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Coronavirus: Situation in Russland

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Moskau informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in der Russischen Föderation.

Stand: 17.6.2022


Aktuell & Wichtig

Ab 14. Juni 2022 entfallen die COVID-Einreisebeschränkungen für jene Ausländer, die mit dem Flugzeug oder Schiff nach Russland einreisen. Anordnung der Regierung der RF Nr. 1552-r vom 14.6.2022 erlaubt die Einreise nach Russland für Personen aus allen Ländern über den Luft- und Wasserweg (unabhängig von Staatsbürgerschaft). Monteure können bei Einreise über Luft- und Wasserweg das (Montage-)Visum nun direkt beantragen und müssen Einreise nicht mehr über COVID-Stab („Golikova-Liste“) vorab genehmigen lassen. Es wurde zudem angekündigt, dass ab 14. Juni kein negativer Corona-Test für die Einreise nach Russland mehr erforderlich sein würde. Die entsprechende Rechtsverordnung wurde jedoch noch nicht veröffentlicht, weswegen einige Airlines weiterhin einen PCR-Test verlangen. Wir empfehlen daher bis zur Veröffentlichung der entsprechenden Verordnung ein negatives COVID-Testergebnis (max. 48 Stunden alt) beim Boarden bei sich zu haben.

Ab 19. Juni 2021 sind die Einreisevorschriften für österreichische Staatsangehörige stark erleichtert worden und Geschäftsreisen sind für Österreicher und Österreicherinnen ab diesem Zeitpunkt wieder möglich. Auch Inhaber einer österreichischen Aufenthaltsgenehmigung dürfen wieder um ein russisches Geschäftsvisum ansuchen. Rechtsgrundlage ist die Regierungsverordnung Nr. 1649-r vom 18.6.2021. Ursprünglich waren die Reiseerleichterung für den 10. Juni angekündigt worden, die Umsetzung verzögerte sich jedoch aufgrund der verspäteten Veröffentlichung der entsprechenden gesetzlichen Grundlage. 

Tagesaktuelle Infektionszahlen und andere relevante Ereignisse im Zusammenhang mit COVID-19 in Russland können Sie der englischsprachigen The Moscow Times im Reiter „Coronavirus in Russia: The latest News“ entnehmen.


Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinNeinJa
Russische Staatsbürger, die mit einem in Russland zugelassenen Impfstoff geimpft sind, dürfen ohne PCR-Test und Quarantäne nach Russland einreisen. Der Impfnachweis muss im Online-Bürgersystem hochgeladen sein und darf höchstens 12 Monate alt sein. Ausländer fallen nicht unter diese Ausnahme.Genesene russische Staatsbürger dürfen ohne PCR-Test und Quarantäne nach Russland einreisen. Der Genesungsnachweis muss im Online-Bürgersystem hochgeladen sein und darf höchstens ein 6 Monate alt sein. Ausländer fallen nicht unter diese Ausnahme.Negativer PCR-Test in Russisch oder Englisch, maximal 48 Stunden 

Mediale Ankündigung, dass Testpflicht ab 14. Juni 2022 für Ausländer, die am Luft- oder Wasserweg einreisen, entfällt. Rechtsgrundlage noch nicht veröffentlicht.

Zu Pandemiebeginn führte Russland ein Einreiseverbot für Ausländer auf unbestimmte Zeit ein. Seit August 2020 werden sukzessive einzelne Länder vom Einreiseverbot ausgenommen.

Seit 19. Juni 2021 steht auch Österreich auf der Liste der ausgenommenen Staaten und österreichische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen können somit ab 19. Juni 2021 wieder russische Geschäfts- oder Touristenvisa beantragen. Für das Geschäfts- oder Touristenvisum muss keine Ausnahmegenehmigung (FSB-Ausnahmeliste) mehr eingeholt werden. Das Geschäfts- oder Touristenvisum und der österreichische Reisepass berechtigen die Person zur Einreise nach Russland, wenn es sich um einen Direktflug aus Österreich oder einem der weiter unten angeführten Ländern nach Russland handelt. Die Austrian Airlines und die russische Aeroflot haben mit Wirkung des 19.6.2021 bereits reguläre Direktflüge (Linienflüge) zwischen Österreich und Russland gestartet. Einzige Zusatzvoraussetzung bleibt ein maximal 48 Stunden alter negativer COVID-19-PCR-Test. Weiters muss ein Formular mit Angaben zur Einreise am Flughafen ausgefüllt werden. Mediale Ankündigung, dass Testpflicht ab 14. Juni 2022 für Ausländer, die am Luft- oder Wasserweg einreisen, entfällt. Rechtsgrundlage wurde noch nicht veröffentlicht.

Mit der Anordnung der Regierung der RF Nr. 1552-r vom 14.6.2022  wurden die COVID-Einreisevorschriften ab 14.06.2022 stark gelockert. Unter anderem ist jetzt die Einreise nach Russland für Personen aus allen Ländern über den Luft- und Wasserweg möglich (unabhängig von Staatsbürgerschaft). Monteure können bei Einreise über Luft- und Wasserweg das (Montage-)Visum nun direkt beantragen und müssen Einreise nicht mehr über COVID-Stab („Golikova-Liste“) vorab genehmigen lassen. Lediglich bei Einreise am Landweg ist für die Einreise mit einem Montage- oder Arbeitsvisum ist weiterhin die Beantragung einer Sondergenehmigung notwendig – Details siehe bei „allgemeine Ausnahmen“ unten.

Unabhängig von der Staatsbürgerschaft gelten weiterhin folgende allgemeine Ausnahmen für die Einreise

Ausgenommen vom Einreiseverbot sind Diplomaten, offizielle Delegationen, Transitreisende, Fahrzeugführer im internationalen Verkehr, Crews von Flugzeugen, Schiffen und Zügen sowie dauerhaft in Russland ansässige Personen und Familienangehörige russischer Staatsbürger. Ausländer dürfen auch für eine medizinische Behandlung und zur Pflege kranker naher Verwandter nach Russland kommen. Beide Fälle sind dokumentarisch zu belegen.

Auch hochqualifizierte Fachkräften (Inhaber eines Hochqualifizierten-Arbeitsvisums) sind vom Einreiseverbot ausgenommen. Vor der ersten Einreise muss der russische Arbeitgeber jedoch eine Ausnahmegenehmigung über die föderale Behörde des jeweiligen Wirtschaftszweiges (bspw. Ministerium für Industrie, Handel, Landwirtschaftsministerium etc.) beim Staatssicherheitsdienst FSB und beim russischen Innenministerium beantragen, sofern die Einreise am Landweg passiert. Das Anmeldeverfahren nimmt in der Praxis mindestens zwei Wochen in Anspruch.

Monteure und Fachkräfte, die eine Inbetriebnahme und Wartung importierter Ausrüstungen durchführen, können ebenfalls (mehrfach) nach Russland einreisen. Auch hier muss die Einreise zuvor über das Innenministerium beantragt und in weiterer Folge vom Staatssicherheitsdienst FSB genehmigt werden, sofern die Einreise am Landweg passiert. Für die Beantragung sollten zumindest mit zwei Wochen rechnen. Anschließend kann das Visum beantragt werden.

Einreise und Selbstisolation/Quarantäne

Für die Einreise nach Russland wird grundsätzlich ein COVID-19-Testergebnis (PCR) benötigt. Weiters muss ein Formular mit Angaben zur Einreise am Flughafen ausgefüllt werden. Ausländische Staatsbürger müssen den COVID-19-Test noch vor der Einreise machen – der Test darf zum Zeitpunkt der Einreise maximal 48 Stunden alt sein und das Testergebnis muss auf Englisch oder Russisch vorliegen. Medial wurde angekündigt, dass die Testpflichtt ab 14. Juni 2022 für Ausländer, die am Luft- oder Wasserweg einreisen, entfällt. Die entsprechende Rechtsgrundlage wurde bislang jedoch noch nicht veröffentlicht. 

Bei einem positiven Testergebnis wird Ausländern die Einreise jedenfalls verwehrt. Arbeitgeber sind verpflichtet, die betroffenen Personen während der Quarantäne von zu Hause arbeiten zu lassen oder in den Krankenstand zu stellen.


Regelungen für den Güterverkehr

Grundsätzlich funktioniert der Güterverkehr mit Russland und die Ein- und Ausreise mit dem LKW sowie mit anderen Güterbeförderungsmitteln ist möglich. Fernfahrer, Piloten- und Schiffscrews sind explizit von den Ein- und Ausreisebeschränkung sowie der verpflichtenden 14-tägigen Quarantäne ausgenommen.

Ab Mitte März 2020 wurde ein „Grüner Korridor“ für eine schnellere Zollabfertigung für Lebensmittel, Medizinprodukte und andere lebenswichtige Waren eingeführt. Zu diesen Waren gehören u.a. auch Coronavirus-Tests, mechanische Beatmungsgeräte, medizinische Masken und Schutzanzüge. Weiters wurde eine Importzollbefreiung für ausgewählte Produkte im medizinischen Bereich zur Eindämmung von COVID-19 bei Einfuhr in Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) beschlossen. Für die Importzollbefreiung wird eine Bestätigung des Verwendungszwecks der zuständigen Behörden im jeweiligen EAWU-Mitgliedsstaat benötigt. In Russland ist die zuständige Behörde das Ministerium für Wirtschaft und Handel sowie das Gesundheitsministerium. Das Lebensmittelembargo ist jedoch weiterhin in Kraft.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Die Hygiene- und COVID-Maßnahmen wurden Ende Februar 2022 großteils zurückgenommen. Es müssen keine verpflichtenden Temperaturmessung oder COVID-Tests am Arbeitsplatz mehr durchgeführt werden und auch die teilweise Home-Office-Pflicht ist beendet. Mund- und Nasenschutz müssen weder in öffentlichen Verkehrsmitteln noch in Taxis oder Geschäften getragen werden. 


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Staatliche Unterstützungsmaßnahmen für die russische Wirtschaft sind unterschiedlich und an viele Bedingungen gebunden. Kritiker weisen zudem darauf hin, dass die Hilfspakete im internationalen Vergleich eher gering ausfallen. Die meisten Hilfsprogramme sind bereits Ende 2020 ausgelaufen.

Zu den ersten staatlichen Hilfsmaßnahmen zählten Kredit-, Miet- und Steuerstundungen (ausgenommen MWSt.), Sozialabgabenreduktion sowie Kreditgarantien und zinslose Kredite. Später kamen Steuererleichterungen sowie direkte Zuschüsse dazu. Viele der Maßnahmen sind nur für KMUs oder bestimmte Branchen zugänglich gewesen und hatten einen zweckgebunden Charakter (bspw. gebunden an Gehaltszahlungen oder Arbeitsplatzerhalt).

In Russland existiert keine staatlich subventionierte Kurzarbeitsregelung analog zu jener in Österreich – gerne gibt das AußenwirtschaftsCenter Moskau bei Bedarf jedoch Informationen zu alternativen Möglichkeiten der Personalkostenreduktion bekannt.


Weitere Information und Notfallnummern

Hotlines mit allgemeinen Fragen zum Coronavirus

  • Verbraucherschutz (Rospotrebnadzor): 8-800-555-49-43
  • Arbeitsbehörde (Rostrud): 8-800-707-88-41

Weiterführende Informationen zum Coronavirus in Russland finden Sie im Link-Bereich dieser Seite.