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Coronavirus: Situation in Burkina Faso

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Casablanca informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Burkina Faso.

Stand: 2.3.2021


Aktuell & Wichtig

  • Grenzübergänge geöffnet. Die internationalen Flüge unterliegen weiterhin einem strengen Gesundheitsprotokoll, welches das Tragen einer Maske, Abstandhalten und die Verwendung von Desinfektionsmittel vorschreibt.
  • Einreise nur mit negative COVID-19 Test, mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr ist weiterhin zu rechnen.
  • Burkina Faso zählt Ende Februar 2021 26 Labore, die eine Covid-19 Diagnostik durchführen können. War es zu Beginn der Pandemie nur ein einziges Labor, so wurden enorme Fortschritte in Richtung Dezentralisierung und Gesundenversorgung gemacht. Direkt bei den Testzentren sind nun auch Medikamente zur Behandlung von COVID-19 erhältlich. Die Krankheit erhält in der Versorgung eine ähnliche Gewichtung wie Malaria.
  • Anrollen der Impfkampagne voraussichtlich nicht vor dem 2. Halbjahr 2021. COVAX, das Impfprogramm der WHO für finanzschwache Mitgliedsländer, verspricht ab dann die faire Verteilung von Impfstoffen für mind. zwei Mrd. Menschen weltweit.

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinNeinNein
Negatives Ergebnis eines max. 72 Stunden vor Abreise ausgeführten Covid-Tests. Keine Quarantäne
  • Bei der Einreise ist ein negativer COVID-Test vorzuweisen, der nicht älter als fünf Tage sein darf, und ein Formular auszufüllen, das den aktuellen Gesundheitszustand abfrägt. Sollte kein negativer Test mitgeführt werden können, besteht die Möglichkeit gegen Bezahlung von CFA 90.000 (ca. EUR 140) einen Test am Flughafen durchzuführen und in Quarantäne zu gehen, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.
  • Bruxelles Airlines stellt Linienbetrieb von und nach Burkina Faso dauerhaft ein und lässt Niederlassung auf
  • Eine direkte Flugverbindung aus Europa bietet derzeit nur Air France (zweimal wöchentlich)

Regelungen für den Güterverkehr

  • keine Informationen über Restriktionen zum Güterverkehr, außer den allgemeinen Covid-19-Schutzmassnahmen. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Um den dringenden Zahlungsbilanzbedarf zu decken, bewilligte der IWF kurz nach Ausbruch der Pandemie im Rahmen der Schnellkreditfazilität 115,3 Mio. US-Dollar Soforthilfe für Burkina Faso. Das Land profitiert auch von der Schuldendiensterleichterung des IWF im Rahmen des Catastrophe Containment and Relief Trust. Der Schuldenerlass beläuft sich auf ca 14,5 Mio. US-Dollar.

Im November 2020 wurde ein weiterer Kredit (Extended Credit Facility – ECF) des IWF in Höhe von 51,3 Mio. US-Dollar an Burkina Faso vergeben. 

Anfang 2021 verkündet die Regierung unter dem im November 2020 gewählten neuen President Roch Marc Christian Kabore die Erarbeitung eines umfassenden wirtschaftlichen Strategieplans 2021-25. Die Ergebnisse sollen Ende März 2021 in Ouagadougou bekanntgegeben werden. Der Präsident verspricht neben wirtschaftlichem Aufschwung als oberste Priorität die Sicherheit im Land zu verbessern.

Humanitäre Hilfe:

Die EU beziffert die humanitäre Hilfe für 2020 in Burkina Faso mit 22,5 Millionen Euro. Dieser Betrag umfasst 10 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln, die kürzlich mobilisiert wurden, um Hilfsorganisationen in Burkina Faso dabei zu helfen, ihre Maßnahmen angesichts des steigenden humanitären Bedarfs, der durch den gewalttätigen Konflikt im Norden ausgelöst wird, auszuweiten. Darüber hinaus wird sie ihre Projekte bei der Anpassung an die durch die Corona-Pandemie entstandenen neuen Bedürfnisse unterstützen. 

Die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen von TeamEurope 13 Millionen Euro (8,5 Milliarden Francs CFA) investiert, um Burkina Faso bei seinen Maßnahmen gegen das Coronavirus zu unterstützen.

China unterstützt das Land durch zahlreiche Hilfslieferungen an Spitäler und das burkinische Militär, darunter sind u.a. Beatmungsgeräte, Masken, Desinfektionsmittel und Fieberthermometer.

Die Zahl der Menschen, die Nahrungsmittelsoforthilfe benötigen, hat sich in Burkina Faso auf mehr als 3,2 Millionen verdreifacht - etwa 11.000 von ihnen leiden unter "katastrophalem" Hunger -, da die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ein Land treffen, das bereits von Gewalt heimgesucht wird, so ein UN-Bericht, der am 21. August präsentiert wurde. Um die Resilienz der betroffenen Bevölkerung zu stärken empfiehlt die UN im Einklang mit der Regierung grundlegende Strukturänderungen in der Landwirtschaft und die Förderung lokaler Gemeinschaften.

Bergbau:

Endeavour Gold Company hat zu Beginn der Krise seine Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt, nachdem ein Angestellter nach Rückkehr aus Grosbritannien COVID-19 positiv getestet wurde. Die Firma sieht jedoch keine weiteren Auswirkungen auf die Produktion oder den Betrieb seiner Minen oder Explorationsaktivitäten. Das Unternehmen verfüge auch über eine ausreichende Versorgung mit Material und Ausrüstung. Die Lieferanten bestätigen, dass die aufgegebenen und geplanten Bestellungen intakt sind. Darüber hinaus wurde ein Business Continuity-Programm eingerichtet, um die Mitarbeiter an allen "streng kontrollierten" Minenstandorten mit Gesundheitskontrollen für Besucher, Auftragnehmer und Mitarbeiter zu schützen. Nicht wesentliche Geschäftsreisen wurden ebenfalls abgesagt, während jeder Mitarbeiter, der sich unwohl fühlte, gebeten wurde, zu Hause zu bleiben. 

Pharmazeutische Produkte:

Um der hohen Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten zum Schutz und Kampf gegen Covid19 in Burkina Faso gerecht zu werden, hat das Handelsministerium Lösungen gefunden. IRCP-PHARMA, eine Initiative zum Aufbau produktiver Kapazitäten für KMU und KMU aus Burkinabè, die im pharmazeutischen und organischen Bereich tätig sind.

Die Initiative ist endogen und fordert Mittel zur Unterstützung lokaler Unternehmen, die pharmazeutische Grundprodukte und Hygienedesinfektionsmittel wie Gele und hydroalkoholische Lösungen, Masken, Handschuhe, spezielle Geräte usw. herstellen.Durch das System sollen auch die Kosten der lokalen Produkte kontrolliert werden. 90% der in Burkina Faso verwendeten pharmazeutischen Produkte sind importiert.

Durch Schließung der Grenzen und aufgrund der weltweiten Verlangsamung der Industrieproduktion, ist die Verfügbarkeit von pharmazeutischen Produkten in Burkina Faso gefährlich gefährdet. IRCP-PHARMA wurde 31.03.2020 vom Handelsministerium in Ouagadou mit  insgesamt FCFA 5 Milliarden Euro ins Leben gerufen. Die Pilotphase mobilisiert FCFA 750 Millionen. Mittel- und langfristig zielt diese Initiative darauf ab, die Einrichtung lokaler Produktionseinheiten für pharmazeutische und biomedizinische Produkte zu erleichtern und die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Lieferungen zu verringern. 

Weitere Information und Notfallnummern

  • Notruf +226 01 60 89 89
  • Nationale Corona-Hotline 35 35
  • Info Hotline CORUS +226 52 19 53 94
  • Informationen zur wirtschaftlichen Lage und den verschiedenen Sektoren auf Anfrage: AussenwirtschaftsCenter Casablanca