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Coronavirus: Situation in Belgien

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Brüssel informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Belgien.

Stand: 20.10.2020 | Diese Information wird laufend aktualisiert.


Aktuell & Wichtig

Innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise nach Belgien ist eine Online-Registrierung (Public Health Passenger Locator Form) vorzunehmen. Nach erfolgter Registrierung bekommt man per E-Mail eine Bestätigung samt QR-Code zugeschickt, die bei allfälligen Kontrollen vorzuweisen ist.

Wenn Sie sich in den letzten 14 Tagen in Wien, Tirol, NÖ, OÖ, Sbg, Bgld oder Vlbg (oder einem anderen Risikogebiet, siehe Karte) aufgehalten haben und für länger als 48 Stunden nach Belgien reisen, ist eine 10-tägige Quarantäne vorgeschrieben. Die bisherige Testpflicht an Tag 5 ist bei Symptomlosigkeit ab 21.10. bis 15.11. ausgesetzt.

Auf Grundlage der ordnungsgemäß ausgefüllten Online-Registrierung und des anschließenden Fragebogens zur Selbsteinschätzung werden Sie per SMS benachrichtigt, wenn Sie sich in Quarantäne begeben müssen.

Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einer roten Zone (wie Wien, Tirol, NÖ, OÖ, Sbg, Bgld oder Vlbg) aufgehalten haben oder sich weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten werden. Weiters kann die Quarantäne für eine notwendige Aktivität zeitweilig aufgehoben werden, sofern diese Aktivität nicht aufgeschoben werden kann. Für alles, was nicht mit der notwendigen Aktivität zusammenhängt, ist aber die Quarantäne einzuhalten.

Herr Michael Schadenhofer (T +32 2 6451654, E bruessel@wko.at) klärt gerne Ihre Fragen rund um Geschäftsreise bzw. Mitarbeiterentsendung nach Belgien mit Ihnen ab.


Einreise- und Reisebestimmungen

Social distancing ist das Um und Auf.

Beachten Sie, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Firmen und Behörden von zu Hause aus arbeiten, da Homeoffice – wo immer möglich – verpflichtend ist.

Der Flughafen Brüssel führt bei allen Passagieren Temperaturmessungen durch. Am Flughafen ist das Tragen eines MNS verpflichtend.

Seit dem 15. Juni hat Belgien seine Grenzen für Reisen in EU-Länder, und von diesen Ländern aus nach Belgien, wieder geöffnet. Bei Einreise aus Risikogebieten (Ampelsystem) sind evtl. Test- und Quarantänevorschriften zu beachten, siehe hier.


Regelungen für den Güterverkehr

Es gibt keine Beschränkungen für den Güterverkehr.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter ist stets einzuhalten.

Das Tragen von MNS ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen, Flughäfen und U-Bahn-Stationen vorgeschrieben, weiters in allen Geschäften, Einkaufszentren, Märkten, Einkaufsstraßen, öffentlichen Gebäuden, Kinos, Konzert-, Theater-, Hör- und Konferenzsälen, Museen, Bibliotheken sowie Gotteshäusern.

Ab 19. Oktober gelten folgende Maßnahmen einen Monat lang:

  • Cafés, Bars und Restaurants müssen schließen, nur Takeaway ist erlaubt.
  • Kein Alkoholverkauf nach 20:00 Uhr.
  • Nächtliche Ausgangssperre (0:00-5:00 Uhr)
  • Verbot von Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen. Kleine Jahrmarktveranstaltungen bis 200 Besucher und Wochenmärkte bleiben aber erlaubt.
  • Veranstaltungen, für die es derzeit noch keine Protokolle gibt, werden grundsätzlich auf 40 Personen beschränkt.
  • Homeoffice verpflichtend 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die föderale Regierung wie auch die regionalen Regierungen Belgiens haben zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt:

Föderale Regierung

  • Ausweitung der Kurzarbeit bis zum 30. Juni, automatische Anerkennung, Referenzsatz wird von 65% auf 70% angehoben
  • Nach einem Beschluss der Arbeitsministerin wird die Anwendung des vereinfachten Verfahrens für vorübergehende Arbeitslosigkeit aufgrund höherer Gewalt (ursprünglich bis zum 19. April 2020 geplant) bis einschließlich 31. Mai 2020 verlängert.
  • Aufschub für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge bis zum 15.12.2020
  • MwSt.-Zahlungsaufschub sowie Befreiung von Pönalen sollten Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten wegen COVID-19 konfrontiert sein
  • Zahlungsaufschub von 2 Monaten für den Berufssteuervorabzug
  • Zahlungsaufschub von 2 Monaten für Einkommens- und Körperschaftssteuern
  • Reduzierung der Vorauszahlungen für Selbstständige
  • Aufschub oder Befreiung von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen für Selbstständige
  • Ersatzeinkommen für Selbstständige (Überbrückungshilfe) zwischen 1.291,69 Euro und 1.614,10 Euro
  • Ersatzeinkommen von 645 Euro für Selbstständige (Überbrückungshilfe) im Nebenberuf
  • Flexibilität bei der Ausführung von öffentlichen föderalen Aufträgen, die Behörden verpflichten sich die Zahlungsfristen für diese Aufträge zu beschleunigen
  • Für Unternehmen und Selbständige, die aufgrund der Coronavirus-Krise Liquiditätsprobleme haben, hat die Regierung beschlossen, die Vergünstigungsprozentsätze aufgrund geleisteter Vorauszahlungen für die dritte und vierte Teilzahlung am 10. Oktober bzw. 20. Dezember zu erhöhen. Dank dieser Unterstützungsmaßnahme ist der Aufschub ihrer Vorauszahlungen weniger nachteilig.
  • Kreditgarantien: Die Regierung wird staatliche Garantien für Kredite von Unternehmen und Selbstständigen für die Dauer von 12 Monaten vergeben. Verluste von bis zu 3% des verliehenen Kapitals müssen vollständig vom Finanzsektor getragen werden. Verluste zwischen 3% und 5% werden geteilt – je zur Hälfte von der Regierung und dem Finanzsektor. Noch größere Verluste werden zu 80% von der Regierung und zu 20% vom Finanzsektor getragen.
  • Rückversicherungen: Die Kreditversicherungsunternehmen werden sich verpflichten, die in den 12 Monaten vor dem 1. März 2020 tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditlimits bis Ende 2020 so weit wie möglich intakt zu halten.Als Gegenleistung für diese Verpflichtung verpflichtet sich Credendo, die im Namen des Staates handelt, die Risiken rückzuversichern, die von den oben genannten, in Belgien ansässigen Kreditversicherungsgesellschaften gezeichnet werden.
  • Aufschub der Kredittilgung: durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geratene Unternehmen und Selbständige können von ihrer Bank einen Aufschub der Kredittilgung erhalten, um bis zum 30. September keine Ratenzahlungen mehr leisten zu müssen

Regionale Regierungen

Flandern

  • Unterstützungsprämie iHv 4.000 Euro für Betriebe, die komplett schließen müssen, oder 2.000 Euro für Betriebe, die teilweise schließen müssen
  • Unterstützungsprämie iHv 3.000 Euro für Selbständige
  • Garantie der flämischen Regierung an die Banken für die Rückzahlung von Krediten von Unternehmen und Selbstständigen iHv 100 Mio. Euro. Damit können 1.000 Kredite iHv 100.000 Euro zu 75% garantiert werden. 
  • Erleichterter Zugang zu Subventionen
  • Stundung der Grundsteuer für Unternehmen bis Ende November (Volumen: ca. 1 Mrd. Euro)

Wallonie

  • Krisenfonds, dotiert mit 350 Mio. Euro, davon sind 233 Mio. Euro an Direkthilfen für betroffene Wirtschaftssektoren, v.a. KMUs und Gastronomie, vorgesehen sowie 115 Mio. Euro an Unterstützungsmaßnahmen für den Sozial- und Gesundheitssektor
  • Unterstützungsprämie von 5.000 Euro aus dem Krisenfonds für jedes Unternehmen, das wegen COVID-19 zur Schließung verpflichtet ist (Horeca)
  • Unterstützungsprämie von 2.500 Euro aus dem Krisenfonds für jedes Unternehmen, das wegen COVID-19 seine Öffnungszeiten anpassen muss
  • Zahlungsaufschub bei bestimmten Rechnungen (Gas, Strom)
  • versch. Unterstützungsmaßnahmen durch die wallonischen Finanzierungs- und Investitionsvehikel

Brüssel-Hauptstadt

  • Unterstützungsprämie von 4.000 Euro für alle Betriebe, die von den COVID-19-Maßnahmen betroffen sind und schließen mussten
  • Entfall der City Tax (Steuer für alle touristischen Beherbergungsbetriebe) im ersten Halbjahr 2020
  • Kredite mit reduziertem Zinssatz an wichtige Lieferanten im Horeca-Sektor, die es ihnen ermöglichen, ihren Horeca-Kunden einen Zahlungsaufschub anzubieten und für Horeca-Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern
  • Garantie an Banken für Unternehmenskredite iHv 20 Mio. Euro
  • Moratorium für die Zurückzahlung von Investitionsförderungen
  • Zahlungsaufschub für Selbständige

Weitere Informationen und Notfallnummern

Bei Fragen und Notfällen ist das AußenwirtschaftsCenter Brüssel (T +32 2 6451650 , E bruessel@wko.at) gerne für Sie da. 

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