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Coronavirus: Situation in Frankreich und Monaco

Aktuelle Lage und laufende Updates

Stand: 15.1.2021


Aktuell & Wichtig

Vorverlegung der Ausgangssperre in ganz Frankreich auf 18:00 ab 16.1.2021

Premierminsiter Castex und Gesundheitsminister Véran haben bei der letzten COVID-19 Pressekonferenz am Donnerstag, 14.01.2021, eine Vorverlegung der Ausgangssperre angekündigt. Ab Samstag, 16.1.2021, gilt die Ausgangssperre nun in ganz Frankreich von 18:00 bis 6:00. Während dieser Zeit ist das Verlassen der Unterkunft nur aus streng geregelten Ausnahmegründen möglich. Zum Nachweis sind entsprechende Passierscheine mitzuführen (siehe unter „Aktuell&Wichtig“: „Neuer Passierschein - jetzt online zum Download“).

Die Ausgangssperre gilt in Frankreich bereits seit 15.12.2020. Ursprünglich galt sie von 20:00 bis 6:00. In den letzten Wochen wurde sie aber in Départements, in denen der Coronavirus besonders stark zirkulierte auf 18:00 vorverlegt. Diese Maßnahme wurde nun auf das gesamte Land ausgeweitet und gilt vorerst für zwei Wochen.

Geschäftsreisen und Entsendungen sind nach wie vor möglich. Dringende Arbeiten sind ein Ausnahmegrund, um sich nach der Ausgangssperre außerhalb der eigenen Unterkunft aufzuhalten. Beachten Sie aber bei Aufenthalten in den betroffenen Gebieten, dass Supermärkte und Geschäfte spätestens mit Beginn der Ausgangssperre schließen müssen. Lieferservices sind danach weiterhin erlaubt.

Öffnungsschritte nach dem 2. Lockdown in Frankreich verzögern sich

Bei der letzten Pressekonferenz am Donnerstag, 7.1.2021, verlautbart Premierminister Jean Castex den neuen, verzögerten Zeitplan für die Lockdown-Lockerungen. Damit verzögert sich die stufenweise Wiederöffnung bereits zum zweiten Mal.

Neuer Zeitplan der Lockdown-Lockerungen

Die nächtliche Ausgangssperre von 20:00 bis 6:00 Uhr wurde bis zumindest 20. Jänner verlängert. Während der Ausgangssperre darf man die Unterkunft nur aus bestimmten Ausnahmegründen verlassen und muss als Nachweis einen Passierschein mitführen (siehe unten „Innerhalb Frankreichs mitzuführende Formulare“).

Mit 16.1.2021 wird die Ausgangssperre für ganz Frankreich auf 18:00 vorverlegt. Diese Maßnahme gilt vorerst für zwei Wochen.

Reisen zwischen den Regionen und Privatreisen ins Ausland sind möglich.

Kultusveranstaltungen bleiben weiterhin mit 30 Personen beschränkt. Cafés und Restaurants bleiben ebenfalls weiterhin geschlossen bzw. dürfen ausschließlich Speisen zur Mitnahme anbieten. Hotels dürfen nur Room Service anbieten.

3. Etappe der Lockerungen ab frühestens 1.2.2021

Museen, Kinos, Theater, Konzerthallen, Fitnessclubs, Casinos und Zirkusse dürfen voraussichtlich ab Februar wieder aufsperren sofern die Infektionszahlen sich weiter nach unten entwickeln. Das Gleiche gilt für Wintersportanlagen.

4. Etappe der Lockerungen ab frühestens Mitte Februar

Die 4. Etappe der Lockerungen beginnt frühestens Mitte Februar: Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, etc. können öffnen – unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen weiterhin rückgängig sind.

Nächste Pressekonferenz

Die nächste Pressekonferenz, bei der verkündet wird ob der oben geschilderte Zeitplan eingehalten werden kann, wird am 20.1.2021 stattfinden.

Einreise nach Frankreich aus UK nur in Ausnahmefällen möglich

Der Premierminister hat bestätigt, dass die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen bleiben und die Einreise aus UK nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen möglich sein wird. Voraussetzung ist in jedem Fall ein negatives Testergebnis bei einem PCR-Test bzw. einem Antigentest, der mit einem der von der französischen Regierung anerkannten Antigentest durchgeführt worden ist.

Die Liste der anerkannten Tests findet man auf der Seite des französischen Außenministeriums. Der Test muss unbedingt vor der Einreise in Frankreich in UK absolviert werden und darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Neben Franzosen und Staatsbürgern der EU dürfen britische Staatsbürger nur dann einreisen, wenn sie eine ständigen Wohnsitz in einem EU-Mitgliedsstaat haben oder unaufschiebbare, geschäftliche Gründe vorliegen.

Auch die Einreise aus Südafrika ist nicht erlaubt.

Österreich: Weltweite Reisewarnung ab 19. Dezember - Berufliche Reisen nach Frankreich

Die Novelle zur österreichischen COVID-19-Einreiseverordnung, die mit 19. Dezember 2020 in Kraft tritt, beinhaltet Ausnahmeregelungen für Reisen aus beruflichen Gründen, welche auf Reisen von Österreich nach Frankreich bzw. aus Frankreich nach Österreich betreffen. 

Grundsätzlich gilt, dass bei Einreise nach Österreich aus dem Ausland umgehend eine 10-tägige Quarantäne anzutreten ist, aus der man sich erst am 5. Tag der Quarantäne freitesten lassen kann.

Ausnahmen bestehen dazu, wenn man aus einem Land der Anlage A zur COVID-19-Einreiseverordnung einreist und sich während der letzten 10 Tage vor Einreise ausschließlich in diesen Ländern oder Österreich aufgehalten hat.

Frankreich ist momentan nicht in der Liste der Staaten in der Anlage A angeführt. Bei Einreise aus Frankreich ist daher eine unverzügliche 10-tägige Quarantäne anzutreten.

Beachten Sie bitte die Ausnahme für berufliche Reisen nach Frankreich!

Von den Test- und Quarantäneverpflichtungen im Zusammenhang mit der Einreise aus oder dem Aufenthalt innerhalb der letzten zehn Tage in Staaten, die – wie Frankreich - nicht in der Anlage A genannt sind, bestehen einige Ausnahmen (wobei hier laut BMSGPK ein enger Maßstab angelegt wird): u.a. für Personen, die zu beruflichen Zwecken reisen (Reisen in beide Richtungen, Nachweise erforderlich wie bspw ein Firmenschreiben).

Diese können - wie bisher - ein ärztliches Zeugnis in deutscher Sprache (siehe Anlage C) oder in englischer Sprache (siehe Anlage D) über einen negativen COVID-PCR-Test oder COVID-Antigen-Test vorweisen (die Probenentnahme darf im Zeitpunkt der Einreise nicht länger als 72 Stunden zurückliegen).

Ist kein Test vorhanden, muss unverzüglich eine zehntägige Quarantäne angetreten werden. Ein Freitesten während der Quarantäne ist jedoch jederzeit möglich. Damit besteht für diese Personengruppe keine Verpflichtung mehr, eine fehlende Testung innerhalb von 48 Stunden nachzuholen. 

Die Ausreise zu privaten Zwecken und die Wiedereinreise, weil man in Österreich arbeitet, beispielsweise zählt nicht zu der Ausnahme zu beruflichen Zwecken!

Weiters tritt mit Freitag, dem 15.1.2021 eine Novelle der österreichischen Einreiseverordnung in Kraft, gemäß der man sich vor der Fahrt nach Österreich online registrieren muss. Das gilt auch für nach Österreich rückreisende Österreicher. Siehe dazu: Pre-Travel-Clearance.
Falls für eine der genannten Ausnahmen erforderlich (§ 4 Absatz 3 und § 5 Absatz 5), können Sie hier auch direkt ein Ärztliches Zeugnis über Ihr COVID-19 Testergebnis hochladen. Nach Bekanntgabe dieser Informationen über das Online-Formular wird an Ihre angegebene Emailadresse ein PDF-Dokument zur Bestätigung gesendet. Dieses Dokument ist auf Verlangen der Behörden vorzuweisen und erlaubt die Prüfung der korrekten Bekanntgabe der Daten. Die Echtheit dieser Bestätigung kann über einen QR-Code überprüft werden.

Einreisebeschränkungen in Monaco

Das Fürstentum Monaco hat festgelegt, dass alle Personen, monegassische Staatsbürger inklusive, die aus einem außereuropäischen Land bzw. einem europäischen Land (mit Ausnahme Frankreichs), dessen Inzidenzzahl in den vergangenen 14 Tagen gemäß dem Europäischen Epidemiezentrum ECDC über 60 auf 100.000 Personen liegt, das Centre d’appel COVID19 unter +377 92 05 55 00 oder über covid19@gouv.mc von der Einreise informieren, bestimmte Angaben zur Person, den Kontaktmöglichkeit und dem Land, aus dem eingereist wird, bekanntgeben und sich in Quarantäne begeben müssen.
Von der Quarantäne befreit sind jene Personen, die einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, bzw. bei asymptomatischen Personen einen entsprechenden Antikörpertest vorlegen können.

Bei Hotelaufenthalten ist eine spezielle, eidestattliche Erklärung zu möglichen COVID-19-Krankheitssymptomen sowie zum Land des Aufenthalts vor der Einreise zu präsentieren, die über folgenden Link heruntergeladen werden kann: covid19.mc/wp-content/uploads/2020/12/Annexe-Procedure-hotel-27nov2020.pdf .

Bitte beachten Sie auch, dass die nächtliche Ausgangssperre von 20:00 bis 6:00 Uhr bis 15. Jänner 2021 verlängert wurde s.u. Kapitel „Informationen zu Monaco“.

PCR Test bei Reisen nach Korsika ab 19. Dezember 2020 bis zumindest 8. Februar verlängert

Seit Samstag 19. Dezember gilt bei Reisen von Festland Europa nach Korsika die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Beim Check-in muss eine eidesstattliche Erklärung zum Test vorgelegt werden. Das Testergebnis kann auch bei der Ausreise nochmals verlangt werden.

Ausweitung der Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Um die besonders betroffenen Betriebe zu unterstützen wurde der Solidaritätsfonds für jene Betriebe, die geschlossen bleiben müssen, erweitert (vor allem Restaurants, Bars, Kultur und Tourismus aber auch Zulieferbetriebe für die Gastronomie, Hotellerie, Eventveranstalter, Kultur- und Sportveranstaltungen etc.): Es wurden Unterstützung in Höhe von 20% des Umsatzes im Vorjahresmonat oder wie bisher eine Entschädigung von bis zu 10.000 Euro zugesagt (vor allem für Kleinbetriebe). Diese Maßnahmen sowie die Kurzarbeit wurden vorerst bis 31. Jänner 2021 respektive bis Mitte Februar verlängert. Mehr dazu weiter unten.

Neuer Passierschein - jetzt online zum Download

Während der nächtlichen Ausgangssperre von 18:00 – 6:00 Uhr ist das Verlassen der Unterkunft nur aus wenigen Ausnahmegründen möglich. Hierzu zählt insbesondere der Weg zur Arbeit, sofern diese unbedingt während der Zeit der Ausgangssperre verrichtet werden muss, sowie dringende Geschäftsreisen. Die Dringlichkeit ist im Zweifel nachzuweisen. Darüber hinaus zählen wie schon zuvor dringende familiäre Grunde, Unterstützung einer hilfsbedürftigen Person, gerichtliche bzw. behördliche Vorladungen, Transit von und zu Langstreckenverkehrsmitteln (Zug und Flug), etc. zu den Ausnahmegründen. 

Man muss einen allgemeinen Passierschein für ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum mitführen, wenn man die Lockdown-Unterkunft zwischen 18:00 – 6:00 Uhr verlässt, um den dafür erforderlichen Ausnahmegrund zu bestätigen. Untertags ist das Mitführen von Passierscheinen nicht mehr notwendig. Bei Entsendungen empfiehlt es sich zusätzlich die Berechtigungsnachweis für berufliche Wege/Arbeitgeberbestätigung mitzuführen:

  • Attestation de déplacement dérogatoire („Bescheinigung für ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum“, allgemeiner Passierschein, selbstbestätigt)Justificatif de déplacement professionnel (Berechtigungsnachweis für berufliche Wege/Arbeitgeberbestätigung)
  • Justificatif de déplacement scolaire (Bescheinigung für Wege zur Schule)

Nähere Informationen zu Passierscheinen finden Sie untenstehend. Die Passierscheine stehen auf der Seite „Attestations de déplacement couvre-feu" unter diesem LINK zum Download zur Verfügung. Für den allgemeinen Passierschein gibt es unter diesem Link auch eine digitale Version. Diese können Sie auf einem mobilen Gerät (Mobiltelefon, Tablet, o.ä.) ausfüllen und müssen dieses dann für etwaige Kontrollen mitführen. Es wird ein QR-Code generiert, den die Behörden im Fall einer Kontrolle auslesen können.

Sie finden außerdem rechts auf dieser Seite eine deutsche Ausfüllhilfe für die „Bescheinigung für ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum“ (allgemeiner Passierschein) sowie für den „Berechtigungsnachweis für berufliche Wege“ (Arbeitgeberbestätigung).

Attestation de déplacement dérogatoire 

Für das Verlassen der Wohnung oder bei Geschäftsreisenden des Hotels ist zwischen 20:00 – 6:00 Uhr das Mitführen eines allgemeinen Passierscheines, wie bereits im Oktober, notwendig. Die Ausnahmegründe beinhalten insbesondere unaufschiebbare Arbeiten bzw. Geschäftstreffen, Hilfstätigkeiten für hilfsbedürftige Personen oder die Allgemeinheit sowie medizinische Notfälle. Spaziergänge, sportliche Ertüchtigung oder Einkäufe sind in diesem Zeitraum nicht erlaubt.

Justificatif de déplacement professionnel

Hierbei handelt es sich um die Bestätigung des Arbeitgebers, für den Fall, dass Arbeit bzw. eine dringende Geschäftsreise zwischen 20:00 - 6:00 Uhr notwendig ist. Diese Bestätigung kann für eine längere Dauer ausgestellt werden. Sie muss vom Arbeitgeber firmenmäßig gezeichnet und abgestempelt sein. 

Justificatif de déplacement scolaire 

Hier handelt es sich um eine Bestätigung für Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen bzw. abholen müssen. 

Weiters besteht in ganz Frankreich für alle Personen ab 11 Jahren im Freien und in geschlossenen öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht.

Grenzen

Die Grenzen innerhalb der EU bleiben wie bisher geöffnet. Bei der letzten Pressekonferenz zu den aktuellen Maßnahmen am 14.1.2021 hat Premierminister Castex jedoch erwähnt, dass diesbezüglich Abstimmungsgespräche innerhalb der EU stattfinden. Sobald die konkreten Auswirkungen auf die Einreise nach Frankreich aus anderen EU Ländern feststehen, werden wir sie hier veröffentlichen. 

Einreisende aus Drittstaaten müssen künftig zwingend vor dem Boarding einen negativen PCR Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist, und sich nach Einreise für 7 Tage in Quarantäne begeben.

Tracking-App „#TousAntiCovid“

Seit 22. Oktober gibt es die neue Contact-tracing App „TousAntiCovid“. Sie zielt darauf ab, rasch jene Personen zu verständigen, die mir einer Person in Kontakt waren, die positiv auf COVID-19 getestet wurde. Die App vervollständigt so die Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von COVID-19 in Frankreich.

Weitere Informationen zur App „TousAntiCovid“ sowie den Download-Link. Die App ist im App Store und auf Google Play auch für Ausländer downloadbar.

Datenschutz ist ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang. Die „TousAntiCovid“-App speichert nur die Annäherungshistorie eines Mobiltelefons und keine anderen Daten. Es ist nicht möglich, die Identität eines Benutzers der Anwendung zu kennen, noch zu wissen, wessen Wege er gekreuzt hat. Der Benutzer kann seinen Verlauf auch aktiv löschen.

Wirtschaftshilfemaßnahmen für behördlich geschlossene Betriebe und andere Betriebe bis Mitte Februar weitergeführt

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die administrativ geschlossenen Unternehmen zu lindern, werden diese Unternehmen, insbesondere Nahversorgungsunternehmen und Unternehmen im Gastronomie- und Kulturbereich von umfassenden Wirtschaftshilfemaßnahmen profitieren können. Die französische Regierung veranschlagt dafür einen Betrag in Höhe von 20 Mrd. Euro,.

Die untenstehenden Maßnahmen wurden bereits im Zusammenhang mit den nächtlichen Ausgangssperren im Oktober eingeführt und werden auch bis zum Ende der nunmehr ab 15.12. wieder geltenden nächtlichen Ausgangssperren weitergeführt. Mit der weiteren Verzögerung der Öffnung diverser, die Öffentlichkeit empfangender Betriebe werden auch die dafür vorgesehenen Unterstützungen automatisch nochmals verlängert.

Solidaritätsfonds

Ab November dürfen Unternehmen eine Hilfe in Höhe des tatsächlich erlittenen monatlichen Umsatzverlusts von bis zu 1.500 Euro aus dem Solidaritätsfonds in Anspruch nehmen.
Alle, auch die weiterhin geöffneten Unternehmen, die mehr als 50% ihres Umsatzes verloren haben, können ebenfalls vom französischen Solidaritätsfonds für Kleinstbetriebe und KMUs profitieren. Unternehmen, die von der administrativen Schließung im November betroffen sind bzw.im Dekret 2020-1328 vom 2.11.2020 in der Liste S1 aufgelistet werden (Hotellerie, Gastronomie, Kultur- und Sporteinrichtungen, Eventmanagment, Einzelhandel u.v.m. können in der Stufe 2 von einer besonderen Unterstützung in Höhe des erlittenen Umsatzverlustes von 2.000 Euro bis maximal 10.000 Euro profitieren.

Unternehmen aus der Liste S1bis des Dekrets können ebenfalls in der 2. Stufe des Solidaritätsfonds von einem Umsatzverlustausgleich bis zu max. 10.000 Euro profitieren, wenn diese im Frühjahrs-Lockdown einen Umsatzverlust von 80% oder mehr aufgewiesen hatten.

Ab Dezember werden auch alle vom Lockdown impaktierten Unternehmen, die zwar nicht schliessen mussten, aber aufgrund des Lockdowns einen Umsatzverlust von mehr als 50% erleiden, einen Umsatzersatz i.H.v. 15 – 20% des verlorenen Umsatzes aus dem Solidaritätsfonds erhalten können. Die Massnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

Im November haben 372.000 Unternehmen Wirtschaftshilfen in Höhe von 2 Mrd. Euro in Anspruch genommen.

Anträge sind auf der Seite der Direction générale des finances publiques zu stellen.

Im Rahmen der Verkündung der Lockdown-Lockerungen hat Präsident Macron eine Ausweitung des Solidaritätsfonds angekündigt: Um die besonders betroffenen Betriebe zu unterstützen, die erst mit der 3. oder der 4. Etappe der Lockerungen (voraussichtlich 7.1. und 20.1.2021) öffnen dürfen, wurde der Solidaritätsfonds für diese Betriebe erweitert (vor allem Restaurants, Bars, Kulturbetriebe, Eventveranstalter Sportstätten, etc.): Es wurden Unterstützung in der Höhe von 20% des Umsatzes im selben Monat des Vorjahrs, oder wie bisher Entschädigung von bis zu Euro 10.000 zugesagt (vor allem für Kleinbetriebe).

Befreiung von Sozialabgaben

Alle administrativ geschlossenen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern werden bis zum Ende der behördlichen Schließung von einer Befreiung von den Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträgen profitieren. Betriebe in besonders betroffenen Bereichen wie Zulieferbetriebe zur Hotellerie, Kulturbetriebe, Sportstätten mit unter 250 Mitarbeitern, die geöffnet bleiben, werden ebenfalls davon profitieren, sobald sie 50% ihres Umsatzes verlieren. Bei den Sozialbeiträgen der Arbeitnehmer soll eine Unterstützung von bis zu 20% der Lohnsumme gewährt werden, die die Sozialabgabenlast der betroffenen Unternehmer vollständig abdecken soll. Die Maßnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

Stundung von Steuerschulden

Steuerschulden werden vorübergehend gestundet und nunmehr voraussichtlich auf die Monate in 2021 aufgeteilt, um den Cashflow in den betroffenen Betrieben nicht weiter zu gefährden. Die Maßnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

Krankenstand für COVID-19 positiv getestete

Ab sofort kann über eine einfache Meldung an die Krankenkassa ein Krankenstand beantragt werden, wenn man ein positives Testergebnis erhalten hat oder eine direkte Kontaktperson ist. Der Krankenstand beginnt am Tag der Meldung und ohne Verzögerung bei der Vergütung der Krankenstandstage.

Staatlich garantierte Darlehen

Die Antragsfrist für das staatlich garantierte Darlehensprogramm (PGE) wird vom 31. Dezember 2020 bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Es betrifft Unternehmen aller Branchen.
Mit den Rückzahlungen kann das Unternehmen anstelle nach dem ersten Jahr nun auch erst nach dem 2. Jahr beginnen.

Direkt Darlehen

Ab sofort können Unternehmen, für welche die staatlich garantierten Darlehen nicht möglich sind, von Direkt Darlehen profitieren, die maximal 10.000 Euro bei weniger als 10 Mitarbeitern und maximal 50.000 Euro bei weniger als 50 Mitarbeitern betragen können. KMUs mit mehr als 50 Mitarbeitern können nach einer individuellen Prüfung und gemäß dem Ermessen der Behörde ebenfalls Direkt-Darlehen erhalten. Die Regierung stellt dafür insgesamt 500 Mio. Euro zur Verfügung.

Hilfe für Geschäftsmieten

Ganz neu ist ebenfalls das Modell für Vermieter von Geschäftslokalen, die von einem Steuerkredit profitieren können, wenn sie in der Periode von Oktober bis Dezember 2020 (2. Lockdown) dem gewerblichen Mieter eine Geschäftsmiete erlassen. Der Vorteil für den Vermieter ist, dass er dazu beiträgt, dass der Mieter finanziell über die Runden kommt und er weiterhin an diesen vermieten kann. Die Maßnahme wird bis Ende Jänner 2021 verlängert.

  • Vermietung an Unternehmen mit <250 Mitarbeiter: 50% der Monatsmiete
  • Vermietung an Unternehmen mit 250 bis 5.000 Mitarbeiter: 50% von 2/3 der Monatsmiete 

Kurzarbeit

Kurzarbeit wird bis zum Jahresende 2020 mit der üblichen Rückerstattungsquote von 70% des Bruttolohns (84% des Nettolohns) weitergeführt und ist weiterhin für 12 Monate möglich. Die Kurzarbeitszeitentschädigung beträgt mindestens 8,03 Euro/Stunde.

Das Kurzarbeitergeld wird mit Wirkung zum 1. Februar 2021 auf 72% des Nettoeinkommens (60% des Bruttoeinkommens) herabgesetzt. Für Mitarbeiter von Unternehmen aus bestimmten Gewerbebereichen gilt die Kürzung erst ab dem 1. April 2021 und von Unternehmen, die auf behördliche Entscheidung geschlossen wurden, ab dem 1.Juli 2021.

Garantie Jeunes

Die Regierung führt eine Unterstützung für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren i.H.v. 500 Euro ein, die keine sonstigen Einkommen (Eltern usw.) haben.
Diese soll über die universitären Crous-Stellen abgewickelt werden, deren Budgets auf 50 Mio. Euro erhöhte werden und die auch 20.000 Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen sollen.
1 Jeune = 1 solution
Jugendliche, die erst in den Arbeitsmarkt einsteigen sollen, sollen maßgeschneiderte Unterstützung durch die Arbeitsmarktverwaltung Pole Emploi bzw. Apec (für zukünftige Führungskräfte) erhalten.

Mindestabsicherung für Saisonarbeiter und sogenannte Extras

Einen Zuschuss i.H.v. 900 Euro wird es für Personen geben, die als Saisonarbeiter und sogenannte Extras gearbeitet haben und keine Arbeitslose mehr erhalten und im Jahr 2019 60% gearbeitet haben.


Einreise und Reisebestimmungen (insbes. Mitarbeiterentsendung)

Regelungen für Mitarbeiterentsendung 

Achtung Entsendungen! Bei Entsendungen gelten weiterhin die Bestimmungen zur Meldung der vorübergehend entsandten Mitarbeiter (SIPSI-Meldung) inkl. der erforderlichen Unterlagen zur Einhaltung der zwingend vorgeschriebenen, arbeitsrechtlichen Bestimmungen für angestellte entsandte Mitarbeiter sowie der Ernennung eines Behördenvertreters.

Bezüglich der Rückreise nach Österreich beachten Sie bitte die weltweite Reisewarnung ab 19. Dezember 2020.

Einreise nach Frankreich aus der EU 

Es gibt aktuell keine Einreisebeschränkungen in Frankreich, wenn Personen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten oder aus Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz und dem Vatikan einreisen. Bei Einreise aus diesen Ländern ist weder ein COVID-19 Test noch eine verpflichtende Quarantäne vorgesehen. Es kann aber für diese Personen die Vorlage einer eidesstattlichen Erklärung zur Symptomfreiheit (französisch / englisch) verlangt werden. Die Staatsbürgerschaft ist dabei nicht wesentlich, sondern der Aufenthalt in den letzten 7 Tagen. Wir empfehlen diese eidesstattliche Erklärung zur Symptomfreiheit mitzuführen.

Bei der letzten Pressekonferenz zu den aktuellen Maßnahmen am 14.1.2021 hat Premierminister Castex jedoch erwähnt, dass diesbezüglich Abstimmungsgespräche innerhalb der EU stattfinden. Sobald die konkreten Auswirkungen auf die Einreise nach Frankreich aus anderen EU Ländern feststehen, werden wir sie hier veröffentlichen.

Achtung:
PCR Test bei Reisen nach Korsika ab 19. Dezember 2020 bis zumindest 8. Februar verlängert!

Seit Samstag 19. Dezember gilt bei Reisen von Festland Europa nach Korsika die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Beim Check-in muss eine eidesstattliche Erklärung zum Test vorgelegt werden. Das Testergebnis kann auch bei der Ausreise nochmals verlangt werden.

Achtung bei der Einreise in den französischen Überseegebieten herrschen ebenfalls andere Vorschriften. In der Regel ist hier ein max. 72 Stunden alter negativer PCR-Test oder Antigen-Test bereits vor Abflug zu präsentieren. Bitte erkundigen Sie sich im AußenwirtschaftsCenter Paris: paris@wko.at. Bei der Rückreise Richtung Festland Frankreich ist kein Test erforderlich.

Innerhalb Frankreichs mitzuführende Formulare

Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperren sind innerhalb Frankreichs wieder Passierscheine mitzuführen (s.o. „Passierschein - jetzt online zum Download“).

Einreise aus Drittländern

Einreisende aus Drittländern müssen künftig zwingend vor dem Boarding einen negativen PCR Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist, und sich nach Einreise für 7 Tage in Quarantäne begeben.

Rückreise nach Österreich

Grundsätzlich gilt, dass bei Einreise aus dem Ausland umgehend eine 10-tägige Quarantäne anzutreten ist, aus der man sich erst am 5. Tag der Quarantäne freitesten lassen kann.

Ausnahmen bestehen dazu, wenn man aus einem Land der Anlage A zur COVID-19-Einreiseverordnung einreist und sich in diesen Ländern oder Österreich die letzten 10 Tage aufgehalten hat.

Frankreich ist momentan nicht in der Liste der Staaten in der Anlage A angeführt. Bei Einreise aus Frankreich ist daher eine unverzügliche 10-tägige Quarantäne anzutreten.

Beachten Sie bitte die Ausnahme für berufliche Reisen nach Frankreich!

Von den Test- und Quarantäneverpflichtungen im Zusammenhang mit der Einreise aus oder dem Aufenthalt innerhalb der letzten zehn Tage in Staaten, die – wie Frankreich - nicht in der Anlage A genannt sind, bestehen einige Ausnahmen (wobei hier laut BMSGPK ein enger Maßstab angelegt wird): u.a. für Personen, die zu beruflichen Zwecken reisen (Reisen in beide Richtungen, Nachweise erforderlich wie bspw ein Firmenschreiben).

Diese können - wie bisher - ein ärztliches Zeugnis in deutscher Sprache (siehe Anlage C) oder in englischer Sprache (siehe Anlage D) über einen negativen COVID-PCR-Test oder COVID-Antigen-Test vorweisen (die Probenentnahme darf im Zeitpunkt der Einreise nicht länger als 72 Stunden zurückliegen).

Ist kein Test vorhanden, muss unverzüglich eine zehntägige Quarantäne angetreten werden. Ein Freitesten während der Quarantäne ist jedoch jederzeit möglich. Damit besteht für diese Personengruppe keine Verpflichtung mehr, eine fehlende Testung innerhalb von 48 Stunden nachzuholen. 

Die Ausreise zu privaten Zwecken und die Wiedereinreise, weil man in Österreich arbeitet, beispielsweise zählt nicht zu der Ausnahme zu beruflichen Zwecken!

Weiters tritt mit Freitag, dem 15.1.2021 eine Novelle der österreichischen Einreiseverordnung in Kraft, gemäß der man sich vor der Fahrt nach Österreich online registrieren muss. Das gilt auch für nach Österreich rückreisende Österreicher. Siehe dazu: Pre-Travel-Clearance.
Falls für eine der genannten Ausnahmen erforderlich (§ 4 Absatz 3 und § 5 Absatz 5), können Sie hier auch direkt ein Ärztliches Zeugnis über Ihr COVID-19 Testergebnis hochladen. Nach Bekanntgabe dieser Informationen über das Online-Formular wird an Ihre angegebene Emailadresse ein PDF-Dokument zur Bestätigung gesendet. Dieses Dokument ist auf Verlangen der Behörden vorzuweisen und erlaubt die Prüfung der korrekten Bekanntgabe der Daten. Die Echtheit dieser Bestätigung kann über einen QR-Code überprüft werden. 


Regelungen für den Güterverkehr

Es gibt keine Einschränkung des Güterverkehrs in Frankreich. Für den Güterverkehr üblichen Dokumente sind mitzuführen. Beachten Sie das Kapitel „Neuer Passierschein - jetzt online zum Download“).

Zugverkehr

Mit der kompletten Öffnung der EU-Binnengrenzen (s.o.) hatte sich die Situation im Zugverkehr zu Frankreich – soweit es die weiterhin geltenden Sicherheitsmaßnahmen zulassen - wieder normalisiert. Ab 15.12.2020 gibt es keine Beschränkungen des Reiseverkehrs zwischen den Regionen mehr. Überprüfen Sie dennoch kurz der Reise Ihre Zugverbindung. Beachten Sie das Kapitel „Neuer Passierschein - jetzt online zum Download“)

Flugverkehr

Die nationalen Luftlinien Austrian und Air France haben mit 16. Juni wieder den direkten Flugverkehr zwischen den beiden Ländern aufgenommen.

Aufgrund der weltweiten Reisewarnung ab 19.12.2020 und des zu erwartenden geringeren Verkehrsaufkommens sollten Sie zur Sicherheit überprüfen, ob der von Ihnen gebuchte Flug auch stattfindet.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Frankreich hat mit 17. Oktober 2020 erneut den sanitären Staatsnotstand bis vorerst 16. Februar 2021 ausgerufen. 

Als oberstes Prinzip gilt weiterhin die soziale Distanzierung von mindestens 1 Meter und das strikte Befolgen sonstiger Hygiene-Barrieren wie das Tragen einer Maske im Freien sowie in sämtlichen öffentlichen, geschlossenen Räumen, vor allem wenn die soziale Distanzierung nicht möglich ist, sowie regelmäßiges und häufiges Waschen der Hände usw. Nur Kinder unter 11 Jahren sind von dieser Maskenpflicht ausgenommen. Bei Zuwiderhandeln gegen die Maskenpflicht können Strafen iHv 135,- Euro bzw. im Wiederholungsfall bis zu 3.750,- Euro verhängt werden. 

Teleworking wird aktuell generell empfohlen. 

Tests auf eine COVID-19-Infektion werden massiv durchgeführt und das soziale Umfeld des Infizierten wird ebenfalls zu Tests eingeladen. 

Informationen zu den Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz

Seit 1. September gilt auch am Arbeitsplatz eine generelle Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es nur für Einzelbüros.

Verschiedenste Branchenverbände haben Sicherheitsvorschriften für die Mitgliedsbetriebe verfasst, die die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erleichtern. Auf der Seite des französischen Arbeitsministerium finden Sie, leider nur in französischer Sprache, verschiedenste Guides in den unterschiedlichen Branchen.

Dort gibt es einen etwas ausführlicheren Guide für die Baubranche von OPPBTP (French Professional Agency for Risk Prevention in Building and Civil Engineering), als Download am Ende der o.e. Internetseite unter BTP, construction, matériaux. Leider gibt es diesen nur in einer französischen Version, dafür aber auch als Youtube Video.

Es handelt sich dabei vor allem die Verpflichtung zur Einschulung der Mitarbeiter über die verpflichtend einzuhaltenden Barrieren zur Virusübertragung, also allgemeine Sicherheitsmaßnahmen (Distanzierungs-Regeln auf den Baustellen und in den Fahrzeugen mit einem Mindestabstand von 1 bis 1,5 Meter, Zurverfügungstellung von Wasser und Seife oder Desinfektionsgel, Waschmöglichkeiten auf der Baustelle und vermehrte Pausen, entsprechende Verpflegungsmöglichkeiten, usw.) aber auch die Empfehlung, Lehrlinge und Praktikanten sowie ältere Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit chronischen Erkrankungen nicht auf den Baustellen einzusetzen.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die EU hat sich am 9. April auf ein 540 Mrd. Euro-Paket an Unterstützungsmaßnahmen für Europa geeinigt, wovon 100 Mrd. Euro für Kurzarbeit, 200 Mrd. Euro für Bankkredite an KMUs über die Europäische Investitionsbank (EIB) und 240 Mrd. Euro für den Gesundheitssektor angedacht sind.

Die französische Regierung hat selbst, auch auf Druck der Wirtschaftsvertretungen (Business France, MEDEF), wirtschaftspolitisch wesentlich schneller und stärker auf den Ausbruch des COVID-19 reagiert als z.B. Deutschland und budgetpolitische Maßnahmen gesetzt.

Nach einer Vielzahl an Soforthilfsmaßnahmen wurde über die Sommermonate ein detaillierter Unterstützungsplan ausgearbeitet. Details finden Sie nachfolgend:

100 Mrd. Euro-Konjunkturbelebungsplan 

Am 3. September 2020 veröffentlichte die französische Regierung das Konjunkturprogramm #France Relance im Wert von 100 Mrd. Euro. Dieses Hilfspaket soll die französische Wirtschaft wiederaufbauen und neue Arbeitsplätze schaffen. Der Konjunkturplan hat zum Ziel, die französische Wirtschaft durch Investitionen in den vielversprechendsten Bereichen nachhaltend zu verändern und dafür zu sorgen, dass Frankreich in zwei Jahren wieder das wirtschaftliche Niveau von vor der Krise erreichen kann. Er soll auch das Frankreich von 2030 vorbereiten.

Er verstärkt außerdem die sofortige und kontinuierliche Mobilisierung Frankreichs seit Beginn der Krise und steht im Einklang mit den 470 Mrd. Euro, die die französische Regierung seit März 2020 bereits im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesundheitskrise eingesetzt bzw. als Garantien mobilisiert hat, um Notfallmaßnahmen für von der Sanitärkrise betroffenen Unternehmen und Beschäftigten zu finanzieren. Dieser Plan wird zu 40% aus europäischen Geldern mitfinanziert.

Das Konjunkturprogramm konzentriert sich auf drei Prioritäten: Ökologie und grüne Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen und sozialer Zusammenhalt.

Priorität Ökologie und grüne Wirtschaft:

Rund 30 Mrd. Euro des Konjunkturpakets werden in diesen Bereich fließen. Kernstücke sind die thermische Gebäudesanierung öffentlicher und privater Gebäude (6,7 Mrd. Euro), die Dekarbonisierung der Industrie (1,2 Mrd. Euro), Entwicklung umweltfreundlicher Transportmöglichkeiten, Fahrradplan und öffentliche Verkehrsmittel (1,2 Mrd. Euro) sowie die Ausarbeitung eines Unterstützungsplans des Bahnsektors (4,7 Mrd. Euro), der Energiesektor mit der Entwicklung des grünen Wasserstoffs (2 Mrd. Euro bis 2022 und insgesamt 7 Mrd. Euro bis 2030), die Biodiversität, Schutz der Böden und die Umwandlung des französischen Agrarsektors (2,5 Mr. Euro). 

Priorität Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen:

35 Mrd. Euro werden für die Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität der französischen Wirtschaft aufgewendet werden. Dieser Bereich umfasst u.a. die Senkung der Produktionssteuern (20 Mrd. Euro bis 2022), finanzielle Unterstützung der KMU (3 Mr. Euro), Relokalisierung der französischen Industrie in die französischen Territorien (1 Mrd. Euro), und Investitionen in die Technologien der Zukunft im Rahmen des vierten französischen Plans der Zukunftsinvestitionen PIA 4 (11 Mr. Euro).

Priorität Kohäsion-sozialer Zusammenhalt:

Dieser Bereich ist mit 28 Mrd. Euro dotiert. Im Zentrum stehen die Jugendbeschäftigung (6 Mrd. Euro) und Schaffung von 500.000 Jugendarbeitsplätzen, ein massiver Investitionsplan in das französische Gesundheitswesen im Rahmen des „Ségur du Santé“ (6 Mrd. Euro für die nächsten 5 Jahre), professionelle Weiterbildung, Handicap, Forschung und sanitäre Sicherheit u.a. 

Bei Rückfragen steht das WKÖ-AußenwirtschaftsCenter Paris gerne zur Verfügung: paris@wko.at Sie finden Details zu den wirtschaftlichen Entwicklungen auf unserer Internetseite www.wko.at/awo/fr.


Informationen zu Monaco

Einreise in Monaco

Das Fürstentum Monaco hat festgelegt, dass alle Personen, monegassische Staatsbürger inklusive, die aus einem außereuropäischen Land bzw. einem europäischen Land (mit Ausnahme Frankreichs), dessen Inzidenzzahl in den vergangenen 14 Tagen gemäß dem Europäischen Epidemiezentrum ECDC über 60 auf 100.000 Personen liegt, das Centre d’appel COVID-19 unter +377 92 05 55 00 oder über covid19@gouv.mc von der Einreise informieren, bestimmte Angaben zur Person, den Kontaktmöglichkeit und dem Land, aus dem eingereist wird, bekanntgeben und sich in Quarantäne begeben müssen.
Von der Quarantäne befreit sind jene Personen, die einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, bzw. bei asymptomatischen Personen einen entsprechenden Antikörpertest vorlegen können.

Bei Hotelaufenthalten ist eine spezielle, eidesstattliche Erklärung zu möglichen COVID-19-Krankheitssymptomen sowie zum Land des Aufenthalts vor der Einreise zu präsentieren, die über folgenden Link heruntergeladen werden kann: covid19.mc/wp-content/uploads/2020/12/Annexe-Procedure-hotel-27nov2020.pdf.

Das Fürstentum Monaco hat vom 1.11.2020 eine nächtliche Ausgangssperre von 20:00 bis 6:00 Uhr verhängt. Prinz Albert II hat am 17. Dezember die Verlängerung der nächtlichen Ausgangssperre bis zum 15. Jänner 2021 verlautbart. 
Es gibt nur wenige Ausnahmegründe, zu denen

  • unaufschiebbare Geschäftstreffen und Weg zur und von der Arbeit*, -
  • Erteilung von Unterricht in Schulen und für Weiterbildung,
  • Einkauf von Medikamenten und Fahrten zu medizinischer Behandlung,
  • Hilfstätigkeiten für hilfsbedürftige Personen und Kinderbetreuung (z.B. Abholung von der Schule),
  • Hilfstätigkeiten für die Allgemeinheit,
  • gerichtliche Vorladungen u.ä.,
  • kurze Ausgänge zur Betreuung von Haustieren zählen.

* Für die beruflichen Ausnahmegründe bedarf es einer individuellen Betätigung des Arbeitgebers. Diese Bestätigung kann unter dem Link „Justificatif de déplacement professionnel“ (Berechtigungsnachweis für berufliche Wege) im französischen Original heruntergeladen werden. Eine Arbeitsübersetzung in deutsch-französisch finden Sie als Download auf dieser Seite rechts.
(Personen, deren Arbeitszeit zwischen 20:00 und 6:00 Uhr liegt, dürfen arbeiten).

Teleworking in der Verwaltung sowie in der Privatwirtschaft ist nicht verpflichtend, wird aber stärkstens empfohlen.

Restaurants dürfen bis maximal 21:30 Uhr geöffnet bleiben. Die Gäste erhalten eine Bestätigung des Restaurants und müssen in einer ½ Stunde direkt nach Hause fahren. Casinos und Theater profitieren von einer analogen Regelung und dürfen ebenfalls bis 21:30 Uhr geöffnet bleiben und Besucher unter Einhaltung der strikten sanitären Barrieremaßnahmen empfangen. Geschäfte sowie Schulen dürfen bis 20:00 Uhr geöffnet bleiben, allerdings unter Berücksichtigung besonderer Schutzmaßnahmen. Bars werden zumindest bis 30. November geschlossen, ausgenommen Hotelbars, die bis 22:00 Uhr und nur für im Hotel übernachtende Gäste geöffnet bleiben.

Die Bestätigung, die von Restaurants, Theatern und anderen Spielstätten sowie von Casinos für eine Heimfahrt zwischen 21:30 und 22:00 Uhr ausgestellt werden darf, kann unter dem Link „Attestation de déplacement dérogatoire“ (Bescheinigung für den ausnahmsweisen Aufenthalt im öffentlichen Raum) im französischen Original heruntergeladen werden. Eine Arbeitsübersetzung in deutsch-französisch finden Sie als Download auf dieser Seite rechts.

Das Fürstentum Monaco hat am 31. Oktober eine generelle Maskenpflicht im Freien und in gemeinsam benutzten Räumen im Privatbereich eingeführt; ausgenommen sind nur Kinder unter 5 Jahren. 
Bei Zuwiderhandeln können Strafen verhängt werden. Details dazu auf folgender Seite: Monaco Maskenpflicht.

Die wesentlichste wirtschaftliche Unterstützung im Fürstentum ist die Kurzarbeitszeitsregelung (CTTR - Chomage-Total-Temporaire-Renforce) bei einem Umsatzrückgang ab 30%.Des weiteren gibt es auch im Fürstentum die Möglichkeit des Aufschubs von Sozialversicherungsbeiträgen (CAR und CCSS) sowie einer Unterstützung durch die Kommission für die Konjunkturwiederbelebung CARE.


Weitere Informationen und Notfallnummern in Frankreich und Monaco

Information in Frankreich 

Die französische Regierung hat eine Telefonhotline zwischen 9:00 – 19:00 Uhr unter der lokalen Nummer 0 800 130 000 eingerichtet. Diese Hotline gibt keine Auskünfte medizinischer Natur im Falle von Infektionsanzeichen. In diesen Fällen wird auf die allgemeine Notrufnummer 15 hingewiesen. Die französische Webpage gouvernement.fr/info-coronavirus wird täglich ajouriert. Die Notfallnummer 15 ist seit Tagen hoffnungslos überlastet. Es sollte zuerst der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Keinesfalls soll ein Spital, Ambulatorium oder Arzt direkt aufgesucht werden.

Information zum Fürstentum Monaco 

Das Fürstentum Monaco hat eine eigene Informationsseite in deutscher Sprache eingerichtet. (Zur englischsprachigen Version)

 Die monegassische COVID-19-Telefonhotline ist unter +377 92 05 55 00 oder über covid19@gouv.mc erreichbar.

Kontakt in Frankreich für österreichische Firmen

WD Mag. Christian H. Schierer
T +33(0)1 53 23 05 05 

sowie via Messenger (FacebookTwitterLinkedIn, Instagram des AC Paris).

Notfallnummern in Frankreich und Monaco

  • Österreichische Botschaft: T +33 (0)1 40 63 30 63
  • Allgemeiner Notruf FR: 112 | MONACO: 12
  • Polizei FR: 17 | MONACO: 18
  • Rettung FR: 15 (in COVID-19 Notfällen) | MONACO: 92 05 55 00 oder covid19@gouv.mc
  • Feuerwehr FR: 18 | MONACO: 18