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Coronavirus: Situation in Frankreich und Monaco

Aktuelle Lage und laufende Updates

Stand: 10.05.2021


Aktuell & Wichtig

Fahrplan zur behutsamen Öffnung der Wirtschaft

Montag, 3. Mai: Ende des Tages-Passierscheins und der innerfranzösischen Reisebeschränkungen

Montag, der 3. Mai markiert den ersten Schritt im Kalender mit dem Beginn der Aufhebung der Einschränkungen untertags, insbesondere der bislang scharfen 10 km Beschränkung rund um den Wohnsitz.

Die nächtliche Ausgangssperre bleibt zwar ab 19:00 und bis 06:00 Uhr bestehen (Formular bei Vorhandensein von Ausnahmegründen), aber es sind untertags keine Ausnahmegründe und damit auch kein Passierschein mehr erforderlich, um sich uneingeschränkt im öffentlichen Raum bewegen zu können.

Überregionale Reisen innerhalb Frankreichs sind wieder erlaubt. Auch die restlichen Schulklassen der Lycées und der Collèges (allerdings nicht die drei höchsten Schulstufen) werden 50 % Präsenzunterricht durchführen

Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, bleiben weiter geschlossen und Telearbeit ist die verordnete Norm vor allem für Betriebe in und um Paris. Die Regelung gilt allerdings für das gesamte Staatsgebiet.

Mittwoch, 19. Mai: Öffnung der Geschäfte, Terrassen und Kulturstätten

Während dieser zweiten Phase können Geschäfte, die bisher nicht geöffnet sein durften, und kulturelle Einrichtungen wieder für einen Teil ihres Publikums (Personenlimits) öffnen. Museen, Denkmäler, Theater, Kinos und Vergnügungsstätten mit sitzendem Publikum (bis zu einem Limit von 800 Zuschauern im Innenbereich und 1.000 im Außenbereich) dürfen wieder öffnen

Die Grenze für das Verbot von Versammlungen wird von 6 auf 10 Personen angehoben. Cafés und Restaurants werden wieder – allerdings nur auf deren Terrassen - Gäste empfangen können (max. 6 Personen pro Tisch). Die nächtliche Ausgangssperre wird von derzeit 19:00 auf 21:00 Uhr verschoben

Sportliche Aktivitäten, vor allem in Vereinen, werden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich (Ausnahme Kontaktsport nur im Außenbereich) wieder erlaubt. Auch Sportveranstaltungen dürfen mit dem Besucherlimit von 800 Zuschauern im Innenbereich und 1.000 im Außenbereich durchgeführt werden

9. Juni: Nächtliche Ausgangssperre ab 23:00 Uhr und Gesundheitspass

Die dritte Stufe der Sanierung sieht die Öffnung aller Cafés und Restaurants vor, die bisher auf Terrassen beschränkt war. Das Limit von maximal 6 Personen an einem Tisch wird jedoch beibehalten. Auch Sportklubs werden mit strengen Sanitärprotokollen wieder öffnen

Für die Teilnahme an sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen, auch in Stadien, bei Festivals und Konzerten, sowie an Messen und Ausstellungen mit mehr als 5.000 Personen wird ein Gesundheitspass benötigt.

Ausländische Touristen können Frankreich wieder besuchen, aber auch sie benötigen den für nächste Wochen auf europäischer Ebene zu erwartende Gesundheitspass für die Einreise. 

Ab 30. Juni: Ende der nächtlichen Ausgangssperre

Das Ende der nächtlichen Ausgangssperre stellt die letzte Etappe der geplanten Öffnung in Frankreich dar; die sanitär-sozialen Distanzierungsmaßnahmen werden jedoch beibehalten.

Die Veranstaltungen, zu denen mehr als 1.000 Menschen im Freien und/oder in einer Halle kommen dürfen, sind auch für Menschen mit einem Gesundheitspass zugänglich (z.B. Sommerfestivals).

Je nach örtlicher Gesundheitslage werden die Personenlimits in Betrieben, die die Öffentlichkeit empfangen, und bei Versammlungen aufgehoben.

Verlangsamte Öffnung bei Verschlechterung der Infektionssituation

In einigen Departements könnte es zur Beibehaltung der Einschränkungen oder einem langsameren Fahrplan ("Notbremse") kommen, wenn die Verbreitung der Epidemie in bestimmten Gebieten wieder ansteigt, und zwar nach vorhergehender Absprache zwischen der Regierung und dem Präfekten des Departements.

Drei Kriterien wurden festgelegt, um die Notwendigkeit einer Verlangsamung der Wiederöffnung der Wirtschaft zu bewerten: der Schwellenwert der Inzidenzrate bei 400 pro 100.000 Einwohner, der plötzliche und starke Anstieg der Inzidenzrate und die Gefahr der kompletten Auslastung der Intensivbetten. Departements, die diese Schwellenwerte überschreiten, müssen Beschränkungsmaßnahmen anwenden.

Verschärfte Einreiseregelungen für Reisende aus Virusmutationsgebieten seit 24.4.2021

Für Reisende aus sogenannten Virusmutationsgebieten gelten seit Samstag, den 24.4.2021, strengere Einreiseregelungen. Dies betrifft die Länder Argentinien, Brasilien, Chile, Südafrika, Indien und das französische Überseegebiet Französisch Guyana. Diese Liste wurde mit 09.05.2021 um Bangladesh, Katar, Nepal, Pakistan, Sri Lanka, Türkei und VAE erweitert. Verschärft werden dabei die Einreisevoraussetzungen sowie die Quarantäne. 

Einreisevoraussetzung ist nun ein negativer PCR-Test, der weniger als 36 Stunden alt ist (anstelle von 72 Stunden), oder ein negativer PCR-Test, der weniger als 72 Stunden alt ist, zusammen mit einem negativen Antigentest, der weniger als 24 Stunden alt ist. Ein Antigentest wird darüber hinaus systematisch bei der Ankunft in Frankreich durchgeführt, bevor der Flughafen verlassen wird.

Es ist das entsprechende Einreiseformular sowie eine eidesstattliche Erklärung mitzuführen, in der man u.a. die Abwesenheit von Corona-Symptomen bestätigt und sich zur Einhaltung der Quarantäne verpflichtet. 

Darüber hinaus wird die Quarantäne für Reisende aus diesen Virusmutationsgebieten von 7 Tagen auf 10 Tage verlängert. Es muss bereits vor Abreise der Nachweis über ein geeignetes Quarantänequartier erbracht werden. Die Quarantäne darf nur zwischen 10:00 und 12:00 Uhr für ganz bestimmte Ausnahmegründe wie etwa den Einkauf von Lebensmitteln verlassen werden.

Die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne wird von der Polizei oder der Gendarmerie durchgeführt, wobei die Geldstrafen bei Nichteinhaltung der Isolation erhöht werden. Bei Nichteinhaltung der Quarantäne kann ein Bußgeld von EUR 1.000 bis Euro 1.500 verhängt werden.

Die Gründe und Kategorien von Personen, die aus den betroffenen Ländern nach Frankreich einreisen dürfen, sind stark eingeschränkt (zwingender
Grund). Bei Fragen, ob die Einreise bzw. der Transit möglich ist, stehen wir gerne unter paris@wko.at zur Verfügung. 

Neuer Passierschein Attestation de déplacement dérogatoire für nächtliche Ausgangssperre online

Seit heute 3.5.2021 ist ein aktualisierter Passierschein, die „Attestation de déplacement dérogatoire“ online, die über nachstehenden Link heruntergeladen werden kann: . Es gibt dazu eine englischsprachige Version, die ebenfalls verwendet werden kann. Sie gilt nach Aufhebung des Lockdowns untertags nun nur mehr für Ausnahmegründe während der nächtlichen Ausgangssperre von vorerst 19:00 bis 06:00 Uhr und ist von der betroffenen Person selbst zu unterfertigen. Die digitale Version für Mobiltelefone ist nur in französischer Sprache verfügbar. Es handelt sich dabei um Gründe aus dem Privatbereich der betroffenen Person.
Lesen Sie dazu unsere Erläuterungen im Punkt „Einreise und Reisebestimmungen (insb. Mitarbeiterentsendung) Innerhalb Frankreichs mitzuführende Formulare“.

Entsandte Mitarbeiter benötigen die Arbeitgeberbestätigung Justificatif de déplacement professionnel, wenn diese aus beruflichen Gründen nicht rechtzeitig vor 19:00 Uhr in Ihre Unterkunft zurückkehren können.

Wirtschaftshilfen zumindest für die Dauer der Beschränkungen und auch kurze Zeit danach unverändert fortgeführt

Solange die Öffnung gemäß Fahrplan nicht erlaubt ist, werden die bis dato bereits geltenden Wirtschaftshilfen im selben Ausmaß weitergeführt. Sie sollen in vielen Bereichen auch noch kurze Zeit danach weitergelten. So werden etwa Gastronomiebetriebe, die ab 19. Mai vorerst nur die Terrassen im Außenbereich aufsperren dürfen, noch immer einen Umsatzausgleich erhalten können. Es werden einzelne Gesetze oder Dekrete dazu erwartet.
Bitte lesen Sie mehr dazu weiter unten im Kapitel „Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft“.

PCR-Tests bei Einreise nach Frankreich aus EU-Ländern und Schengenraum bleiben vorerst

Seit dem 31.1.2021 muss jede in Frankreich aus anderen EU-Mitgliedsstaaten oder aus Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz oder dem Vatikan einreisende Person, die älter als 11 Jahre ist, einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt ist, vorweisen können, um in Frankreich einreisen zu dürfen. 

Ob der für die nächsten Wochen auf europäischer Ebene zu erwartende Gesundheitspass eine Alternative zur Einreise mit einem negativen PCR-Test ab 9. Juni 2021 darstellen wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Eine Ausnahme besteht nur bei internationalen Güterbeförderern (LKWs mit mehr als 3,5 to max. zulässiges Höchstgewicht), Grenzpendlern (Anm.: Personen, die den Wohnsitz in einem Land und den Arbeitgeber im anderen EU- oder Schengenland haben und regelmäßig pendeln) sowie Personen, die in Grenznähe wohnen, solange dabei eine maximale Entfernung von 30 km vom Wohnort eingehalten wird.

Eidesstattliche Erklärung 

Weiters muss jede Person über 11 Jahre bei der Einreise eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, in der sie erklärt,

  • dass sie keine Symptome einer Covid-19-Infektion zeigt, 
  • dass ihr nicht bekannt ist, dass sie innerhalb der letzten 14 Tage vor der Reise mit einem bestätigten Fall von Covid-19 in Kontakt war, und
  • dass sie akzeptiert, dass ein Test oder eine biologische Untersuchung zum virologischen Nachweis von SARS-CoV-2 bei der Ankunft im nationalen Hoheitsgebiet durchgeführt werden kann.

Achtung, diese Verpflichtung zu einem etwaigen Test in Frankreich dient für etwaige Stichproben, ersetzt aber nicht den vor Einreise durchzuführenden PCR-Test. 

Bei Personen unter 11 Jahren gibt es eine vereinfachte vom gesetzlichen Vertreter unterzeichnete Erklärung ohne Bereitschaft zu einem Test in Frankreich.

Diese Nachweise sind bei Flug- und Schiffsreisen verpflichtend bereits vor der Abreise dem jeweiligen Transportunternehmen vorzulegen.

Formular-Download

Da es für diese eidesstattliche Erklärung von Personen, die aus einem anderen EU-Land oder dem Schengenraum einreisen, keine Übersetzung in die englische Sprache gibt, haben wir eine deutsch-französische Ausfüllhilfe angefertigt. Bitte verwenden Sie nur das Formular in französischer Sprache. Hier geht’s zum Formular-Download-Link. Klicken Sie dann auf Punkt 1) « Déplacement vers la France métropolitaine depuis un pays de l'espace européen » und das Formular « Déclaration pour voyageur de 11 ans et plus ».

Achtung bei der Einreise in den französischen Überseegebieten gibt es zusätzlich zur PCR-Testpflicht teilweise eine Quarantänepflicht. Bitte erkundigen Sie sich im AußenwirtschaftsCenter Paris: paris@wko.at.


Einreise und Reisebestimmungen (insbes. Mitarbeiterentsendung)

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinNeinJa
Einreise nur mit max.72 Stunden altem PCR-Test möglich; strengere Regelungen für EU-Drittländer; Sonderregelungen für Mutationsgebiete

Regelungen für Mitarbeiterentsendung 

Achtung Entsendungen! Bei Entsendungen gelten weiterhin die Bestimmungen zur Meldung der vorübergehend entsandten Mitarbeiter (SIPSI-Meldung) inkl. der erforderlichen Unterlagen zur Einhaltung der zwingend vorgeschriebenen, arbeitsrechtlichen Bestimmungen für angestellte entsandte Mitarbeiter sowie der Ernennung eines Behördenvertreters.

Bezüglich der Rückreise nach Österreich beachten Sie bitte die weltweite Reisewarnung ab 19. Dezember 2020 und die aktuell gültigen Einreisebestimmungen in Österreich.

Einreise nach Frankreich aus der EU 

Seit dem 31.1.2021 muss jede in Frankreich aus anderen EU-Mitgliedsstaaten oder aus Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz oder dem Vatikan einreisende Person, die älter als 11 Jahre ist, einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt ist, vorweisen können, um in Frankreich einreisen zu dürfen. 

Eine Ausnahme besteht nur bei internationalen Güterbeförderern (LKWs mit mehr als 3,5 t max. zulässiges Höchstgewicht), Grenzpendlern (Anm.: Personen, die den Wohnsitz in einem Land und den Arbeitgeber im anderen EU- oder Schengenland haben und regelmäßig pendeln) sowie Personen, die in Grenznähe wohnen, solange dabei eine maximale Entfernung von 30 km vom Wohnort eingehalten wird.

Eidesstattliche Erklärung s.u. Formulardownload

Weiters muss jede Person über 11 Jahre bei der Einreise eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, in der sie erklärt,

  • dass sie keine Symptome einer Covid-19-Infektion zeigt, 
  • dass ihr nicht bekannt ist, dass sie innerhalb der letzten 14 Tage vor der Reise mit einem bestätigten Fall von Covid-19 in Kontakt war, und
  • dass sie akzeptiert, dass ein Test oder eine biologische Untersuchung zum virologischen Nachweis von SARS-CoV-2 bei der Ankunft im nationalen Hoheitsgebiet durchgeführt werden kann.

Achtung, diese Verpflichtung zu einem etwaigen Test in Frankreich dient für etwaige Stichproben, ersetzt aber nicht den vor Einreise durchzuführenden PCR-Test. 

Bei Personen unter 11 Jahren gibt es eine vereinfachte vom gesetzlichen Vertreter unterzeichnete Erklärung ohne Bereitschaft zu einem Test in Frankreich.

Diese Nachweise sind bei Flug- und Schiffsreisen verpflichtend bereits vor der Abreise dem jeweiligen Transportunternehmen vorzulegen.

Formular-Download

Da es für diese eidesstattliche Erklärung von Personen, die aus einem anderen EU-Land oder dem Schengenraum einreisen, keine Übersetzung in die englische Sprache gibt, haben wir eine deutsch-französische Ausfüllhilfe angefertigt, die Ihnen rechts oben unter „Downloads“ zur Verfügung steht. Bitte verwenden Sie nur das Formular in französischer Sprache. Hier geht’s zum Formular-Download-Link. Klicken Sie dann auf Punkt 1) « Déplacement vers la France métropolitaine depuis un pays de l'espace européen » und das Formular « Déclaration pour voyageur de 11 ans et plus ».

Achtung bei der Einreise in den französischen Überseegebieten gibt es zusätzlich zur PCR-Testpflicht teilweise eine Quarantänepflicht. Bitte erkundigen Sie sich im AußenwirtschaftsCenter Paris: paris@wko.at. 

Achtung Einreise aus EU-Drittländern mit Test und Quarantäne

Bei einer Einreise von Personen aus EU-Drittländern oder von Personen, die sich in den letzten sieben Tagen in einem EU-Drittland aufgehalten haben, ist der Nachweis eines negativen Test-Ergebnisses (PCR, weniger als 72 Stunden alt) erforderlich, sofern die einreisende Person älter als 11 Jahre ist. 

Die Einreise aus EU-Drittländern ist nur mehr unter der Voraussetzung von besonderen Ausnahmegründen erlaubt, die im Einreiseformular angeführt sind. Als Ausnahmegrund zählt u.a. der Transit bei der Heimreise einer Person mit EU-Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsgenehmigung in einem EU oder Schengenland in das jeweilige Heimatland. Die wirtschaftlichen Gründe sind sehr stark eingeschänkt und gelten nur für Gesundheitspersonal und Transporteure. (Ausnahme: Einreise aus UK, Singapur, Neuseeland, Japan, Israel, Südkorea und Australien, s.u.) 

Weiters müssen die Einreisenden – auch jene unter 11 Jahren - ein Einreiseformular und eine eidesstattliche Erklärung (bzgl. Abwesenheit von COVID-19 Symptomen, zu Nichtkontakt mit Covid-Kontaktpersonen in den letzten 14 Tagen und Einhaltung der Einreiseregelungen) vorlegen.

Diese eidesstattliche Erklärung beinhaltet auch das Einverständnis zur Verpflichtung zu einer einwöchigen Quarantäne vor Ort und zur Verpflichtung zu einem 2. Test am Ende der Quarantänezeit. Personen unter 11 Jahren müssen keinen PCR-Test am Ende der Quarantänezeit absolvieren. 

Das Einreiseformular sowie die eidesstattliche Erklärung sind auf der Seite des französischen Innenministeriums downloadbar. Hier geht’s zum Formular-Download-Link.

Sie können auf der Mitte der Seite auf die englische Sprachversion wechseln. Hier stehen die nötigen Dokumente in englischer Übersetzung zur Verfügung. Stellen Sie sicher, dass die Infoseite „TRAVEL TO/FROM AN OTHER COUNTRY OUTSIDE THE EUROPEAN AREA” angeklickt ist. Unter Punkt „2.1. Mobility rules and regulations“ finden Sie das Einreiseformular, unter Punkt „2.2. Health control measures“ finden Sie die eidesstattliche Erklärung (s.u.). 

Die Einreise ohne PCR-Test ist ausschließlich unter der besonderen Voraussetzung gestattet, dass ein PCR-Test nachweislich nicht im EU-Drittland möglich ist, aus dem eine Person nach Frankreich einreist. Dies muss mit einer offiziellen Bestätigung des zuständigen französischen Konsulats oder der französischen Botschaft nachgewiesen werden. Diese offizielle Bestätigung muss auch die für die Einreise erforderlichen unaufschiebbaren beruflichen, medizinische oder familiäre Gründen anführen. Es folgt eine gesonderte Prozedur für diesen beschränkt vorkommenden Personenkreis.

Achtung:
Für die Einreise aus Argentinien, Brasilien, Chile, Französisch-Guyana, Südafrika und Indien gelten strengere Regelungen für die PCR-Tests und die Quarantäne (siehe oben „Aktuell & Wichtig: Verschärfte Einreiseregelungen für Reisende aus Virusmutationsgebieten seit 24.4.2021“)

Ausreise aus Frankreich in EU-Drittländer 

Seit 31.1.2021 gilt auch bei der Ausreise aus Frankreich in EU-Drittländer, dass unaufschiebbare berufliche, medizinische oder familiäre Gründe nachgewiesen werden müssen.
Es gibt dazu ein eigenes Formular, welches bei der Ausreise aus Frankreich den Behörden (bzw. den Fluglinien beim Einchecken in Richtung EU-Drittland) vorgelegt werden muss.
Eine englischsprachige Version dieses Formulars ist auf der Seite des französischen Innenministeriums zum Herunterladen verfügbar.

Erleichterung bei Einreise aus UK, Singapur, Neuseeland, Japan, Israel, Südkorea und Australien

Seit 15.3.2021 Mitternacht gelten Einreiseerleichterungen für folgende EU-Drittstaaten: UK, Singapur, Neuseeland, Japan, Israel, Südkorea und Australien.

Für die Einreise aus diesen ausgewählten Ländern ist kein zwingender Grund mehr erforderlich. Voraussetzungen sind ein maximal 72 Stunden alter PCR-Test (zum Zeitpunkt der Einreise) und eine eidesstattliche Erklärung. Diese Erklärung enthält:

  • Bestätigung, keine COVID-Symptome zu haben,
  • Bestätigung, mit keiner COVID-positiven Person in Kontakt gewesen zu sein
  • Verpflichtung zu einer 7-tägigen Selbstquarantäne. Am Ende dieser Quarantäne ist ein erneuter PCR-Test durchzuführen.
  • Verpflichtung, an stichprobenhaften COVID-Tests bei Einreise teilzunehmen (befreit NICHT vom max. 72 Stunden alten PCR-Test, der bei Einreise vorgelegt werden muss).

Die eidesstattliche Erklärung steht unter diesem LINK zum Download bereit. Sie können auf der Mitte der Seite auf die englische Sprachversion wechseln. Stellen Sie sicher, dass die Infoseite „Travel to/from Australia, South Korea, Israel, Japan, New Zealand, United Kingdom, Singapore“ angeklickt ist. 

Mit dem Dekret vom 23. März 2021 (Décret n° 2021-308 du 23 mars 2021 modifiant les décrets n° 2020-1262 du 16 octobre 2020 et n° 2020-1310 du 29 octobre 2020) werden LKW-Fahrer, die in Ausübung Ihres Berufs von UK nach Frankreich einreisen“, von der Vorlage eines PCR-Tests befreit. Siehe dazu Article 56-2 des Dekrets: „Par dérogation, cette obligation ne s'applique pas aux déplacements des professionnels du transport routier dans l'exercice de leur activité.“

Innerhalb Frankreichs mitzuführende Formulare

Die nächtliche Ausgangssperre gilt seit Samstag, 20.3.2021, von 19:00 - 06:00 Uhr. Während der nächtlichen Ausgangssperre von 19:00 – 6:00 Uhr ist das Verlassen der Unterkunft nur aus wenigen Ausnahmegründen möglich. Hierzu zählt insbesondere der Weg zur Arbeit, sofern diese unbedingt während der Zeit der Ausgangssperre verrichtet werden muss, sowie dringende Geschäftsreisen. Die Dringlichkeit ist im Zweifel nachzuweisen. Darüber hinaus zählen wie schon zuvor dringende familiäre Grunde, Unterstützung einer hilfsbedürftigen Person, gerichtliche bzw. behördliche Vorladungen, Transit von und zu Langstreckenverkehrsmitteln (Zug und Flug) etc. zu den Ausnahmegründen.

Die nächtliche Ausgangssperre wird in Stufen (19. Mai, 9. Juni) von 19:00 auf 21:00 und dann 23:00 Uhr angehoben werden und soll am 30. Juni gänzlich fallen.

Mit Montag, 3. Mai ist der Lockdown untertags beendet und der Tages-Passierschein nicht mehr notwendig.

Aufgrund der seit Dezember 2020 geltenden nächtlichen Ausgangssperre von 19:00 bis 06:00 Uhr ist bei Verlassen der Wohnung ein Passierschein mitzuführen, wenn Gründe aus dem Privatbereich der betroffenen Person (dringender abendlicher Arztbesuch, Gang zur Apotheken, Betreuung von Haustieren, u.ä.) gegeben sind. Diese unterfertigt diesen Passierschein selbst.

Relevant sind somit folgende Passierscheine:

  • Attestation de déplacement dérogatoire („Bescheinigung für ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum“, allgemeiner Passierschein, selbstbestätigt, digitale Version vorhanden)
  • Justificatif de déplacement professionnel (Berechtigungsnachweis für berufliche Wege/Arbeitgeberbestätigung)

Nähere Informationen zu den Passierscheinen finden Sie untenstehend. Die Passierscheine stehen auf der Seite „Attestations de déplacement“ unter diesem in französischer und englischer Sprache zum Download zur Verfügung. Für den allgemeinen Passierschein zur nächtlichen Ausgangssperre „Attestation de déplacement dérogatoire“ gibt es unter diesem Link auch eine digitale Version. Diese können Sie auf einem mobilen Gerät (Mobiltelefon, Tablet, o.ä.) ausfüllen und müssen dieses dann für etwaige Kontrollen mitführen. Es wird ein QR-Code generiert, den die Behörden im Fall einer Kontrolle auslesen können.

Sowohl das digitale oder ausgedruckte Formular beinhalten die Gründe für einen Aufenthalt im Freien während der frankreichweiten Ausgangssperre von 19:00 – 06:00 Uhr.

Da das Formular in englischer Sprache downloadbar ist, haben wir von einer deutschen Ausfüllhilfe für den allgemeinen Passierschein Abstand genommen

Attestation de déplacement dérogatoire (Frankreich - Bescheinigung für ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum)

Für das Verlassen der Wohnung oder bei Geschäftsreisenden des Hotels ist während der nächtlichen Ausgangssperre zwischen 19:00 – 06:00 Uhr das Mitführen eines allgemeinen Passierscheines mit der Bezeichnung „Attestation de déplacement dérogatoire“ notwendig. Die Ausnahmegründe beinhalten insbesondere unaufschiebbare Arbeiten bzw. Geschäftstreffen, Hilfstätigkeiten für hilfsbedürftige Personen oder die Allgemeinheit sowie medizinische Notfälle. Spaziergänge, sportliche Ertüchtigung oder Einkäufe sind während der nächtlichen Ausgangssperre frankreichweit nicht erlaubt.

Justificatif de déplacement professionnel (Berechtigungsnachweis für berufliche Wege/Arbeitgeberbestätigung)

Hierbei handelt es sich um die Bestätigung des Arbeitgebers, für den Fall, dass die Arbeit nicht in Teleworking möglich ist (wie etwa bei einer Mitarbeiterentsendung bzw. einer dringenden Geschäftsreise). Diese Bestätigung kann für eine längere Dauer ausgestellt werden und ermöglicht es Ihrem entsandten Mitarbeiter oder dem Geschäftsreisenden auch nach Beginn der nächtlichen Ausgangssperre direkt vom Arbeitsplatz oder Geschäftstreffen zum Wohnort (bzw. Hotels bei Geschäftsreisenden) zu fahren, wobei auch die Arbeitszeiten angeführt sein sollten. Sie muss vom Arbeitgeber firmenmäßig gezeichnet und abgestempelt sein. 

Weiters besteht fast in ganz Frankreich für alle Personen ab 11 Jahren im Freien und frankreichweit in geschlossenen öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht.

Tracking-App „#TousAntiCovid“

Seit 22. Oktober gibt es die neue Contact-Tracing App „TousAntiCovid“. Sie zielt darauf ab, rasch jene Personen zu verständigen, die mir einer Person in Kontakt waren, die positiv auf COVID-19 getestet wurde. Die App vervollständigt so die Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von COVID-19 in Frankreich.

Unter diesem finden Sie weitere Informationen zur App „TousAntiCovid“ sowie den Download-Link. Die App ist im App Store und auf Google Play auch für Ausländer downloadbar.

Datenschutz ist ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang. Die „TousAntiCovid“-App speichert nur die Annäherungshistorie eines Mobiltelefons und keine anderen Daten. Es ist nicht möglich, die Identität eines Benutzers der Anwendung zu kennen, noch zu wissen, wessen Wege er gekreuzt hat. Der Benutzer kann seinen Verlauf auch aktiv löschen.

Diese Tracking App wird voraussichtlich auch für die elektronische Form des Gesundheitspass Verwendung finden.

Rückreise nach Österreich

Bei der Rückreise nach Österreich sind keine besonderen Ausreisevorschriften französischerseits vorgesehen, beachten Sie aber bitte etwaige Einreise- oder Transitvorschriften anderer Länder auf dem Weg nach Österreich. Hierzu verweisen wir Sie auf die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter, die für das jeweilige Land zuständig sind.

Bei der Einreise in Österreich sind selbstverständlich die österreichischen Einreisebestimmungen zu beachten. Unter diesem den „Coronavirus FAQ: WKÖ-Informationen für Unternehmen“ finden Sie die Einreiseregelungen nach Österreich für Geschäftsreisende oder entsandte Mitarbeiter und zudem Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Corona im betrieblichen Alltag.


Regelungen für den Güterverkehr

Es gibt keine Einschränkung des internationalen Güterverkehrs in Frankreich. Gewerbliche Güterbeförderer mit LKWs über 3,5 t höchst zulässiges Gesamtgewicht sind bei der Einreise aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat oder dem EU-Schengenraum von der Vorlage eines negativen PCR-Tests befreit. Die für den Güterverkehr üblichen Dokumente sind mitzuführen. 

Für den internationalen Transport von Gütern und Personen gibt es ein eigenes Formular „Bestätigung für internationale Transporteure“, welches Sie über nachstehende Links in französischer Version oder englischer Version herunterladen können.

Dies dient auch als Nachweis seitens des Arbeitgebers bei beruflichen Fahrten während der nächtlichen Ausgangssperre von aktuell 19:00 bis 06:00 Uhr. 

Achtung United Kingdom! Mit dem Dekret vom 23. März 2021 (Décret n° 2021-308 du 23 mars 2021 modifiant les décrets n° 2020-1262 du 16 octobre 2020 et n° 2020-1310 du 29 octobre 2020) sind LKW-Fahrer, die in Ausübung ihres Berufs von UK nach Frankreich einreisen, von der Vorlage eines PCR-Tests befreit

Zugverkehr

Mit der kompletten Öffnung der EU-Binnengrenzen seit Mai vorigen Jahres hatte sich die Situation im Zugverkehr nach Frankreich – soweit es die weiterhin geltenden Sicherheitsmaßnahmen zulassen − wieder weitgehend normalisiert. 

Die seit Dienstag 6. April geltenden Beschränkungen des Reiseverkehrs zwischen den Regionen gelten ab 3. Mai 2021 nicht mehr. Mit normalen Frequenzen ist wieder zu rechnen.  Überprüfen Sie dennoch kurz vor der Reise Ihre Zugverbindung. 

Flugverkehr

Die nationalen Luftlinien Austrian und Air France haben mit 16. Juni 2020 wieder den direkten Flugverkehr zwischen den beiden Ländern aufgenommen.

Mit den bevorstehenden Gesundheitspässen für Touristen für die Einreise dürfte der Flugverkehr ab 9. Juni 2021 wieder stärker zunehmen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Frankreich hat mit 17. Oktober 2020 erneut den sanitären Staatsnotstand bis vorerst 31. Oktober 2021 verlängert. 

Als oberstes Prinzip gilt weiterhin die soziale Distanzierung von mindestens 1 Meter und das strikte Befolgen sonstiger Hygiene-Barrieren wie das Tragen einer Maske im Freien sowie in sämtlichen öffentlichen, geschlossenen Räumen, vor allem wenn die soziale Distanzierung nicht möglich ist, sowie regelmäßiges und häufiges Waschen der Hände usw. Nur Kinder unter 11 Jahren sind von dieser Maskenpflicht ausgenommen. Bei Zuwiderhandeln gegen die Maskenpflicht können Strafen in Höhe von 135,- Euro bzw. im Wiederholungsfall bis zu 3.750,- Euro verhängt werden. 

Unternehmen werden aufgefordert, Teleworking soweit als möglich zu ermöglichen. Mitarbeiter können auf persönlichen Wunsch aber einen Tag pro Woche unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsmaßnamen im Büro arbeiten.

Kostenlose Tests auf eine COVID-19-Infektion werden massiv durchgeführt und das soziale Umfeld eines Infizierten wird ebenfalls zu Tests eingeladen. 

Informationen zu den Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz

Seit 1. September 2020 gilt auch am Arbeitsplatz eine generelle Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es nur für Einzelbüros. Ab 9. Juni 2021 wird Telearbeit wieder flexibler gestaltet werden.

Verschiedenste Branchenverbände haben Sicherheitsvorschriften für die Mitgliedsbetriebe verfasst, die die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erleichtern. Auf der Seite des französischen Arbeitsministerium finden Sie, leider nur in französischer Sprache, verschiedenste Guides in den unterschiedlichen Branchen.

So hat etwa die Agentur OPPBTP (French Professional Agency for Risk Prevention in Building and Civil Engineering) einen ausführlicheren Guide (Dokument auf Französisch) für die Baubranche erstellt. Leider gibt es diesen nur in einer französischen Version, dafür aber auch als Youtube-Video.

Es handelt sich dabei vor allem um die Verpflichtung zur Einschulung der Mitarbeiter über die verpflichtend einzuhaltenden Barrieren zur Virusübertragung, also allgemeine Sicherheitsmaßnahmen (Distanzierungs-Regeln auf den Baustellen und in den Fahrzeugen mit einem Mindestabstand von 1 bis 1,5 Meter, Zurverfügungstellung von Wasser und Seife oder Desinfektionsgel, Waschmöglichkeiten auf der Baustelle und vermehrte Pausen, entsprechende Verpflegungsmöglichkeiten, usw.) aber auch die Empfehlung, Lehrlinge und Praktikanten sowie ältere Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit chronischen Erkrankungen nicht auf den Baustellen einzusetzen.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Wirtschaftshilfemaßnahmen für behördlich geschlossene Betriebe und andere Betriebe bis zum Ende der behördlichen Schließungen und teilweise darüber hinaus werden weitergeführt.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die administrativ geschlossenen Unternehmen zu lindern, können diese Unternehmen, insbesondere Nahversorgungsunternehmen und Unternehmen im Gastronomie- und Kulturbereich von umfassenden Wirtschaftshilfemaßnahmen profitieren. Die französische Regierung veranschlagt dafür einen Betrag in Höhe von monatlich 4 Mrd. Euro. In diesem Betrag sind die Rückerstattung für die Kurzarbeitsentschädigungen an die Unternehmen noch nicht enthalten.

Die untenstehenden Maßnahmen werden bis auf weiteres weitergeführt. Mit der nun erstmals ab Mitte Mai in Aussicht gestellten Öffnung diverser, die Öffentlichkeit empfangender Betriebe werden auch die dafür vorgesehenen Unterstützungen automatisch nochmals verlängert.

Solidaritätsfonds

  • Unternehmen, die von der administrativen Schließung betroffen sind oder andere Unternehmen aus der im Dekret unter S1 aufgelisteten Unternehmen (Tourismus-, Hotel-, Restaurant-, Sport-, Kultur-, Luftverkehrs- und Veranstaltungssektor, können
  • einen Umsatzersatz von bis zu 10.000 Euro
  • einen Umsatzersatz von 20% des Vorjahresumsatzes biz zu einer Maximalhöhevon 200.000 Euro erhalten.
  • In der Gastronomie und den Bars werden die Erlöse aus Lieferservice und Take away Verkäufen nicht in den Referenzumsatz für die Berechnung der Beihilfe aus dem Solidaritätsfonds einbezogen: Dies gilt rückwirkend ab Dezember 2020. Unternehmen aus der Gastronomie, die ab 19. Mai vorerst nur die Terrassen im Außenbereich öffnen dürfen, werden etwa bis Ende Juni weiterhin Anspruch auf einen Umsatzausgleich haben.
  • Unternehmen in den Sektoren S1bis (Unternehmen, deren Aktivität als Zulieferbetriebe stark von den in der Liste S1 angeführten Unternehmen abhängen), haben Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro oder von 20 % ihres Umsatzes im Jahr 2019 bis zu einem Höchstbetrag von 200.000 Euro pro Monat, wenn sie mindestens 70 % ihres Umsatzes verlieren: Dies gilt rückwirkend ab Dezember 2020 und voraussichtlich ebenfalls bis Ende Juni 2021.
  • Schaffung einer neuen Beihilfe zusätzlich zum Solidaritätsfonds zur Deckung von bis zu 70 % der Fixkosten von administrativ geschlossenen Unternehmen oder Unternehmen der im Dekret 2020-1328 vom 2.11.2020 aufgelisteten Sektoren S1 und S1bis mit einem Umsatz von mehr als 1 Mio. Euro pro Monat (Hotellerie, Gastronomie, Kultur- und Sporteinrichtungen, Eventmanagment, Einzelhandel u.v.m.). Diese außerordentliche Beihilfe ist für den Zeitraum von Jänner bis Juni 2021 auf 3 Mio. Euro begrenzt.

Anträge sind auf der Seite der Direction générale des finances publiques zu stellen. Für die Vormonate Dezember und November sowie Oktober gelten andere Regelungen.

Aufschub und Befreiung von Sozialabgaben

Alle administrativ geschlossenen Unternehmen können die zu den Fälligkeitsdaten vorgesehenen Sozialversicherungsabgaben aufschieben. Die Erklärung muss zwar zeitgerecht gemacht werden, aber ein Aufschub kann über ein Antragsformular beantragt werden. Selbständige in besonders betroffenen Bereichen (siehe Link zu Listen S1 und S1bis) wie Zulieferbetriebe zur Hotellerie, Kulturbetriebe, Sportstätten mit unter 250 Mitarbeitern, können ebenfalls von einem Aufschub profitieren.

Eine Befreiung von den Arbeitgeber-Sozialabgaben können Unternehmen beantragen, die

  •  weniger als 50 Mitarbeiter haben und einer administrativen Schließung unterliegen,
  • andere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten in den am stärksten betroffenen Sektoren der Liste S1 (Hotels, Cafés, Restaurants, Tourismus, Veranstaltungen, Kultur und Sport) oder deren Tätigkeit von diesen Sektoren abhängt (Liste S1bis), die in dem betreffenden Zeitraum einen Rückgang der Geschäftstätigkeit um mindestens 50 % erleiden, unabhängig von ihrem geografischen Standort.
    Diese Erweiterung wird auch den betroffenen Selbstständigen zugute kommen.

Stundung von Steuerschulden

Steuerschulden werden vorübergehend gestundet und nunmehr voraussichtlich auf die Monate in 2021 aufgeteilt, um den Cashflow in den betroffenen Betrieben nicht weiter zu gefährden. Die Massnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

Krankenstand für Covid-19 positiv getestete Personen und direkte Kontaktpersonen

Ab sofort kann über eine einfache Meldung an die Krankenkassa ein Krankenstand beantragt werden, wenn man ein positives Testergebnis erhalten hat oder eine direkte Kontaktperson ist. Der Krankenstand beginnt am Tag der Meldung und ohne Verzögerung bei der Vergütung der Krankenstandstage (Jours de carence). Aufgrund der Schließung der Kinderkrippen und Schulen über ein Monat kann ein Elternteil, wenn beide Eltern nicht in Telearbeit arbeiten können, bei der Krankenversicherung einen Krankenstand für die Kinderbetreuung (unter 16 Jahren) beantragen.

Staatlich garantierte Darlehen

Die Antragsfrist für das staatlich garantierte Darlehensprogramm (PGE) wird vom 31. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Es betrifft Unternehmen aller Branchen.
Mit den Rückzahlungen kann das Unternehmen anstelle nach dem ersten Jahr nun auch erst nach dem 2. Jahr beginnen, egal welcher Sektor und welche Firmengröße.

Direkt Darlehen

Ab sofort können Unternehmen, für welche die staatlich garantierten Darlehen nicht möglich sind, von Direkt Darlehen profitieren, die maximal 10.000 Euro bei weniger als 10 Mitarbeitern und maximal 50.000 Euro bei weniger als 50 Mitarbeitern betragen können. KMUs mit mehr als 50 Mitarbeitern können nach einer individuellen Prüfung und gemäß dem Ermessen der Behörde ebenfalls Direkt-Darlehen erhalten. Die Regierung stellt dafür insgesamt 500 Mio. Euro zur Verfügung.

Hilfe für Geschäftsmieten

Ganz neu ist ebenfalls das Modell für Vermieter von Geschäftslokalen, die von einem Steuerkredit profitieren können, wenn sie in der Periode von Oktober bis Dezember 2020 (2. Lockdown) dem gewerblichen Mieter eine Geschäftsmiete (November) erlassen. Die Maßnahme wird mit dem Finanzgesetz 2021 verlängert.

  • Vermietung an Unternehmen mit <250 Mitarbeiter: 50 % der Monatsmiete
  • Vermietung an Unternehmen mit 250 bis 5.000 Mitarbeiter: 50 % von 2/3 der Monatsmiete (d.h. 1/3 übernimmt der Staat, 1/3 der Vermieter und 1/3 der Mieter).
    Der Vorteil für den Vermieter ist, dass er dazu beiträgt, dass der Mieter finanziell über die Runden kommt und er weiterhin an diesen vermieten kann. Die Maßnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

Die Mieter dürfen 

  • nicht mehr als 5.000 Mitarbeiter haben
  • sich vor Ende 2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben
  • und sich nicht ab dem 1. März 2020 in Konkurs befinden.

Kurzarbeit

Kurzarbeit wird für alle von der kompletten oder teilweisen Schließung auf administrative Anordnung betroffenen Betriebe mit der üblichen Rückerstattungsquote von 100 % der Kurzarbeitsentschädigung (d.s. 70 % des Bruttolohns bzw. 84% des Nettolohns) vorerst bis zumindest Ende April weitergeführt. Die Kurzarbeitszeitentschädigung beträgt mindestens 8,03 Euro/Stunde.
Auch ein angestellter Firmenchef kann zur Kurzarbeit angemeldet werden.

In geöffneten Unternehmen mit reduzierter Aktivität profitieren alle Mitarbeiter von der Kurzarbeitsregelung, wobei für Unternehmen in den Bereichen Tourismus, Veranstaltungen, Kultur, Sport oder verwandten Bereichen ebenfalls keine Kosten für das Unternehmen verbleiben, in allen anderen Bereichen verbleiben 10 % der Kurzarbeitsentschädigung zu Lasten des Unternehmens. Dem Arbeitnehmer stehen immer noch 84 % zu. Tourismus-Unternehmen, die noch bis Mitte Mai bzw. 9. Juni zumindest teilweise geschlossen sind, dürfen seit April Saisonarbeiter anstellen und sofort zur Kurzarbeit anmelden, um Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Anstellung zu vermeiden.

Garantie Jeunes

Die Regierung führt eine Unterstützung für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren in Höhe von 500 Euro ein, die keine sonstigen Einkommen (Eltern usw.) haben.

Diese soll über die universitären Crous-Stellen abgewickelt werden, deren Budgets auf 50 Mio. Euro erhöhte werden und die auch 20.000 Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen sollen.

1 Jeune = 1 solution
Jugendliche, die erst in den Arbeitsmarkt einsteigen sollen, sollen maßgeschneiderte Unterstützung durch die Arbeitsmarktverwaltung Pole Emploi bzw. zukünftige Führungskräfte durch die Arbeitsmarktverwaltung Apec erhalten. Hier setzt man sehr stark auf Lehrlingsausbildung.

Mindestabsicherung für Saisonarbeiter und sogenannte Extras

Einen Zuschuss i.H.v. 900 Euro wird es für Personen geben, die als Saisonarbeiter und sogenannte Extras gearbeitet haben und keine Arbeitslose mehr erhalten unter der Voraussetzung, dass diese im Jahr 2019 60 % gearbeitet haben.

100 Mrd. Euro-Konjunkturbelebungsplan 

Am 3. September 2020 veröffentlichte die französische Regierung, zusätzlich zu den Soforthilfemaßnahmen, das Konjunkturprogramm #FranceRelance im Wert von 100 Mrd. Euro. Dieses Hilfspaket soll die französische Wirtschaft wiederaufbauen und neue Arbeitsplätze schaffen. Der Konjunkturplan hat zum Ziel, die französische Wirtschaft durch Investitionen in den vielversprechendsten Bereichen nachhaltend zu verändern und dafür zu sorgen, dass Frankreich in zwei Jahren wieder das wirtschaftliche Niveau von vor der Krise erreichen kann. Er soll auch das Frankreich von 2030 vorbereiten. Am 14. Jänner hat Frankreich eine Verdoppelung des Konjunkturprogramms #FranceRelance um weitere 100 Mrd. Euro angekündigt. Die Details sind aber erst in Ausarbeitung.

Er verstärkt außerdem die sofortige und kontinuierliche Mobilisierung Frankreichs seit Beginn der Krise und steht im Einklang mit den 470 Mrd. Euro, die die französische Regierung seit März 2020 bereits im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesundheitskrise eingesetzt bzw. als Garantien mobilisiert hat, um Notfallmaßnahmen für von der Sanitärkrise betroffenen Unternehmen und Beschäftigten zu finanzieren. Dieser Plan wird zu 40% aus europäischen Geldern mitfinanziert.

Das Konjunkturprogramm konzentriert sich auf drei Prioritäten: Ökologie und grüne Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen und sozialer Zusammenhalt.

Priorität Ökologie und grüne Wirtschaft:

Rund 30 Mrd. Euro des Konjunkturpakets werden in diesen Bereich fließen. Kernstücke sind die thermische Gebäudesanierung öffentlicher und privater Gebäude (6,7 Mrd. Euro), die Dekarbonisierung der Industrie (1,2 Mrd. Euro), Entwicklung umweltfreundlicher Transportmöglichkeiten, Fahrradplan und öffentliche Verkehrsmittel (1,2 Mrd. Euro) sowie die Ausarbeitung eines Unterstützungsplans des Bahnsektors (4,7 Mrd. Euro), der Energiesektor mit der Entwicklung des grünen Wasserstoffs (2 Mrd. Euro bis 2022 und insgesamt 7 Mrd. Euro bis 2030), die Biodiversität, Schutz der Böden und die Umwandlung des französischen Agrarsektors (2,5 Mrd. Euro). 

Priorität Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen:

35 Mrd. Euro werden für die Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität der französischen Wirtschaft aufgewendet werden. Dieser Bereich umfasst u.a. die Senkung der Produktionssteuern (20 Mrd. Euro bis 2022), finanzielle Unterstützung der KMU (3 Mrd. Euro), Relokalisierung der französischen Industrie in die französischen Territorien (1 Mrd. Euro), und Investitionen in die Technologien der Zukunft im Rahmen des vierten französischen Plans der Zukunftsinvestitionen PIA 4 (11 Mrd. Euro).

Priorität Kohäsion-sozialer Zusammenhalt:

Dieser Bereich ist mit 28 Mrd. Euro dotiert. Im Zentrum stehen die Jugendbeschäftigung (6 Mrd. Euro) und Schaffung von 500.000 Jugendarbeitsplätzen, ein massiver Investitionsplan in das französische Gesundheitswesen im Rahmen des „Ségur du Santé“ (6 Mrd. Euro für die nächsten 5 Jahre), professionelle Weiterbildung, Handicap, Forschung und sanitäre Sicherheit u.a. 

Bei Rückfragen steht das WKÖ-AußenwirtschaftsCenter Paris gerne zur Verfügung: paris@wko.at Sie finden Details zu den wirtschaftlichen Entwicklungen auf unserer Internetseite www.wko.at/awo/fr.


Informationen zu Monaco

Einreise in Monaco

Das Fürstentum Monaco hat festgelegt, dass alle Personen, monegassische Staatsbürger inklusive, die aus einem außereuropäischen Land bzw. einem europäischen Land (mit Ausnahme Frankreichs), dessen Inzidenzzahl in den vergangenen 14 Tagen gemäß dem Europäischen Epidemiezentrum ECDC über 60 auf 100.000 Personen liegt, das Centre d’appel COVID-19 unter +377 92 05 55 00 oder über covid19@gouv.mc von der Einreise informieren, bestimmte Angaben zur Person, den Kontaktmöglichkeit und dem Land, aus dem eingereist wird, bekanntgeben und sich in Quarantäne begeben müssen.
Von der Quarantäne befreit sind jene Personen, die einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorlegen können.

Bei Hotelaufenthalten ist eine spezielle, eidesstattliche Erklärung zu möglichen COVID-19-Krankheitssymptomen sowie zum Land des Aufenthalts vor der Einreise zu präsentieren | Zur Erklärung

Das Fürstentum Monaco hat die nächtliche Ausgangssperre von 21:00 bis 06:00 Uhr verkürzt. 

Es gibt nur wenige Ausnahmegründe von der nächtlichen Ausgangssperre, zu denen 

  • unaufschiebbare Geschäftstreffen und Weg zur und von der Arbeit* und für Weiterbildung 
  • Einkauf von Medikamenten und Fahrten zu medizinischer Behandlung,
  • zwingende familiäre Gründe sowie Hilfstätigkeiten für hilfsbedürftige Personen und Kinderbetreuung (z.B. Abholung von der Schule),
  • Hilfstätigkeiten für die Allgemeinheit,
  • gerichtliche Vorladungen u.ä.,
  • kurze Ausgänge zur Betreuung von Haustieren zählen.

* Für die beruflichen Ausnahmegründe bedarf es einer individuellen Betätigung des Arbeitgebers. Diese Bestätigung kann unter dem Link „Justificatif de déplacement professionnel“ (Berechtigungsnachweis für berufliche Wege) im französischen Original heruntergeladen werden. Eine Arbeitsübersetzung in deutsch-französisch finden Sie als Download auf dieser Seite rechts.
(Personen, deren Arbeitszeit zwischen 21:00 und 6:00 Uhr liegt, dürfen arbeiten).

Teleworking in der Verwaltung sowie in der Privatwirtschaft und in der Verwaltung ist soweit möglich verpflichtend.

Restaurants dürfen nur mehr mittags für Einwohner Monacos und Hotelgästen sowie Personen öffnen, die in Monaco arbeiten, und abends bis 22:00 Uhr nur für Einwohner Monacos und Hotelgäste. Take Away und Hauszustellungen sind bis maximal 22:00 Uhr möglich. Schulen sowie Geschäfte dürfen geöffnet bleiben, allerdings unter Berücksichtigung besonderer Schutzmaßnahmen. Alle Bars sind geschlossen.

Das Fürstentum Monaco hat am 31. Oktober eine generelle Maskenpflicht im Freien und in gemeinsam benutzten Räumen im Privatbereich eingeführt; ausgenommen sind nur Kinder unter 5 Jahren. 
Bei Zuwiderhandeln können Strafen verhängt werden. Details dazu auf folgender Seite: Monaco Maskenpflicht.

Die wesentlichste wirtschaftliche Unterstützung im Fürstentum ist die Kurzarbeitszeitsregelung (CTTR - Chomage-Total-Temporaire-Renforce) bei einem Umsatzrückgang ab 30 %.Des weiteren gibt es auch im Fürstentum die Möglichkeit des Aufschubs von Sozialversicherungsbeiträgen (CAR und CCSS) sowie einer Unterstützung durch die Kommission für die Konjunkturwiederbelebung CARE.


Weitere Informationen und Notfallnummern in Frankreich und Monaco

Information in Frankreich 

Die französische Regierung hat eine Telefonhotline zwischen 9:00 und 19:00 Uhr unter der lokalen Nummer 0 800 130 000 eingerichtet. Diese Hotline gibt keine Auskünfte medizinischer Natur im Falle von Infektionsanzeichen. In diesen Fällen wird auf die allgemeine Notrufnummer 15 hingewiesen. Die französische Webpage gouvernement.fr/info-coronavirus wird täglich ajouriert. Die Notfallnummer 15 ist seit Tagen hoffnungslos überlastet. Es sollte zuerst der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Keinesfalls soll ein Spital, Ambulatorium oder Arzt direkt aufgesucht werden.

Information zum Fürstentum Monaco 

Das Fürstentum Monaco hat eine eigene Informationsseite in deutscher Sprache eingerichtet. (Zur englischsprachigen Version)

 Die monegassische COVID-19-Telefonhotline ist unter +377 92 05 55 00 oder über covid19@gouv.mc erreichbar.

Kontakt in Frankreich für österreichische Firmen

WD Mag. Christian H. Schierer
T +33(0)1 53 23 05 05 

sowie via Messenger (FacebookTwitterLinkedIn, Instagram des AC Paris).

Notfallnummern in Frankreich und Monaco

  • Österreichische Botschaft: T +33 (0)1 40 63 30 63
  • Allgemeiner Notruf FR: 112 | MONACO: 12
  • Polizei FR: 17 | MONACO: 18
  • Rettung FR: 15 (in COVID-19 Notfällen) | MONACO: 92 05 55 00 oder covid19@gouv.mc
  • Feuerwehr FR: 18 | MONACO: 18