mit z.B. Lufthansa via Frankfurt möglich. ACHTUNG: die Reisedauer wird sich u.U. stark verlängern. Austrian Airlines und Air France werden die direkten Flugverbindungen von und nach Frankreich voraussichtlich wieder ab dem 15. Juni 2020 aufnehmen. 

Situation an den Grenzen

Die französischen Grenzen innerhalb des Schengenraums sind für unaufschiebbare und begründete Ein- und Ausreisen weiterhin offen.
Wir empfehlen für detaillierte Informationen zu den Bestimmungen Ihrer jeweiligen Transitländer die wko.at COVID-Informationen unserer AußenwirtschaftsCenter vor Ort. Hier kommen Sie direkt zu den Informationen zu Deutschland, der Schweiz und Italien.

Untenstehend finden Sie Informationen zu den offenen Grenzübergängen Richtung Frankreich: 

  • Deutschland: dzt. geöffnet sind Offenburg, Weil/Rhein, Kaiserslautern, Bexbach, zuletzt aktualisiert
    Stand: 29. Mai 2020. Aktuelle Liste des BMI zum Download
  • Schweiz: dzt. großteils geöffnet (die detaillierten Infos mit Stand 16. Mai 2020 finden Sie auf dieser Liste)
  • Italien: Ventimiglia, Monginevro, Frejus und Monte Bianco offen (Stand 26. Mai 2020).

Der Güterverkehr durch Frankreich nach Spanien ist derzeit möglich. Nähere Informationen zu Spanien

Reisewarnung für Frankreich

Das Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) hat am Freitag, 13. März 2020, am Nachmittag eine Reisewarnung für Frankreich herausgegeben. Alle direkten Flüge aus und nach Frankreich wurden ab Montag um 24.00 Uhr gestrichen. Nähere Informationen finden Sie bitte auf der BMEIA-Website.

Mitzuführende Formulare

Mit der teilweisen Aufhebung der Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit wurden zwei der bisher unbedingt erforderlichen Dokumente abgeschafft und ein neues Formular für Fahrten über 100 km eingeführt.

Nicht mehr erforderlich (und deswegen durchgestrichen) sind:

  • Justificatif de déplacement professionnel
  • Attestation de déplacement dérogatoire
  • Déclaration de déplacement en dehors de son département et à plus de 100 km de sa résidence

Die Einreisebeschränkungen wurden bis zumindest 15. Juni 2020 verlängert, aber wie o.e. vermehrt Ausnahmegründe geschaffen. Es gibt ein neues Formular: „Attestation de déplacement dérogatoire vers la France métropolitaine depuis: l'Union Européenne et Andorre, Islande, Liechtenstein, Monaco, Norvège, Saint-Marin, Suisse, Royaume-Uni, Vatican“. 

Das im Download-Bereich befindliche Dokument ist bei der Einreise bzw. in weiterer Folge bei Kontrollen innerhalb Frankreichs unbedingt erforderlich.

Das Formular ist in französischer sowie englischer Sprache auf der Homepage des Innenministeriums abrufbar. Sie finden eine französisch-deutsche Version als Ausfüllhilfe des AußenwirtschaftsCenter Paris im Bereich „Downloads“.

Quarantäne und Covid-19 Tests

Bei Einreise von Bürgern aus der EU (Ausnahme Spanien auf dem Luftweg), dem Schengenraum sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco, Schweiz, San Marino und dem Vatikan müssen, sofern die weiter oben angeführten gültigen Einreisegründe gegeben sind, keine 14-tägige Quarantäne antreten, wenn Sie aus diesen Ländern einreisen. Auch Covid-19 Tests sind nicht für diese Personen nicht vorgesehen.

Saisonarbeitskräfte und entsandte Mitarbeiter müssen bereits vor der Einreise eine 14-tägige Quarantäne antreten oder eine entsprechende Regelung einhalten, inwieweit Covid-19 Tests für Personen als Quarantäneersatz möglich sind, ist noch nicht kommuniziert worden. Die Selbstquarantäne muss eidesstattlich bestätigt werden.

Alle weiteren einreisenden Personen, also auch inkl. jene aus UK und aus Spanien (nur auf dem Luftweg Einreisende) müssen sich in Frankreich in eine vierzehntägige Quarantäne begeben.

Ausreise aus Frankreich

Die Ausreise aus Frankreich für Staatsbürger der Republik Österreich ist über den direkten Landweg mit Kfz, Bus und Zug (Transit) via Deutschland, Schweiz/Fürstentum Liechtenstein und Italien laut Angaben der Behörden möglich. Eine Ausreise mittels Flugzeug aus Frankreich via Deutschland ist derzeit noch möglich. Bitte informieren Sie sich in Österreich zu den entsprechenden Quarantäne- und Grenzkontrollanordnungen nach Einreise in Österreich auf der BMI-Homepage.

Güterwege sind derzeit problemlos zur Ein- und Ausreise befahrbar und für LKW-Fahrerinnen und -Fahrer offen.

Regelungen für den Güterverkehr

Die vorübergehend gültigen Erlässe, die das Wochenend- und Feiertagsfahrverbot für LKWs über 7,5 to aufgehoben sowie die erlaubten Lenkzeiten hinaufgesetzt und die vorgeschriebenen Ruhezeiten verringert hatten, wurden nicht mehr verlängert.

Achtung: Es gelten in Frankreich wieder die normalen Lenk- und Ruhezeiten sowie die normalen Wochenend-und Feiertags-Regelungen.

Derzeit gibt es keine Einschränkung des Güterverkehrs in Frankreich. Die entsprechenden Zusatzformulare (siehe oben „Mitzuführende Formulare“) sowie die üblichen Dokumente sind jedoch dringend mitzuführen.

Güterwege sind derzeit problemlos zur Ein- und Ausreise befahrbar und für LKW-Fahrerinnen und -Fahrer offen.

  • Es gibt derzeit keine Anweisungen, dass LKWs, die Güter befördern nicht nach Frankreich ein- oder ausfahren dürfen.
  • LKW-Fahrer und Transporteure brauchen KEIN ärztliches Attest über ihren Gesundheitszustand (sprich negatives molekularbiologischer SARS-Cov-2 Test). Sie sind davon AUSGENOMMEN. 
  • Es kommt zu längeren Wartezeiten für LKWs bei der Einreise und Ausreise an französischen Grenzübergängen. Eine zentrale vor allem aber aktuelle Aufstellung der offenen Grenzübergänge zwischen Frankreich und Deutschland finden Sie auf der Seite des BMI. „Große“ Grenzübergänge sind prinzipiell offen.
  • Um Grenzwartezeiten, Abfertigungen und Staus auf den Haupttransport-Achsen in Frankreich zu vermeiden, empfehlen wir dringend, vorab mit dem französischen Kunden Kontakt aufzunehmen um sicherzustellen, dass die Lieferung auch tatsächlich abgenommen wird. 
  • Es ist NICHT richtig, dass lediglich Arzneimittel, Pharmazeutika und Nahrungsmittel nach Frankreich transportiert werden dürfen. Es können auch andere Güter transportiert werden.
  • Bei Problemen mit dem Zoll, der Polizei oder der Gendarmerie kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Paris umgehend (Kontaktdaten am Ende der Seite). Wir stehen mit den zuständigen Behörden in stetigem und direktem Kontakt.

Es kann ggf. zur Beschlagnahmung von Waren (auch importierter Güter) und Dienstleistungen kommen. In diesem Falle ist das WKÖ-AußenwirtschaftsCenter sofort zu informieren (Kontaktdetails am Ende dieses Artikels).

Offene Autobahnen und Reparaturwerkstätten

LKW-Reparaturwerkstätten und technische Kontrollzentren sind wieder fast vollständig geöffnet.

Offene Hotels für Transporteure und Baustellenarbeiter

Seit dem 11. Mai haben auch Hotels wieder die Möglichkeit zu öffnen. Die Suche nach Hotels dürfte daher wieder viel einfacher sein.

Genehmigung der Ausfuhr persönlicher/medizinischer Schutzausrüstung aufgehoben

Die Durchführungsverordnung (EU) 2020/568 ist mit 25. Mai 2020 ausgelaufen und wurde nicht mehr verlängert. Somit ist seit 26. Mai 2020 keine Bewilligung mehr für den Export medizinischer persönlicher Schutzausrüstung (PSA) erforderlich.
Ausfuhranträge für PSA-Güter sind nicht mehr notwendig. Siehe dazu auch HIER.

Zugverkehr

Der internationale Zugsverkehr ist weiterhin auf ein Minimum reduziert, da die Grenzen noch bis zum 15. Juni weitgehend geschlossen sind. Nationale TGV-Schnellzugverbindungen sowie Nahververkehrszüge (TER, Intercité) wurden wieder auf 50% des Normalverkehrs angehoben. An den Eingängen der Bahnhöfe finden Kontrollen durch die Polizei statt. Nur Reisende mit einer Fahrkarte und ihrem entsprechenden Passierschein, falls die Reise über eine Departement-Grenze oder länger als 100 km ist, können den Bahnhof betreten und in die Züge einsteigen.

Flugverkehr

Der im Süden von Paris gelegene Flughafen Orly ist seit 31. März 2020 mangels Flugverkehr vorübergehend, auf unbestimmte Zeit, geschlossen, verbleibende Flüge werden nach Roissy CDG im Norden der Hauptstadt umgeleitet. Der zweite internationale Flughafen Orly sollte aber mit 26. Juni 2020 wieder geöffnet werden.

Linienflüge zwischen Frankreich und Österreich sind seit Dienstag, 17. März 2020, 00:00 eingestellt. Eine Flugverbindung über Deutschland ist derzeit noch verfügbar. Austrian Airlines und Air France werden die direkten Flugverbindungen von und nach Frankreich voraussichtlich wieder ab dem 15. Juni 2020 aufnehmen.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Frankreich hat mit 24. März den sanitären Staatsnotstand ausgerufen. Dieser wurde mittlerweile bis 10. Juli verlängert.

Mit dem Ende der strikten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürger seit Montag, 11. Mai und der zweiten Öffnungsphase ab 2. Juni hat Frankreich noch nicht den Normalbetrieb aufgenommen.

Als oberstes Prinzip gilt weiterhin die soziale Distanzierung von mindestens 1 Meter und das strikte Befolgen sonstiger Hygiene-Barrieren wie das Tragen eine Maske sowie das regelmässiges und häufiges Waschen der Hände usw.

Es gibt vorerst noch regional geltende Vorgaben zum Teleworking, soweit dies möglich ist, Maskenpflicht im öffentlichen Transport, in Schulen, Geschäften und ggf. auch auf dem Arbeitsplatz, wenn die soziale Distanzierung nicht möglich ist.

Tests auf eine Covid-19 Infektion werden in Verdachtsfällen durchgeführt und das soziale Umfeld des Infizierten wird ebenfalls zu Tests eingeladen. 

Informationen zu den Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz

Verschiedenste Branchenverbände haben Sicherheitsvorschriften für die Mitgliedsbetriebe verfasst, die die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erleichtern. Auf der Seite des französischen Arbeitsministerium finden Sie, leider nur in französischer Sprache, verschiedenste Guides in den unterschiedlichen Branchen.

Dort gibt es einen etwas ausführlicheren Guide für die Baubranche von OPPBTP (French Professional Agency for Risk Prevention in Building and Civil Engineering), als Download am Ende der o.e. Internetseite unter BTP, construction, matériaux. Leider gibt es diesen nur in einer französischen Version, dafür aber auch als Youtube Video.

Es handelt sich dabei vor allem die Verpflichtung zur Einschulung der Mitarbeiter über die verpflichtend einzuhaltenden Barrieren zur Virusübertragung, also allgemeine Sicherheitsmaßnahmen (Distanzierungs-Regeln auf den Baustellen und in den Fahrzeugen mit einem Mindestabstand von 1 bis 1,5 Meter, Zurverfügungstellung von Wasser und Seife oder Desinfektionsgel, Waschmöglichkeiten auf der Baustelle und vermehrte Pausen, entsprechende Verpflegungsmöglichkeiten, usw.) aber auch die Empfehlung, Lehrlinge und Praktikanten sowie ältere Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit chronischen Erkrankungen nicht auf den Baustellen einzusetzen.

Die soziale Distanzierung von 1 Meter gilt im Übrigen auch bei der Anreise von Mitarbeitern in einem gemeinsamen Firmenfahrzeug. Die Verwendung von Atemschutzmasken und Schutzbrillen ist Vorschrift, wenn der Mindestabstand von einem Meter zwischen zwei Arbeitern nicht eingehalten werden kann.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die EU hat sich am 9. April auf ein 540 Mrd. EUR-Paket an Unterstützungsmaßnahmen für Europa geeinigt, wovon 100 Mrd. EUR für Kurzarbeit, 200 Mrd. EUR für Bankkredite an KMUs über die Europäische Investitionsbank (EIB) und 240 Mrd. EUR für den Gesundheitssektor angedacht sind.

Die französische Regierung hat selbst, auch auf Druck der Wirtschaftsvertretungen (Business France, MEDEF), wirtschaftspolitisch wesentlich schneller und stärker auf den Ausbruch des COVID-19 reagiert als z.B. Deutschland und budgetpolitische Maßnahmen gesetzt.

Der französische Wirtschafts-/Finanzminister hat bereits am Dienstag, 03. März 2020 den „Wirtschafts-Notstand“ für Frankreich ausgerufen. Dieser wurde bis zum 10. Juli 2020 verlängert.

Untenstehend finden Sie eine Aufzählung der einzelnen Maßnahmen. Das AußenwirtschaftsCenter Paris hat eine ausführliche Information zu den unten angeführten Maßnahmen für Sie zusammengesetllt, die regelmäßig aktualisiert wird. Bei Interesse schicken Sie bitte ein E-Mail an paris@wko.at .

  • Allgemeine Maßnahmen
    • Finanzhilfen für einzelne Großbetriebe (Air France, Renault, etc.)
    • Anerkennung von COVID-19 als höhere Gewalt im öffentlichen Sektor
  • Direkthilfen
    • Fond de Solidarité (Direkthilfe für Klein- und Kleinstunternhemen sowie Tourismus)
    • Aufschub bzw. Aussetzung von gewissen Zahlungsverpflichtungen
    • Stundung bzw. Erlass von Steuerschulden und Sozialabgaben
    • Aufschub der Frist der „Liasses fiscales“ (Bilanzen mit Steuererklärung)
    • Vorzeitige Auszahlung von Vorsteuern
    • Ausschüttung der sog. Macron-Prämie
  • Kredite und Garantien
    • Fonds iHv EUR 300 Mrd zur Garantie von neuen Bankkrediten
    • Garantien der staatlichen Investitionsbank Bpifrance für Umschuldung von Bankkrediten
    • Notfalls-Kredite für den Tourismussektor
    • Kostenlose Verlängerung von Rückzahlungszeiträumen bei fast allen Hausbanken
    • Staatliche Rückversicherung der privaten Kreditrückversicherer

  • Maßnahmen betreffend Export
    • Unterstützungsplan für französische Exportunternehmen
  • Maßnahmen betreffend Arbeit
    • Hinaufsetzen der Maximalarbeitszeit in besonders geforderten Branchen
    • Teilweise Refundierung der Mehrkosten für Überstunden
    • Verstärkung der Kurzarbeitsregelung (Senkung der 100%igen Kurzarbeitszeitrefundierung durch den Staat auf 85% ab 1. Juni 2020, die zusätzlichen 15% direkt durch den Arbeitgeber, Ausnahme: im Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sowie in der Kultur refundiert der Staat weiterhin 100% der Entschädigung.)

  • Unterstützung durch die französischen Versicherungen
    • Beitrag zum Solidaritätsfonds
    • Nachlässe bei Versicherungsbeiträgen
  • Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung
    • Direkthilfen für einkommensschwache Familien
    • Prämien für Pflegepersonal in Spitälern und Altersheimen
    • Prämien für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes
    • Verlängerung der Winterruhe (=Verbot von Wohnungskündigungen während der Wintermonate)
    • Bezahlter technischer Krankenstand bei nachgewiesener Betreuungspflicht

Weitere Informationen und Notfallnummern in Frankreich und Monaco

Information in Frankreich 

Die französische Regierung hat eine Telefonhotline zwischen 09:00 – 19:00 Uhr unter der lokalen Nummer 0 800 130 000 eingerichtet. Diese Hotline gibt keine Auskünfte medizinischer Natur im Falle von Infektionsanzeichen. In diesen Fällen wird auf die allgemeine Notrufnummer 15 hingewiesen. Die französische Webpage gouvernement.fr/info-coronavirus wird täglich ajouriert. Die Notfallsnummer 15 ist seit Tagen hoffnungslos überlastet. Es sollte zuerst der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Keinsfalls soll ein Spital, Ambulatorium oder Arzt direkt aufgesucht werden.

Information zum Fürstentum Monaco 

Das Fürstentum Monaco, das bereits am Montag, 4. Mai 2020 mit der Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit begonnen hat, hat eine eigene Informationsseite in englischer Sprache eingerichtet.

Kontakt in Frankreich für österreichische Firmen

WD Mag. Christian H. Schierer
T +33(0)1 53 23 05 05 (ist auf das Mobiltelefon umgeleitet)
M +33(0)6 86 22 06 21 (auch WhatsApp)

sowie via Messenger (FacebookTwitterLinkedIn, Instagram des AC Paris).

Notfallnummern in Frankreich und Monaco

Notfallnummern in Frankreich und Monaco sind:

Österreichische Botschaft: T +33 (0)1 40 63 30 63

Allgemeiner Notruf FR: 112 | MONACO: 12

Polizei FR: 17 | MONACO: 18

Rettung FR: 15 (in Covid-19 Notfällen) | MONACO: 92 05 55 00 oder covid19@gouv.mc

Feuerwehr FR: 18 | MONACO: 18