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Coronavirus: Situation in Belgien

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Brüssel informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Belgien.

Stand: 25.01.2021 | Diese Information wird laufend aktualisiert.


Aktuell & Wichtig

Der Teil-Lockdown wurde bis inklusive 1. März 2021 verlängert und gilt mit folgenden Maßnahmen:

  • Der Einzelhandel ist geöffnet, die Sicherheitsvorkehrungen (ohne Begleitung, MNS, max. 30 Minuten) sind strikt einzuhalten.
  • Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen, nur Takeaway ist erlaubt.
  • Hotels bleiben geöffnet, Hotelrestaurants bleiben geschlossen.
  • Nicht-medizinische Kontaktberufe (wie Frisöre, Masseure, Nagelstudios, Schönheitssalons, etc.) bleiben geschlossen.
  • Nächtliche Ausgangssperre (22:00-5:00 Uhr)
  • Homeoffice, wo immer möglich, ist verpflichtend
  • Maskenpflicht (öffentliche Verkehrsmittel, öffentliche Gebäude, Geschäfte, Einkaufsstraßen)
  • Soziale Kontakte auf max. 1 Person beschränkt
  • Kultur-, Sport- Wellness- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen 

Einreise- und Reisebestimmungen

Achtung: Im Zeitraum 27.1.-1.3.2021 sind nur unbedingt notwendige Reisen von/nach Belgien erlaubt, dazu zählen berufliche Gründe für die Ausübung der Berufstätigkeit.

Dabei sind derzeit folgende Punkte zu beachten:

Einreise nach Belgien

Alle Personen mit nicht-belgischem Wohnsitz, die aus einem Risikogebiet (wie AT) nach Belgien reisen, müssen bei Einreise ein negatives Testergebnis vorweisen (Ausnahme: Einreise per Auto und Aufenthalt in BE weniger als 48h). Dabei muss es sich um einen PCR-Test handeln, der frühestens 72 Stunden vor Abreise abgenommen wurde. Dieser ist auf Verlangen dem Beförderer bzw. Kontrollagenten vorzuweisen.

Innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise nach Belgien ist eine Online-Registrierung (Passagier-Lokalisierungsformular) vorzunehmen (Ausnahme: Einreise per Auto und Aufenthalt in BE weniger als 48h). Nach erfolgter Registrierung bekommt man per E-Mail eine Bestätigung samt QR-Code zugeschickt, die bei allfälligen Kontrollen vorzuweisen ist. 

Grundsätzlich müssen sich Personen, die sich in Österreich (oder einem anderen Risikogebiet, siehe Karte) aufgehalten haben und für länger als 48 Stunden nach Belgien reisen, bei Einreise in Belgien in eine zehntägige Quarantäne begeben, die durch einen negativen PCR-Test an Tag 7 vorzeitig beendet werden kann. Sie erhalten gegebenenfalls nach der Online-Registrierung eine SMS mit der Aufforderung, in Quarantäne zu gehen und eine weitere SMS mit einem Code für die Vereinbarung eines Testtermins.

Quarantäne-Ausnahme bei Geschäftsreisen: Ihr belgischer Geschäftspartner beantragt für Ihre Mitarbeiter, die aus beruflichen Gründen nach Belgien reisen, das Business Travel Abroad-Formular. Anschließend wählen die Mitarbeiter bei der Online-Registrierung (Passagier-Lokalisierungsformular) bei „Sie reisen aus beruflichen Gründen“ JA aus und geben die Nummer des Berufsreisezertifikats an, die der belg. Geschäftspartner beim Business Travel Abroad-Formular bekommen hat.

Auf diese Weise können Geschäftsreisende von der verpflichtenden Quarantäne befreit werden.

Hinweis der belg. Behörden: Das Business Travel Abroad-Formular kann nur für begrenzte Geschäftskontakte mit einer max. Dauer von 72 Stunden verwendet werden.

Rückreise nach Österreich

Bei der Rückreise von Belgien nach Österreich beachten Sie bitte die Einreisebestimmungen, die sie auf dem Portal des österr. Gesundheitsministeriums finden.

Kurz zusammengefasst: Wer aus Belgien nach Österreich einreist, muss grundsätzlich 10 Tage in Quarantäne, kann sich aber nach 5 Tagen freitesten. 

Erleichterte Einreiseauflagen gelten u.a. für Personen, die zu beruflichen Zwecken reisen – darunter fallen auch Geschäftsreisende: Einreise mit negativem PCR-oder Antigen-Test, ärztlich bestätigt mit Formular Anlage D, nicht älter als 72h ab Proben-Entnahme. Alternativ: Quarantäne nach Einreise, Freitesten in Österreich ist jederzeit möglich.

Vor der Einreise nach Österreich ist eine Online-Registrierung (Pre-Travel-Clearance, PTC) verpflichtend. Die Online-Registrierung kann in Deutsch oder Englisch durchgeführt werden. Einreisende sind verpflichtet, die Registrierungsbestätigung bei einer Kontrolle elektronisch oder ausgedruckt vorzuweisen.

Herr Michael Schadenhofer (T +32 2 6451654, E bruessel@wko.at) klärt gerne Ihre Fragen rund um Geschäftsreise bzw. Mitarbeiterentsendung nach Belgien mit Ihnen ab.

Weitere Info-Portale:


Regelungen für den Güterverkehr

Es gibt keine Einschränkungen für den Güterverkehr. Das Mitführen des Certificate for International Transport Workers ist zu empfehlen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Der Flughafen Brüssel führt bei allen Passagieren Temperaturmessungen durch. Am Flughafen ist das Tragen eines MNS verpflichtend.

Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter ist stets einzuhalten. Das Tragen eines MNS ist generell verpflichtend.

Beachten Sie, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Firmen und Behörden von zu Hause aus arbeiten, da Homeoffice – wo immer möglich – verpflichtend ist.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Wenn der herbstliche Lockdown auch nicht ganz so streng ist wie der im Frühjahr, setzen die Einschränkungen den Unternehmen und Selbstständigen hart zu. Die föderale Regierung wie auch die regionalen Regierungen Belgiens haben zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt. Österreichische Unternehmen, die in Belgien mit einer Niederlassung vertreten sind, haben den gleichen Zugang zu Fördermitteln wie die inländischen Unternehmen.

Föderale Maßnahmen

  • Kurzarbeit für alle Unternehmen möglich (bis 31.3.2021, Näheres)
  • Zahlungsaufschub bei den Sozialversicherungsbeiträgen (bis 15.12.2020, Näheres)
  • Möglichkeit eines zinslosen Aufschubs von Zahlungen der Mehrwert-, Berufs-, Körperschafts- und weiteren Steuern (bis Ende 2020)
  • Kreditgarantien: Die Regierung wird staatliche Garantien für Kredite von Unternehmen und Selbstständigen für die Dauer von 12 Monaten vergeben. Verluste von bis zu 3% des verliehenen Kapitals müssen vollständig vom Finanzsektor getragen werden. Verluste zwischen 3% und 5% werden geteilt – je zur Hälfte von der Regierung und dem Finanzsektor. Noch größere Verluste werden zu 80% von der Regierung und zu 20% vom Finanzsektor getragen. (bis 30.6.2021)
  • Rückversicherungen: Die Kreditversicherungsunternehmen verpflichten sich, die in den 12 Monaten vor dem 1. März 2020 tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditlimits bis Ende 2020 so weit wie möglich intakt zu halten. Als Gegenleistung verpflichtet sich Credendo, die Risiken rückzuversichern, die von den Kreditversicherungsgesellschaften gezeichnet werden.
  • Aufschub der Kredittilgung: durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geratene Unternehmen und Selbständige können von ihrer Bank einen Aufschub der Kredittilgung erhalten
  • Reduzierung der MwSt. auf 6% für Desinfektionsmittel und Masken
  • Erhöhung des Investitionsabzugs auf 25%: Mit diesem Investitionsabzug können Unternehmen also eine Viertel ihrer Investition von der Steuer absetzen. (bis Ende 2022)
  • Doppelte Überbrückungshilfe für Selbstständige in Sektoren, die aufgrund von Corona schließen mussten iHv 2.583,4 bis 3.228,2 Euro (bis Dez 2020)
  • Einfache Überbrückungshilfe für Selbstständige ab 1.1.2021
  • Horeca-Betriebe zahlen 2020 keine Beiträge an die Lebensmittelbehörde

Regionale Maßnahmen


Weitere Informationen und Notfallnummern

Bei Fragen und Notfällen ist das AußenwirtschaftsCenter Brüssel (T +32 2 6451650 , E bruessel@wko.at) gerne für Sie da. 

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