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Coronavirus: Situation in Bosnien und Herzegowina

Aktuelle Lage und laufende Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina.

Stand: 12.4.2021


Aktuell & Wichtig 

Das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina.

Es gilt für das ganze Land die Sicherheitsstufe 6 (Reisewarnung) des österreichischen Außenministeriums und es wird von allen Reisen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) gewarnt.

Das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina.

Es gilt für das ganze Land die Sicherheitsstufe 6 (Reisewarnung) des österreichischen Außenministeriums und es wird von allen Reisen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) gewarnt.

Am 12.2.2021 wurde mit ersten  Impfungen in der Entität Republika Srpska begonnen, wobei es sich um eine direkte Beschaffung von Sputnik V Impfungen handelt. Dank einer Geschenksendung von 5.000 Einheiten aus Serbien, finden seit 10.3.2021 auch Impfungen in der Föderation Bosnien und Herzegowina statt. Die ersten Lieferungen (ca. 50.000 Einheiten) aus dem COVAX-System sind Ende März erfolgt. Bisher wurden Impfungen nur für 20 % der Bevölkerung bestellt. Durch direkte Anschaffungen von Pfizer, Sputnik V und Sinopharm Impfungen sollen nun weitere 20 % der Bevölkerung geimpft werden.

Der seit 17.3.2020 landesweit ausgerufener Katastrophenzustand ist noch immer im Kraft.

Die Ausgangsperre in der Entität Föderation Bosnien und Herzegowina gilt von 21.00 bis 05.00 Uhr und im Distrikt Brcko von 22.00 bis 05.00 Uhr.  

Seit 12.9.2020 ist allen ausländischen Staatsbürger unter Vorlage eines negativen SARS-COV-Testzertifikat, welches nicht älter als 48 Stunden sein darf, die Einreise gestattet. 

Seit 1.6.2020 können Staatsbürger von Kroatien, Serbien und Montenegro ohne Auflagen nach Bosnien und Herzegowina einreisen. 

Alle Grenzübergänge mit Kroatien, Serbien und Montenegro sind für den Güterverkehr offen. Der Güterverkehr kann ohne größere Probleme abgewickelt werden.

Die internationalen Flughäfen in Bosnien und Herzegowina haben am 1.6.2020 den Betrieb für kommerzielle Flüge wieder aufgenommen. Erster kommerzieller Flug am Flughafen Sarajevo erfolgte am 3.6.2020. 

Ab 1.8. können aus Bosnien und Herzegowina abfliegende und zur Beförderung von Personen dienende Luftfahrzeuge in Österreich wieder landen. Die AUA hat ab 1.8.2020 ihren regelmäßigen Flugbetrieb zwischen Wien und Sarajevo wieder aufgenommen.

Seit 19. Februar wurde erneut ein Aufstieg der aktiven Fälle in Bosnien und Herzegowina verzeichnet. Die tägliche Anzahl der positiven Coronavirus-Fälle im ganzen Land, liegt derzeit bei 1200. Der Prozentsatz der positiven Fällen im Verhältnis zur Gesamtzahl der durchgeführten PCR-Tests liegt bei etwa 30%. Die Intensivbetten in weiten Teilen des Landes sind ausgelastet. Da in der Entität Republika Srpska seit 09.11.2020 Patienten mit nur einem Symptom nicht mehr getestet werden, liegen die tatsächlichen Zahlen sicherlich deutlich über die offiziell gemeldeten. Die Sterblichkeitsrate ist im Vergleich zu den Nachbarsländern deutlich höher.

Mitte Februar wurden die ersten Fälle der britischen Mutation in Bosnien und Herzegowina bestätigt. Mitte März wurden auch die ersten Fälle der südafrikanischen Mutation bestätigt.  

Hohe Infektionszahlen haben auch verschiedene Länder in der Region, darunter Kroatien und Slowenien, bewogen die Einreise – und Transitbestimmungen für Personen, welche aus Bosnien und Herzegowina anreisen bzw. sich zuvor dort aufgehalten haben zu verschärfen (siehe auch weiter unten). Es wird daher geraten, dies vor einer Reise kurzfristig abzuklären.

Die Informationen bosnisch-herzegowinischer Behörden sind aufgrund der komplexen Staatsstruktur leider nicht immer ganz eindeutig und manchmal auch widersprüchlich, wie wir in der Praxis feststellen mussten.

Das Team des AußenwirtschaftsCenters Sarajevo ist laufend mit lokalen Behörden in Kontakt um die vorliegende Information möglichst aktuell zu halten.

Einreise und Reisebestimmungen

Seit 12.9.2020 können ausländische Staatsbürger unter Vorlage eines negativen SARS-COV

Testzertifikat, welches nicht älter als 48 Stunden sein darf, wieder einreisen. 

Von Vorlage eines negativen Covid19-PCR-Test-Zertifikates sind bei der Einreise folgende Kategorien ausgenommen:

  • Staatsbürger von Kroatien, Serbien und Montenegro, wenn sie in Bosnien und Herzegowina direkt aus dem Land ihrer Staatsangehörigkeit einreisen sowie ihre Kinder und Ehepartner, auch wenn diese Staatsbürger anderer Länder sind.
  • Piloten und Kabinenpersonal mit Zieldestination Bosnien und Herzegowina.
  • LKW-Fahrer und Beifahrer im internationalen Straßenverkehr, wenn sie sich nicht länger als 12 Stunden in Bosnien und Herzegowina aufhalten.
  • Zugmannschaften und Schiffmannschaften im internationalen Verkehr
  • akkreditierte Diplomaten in Bosnien und Herzegowina
  • Diplomaten, die ihren Dienst in Bosnien und Herzegowina aufnehmen und noch nicht akkreditiert sind.
  • Mitglieder der Katastrophenschutzdienste/Teams, wenn die Einreise dringend ist.
  • Mitglieder der NATO-Streitkräfte und Mitglieder der Streitkräfte anderer Länder aus der Partnerschaft für Frieden sowie des NATO-Hauptquartiers in Bosnien und Herzegowina
  • Staats-, Regierungschefs und Mitglieder ihrer Delegationen, wenn ihre Ein- und Ausreise der Grenzpolizei von Bosnien und Herzegowina durch diplomatische Wege oder durch das Protokoll der zuständigen Staatsorgane von Bosnien und Herzegowina angekündigt würde.
  • Personen im Transit durch Bosnien und Herzegowina zwecks Rückkehr in das Land des gewöhnlichen Aufenthalts, ohne sich auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina aufzuhalten.
  • EU Staatsbürger im Transit durch den Neum-Korridor, ohne sich auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina aufzuhalten. (offizielle Aussage der BiH Grenzpolizei) Achtung! Dies erfordert 14tägige Isolation oder negativen Covid-19 Test bei Rückkehr nach Österreich
  • Mitreisende Familienangehörige von bosnisch-herzegowinischen Staatsbürger, also Ehepartner und minderjährige Kinder mit anderer Staatsbürgerschaft.

Die Bürger dieser Länder sind verpflichtet, alle Anweisungen und Anordnungen der zuständigen

Gesundheitsbehörden von Bosnien und Herzegowina einzuhalten und zu respektieren. 

Ausländische Staatsbürger können bei Erfüllung o.a. Auflagen, weiterhin nur mit einem gültigen Reisepass (kein Personalausweis) einreisen. 

Hinweis: Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in Bosnien und Herzegowina residente Ausländer, etwa ausländische Geschäftsführer von Niederlassungen und deren ausländische Angehörige, von der Verpflichtung zur Vorlage eines negativen Covid-19 PCR Testzertifikates anlässlich der (Wieder)Einreise nach Bosnien und Herzegowina nach einem Heimatbesuch nicht ausgenommen sind. Es gab in diesem Zusammenhang bereits Zurückweisungen.

Es sei angemerkt, dass die Entscheidung über die Einreise letztlich bei der Grenzpolizei liegt und Probleme bzw. Unsicherheiten aufgrund der teils komplexen rechtlichen Situation und deren Interpretationen nicht ausgeschlossen werden können. 

Derzeit ist die Einreise für BA-Staatsbürger über alle Grenzübergänge möglich.

Einreise – BA Staatsbürger 

Es bestehen für Staatsbürger des Landes keine besonderen Auflagen bei der Einreise nach Bosnien und Herzegowina und auch die 14-tägige Isolationspflicht wurde aufgehoben.

Ausreise – BA Staatsbürger 

Es bestehen keine besonderen Auflagen bei der Ausreise aus Bosnien und Herzegowina.

Seit 17.6.2020 haben einige Busunternehmen den Betrieb von regelmäßigen Linien nach Österreich (Graz, Wien, Linz) wieder aufgenommen. Wegen den begrenzten Anzahl der Sitzplätze ist eine Reservation verpflichtend. Nur Passagiere, die gültige Einreisebedingungen erfüllen, werden befördert.

Gesundheitszeugnisse zu Covid-19 werden derzeit in Bosnien und Herzegowina, soweit wir feststellen konnten, von offiziellen oder autorisierten Stellen nicht ausgestellt. Die Anerkennung von Testzeugnissen privater Labors liegt im Ermessen der jeweiligen Grenzbehörden (z. B. in Österreich).

Seit 22.5.2020 ist die Einreise nach Serbien für bosnisch-herzegowinische Staatsbürger ohne Auflagen wieder möglich. Nähere Informationen darüber finden Sie auf der Länderseite Serbien.

Seit 12.1.2021 ist die Einreise nach Montenegro für bosnisch-herzegowinische Staatsbürger ohne Auflagen wieder möglich. Nähere Informationen darüber finden Sie auf der Länderseite Montenegro. 

Slowenien hat Bosnien und Herzegowina an eine so genannte "rote Liste" gesetzt. Dies bedeutet, dass eine Reisewarnung besteht und bei der Einreise nach Slowenien eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne unabhängig von der Staatsbürgerschaft oder vom ständigen Wohnsitz gilt. Ausgenommen sind Personen, die einen negativen COVID-19 Test vorgeweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Transit von maximal 12 Stunden ohne Aufenthalt im Land wird gestattet, so die Wiederausreise sichergestellt ist, d.h z.B Visum C oder D für Saisonarbeitskräfte oder ständiger Wohnsitz in EU/Österreich.

Informationen über Durchreise von Bosnien und Herzegowina nach Kroatien und Slowenien befinden sich auf den jeweiligen Länderseiten:

Details zu Einreise nach Österreich finden Sie auf dem Corona-Infopoint der WKÖ. Es gelten verschärfte Auflagen (Reisegrund und Covid 19 Test) für Drittstaatsangehörige und Personen ohne ständigen Aufenthalt in Österreich bzw. EU.


Regelungen für den Güterverkehr 

Der Güterverkehr (Lieferungen nach/aus Bosnien und Herzegowina und Transit) ist über alle Grenzübergänge, die für den internationalen Güterverkehr bestimmt sind, möglich.

Eisenbahngütertransport läuft ohne größere Hindernisse.

Regelungen für LKW-Fahrer 

Auch im Bereich Güterverkehr/kommerzieller Verkehr ist es zur Lockerung der durch COVID-19 bedingten Maßnahmen gekommen: 

Die Selbstisolation für heimische als auch ausländische LKW-Fahrer wurden aufgehoben. Bei der Einreise nach Bosnien und Herzegowina müssen übliche Dokumente (CMR, Lieferschein, Frachtbrief, Rechnung, etc.) vorgelegt werden, aus welchen ersichtlich ist, dass Waren in Bosnien und Herzegowina abgeholt bzw. nach Bosnien und Herzegowina geliefert werden. Einreise nur mit einem gültigen Reisepass möglich. 

Wenn der Fahrer eines Fahrzeugs im internationalen Verkehr das Fahrzeug verlassen muss, ist er verpflichtet, hygienische Schutzmaßnahmen einzuhalten, sich minimal außerhalb der Fahrerkabine aufzuhalten und gegebenenfalls das Be- und Entladen aus einer Entfernung von mindestens zwei Metern zu beobachten.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Landesweit: Katastrophenzustand

Im ganzen Land gilt noch immer der ausgerufene Notstand. Außerdem gilt weiterhin ein Verbot für Patientenbesuche in den Krankenhäusern. Es gibt weiterhin Beschränkungen bei öffentlichen Versammlungen. Obwohl sich langsam alles zur Normalität zurückkehrt, haben noch immer viele Unternehmen und Institutionen abhängend von den Bedingungen die Arbeit teilweise von zu Hause organisiert.

An den Krankenhauseingängen wurden Untersuchungszelte errichtet. Dort findet eine Triage statt bzw. entsprechende Sanitätsfragebögen müssen ausgefüllt werden.

Ausstattung und Mittel, welche von nationalen und internationalen Einrichtungen zur Vorbeugung, Bekämpfung und Beseitigung der COVID-19 Epidemie gespendet wurden, sind von indirekten Steuern befreit. 

Föderation Bosnien und Herzegowina: Epidemiezustand ausgerufen 

Alle unten angegebenen Maßnahmen sind in der Föderation Bosnien und Herzegowina bis 15.4.2021 in Kraft.

Informationen über die Corona Pandemie in der FBiH  (nur in lokaler Sprache verfügbar).

Seit 3.4.2021 ist eine direkte Preiskontrolle für bestimmte Grundnahrungsmittel und Hygieneprodukte eingeführt. 

  • Ab 24.3.2021 ist die bestehende Ausgangsperre von 21.00 bis 05.00 Uhr verlängert worden. Davon ausgenommen sind: 
    • Die in die Bekämpfung der Pandemie COVID-19 involvierte Personen,
    • Arbeiter der Nachtschicht (eine Bescheinigung der Arbeitergeber ist notwendig)
    • zwischenstädtischer und internationaler Personenverkehr
    • LKW-Fahrer im inländischen und internationalen Gütertransport 
    • Taxifahrer 
  • Öffentliche Versammlungen von mehr als 20 Personen im Freien und in geschlossenen Räumen sind untersagt. Davon ausgenommen sind Parlamentssitzungen. Ausnahmsweise dürfen in Theater und Kinos höchstens 70 Personen anwesend sein. Eine Distanz von 2 m ist einzuhalten. Es müssen alle epidemiologischen Maßnahmen eingehalten werden. Veranstalter sind verpflichtet, alle geplanten Veranstaltungen dem kantonalen Gesundheitsministerien anzumelden. 
  • Es besteht Maskenpflicht mit physischen Abstand von 2 m in geschlossenen öffentlichen Räumlichkeiten, sowie im Freien. Von Maskenpflicht sind Kinder unter 6 Jahren, behinderte Personen, Sportler und Personen, die sportliche Freizeitaktivitäten in Sporthallen ausüben, befreit.
  • Seit 28.10.2020 sind alle Krankenhäuser aufgefordert, 30 % aller verfügbaren Bettkapazitäten für COVID-19 Patienten zur Verfügung zu stellen.
  • Auf den Fakultäten darf nur praktischer Unterricht abgehalten werden.
  • Wettbewerbsaktivitäten für Sportvereine und Sportler dürfen nur ohne Publikum stattfinden. 
  • PCR-Tests dürfen in der Föderation Bosnien und Herzegowina nur von durch das  Gesundheitsministeriums der FBIH autorisierten Labors,  medizinischen Einrichtungen (Spitäler), sowie das Labor für molekular-genetische und forensische Forschung der Veterinärfakultät in Sarajevo durchgeführt werden.
  • Night-Clubs und Discos bleiben bis auf weiteres geschlossen.
  • Gastronomiebetriebe dürfen bis 21.00 Uhr geöffnet bleiben.
  • Alle Dienststellen müssen zusätzliche Hygienemaßnahmen (in lokaler Sprache) vornehmen und kontinuierlich desinfizieren.
  • Die Einhaltung der vorgeschrieben Hygienemaßnahmen wird seit 13.6.2020 seitens des Sanitärinspektorats mit der Unterstützung der Polizei verstärkt kontrolliert.
  • Alle Firmen, die mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigen, werden aufgefordert umgehend einen Krisenplan zu erlassen. Dadurch soll die Organisation der Arbeit dieser Firmen mit den gegebenen Empfehlungen und Richtlinien des Instituts für öffentliche Gesundheit der Föderation Bosnien und Herzegowina und der kantonalen Instituten für öffentliche Gesundheit harmonisiert werden.
  • Der föderale Krisenstab hat die Bürger zur Vermeidung von öffentlichen und privaten Versammlungen und Bewegungseinschränkungen aufgerufen.
  • Seit 5.11.2020 sind alle juristische Personen, sprich Firmen, in der Föderation Bosnien und Herzegowina verpflichtet, flexible Arbeitszeiten in den von ihnen ausgeführten Arbeitsprozessen festzulegen und dort, wo es möglich ist, Teleworking einzuführen.  Weiters wurde den Schulen empfohlen, wo immer es technisch möglich ist, auf on-line Unterricht umzustellen.
  • Die kantonalen Regierungen werden angewiesen abhängig von der aktuellen epidemiologischen Situation, gemäß der wöchentlichen Inzidenz von Infizierten, der Anzahl der Krankenhauspatienten und der Anzahl der Patienten die Atemunterstützung in Anspruch nehmen müssen, restriktivere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie im jeweiligen Kanton zu ergreifen.
  • Seit 18.3.2021 wurde im Kanton West-Herzegowina die Ausgangssperre von 20.30 bis 05.00 Uhr wieder eingeführt. 
  • Seit 18.3.2021 sind öffentliche Versammlungen von mehr als 15 Personen im Gorazde Kanton untersagt. Trainings für Amateursportvereine sind in geschlossenen Räumlichkeiten untersagt. Ab 22.3.2021 wird Unterricht in den Grund- und Mittelschulen nur on-line durchgeführt.
  • Im Zenica-Doboj Kanton sind seit 18.3.2021 Gastronomiebetriebe verpflichtet, Tische und Stühle so einzuordnen, dass für jeden Stuhl 2m² zur Verfügung stehen. Jeder Betrieb ist verpflichtet, eine Person zur Aufsicht bzw. Durchführung dieser Maßnahmen einzusetzen. Kindergärten bleiben bis zum 16.4.2021 geschlossen. Hochzeiten und andere Feiern sind untersagt. Alle rekreative Sportaktivitäten in geschlossenen Räumlichkeiten sind untersagt. Live Musik ist in allen Gastronomiebetrieben untersagt. Die Glücksspielveranstalter, außer Anbieter von online Glückspielen und Lottoanbieter, bleiben geschlossen.
  • Seit 19.3.2021 dürfen Gastronomiebetriebe im Herzegowina-Neretva Kanton bis 21.00 Uhr geöffnet bleiben. Live-Musik ist bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen untersagt. 
  • Ab 29.3.2021 sind alle rekreative Sportaktivitäten in geschlossenen Räumlichkeiten im Kanton Tuzla untersagt. Live Musik ist in allen Gastronomiebetrieben untersagt. Unterricht wird auf Online-Modus umgestellt. 

Kanton Sarajevo

Alle unten angegebenen Maßnahmen im Kanton Sarajevo sind bis zum 19.4.2021 in Kraft.

  •  Seit 19.03.2021 besteht eine Ausgangssperre von 21.00 bis 05.00 Uhr. Arbeiter der Nachtschicht sind davon ausgenommen (eine Bescheinigung der Arbeitergeber ist notwendig).
  • Ab 12.04.2021 dürfen Gastronomiebetriebe Speisen und Getränke im Freien (Sommergarten, Terrasse) wieder anbieten, wobei die Sitztische sichtbar markiert werden müssen. Pro Tisch sind maximal vier Personen erlaubt. Die Zustellung von Speisen und Getränken ist gestattet.
  • Seit 24.03.2021 bleiben die Sportwettveranstalter geschlossen.
  •  Ab 12.04.2021 ist die Arbeit von Fitnesscentern ausschließlich für individuelles Training gestattet, wobei nur eine Person pro 7 m2 Fläche zulässig ist. Es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 20 Personen in der Einrichtung befinden.

  • Ab 12.04.2021 ist die Arbeit von Wellness- und Spa-Zentren wieder erlaubt, wobei nur eine Person pro 7 m2 Fläche zulässig ist und zu keinem Zeitpunkt dürfen sich mehr als 20 Personen in der Einrichtung befinden.
  • Ab 12.04.2021 sind Schwimmbäder nur für Training von Profisportler geöffnet.
  • Seit 24.03.2021 sind alle rekreative Sportaktivitäten in geschlossenen Räumlichkeiten untersagt.
  • Alle Firmen sind verpflichtet, Teleworking einzuführen. Falls wegen der Arbeitsprozesse dies nicht möglich sei, sollte Arbeit in Schichten eingeführt werden.   
  •  Seit 25.2.2021 sind alle private Versammlungen (Hochzeiten, Tauf- und Geburtstagsfeiern, Familienversammlungen, usw.) mit über 10 Personen untersagt. Bei Begräbnissen dürfen höchsten 25 Personen anwesend sein.
  • In Kunst- und Unterhaltungsinstitutionen bzw. -betrieben (Kinos, Theater, Museen usw.) ist nur eine Person pro 7 m2 Fläche zulässig. Am Eingang der Einrichtungen muss ein Hinweis über die maximale Anzahl der zugelassenen Personen abhängig von der Fläche ersichtlich sein.
  • Gebäudeverwalter, Arbeitgeber und Vertreter öffentlicher Einrichtungen werden angeordnet, alle öffentlichen Bereiche (Handläufe, Aufzüge, Arbeitsflächen, Toiletten usw.) regelmäßig zu desinfizieren.
  • Alle Arbeitgeber werden angewiesen, Arbeitnehmern mit Fieber und Atemproblemen, insbesondere mit trockenem Husten bzw. Atemnot die Arbeitsanwesenheit zu untersagen, den physischen Kontakt zwischen Mitarbeitern nach Möglichkeit zu verringern.
  • Alle Firmen, Unternehmer und natürliche Personen, welche Dienstleistungen für Bürger im direkten Kontakt erbringen, müssen die Masken für Bürger, falls sie es nicht haben, bereitstellen. 
  • In den Geschäften ist pro 7 m2 Fläche nur eine Person zulässig. Zu keinem Zeitpunkt dürfen sich mehr als 30 Personen in der Einrichtung befinden. In der zugelassenen Anzahl der Personen ist die Anzahl der Mitarbeiter nicht berücksichtigt. Alle Unternehmen sind verpflichtet, Überwachungspersonal zu engagieren, welches die Aufsicht über die Anzahl der Personen innerhalb der Einrichtung, sowie beim Betreten und Verlassen der Einrichtung ausüben.
  • Seit 12.3.2021 wird Unterricht in den Grund- und Mittelschulen wieder nur online durchgeführt. 
  • Im öffentlichen Verkehr müssen Betriebe Überwachungspersonal engagieren, welches diese die Übersicht über die Passagieranzahl, sowie die Einhaltung der Pandemiemaßnahmen kontrolliert. Das Fahrzeug muss zweimal täglich desinfiziert werden.
  • Alle Personen mit akuten respiratorischen Symptomen und erhöhter Körpertemperatur sind verpflichtet, zu Hause zu bleiben bzw. zuständige Gesundheitsanstalten zu kontaktieren.

Republika Srpska: Notstand

Alle unten angegebenen Maßnahmen in der Republika Srpska sind bis 19.4.2021 in Kraft.

  • In der Republika Srpska ist am 22.5.2020 der Ausnahmezustand durch Notstand ersetzt worden (betrifft primär politische Abläufe).
  • Ab 9.11.2020 werden nur noch Personen mit einer ärztlichen Anweisung der Notwendigkeit auf Covid-19 getestet. Test-Wartezeiten sollen damit verkürzt werden. Personen mit nur einem Symptom (z.B. Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, aber kein Fieber) müssen zu Hause bzw. in Isolation bleiben und werden, obwohl sie nicht getestet werden, als positiv betrachtet. Die offiziellen Fallzahlen werden damit aber in Zukunft niedriger liegen.
  • Alle öffentliche Versammlungen mit über 30 Personen sind untersagt.
  • Alle private Versammlungen (Hochzeiten, Tauf- und Geburtstagsfeiern, Familienversammlungen, usw.) mit über 10 Personen sind untersagt.
  • Es besteht Maskenpflicht in geschlossenen Räumlichkeiten, sowie Personenabstand von 2 m. Von Maskenpflicht sind Kinder unter 7 Jahren, Behinderten und Personen, die sportliche Freizeitaktivitäten in Sporthallen ausüben, befreit.Im Freien werden Masken empfohlen, wenn die Distanz nicht eingehalten werden kann.
  • Alle Geschäfte und Betriebe müssen zusätzliche Hygienemaßnahmen (in lokaler Sprache) vornehmen und kontinuierlich desinfizieren.
  • Alle Firmen, Unternehmer und natürliche Personen, welche Dienstleistungen für Bürger im direkten Kontakt erbringen, müssen die Masken für Bürger, falls sie es nicht haben, bereitstellen, sowie mit Wachpersonal Einhaltung der Maßnahmen überwachen.
  • Die Gastronomiebetriebe und die Glücksspielveranstalter arbeiten mit der beschränkten Arbeitszeit von 06.00-22.00 Uhr. Live Musik ist in allen Gastronomiebetrieben untersagt. 
  • Die Arbeit der Wellness- und Spa-Zentren ist untersagt. Die Schwimmbäder sind nur für Training von Profisportler geöffnet.
  • Die Skizentren bleiben geschlossen.
  • Alle Geschäfte und Einkaufszentren müssen mit Wachpersonal die Einhaltung der Maßnahmen überwachen, insbesondere bezüglich der Besucheranzahl.
  • Die Aktivitäten, die Menschenansammlung in Kunst- und Unterhaltungsinstitutionen (Kinos, Theater, Museen,  usw.) vorsehen, sind untersagt.
  • Der Unterricht wird in den Mittelschulen, sowie an Universitäten online abgehalten.
  • Der Verkauf von Alkoholgetränken in Zeitraum von 22.00 – 06.00 Uhr ist untersagt.  
  • Die sogenannten „Drugstores“ (kleine Lebensmittelgeschäfte), welche üblicherweise 24H geöffnet sind, dürfen von 22.00 – 06.00 Uhr ausschließlich nur Schalterverkauf machen.
  • Training in Sportvereinen und in Gruppen bis 30 Personen, sowie Wettbewerbsaktivität für professionelle Sportler ohne Publikum sind wieder erlaubt.
  • Im Regionalverkehr darf die Anzahl der Passagieren, die registrierte Anzahl der Sitzplätze in Bussen nicht übersteigen. Im innerstädtischen Verkehr darf die Auslastung bis zu 50% der Buskapazität sein.  
  • Alle juristische Personen, sprich Firmen, und öffentliche Verwaltung werden aufgefordert, überall wo dies möglich ist, die Arbeit als Teleworking zu organisieren.
  • Alle Städte und Gemeinden mit schlechteren epidemiologischen Situation sind verpflichtet restriktivere Maßnahmen zu beschließen.

Brčko District

Alle unten angegebenen Maßnahmen im Distrikt Brcko sind bis 24.4.2021 in Kraft.

  • Maskenpflicht besteht in geschlossenen Räumlichkeiten und im Freien.
  •  Es besteht eine Ausgangsperre von 22.00 bis 05.00 Uhr. Arbeiter von Apotheken, Tankstellen, sowie Arbeiter der Nachschicht in der Produktion sind davon ausgenommen (eine Bescheinigung der Arbeitergeber ist notwendig).
  • Die Öffnungszeit von allen Firmen, ausser Produktionsbetrieben deren Arbeit in Schichten organisiert ist, ist auf 19.00 Uhr begrenzt. Apotheken dürfen bis 22.00 Uhr geöffnet bleiben.
  • In Gastronomibetrieben sind Live-Musik, DJ-Auftritte und ähnl. untersagt.
  • Vom 12. bis 16. April 2021 wird Untericht Grundschulen (6.-8. Klasse)  und Mittelschullen (1. bis 3. Klasse) ausgesetzt. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Einen Überblick über die aktuellen Hilfsmaßnahmen für den Privatsektor in der COVID-19 Krise mit Links für Anträge etc. finden Sie unter „Downloads“. 

Arbeitsrecht 

Das Arbeitsrecht fällt in Bosnien und Herzegowina ebenfalls in die Zuständigkeit der beiden Entitäten und ist daher jeweils unterschiedlich ausgestaltet. Keiner der Landesteile hat allerdings bis jetzt aufgrund der Corona Krise Änderungen vorgenommen um beispielsweise die de facto nicht genutzte und auch nicht ausjudizierte Kurzarbeit zu erleichtern. Für Fragen dazu steht das AC Sarajevo gerne zur Verfügung. 

Je nach Verlauf ist mit Erweiterungen der Maßnahmen zu rechnen. Auch kann die konkrete Ausgestaltung je nach Kanton in der Föderation von Bosnien und Herzegowina und Gemeinden in der Republika Srpska unterschiedlich sein. Es wird daher zur Beachtung der jeweils aktuellen örtlichen Vorschriften geraten.

Weitere Informationen und Notfallnummern

Auf den Webseiten der Föderation Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska werden täglich Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus aktualisiert und Empfehlungen zum Umgang mit der Situation, veröffentlicht. Beide Seiten sind nur in lokaler Sprache verfügbar. Eine einheitliche Hotline-Nummer für das ganze Land, gibt es nicht.